Лексикология немецкого языка. Учебное пособие
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Wörter durch ein Synonym ersetzt wird. Aus dem modernen Wortgebrauch sind deshalb folgende Wörter verschwunden:
die Acht – in der Bedeutung „Achtung“ (etwas außer Acht lassen)
Strauß – in der Bedeutung „Zweikampf“
Diese Bedeutung lebt noch in der phraseologischen Wendungen: einen Strauß ausfechten, einen Strauß bestehen.
Man unterscheidet folgende Arten von Homonymen:
1) Homophone – sind Wörter, die gleiche lautliche Form haben, aber verschiedene Bedeutengen und können sich dabei in ihrer schriftlichen Form unterscheiden:
die Sträuße (букет)
der Strauß
die Strauße (птица страус) die Lieder (песня)
das Lid
die Augenlider (веко) die Saite (струна) – die Seite (сторона)
die Weise (способ) – die Waise (сирота)
2) Homographen – sind Wörter, die gleich geschrieben werden, aber verschiedene Bedeutengen haben: lesen (читать, перебирать), der Preis (цена,
приз), die Mutter (мать, гайка).
3) Homoformen – sind Wörter, bei denen die Wortformen zufällig übereinstimmen: Ich führe dise Arbeit (1.Per, Sing, Präsens Indikativ) Die Mutter sagte, er führe morgen nach Moskau (3.P., Sing. Präteritum Konjunktiv).
Zusammensetzung:
Zwischen dem Bezeichneten und dem Bezeichnenden besteht also die asymmetrische Beziehung, d.h. einerseits strebt das Bezeichnende (das Formativ, der Name) mehrere Bezeichnete zu besitzen, und es entsteht die Polysemie und Homonymie. Andererseits ist das Bezeichnete (die Bedeutung) bestrebt, sich durch
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andere Bezeichnende (Formative) auszudrücken und so entstehen Synonyme. Dieser Prinzip der Asymmetrie des sprachlichen Zeichens bzw. des Prinzip
des asymmetrischen Dualismus wurde von Sergei Karzewski, dem russischen Linguisten, dem Nachfolger von F. de. Saussur formuliert. Grafisch lässt sich dieser Prinzip folgenderweise darstellen:
das Bezeichnete |
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● |
● ● |
● |
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(Bedeutung) |
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das Bezeichnende |
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● |
● ● |
● ● |
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(das Formativ) |
Polysemie, Homonymie |
Synonymie |
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3.7 Aufgaben zum Seminar
1 Stellen Sie eine Art Inhaltsübersicht (опорный конспект) zu dem Text der Vorlesung zusammen und bereiten Sie die Darlegung des Inhalts anhand des Konspektes vor.
2 Erarbeiten Sie einen Algorithmus der Bestimmung der Motivationsart der Wortbedeutung.
3 Finden Sie 10 deutsche Wörter und bestimmen ihre Motivationsart.
4 Finden Sie einen Textauszug (aus einem literarischen Text) und bestimmen die Art der Bedeutung der Wörter in diesem Text (denotative, signifikative, konnotative, direkte, übertragene usw.)
4 Die Bedeutungsbeziehungen im lexikalisch-semantischen
System
Plan: 1 Allgemeines zum Begriff der Bedeutungsbeziehungen im
lexikalisch-semantischen System
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2 Paradigmatische Beziehungen im lexikalisch-semantischen System
2.1Synonymische Beziehungen
2.2Hyperonym-hyponymische Beziehungen
2.3Antonymische Beziehungen
2.4Semantische Felder
3 Syntagmatische Beziehungen der lexikalischen Einheiten
3.1Allgemeines zum Begriff der syntagmatischen Beziehungen;
3.2Valenzwörterbuch von G. Helbig und W. Sehenkel;
3.3Lexikalisch-semantische Kombinierbarkeit.
