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Лексикология немецкого языка. Учебное пособие

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(meist Hyperbel oder Metapher) ist charakterisierend, die zweite – die charakterisiert wird. Die meisten Konstruktionen dieser Art sind stilistisch markiert

– umgangssprachlich oder salopp:

„Es ist (war) zum + substantivierter Infinitiv“:

Es ist zum Lachen!

Es ist zum Heulen!

Es ist zum Verrücktwerden!

„Präposition + Substantiv + Verb gehen”:

in die Lehre gehen (‚Lehrling sein’),

zum Theater gehen (‚Schauspieler werden’), auf die Universität gehen (‚Student werden’).

Die Typisierte Semantik der Konstruktion ist Ausdruck der Tätigkeit des

Handlungsträgers.

“Substantiv + ist + Substantiv“: Betrug ist Betrug.

„Adjektiv + ist + Adjektiv“: Sicher ist sicher.

„Partizip II + ist + Partizip II“: Verloren ist verloren.

„Adverb + ist + Adverb“: Hin ist hin.

Die beiden Konstituenten dieser Konstruktion sind identisch. Dadurch ergibt sich die typisierte Semantik: „Das Subjekt der Aussage eben ist so und nicht zu ändern“.

Zu der zweiten Gruppe der modellierten Bildungen gehören feste analytische Verbalverbindungen, die nach dem Modell „Verb + abstraktes Substantiv“ gebildet sind. Der Träger der Semantik ist das Substantiv, das Verb erfüllt nur syntaktische Funktion: zum Ausdruck bringen (ausdrücken), das Interesse haben (sich interessieren), Abschied nehmen (sich verabschieden). Ihre Leistung in der Sprache besteht darin, dass sie bestimmte Lücken im Sprachsystem schließen (das Fehlen von Verbalsuffixen, Aspektformen und Kennzeichnung der Aktionsart).

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Die finiten Verben haben in der Regel die durative Aktionsart, die analytischen Verbalverbindungen können dagegen die resultative Aktionsart ausdrücken:

kämpfen

in den Kampf treten

sich bewegen

sich in Bewegung setzen

ausdrücken

zum Ausdruck bringen

Lexikalische Einheiten

Lexikalische Einheiten sind feste Verbindungen mit singulärer Verknüpfungsart, die über die Gesamtbedeutung verfügen, ihre semantische Einheit aber auf Grund der eigentlichen lexikalischen Bedeutung der Konstituenten bilden. Lexikalische Einheiten erfüllen nominative Funktion:

Die Bundesrepublik Deutschland, Christlich demokratische Union, der nahe Osten.

Lexikalische Einheiten können leicht Initialkurzwörter bzw. Abbreviaturen bilden. Damit übergehen sie in die Klasse der Lexeme und zeigen ihre Nähe zu den Lexemen.

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Таблица 2 - Klassifikation der festen Wortkomplexen nach I. Černyševa

Merkmale/Kriterien

Gruppen/Klassen

Praseologische

 

Einheiten

 

Fesgeprägte Satze

-Phrase

 

 

Praseologische

logismen

 

Verbindungen

 

Phraseologisierte

 

Verbindungen

F/

 

W/k

Modelierte

nicht

Bildungen

 

 

 

Lexikalische

Typs.phras

Einheiten

 

 

 

Gramm. Struktur

Verknüpfungsart

Bedeutung als Resultat der

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Transform

Trasfor

eigent

W/verbind.

Sätze

singulär

seriell

modelliert

ation

mation

Bdng

Aller

einer

der

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kom-ten

Kom-te

K-ten

+

 

+

 

 

+

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

+

+

 

 

+

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

+

 

+

 

 

 

+

 

+

 

 

+

 

 

+

 

 

 

 

 

 

 

 

 

+

 

 

 

+

 

+

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

+

 

+

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

7.4 Semantische Kategorien der Phraseologismen

Zu semantischen Kategorien der Phraseologismen gehören phraseologische Polysemie, Homonymie, Synonymie und Antonymie.

