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Literaturlabor. Analytisches Lesen. Literarische Texte zum lesen und interpretieren. Lehrbuch

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71
GLOSSAR
Das Wort
Die Übersetzung
vertraulich
доверительный
die Anschaffung
приобретение
Kolbenweite
размер поршня
bereitwillig
охотно
kurzfristig
краткосрочный
arglos
бесхитростный
Fesselballon
привязной аэростат
unausstehlich
несносный
nippen
пригубить
zaghaft
робкий
72
LÖSUNGEN. GABRIELE WOHMANN.
LESETEXT «EIN NETTER KERL»
D.2.
die Aussage
Richtig
Falsch
Nicht im Text
Rita lud ihren Freund zum Abendessen mit der Familie ein.
+
Nanni ist Ritas Schwester.
+
Es war ein festliches Abendessen.
+
Rita erzählt ihrer Familie, dass sie sich mit dem Mann verlobt hat.
+
Sie haben den jungen Mann auf solche Weise geprüft.
+
Ritas Freund lebt bei seiner kranken Mutter.
+
Er ist achtzehn Jahre alt.
+
Milene unterstützt ihre Schwester.
+
Für Rita ist das Benehmen der Familie
gewöhnlich.
+
Die Familie akzeptierte Ritas Freund.
+
E.6.
Passt
Nicht passt
Rita setzte sich gerade und hielt sich mit den Händen am Sitz fest.
Rita hielt sich am Sitz fest.
Sie drückte die Fingerkuppen fest ans
Holz.
Das Holz unter Ritas Fingerkuppen wurde klebrig.
Rita lachte versuchsweise und dann
konnte sie es mit großer Anstrengung lauter als die anderen…
Rita fühlt sich zunehmend unwohl.
Rita stellte der Familie ihren Verlobten sofort vor.
Rita war glücklich, dieses Ereignis mit
der Familie zu besprechen.
Sie saß ganz ruhig am Tisch.
73
E.7.
Passt
Nicht passt
Er ist Furchtbar fett für sein Alter. Er sollte Diät essen.
Er ist weich wie ein Molch, wie Schlamm. Seine Hand ist so weich. Auch hinten im Nacken hat er schon Wammen, wie ein alter Mann. Er ist ja so fett, so weich. Er lebt mit seiner Mutter zusammen. Er ist die große fette Qualle.
Er ist gesund. Er ist sportlich. Er hat eigenes Verkehrsmittel. Er hatte keine Angst, die Bahn nicht zu kriegen. Er ist menschlich unangenehm. Er ist unhöflich. Er ist unruhig.
E.8.
Das Benehmen
Die Person
Diese Person findet immer wieder neue
Ausdrücke und vergleicht den Verlobten
mit einem Molch, einer fetten Qualle und mit Schlamm.
Nanni
Diese Person versucht am Anfang den
Verlobten zu schützen, aber allerdings sagt sie, sie fände ihn „komischerweise“
ganz nett.
Milene
Diese Person konnte kaum kein Wort zu sagen, während andere lachten.
Rita
Diese Person fängt erst „beschämt … an zu lachen“, kann sich aber bald nicht mehr zurückhalten.
Mutter Der verlobte hat keinen üblen Eindruck auf diese Person gemacht.
Vater
74
E.10.
Beispiel
Stilistische Figur
Und auch die Hand, so weich.
Die Ellipse
… weich wie ein Molch, wie Schlamm…
Der Vergleich
Das Lachen schwoll an, türmte sich vor ihr auf, wartete und stürzte sich dann herab…
Die Metapher
Er ist ja so fett, so weich, so weich.
Die Wiederholung
die Mutter … fing … an zu lachen: recht lieb, aber doch gräßlich komisch
Die Antithese
Auch hinten im Nacken hat er schon Wammen, wie ein alter Mann
Der Vergleich ihre Stimme zitterte
Die Metapher
die Messer und Gabeln auf den Teller klirrten
Die Lautnachahmung
E.12.
a) Vater b) Luft c) Bahn d) Mutter e) Holz f) Mutter
G.8.
Passt
Nicht passt
Kommunikationsproblem Das Misstrauen der Familienmitglieder Verschlossenheit
Die gewöhnliche Alltagssituation Budgetschwierigkeiten Streit zwischen den Kindern
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LÖSUNGEN. PETER BICHSEL. LESETEXT «EIGENTLICH MÖCHTE
FRAU BLUM DEN MILCHMANN KENNENLERNEN»
D.2.