4.1Allgemeines zum Begriff der Bedeutungsbeziehungen im lexikalischsemantischen System
Unter System versteht man ein Ganzes oder eine Menge von Elementen, die
durch bestimmte Beziehungen geordnet und zu einer Einheit (System) verknüpft
werden.
Unter dem lexikalisch-semantischen System ist ein Ganzes von Lexemen zu verstehen, die durch funktionale und formale Beziehunden zu einer Einheit verknüpft werden. Das lexikalisch-semantische System wird als ein offenes System betrachtet, was durch ständige Veränderungen im Wortschatz verursacht wird.
Bei der Beschreibung semantischer Beziehungen der Lexeme im Wortschatz als System unterscheidet man fünf Grundtypen der Beziehungen:
1)Bedeutungsgleichheit (Identität) von zwei lexikalischen Einheiten: obwohl = obgleich
Beiffall = Applaus beginnen = anfangen
2)Bedeutungsähnlichkeit (Synonymie):
darstellen – schildern
anstrengen – strapazieren
sich anstrengen – sich bemühen
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3) Hierarchische Beziehungen: Bedeutungsüberordnung und
Bedeutungsunterordnung (Hyperonymie und Hyponymie): Blume: Rose, Nelke,
Kamille
4) Bedeutungsgegensatz (Polarität = Antonymie):
alt↔jung
Thea Schippan unterscheidet unter anderen auch formativisch-semantische Beziehungen [Schippan 2002; С. 196]. Dabei geht es um Wortfamilien. Eine Wortfamilie bilden Lexeme, die genetisch zusammengehören.
Wortfamilie fahren:
weg-, aus-, be-, um-, ver-, hin-, her-, auf-; Fahrt, Ausfahrt, Auffahrt, Einfahrt, Hinfahrt, Herfahrt, Furt, erfahren, Erfahrung, Fahrer, Mitfahrer, Beifahrer…
4.2 Paradigmatische Beziehungen im lexikalisch-semantischen System
Seit F. de Saussure unterscheidet man unter den systemhaften Beziehungen zwischen lexikalischen Einheiten paradigmatische und syntagmatische Beziehungen oder Relationen. Paradigmatik und Syntagmatik bedingen einander. Die Eigenschaften, die das Wort im Sprachsystem aufweist, bedingen die Verwendungsmöglichkeiten des Wortes, anders gesagt seine syntagmatische Umgebung und insgesamt seine syntagmatische Beziehungen. Andererseits kristallisieren sich die systemhaften Eigenschaften des Lexems und damit seine paradigmatischen Beziehungen ausschließlich im Redeprozess, d.h. aus den syntagmatischen Beziehungen.
Paradigmatische Beziehungen/Relationen sind Relationen zwischen lexikalischen Einheiten, die die gleiche Distribution, d.h. in ein und demselben Kontext auftreten können und sich in diesem Kontext gegenseitig auschließen oder ersetzen.
So steht in der Umgebung Sie fand das Buch _____. das Wort spannend in paradigmatischer Beziehung zu den Wörtern langweilig, gut, interessant usw:
spannend
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Sie fand das Buch langweilig /gut/ interressant
Paradigmatische Beziehungen werden durch eine Methode bestimmt, die als Austauschprobe oder Substitution bezeichnet wird (die Ersetzung sprachlicher Einheiten in derselben Umgebung zur Ermittlung der Identität, Variabilität oder Polarität dieser Einheiten).
Zu den paradigmatischen Beziehungen gehören
-Identitätsbeziehungen ( Synonymie )
-Hierarchiebeziehungen (Hyperonymie – Hyponymie )
-Polaritätsbeziehungen ( Antonymie )
The Schippan zählt zu paradigmatisch geordneten Gruppen auch
Sachgruppen und thematische Rheien [Schippan 2002. – С. 202 - 204].
4.2.1 Synonymische Beziehungen
Identitätsund Äquivalenzbeziehungen im Wortschatz ergibt Synonymie im weiten Sinne des Wortes.