7.4.1 Phraseologische Polysemie und Homonymie

Phraseologische Polysemie unterscheidet sich von der Polysemie der einfachen Lexeme quantitativ. Die meisten Lexeme sind mehrdeutig, die meisten Phraseologismen sind monosem oder besitzen zwei, seltener drei lexikalischsemantische Varianten. Die semantischen Derivationsmöglichkeiten der Phraseologismen sind sehr schwach, da die Phraseologismen selbst das Resultat der sekundären Nomination meist auf Grund der Metaphorisierung sind. Eine weitere Ableitung der Bedeutungen ist nur dann möglich, wenn die Metaphorisierung nicht

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den höchsten Grad erreicht hat. In diesem Fall ist die sekundäre Metaphorisierung

möglich.

Z.B.: jmdm auf die Beine helfen

1)‘einem Gestürtzen wieder aufhelfen’ > 2) ‚jmdm helfen, eine Krankheit zu überwinden’ > 3) „die Kinder großziehen“ > 4) „jmdm finanziel helfen“ [Stepanova, Černyševa 2005; С. 199].

Neue Bedeutungen der Phraseologismen können durch parallele Metaphorisierung eines und desselben Ausdrucks entstehen. Dabei haben neue Phraseologismen unterschiedliche Referenten. So entstehen phraseologische Homonyme:

jmdm schwillt der Kamm (ugs.)

1) ‚jmd. wird überheblich, bildet sich etw. ein’ 2) ‚jmd. gerät in Zorn, wird wütend’

7.4.2 Phraseologische Synonymie und Antonymie

Phraseologische Synonymie ist eine der produktivsten bedeutendsten Kategorien der deutschen Phraseologie. Phraseologische Synonyme können wie die einfachen Lexeme

a) sinngleich (absolute Synonyme): das Pferd beim Schwanz aufzäumen, den Aal beim Schwanz fassen (‘eine Sache verkehrt anfangen’) oder

b) sinnähnlich sein, d.h. ideografisch (begrifflich): einen Affen sitzen haben (‘betrunken sein’), einen kleinen Aal sitzen haben (‚leicht betrunken sein’) oder stilistisch: die Augen schließen (geh.), für ewig einschlummern

(geh.), ins Greis beißen (grob) (‚sterben’) Absolute Synonyme können

a)gleich strukturiert sein: in die Pilze gehen , in die Nüsse gehen, in die Binsen gehen (‚ertrinken, verlorengehen, verschwinden’: das ganze ist in die Binsen gegangen);

b)verschieden strukturiert sein: einen Vogel haben, nicht alle Tassen im Schrank haben, bei dem piept`s wohl, bei jmdm spukt es im Kopf (nicht recht beim Verstand sein’); leeres Srtoh dreschen, Holz in den Wald tragen, Wasser im Siebe

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tragen (‚eine unnützliche Arbeit tun’).

Da alle Phraseologismen stilistisch markiert sind, fehlt in der synonymischen Reihe die Dominante im Unterschied zu den synonymischen Reihen von Lexemen.

Phraseologische Antonymie bezieht sich auf die Phraseologismen mit gegensätzlicher Bedeutung. Meist wird der semantische Gegensatz durch den Gebrauch von gegensätzlichen lexikalischen Konstituenten erzielt.

Z. B: ein warmes Herz haben (‘liebevoll sein’) – ein kaltes Herz haben

(‚gefühllos sein’);

ein weites Herz haben (‚großzügig sein’) – ein enges Herz haben (‚geizig sein’);

jmdm. die Zunge binden (‚jmdn. zum Schweigen zwingen’) – jmdm. die Zunge lösen (‚jmdn. zum Sprechen bringen’).

Phraseologische Antonyme lassen sich aber nicht frei modellieren. Z. B: jmdm. die Hände binden – * j-m die Hände lösen,

jmdm. die kalte Schulter zeigen – * jmdm. die warme Schulter zeigen, etw. mit der linken Hand erledigen – *etw. mit der rechten Hand

erledigen.

Die Bildung von antonymischen Paaren durch die Negation ist auch keine Regelmäßigkeit.