Die Aussagen
R
F
Der Milchmann schreibt eine Notiz, dass es heute keine Butter gibt.
+
Frau Blum kennt den Milchmann.
+
Der Milchmann macht sich Sorgen, dass Frau Blum böse auf ihn sein könnte.
+
Frau Blum schuldet dem Milchmann immer Geld.
+
Der Milchmann weiß, auf welchem Stockwerk Frau Blum wohnt.
+
Der Milchmann hat saubere und gepflegte Hände.
+
Frau Blum will sich mit dem Milchmann unterhalten.
+
Der Milchmann wird für seinen Job gut bezahlt.
+ Der Milchmann ist für die steigenden Milchkosten verantwortlich.
+
Frau Blum hat eine lesbare Handschrift.
+
E.3.
„Heute keine Butter mehr, leider.“
Milchmann
„Zwei Liter, 100 Gramm Butter, Sie hatten gestern keine Butter und berechneten sie mir gleichwohl.“
Frau Blum
„Entschuldigung.“
Milchmann
„Frau Blum nimmt 2 Liter und 100 Gramm, sie hat einen verbeulten Topf und eine gut lesbare Schrift.“-
Milchmann
„10 Rappen zu wenig.“
Milchmann
E.4.
1
aber schon.
2
SMS
3
Entschuldigung
4
schmutzige
5
einmal
6
man
7
stets
8
Saukralle
9
einen Blum
10
täglich
76
E.5.
Die Schuld Pflicht, etwas zu tun oder zu unterlassen Der Zettel ein Blatt Papier, dessen Größe nicht genormt ist, für Notizen und
dergleichen Der Rappen alte Hauptmünze im Oberrhein-Gebiet, der heutigen Nordschweiz und dem Elsass
Das Quartier Örtlichkeit, an der jemand unterkommt Die Pflicht etwas, das getan werden muss, was von einem verlangt oder erwartet
wird
Der Milchmann männliche Person, die Milch an Endverbraucher ausliefert Der Topf kleines Gefäß Der Briefwechsel Austausch von Briefen schütteln einen Gegenstand oder eine Person schnell hin und her bewegen lesbar möglich, gelesen zu werden
E.6.
Beispiel
Stilistische Figur
„Heute keine Butter mehr, leider“
die Ellipse
Der Milchmann kommt morgens um vier ... Der Milchmann kennt den verbeulten Topf... Der Milchmann
kennt Frau Blum....
die Anapher
„Der Milchmann [...] mehr, leider.“ „Frau Blum fürchtet [...] ihr Topf ist verbeult.“
Parallelismen
Wahrscheinlich sind Milchmänner nicht gut bezahlt und
wahrscheinlich fehlt ihnen oft Geld bei der Abrechnung.
die Wiederholung
In der ersten Mannschaft spielte einmal ein Blum, den kannte der Milchmann, und der hatte abstehende Ohren. Vielleicht hat Frau Blum abstehende Ohren.
die Epipher
77
LÖSUNGEN. KURT MARTI. LESETEXT «NEAPEL SEHEN»
D.3.
… ihm seine Arbeit nicht gefiel?
„Er haßte die Fabrik. Er haßte seine Arbeit in der Fabrik. Er haßte die Maschine, an
der er arbeitete.
… er ein guter Arbeiter war?
Dann wurde er krank, nach vierzig Jahren Arbeit und Haß zum ersten Mal krank.
… er gut verdiente?
Er haßte die Hetze nach Akkordprämien, durch welche er es zu einigem Wohlstand, zu Haus und Gärtchen gebracht hatte.
... die Arbeit ihn krank machte?
Aber die Hände zuckten weiter im Schlaf, zuckten im schnellen Stakkato der Arbeit. Er haßte den Arzt, der ihm sagte, Sie müssen sich schonen, Akkord ist nichts mehr für Sie.
… es einen guten Grund gab, dass er böse auf den Meister war?
Er haßte den Meister, der ihm sagte, ich gebe dir eine andere Arbeit, Akkord ist nichts mehr für dich.
… er mehr als vorher sehen wollte?
… ich sehe immer das Gärtchen, sonst nichts, nur das Gärtchen, das ist mir zu langweilig, immer dasselbe Gärtchen, nehmt doch einmal zwei Bretter aus der
verdammten Wand, damit ich was anderes sehe.
... er vom Bett aus alles anders sah als vorher?