Traditionell definiert man Synonyme als sinngleiche oder sinnverwandte Wörter. Synonyme sind sprachliche Einheiten oder Strukturen, die sich formal unterscheiden, aber ähnliche oder gleiche Bedeutung haben und deshalb im Kern der Bedeutung übereinstimmen Synonymie ist die Bezeichnung für die Beziehung zwischen Synonymen.
Thea Schippan betrachtet Synonyme in Anknüpfung an ihre semantische Struktur und verstehet darunter „Lexeme, die Benennungen des gleichen Denotats sind und deshalb über einen Kern der Bedeutungselemente verfügen, sich aber durch periphere denotative Seme oder konnotative Merkmale oder durch beides unterscheiden können“ [Schippan 2002; С. 207]
Zur Feststellung der Synonymie wird sehr oft Substitutions– oder Lückentest eingesetzt: in einem Minimalkontext wird ein Lexem durch ein anderes ersetzt. Einige Linguisten sind aber der Auffassung, dass es im Sinne völliger Austauschbarkeit eine „wirkliche Synonymie“ nicht gibt. Der Substitutionstest kann wohl auch zu den falschen Feststellungen führen.
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Er nahm die Katze und streichelte das Tier .
In diesem Satz beziehen sich die Wörter Katze und Tier auf das gleiche Denotat, haben einen gleichen Referenten. Es handelt sich um referenzielle Identität. Unter diesem Aspekt betrachtet sind Katze und Tier referntiell identisch, aber als Systemwörter sind sie nicht synonym, sondern stehen in einer Hyperonym-Hyponym-Beziehung zueinander. Tier impliziert Katze und nicht umgekehrt. In diesem Fall spricht man von einer einseitigen Implikation. Die Synonymie kann also nur bei der gegenseitigen Implikation der Begriffe ermittelt werden. Bei einem Beispielpaar wie Zündholz – Streichholz oder auch Teenager – Jugendlicher impliziert das jeweils erste Element das jeweils zweite:
Dies ist ein Zündholz impliziert Dies ist ein Streichholz, Sie sind Teenager impliziert Sie sind Jugendliche. Bei diesen Paaren ist die Implikation wechselseitig, das zweite Element impliziert auch das erste: Dies ist ein Streichholz impliziert Dies ist ein Zündholz, Sie sind Jugendliche impliziert Sie sind Teenager.
Bei der Ermittlung der Synonymie erfolgt auch bei der Explikation der Bedeutung als Sembündel. Bei der Bedeutungsgleichheit sind Lexeme in ihren semantischen Strukturen völlig gleich oder identisch, d.h. es besteht eine völlige Übereinstimmung in Bedeutungselementen oder Semen. Die sprachlichen Einheiten beziehen sich auf gleiche Denotate und können in der gleichen Textumgebung füreinander auftreten. Bei einer solchen Bedeutungsidentität der Lexeme entstehen sogenannte absolute Synonyme: beginnen – anfangen.
Solche Synonyme sind aber für die Sprache keine typische Erscheinung. Für Synonymie ist nicht die Bedeutungsidentität, sondern die Bedeutungsähnlichkeit relevant. Bei der Bedeutungsähnlichkeit sind zwei Lexeme in ihren semantischen Strukturen einander ähnlich, d.h. sie gleichen sich hinsichtlich bestimmter wesentlicher Seme und unterscheiden sich nur in sekundären Semen, die semantisch konkretisierend, regional, wertend-stilistisch und anders sein können:
ansehenanstarren
das Brötchendie Semmel
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die Frau – das Weib
Bedeutungsbeziehungen der semantischen Ähnlichkeit lassen sich bei einer großen Anzahl der Lexeme feststellen. Dabei entstehen synonymische Reihen oder Gruppen:
weinenschluchzenwimmern
sterben – einschlafen – davongehen – verrecken - krepieren – ins Gras beißen
In der synonymischen Reihe unterscheidet man die Dominante oder das Grundsynonym – ein Lexem, das begrifflich und stilistisch eine Invariante der anderen Glieder der synonymischen Reihe bildet:
laufen-rennen-fliehen-sausen-rasen-stürmen-eilen
Je nach der Art unterschiedlicher differenzierender Seme werden die bedeutungsähnlichen Synonyme entsprechend bezeichnet: ideographische (begriffliche) Synonyme oder stilistische Synonyme.