Z. B: nicht auf den Kopf gefallen sein (‘nicht dumm sein’) – *auf den Kopf gefallen sein

8 Wortbildung. Methoden der Wortbildungsanalyse. Wortbildungstypen

Plan: 1 Aufgaben der Wortbildungslehre und ihre Stellung in der Sprachwissenschaft

2 Methoden der Wortbildungsanalyse

2.1Morphemanalyse

2.2Analyse nach unmittelbaren Konstituenten (UK-Analyse)

2.3Paraphrasierung

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3. Grundtypen der Wortbildung und ihre Modelle

3.1Ableitung (Derivation)

3.2Zusammensetzung (Kompositum)

3.3Zusammenbildung

3.4Abkürzung

8.1Aufgaben der Wortbildung und ihre Stellung in der Sprachwissenschaft

Neben der Übernahme fremden Wortgutes bildet die Wortbildung die wichtigste Quelle des Wortschatzerweiterung. Nach produktiven Modellen werden neue Wörter mit vorhandenem morphematischem und lexikalischem Material gebildet.

Thea Schippan unterscheidet Wortbildung und Wortschöpfung. Unter Wortschöpfung versteht man „die erstmalige Zuordnung eines Lautkomplexes zu einer Bedeutung, die sich ohne Verwendung vorhandener Elemente vollzieht“ [Schippan 2002; С. 107]. Dazu zählt man in erster Linie lautbzw. schallnachahmende Wörter, wie miauen, Kuckuck. Wortbildung unterscheidet sich von der Wortschöpfung dadurch, dass sie vorhandene sprachliche Einheiten benutzt.

Die Wortbildungslehre beschreibt einerseits Gesetzmäßigkeiten und Modelle, nach denen neue Wörter gebildet werden, anderseits Strukturen der fertigen Wörter. Die Wortbildungslehre untersucht Wörter sowohl unter dem synchronischen Aspekt (z. B. die Produktivität einzelner Modelle), als auch unter dem diachronischen (z. B. Bildung neuer Wörter in bestimmten Zeitabschnitten der sprachlichen Entwicklung).

Die Wortbildungslehre hat zum Gegenstand nicht nur die Beschreibung der Bildungsmodelle, sie untersucht auch semantische Beziehungen innerhalb der Strukturen (z.B. Kindergarten: das Grundwort – Garten, das Bestimmungswort – Kinder, d.h. das Wort Kinder bestimmt das Wort Garten und steht damit zu ihm in der determinativen Beziehung, die Wörter deutsch und russisch stehen im Kompositum deutsch-russisch in der kopulativen Beziehung) und zwischen

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bestimmten Wortbildungsmitteln (z.B. die Verben verhüllen – enthüllen, eintreten -

austreten

sind Antonyme, da zwischen ihren Präfixen antonymische Beziehungen

bestehen,

zwischen Suffixen haft – mäßig

im Wortpaar frühlingshaft –

frühlingsmäßig - synonymische).

Zu den Grundfragen der Wortbildung heute gehören:

-die kognitiv-semantische Analyse der Wortbildungsstrukturen,

-die Produktivität und das Potenzial verschiedener Wortbildungsmodellen,

-die innere Valenz des Wortes,

-das Problem von Halbaffixen,

-die Beschreibung der Methoden, die zur Interpretation der Wortbildungsmodellen eingesetzt werden,

-kommunikativpragmatische Funktion der Wortbildungsstrukturen im Text.

Die Stellung der Wortbildungslehre in der Sprachwissenschaft wird ständig diskutiert. In der klassischen Grammatik wurde sie als Teil der Grammatik und zwar in der Morphologie betrachtet (Jacob Grimm). Die Junggrammatiker (H. Paul) betrachteten die Wortbildung als das selbständige Kapitel in der Grammatik. Dagegen wurde die Wortbildung in den Darstellungen von J. Erben und H. Bringmann in die Lexikologie integriert. In der letzten Zeit wird mit Nachdruck gefordert, die Wortbildungslehre als eine selbständige linguistische Disziplin zwischen Grammatik und Lexikologie zu betrachten. Diese Stelle genießt die Wortbildung im westeuropäischen Raum. Als Lehrfach im universitären Bereich Russlands gehört sie in der Regel zur Lexikologie, d. h. zur allgemeinen Lehre vom Wort.