Er sah sein Gärtchen. Er sah den Abschluß des Gärtchens, die Bretterwand. Weiter
sah er nicht.
... er sich veränderte?
Zärtlich ruhte der Blick des Kranken auf seiner Fabrik, verfolgte das Spiel des Rauches über dem Schlot, das Ein und Aus der Autos im Hof, das Ein des
Menschenstromes am Morgen, das Aus am Abend.
78
... er am Ende nicht mehr böse auf andere war?
Als er die Büros sah, die Kantine und so das gesamte Fabrikareal, entspannte35 ein Lächeln die Züge des Kranken.
... die Erzählung das Wirtschaftssystem, d.h. den Kapitalismus, kritisiert?
Er haßte die Maschine, an der er arbeitete. Er haßte das Tempo der Maschine, das er selber beschleunigte. Er haßte die Hetze nach Akkordprämien, durch welche er es zu einigem Wohlstand, zu Haus und Gärtchen gebracht hatte.
D.4.
Die negative Einstellung zur Fabrik Der Hass auf die Fabrik verwandelt sich in die Liebe Die Arbeit in der Fabrik wurde zum Sinn des Lebens
E.1.
Fabrik als Arbeitsort
Fabrik als Ort der Beobachtung
Fabrik Maschine Meister Akkord
Akkordprämie
Rauch über dem Schlot
Autos Menschenstrom Büros Kantine
E.8.
a) Arbeit b) Bett c) Fenster d) Gärtchen e) Bretterwand f) Blust g) Arzt h) Elend i) Bretter
79
LÖSUNGEN. URSULA WÖLFEL. LESETEXT «NUR FÜR WEISSE!»
D.2.
Die Aussagen
R
F
Ein Junge, der eine fast schwarze Haut hatte, kam mit seinen Eltern, um in der großen Stadt zu bleiben.
+
Der Junge trug den leeren Korb, denn sie nichts zum Essen hatten.
+
Der Junge war schon einmal in einer großen Stadt
gewesen.
+
Der Junge war müde, weil er seine Eltern im Gedränge auf
dem Bahnsteig verloren hatte.
+
Der Mann mit dem Karren kaufte eine Flasche Limonade, die er dem Jungen gab.
+
Der Junge hatte noch nie in seinem Leben Limonade aus einer Flasche getrunken.
+ Der Junge gab dem weißen Kind seine Limonadenflasche,
weil er nicht trinken wollte.
+
Das Mädchen hatte ein rosaweißes Gesicht und ganz helle
Haare, es war fast so klein wie sein Schwesterchen.
+
Als das kleine Kind auf beide Hände hinfiel, konnte der
Junge kaum sprechen, weil es hinten ganz rosa war, wie die Affen im Busch.
+ Alle Menschen auf dem Bahnsteig lachten auch laut, weil sie die Sprache des Jungen verstanden haben.
+
Der Junge sah, wie eine weiße Frau ein kleines Mädchen
beschimpfte.
+ Die Limonade wurde in den Müll geworfen.
+
Die weiße Frau fragte den Jungen immer wieder etwas.
+
Der Junge konnte die Sprache nicht verstehen.
+
Eine dunkle Frau hatte einen Korb für Flaschen.
+ Der Junge sah zu, wie die Limonade verschwendet wurde.
+
Die weiße Frau war wütend auf das kleine Mädchen.
+
Der Junge war fasziniert von dem riesigen Karren.
+
Der Mann mit dem Karren suchte die Eltern vom Jungen.
+
Der Junge sah alles, verstand aber nichts.
+
80
E.1.
1) das Lachen
2) das Schild
3) der Affenhinten
4) heiβ
E.2. a) die Bahn b) der Junge c) der Wegweiser d) der Handwagen e) die Pflanze
E. 3.
a) einsteigen b) flüstern c) finden d) nehmen e) ziehen
E.4. Küchensachen, Rückentuch, Bahnhofhaus, Bahnsteig, Rückenlehne, Strohhalm, Zehenspitze, Limonadenflasche, Papierkorb, Limonadenrest, Bahnsteigpflaster, Flaschenkorb, Hauswand, Bettzeug, Flaschenhals
E.6.
Wagen für Menschen mit weißer Haut und Wagen für Menschen mit anderer Haut,
schwarzer, brauner oder gelber.
Die Anapher
Er staunte über das große Bahnhofshaus und die vielen Häuser dahinter, Häuser so hoch
wie Berge!
Der Vergleich
… Wie die Affen im Busch!
Der Vergleich