Ideographische Synonyme unterscheiden sich in ihren konkretisierenden Semen, die dem Denotat präzisere Information bzw. schärfere Umrisse verleihen. So sind die Substantive Lohn, Gehalt, Gage. Betrachten wir die Bedeutungsbeziehungen zwischen diesen Lexemen. Sie haben ein gemeinsames Sem – Bezahlung für die geleistete Arbeit. Dabei gilt Lohn für die Bezeichnung der Bezahlung der Arbeiter, Gehalt – für die Bezahlung der Beamten, Angestellten, Gage – die der Künstler. Ein weiteres differenzierendes Sem dieser Wörter ist das Merkmal ‘regelmäßig (monatlich)’ / ‚unregelmäßig’ bzw. ‚Einzelleistung’. Demnach ist das Merkmal ‚regelmäßig’ den Lexemen Lohn, Gehalt eigen und /nicht regelmäßig’ – dem Lexem Gage.
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Tabelle 1 - Der Sembestand der Lexeme Lohn, Gehalt, Gage kann man
durch eine Matrix veranschaulichen:
Merkmale |
Formativ |
Gegenständ- |
lichkeit |
Nicht belebt |
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Bezahlung |
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der Arbeiter |
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der Angestellt. |
der Künstl |
regelm |
(monat) |
nicht regelm |
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Der Lohn |
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Das Gehalt |
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Die Gage |
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Die Bedeutungsähnlichkeit der Lexeme Lohn, Gehalt, Gage beruht auf semantischer Differenzierung, ist also ideographisch, deshalb heißen solche Synonyme ideographische / begriffliche Synonyme.
Betrachten wir die Bedeutungsbeziehungen der Lexeme Gesicht, Antlitz, Visage, Fratze. Diese Lexeme haben folgende gemeinsame Bedeutungselemente: ‚Gegenständlichkeit’, ’zum Körperteil gehörend’, ’Vorderseite des Kopfes’. Sie unterscheiden sich aber durch wertende (konnotative) Seme: Antlitz – gehört zur gehobenen dichterischen Sprache und bezeichnet ein schönes (aus der Sicht des Sprechers) Gesicht. Visage und Fratze werden in Bezug auf ein aus der Sicht des Sprechers hässliches Gesicht gebraucht und sind stilistisch als grobe, saloppe, abwertende Lexeme markiert. Diese Seme sind wertend bzw. stilistisch.
Die differenzierenden Seme, die wertend konnotativ bzw. stilistisch sind, ergeben stilistische Synonyme.
Im Deutschen gibt es Lexeme, die sich auf dieselbe Erscheinung der Wirklichkeit beziehen, sich aber regional unterscheiden:
Stulle – Bemme (ein belegtes Brot) (norddt. – berlinisch)
Schlachter - Metzger
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(mitteldt. – sächsisch)
Diese Wörter werden als territoriale oder regionale Dubletten bezeichnet. Th. Schippan unterscheidet sie von den Synonymen, weil sie außerhalb ein und demselben System stehen: die Literatursprache und die Mundart sind zwei selbständige Systeme.
Man unterscheidet auch kotextuelle Sononyme. Sie beziehen sich auf ein und denselben Denotat aber nur in einem einzelnen Kontext. Im sprachlichen System sind sie keine Synonyme.
Ursachen der Entstehung der Synonyme:
Die Entstehung neuer Synonyme lässt sich vor allem aus kommunikativen und kognitiven Bedürfnissen erklären. Aus bestimmten gründen genügt der vorhandene Wortschatz nicht mehr, um Kommunikationsbedürfnisse zu befriedigen. Synonyme entstehen aus dem Bedürfnis heraus,
1)neue Wertvorstellungen auszudrücken (Schuhgeschäft – Schuhsalon, Dienstleistung - Service),
2)bestimmte (sozial unattraktive, moralisch heikle) Sachverhalte euphemistisch umschreibend zu bezeichnen (Arbeitsmigrant – Gastarbeiter – ausländischer Mitbürger, eine Liebesbeziehung haben - ein Verhältnis haben),
3)einige Merkmale des Denotats stärker hervorzuheben (Putzfrau – Familienhelferin),
4)sprachökonomisch zu handeln, d.h. kürzere, für den Sprachgebrauch „bequemere“ Ausdrücke zu finden (Stockwerk – Etage, Lastkraftwagen – Laster, Stadtmitte - Zentrum),
5)Emotionen und Einstellungen stärker ausdrücken zu wollen (toll – cool, verstehen – kapieren, Gesicht – Fratze - Antlitz),
6)sich fachgerecht auszudrücken (Frauenarzt – Gynäkologe)
Zu den Quellen der Synonymie gehören:
1)das fremde Wortgut (Entlehnungen): Anschrift – Adresse, Briefumschlag
–Kuvert, Fahrkarte – Tiket, Arbeit – Job;
2)Wortbildung: das Bild – das Bildnis, der Lauf – das Laufen
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3)Mundarten: Kartoffeln – Erdäpfel;
Unter den Funktionen der Synonyme sind die folgenden zu nennen:
1) Sie dienen zur Variation des sprachlichen Ausdrucks, zur Ausdrucksverstärkung:
Die Tatsache, das es Wiedersprüche, Kollisionen, Konflikte gibt ….(Steigerung)
Lexeme können kompatibel, d.h. vereinbar sein. (Erläuterung)
2)Sie geben eine zusätzliche Information, indem sie das Gesagte konkretisieren. Sie heben jeweils unterschiedliche Merkmale hervor: Löwenzahn, Pusteblume, Kuhblume, Milchstengel
3)Sie drücken eine Wertung, Emotionalität aus, die die Einstellung des Sprechers zum Gegenstand der Rede offenbart: Buch – Schwarte, Fahrrad – Drahtesel.
4.2.2 Hyperonym-hyponymische Bedeutungsbeziehungen
Mensch: Mann, Frau; Gebäude: Wohnhaus, Schule, Klinik; Körper: Arm, Bein; Familie:Vater, Mutter, Kind.
Diese Wörter stehen in den Beziehungen der Überund Unterordnung zueinander. Dabei unterscheidet man zwei Arten der Hierarchie:
1) Es wird das Verhältnis von Allgemeinem und Einzelnem ausgedrückt. In diesem Fall ist das Hyperonym ein Gattungsbegriff, ihm ist ein Artbegriff –
Hyponym untergeordnet: Baum – Eiche, Birke, Ahorn. Baum – ist in diesem Fall ein Oberbegriff, ein Hyperonym. Die Bezeichungen von einzelnen Bäumen sind Hyponyme. Gleiche Beziehungen haben die Wörter in der fogenden Reihe:
Rauchwaren (Pelzwaren) – Hase, Nerz, Zobel, Nutria, Fuchs. Die Beziehung von Gattung und Art kann man als Inklusionsbeziehung betrachten, da die Gattung die Art einschließt. Und umgekehrt enthält die Art alle Gattungsmerkmale. Wichtig dabei ist, dass diese Beziehungen nicht umkehrbar sind: jede Frau ist ein Mensch, nicht jeder Mensch aber ist eine Frau.
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