8.2 Methoden der Wortbildungsanalyse

Die Sprachwissenschaft hat Methoden zur Analyse von Wortbildungsmodellen entwickelt, die sowohl der lexikologischen, als auch der grammatischen Untersuchung dienen. Zu diesen gehören unter anderen Paraphrasierung, Konstituentenanalyse, Morphemanalyse.

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8.2.1 Morphemanalyse

Die Morphemanalyse gehört nicht eindeutig zu den Methoden der Wortbildungsanalyse, sie hat eher einen vorbereitenden Charakter. Die Morphemanalyse besteht in der Analyse der Wörter nach den das Wort konstituierenden Morphemen.

Das Morphem ist die kleinste bedeutungstragende (aber keine selbständige) sprachliche Einheit. Man unterscheidet grammatische und lexikalische Morpheme.

Grammatische Morpheme dienen zur Bildung grammatischen Formen. Zu ihnen gehören:

-das Präfix ge- und das Suffix -t des Partizips II (gemacht),

-das Präteritumsuffix -te (machte),

-das Infinitivsuffix -en (machen),

-Komparationssuffixe -er (größer) -st ( der größte),

-pluralbildende Suffixe (-er,-en, -s,-e).

Lexikalische Morpheme dienen zur Bildung neuer Wörter. Zu ihnen gehören:

-

Verbalpräfixe be, ge, er, ver, zer, ent, emp, miß, ab, an, mit, nach, zu, bei;

-

Verbalsuffixe: husten – hüsteln, lachen – lächeln, Studium \

studieren;

-Nominalsuffixe der Feminina: haft, schaft, heit, keit, in, e, tion, ei, ung;

-Nominalsuffixe der Maskulina: er, ler, ling, är, ismus , ist, ant, ent;

-Nominalsuffixe der Neutra: um, lein, chen, ium, nis.

Unter den lexikalischen Morphemen unterscheidet man freie und gebundene

Morpheme. Freie bilden als Grundmorpheme den lexikalischen Stamm. Gebundene konstituieren das Wort nur in Verbindung mit freien Morphemen.

Das Wurzelmorphem eines Wortes kann sich bei der grammatischen Abwandlung verändern: lesen, las, liest; stark, stärker; Haus, Häuser. Diese Varianten des Wurzelmorphems nennt man Allomorphe. So wird das Morphem als eine Gesamtheit von Varianten, d.h. Allomorphen betrachtet. Die Allomorphe erscheinen nicht nur bei der Bildung der Wortformen, sondern auch bei der Wortbildung: der Garten – der Gärtner – das Gärtchen, der Berg – das Gebirge,

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singen – der Gesang – der Sänger.

Es gibt auch Morpheme, die weder zu den freien (Wurzelmorphemen) noch zu den gebundenen (Wortbildungsmorphemen) Morphemen gehören. Sie haben einen unikalen Charakter und heißen Pseudomorpheme oder Restelemente:

Bräutigam: gam ist ein Pseudomorhem; beginnen: gin ist ein Pseudomorphem;

Nachtigal: gal ist ein Pseudomorphem.

Viele zusammengesetzte Wörter enthalten Bindeelemente. Man nennt sie auch leere Morpheme. Dazu gehören:

-das „unorganische“ -s (nach der Komponenten weiblichen Geschlechts (Erholungsheim, Liebespaar),

-das „unorganische“ -t (wesentlich, meinetwegen),

--n als Rest alter Kasusform (Sonnenstrahlen, Schwanenlied).

8.2.2 Analyse nach unmittelbaren Konstituenten (die UK-Analyse)

Die Konstituentenanalyse wird als lineare Zerlegung des Wortes in seine

minimalen strukturell-semantischen Elemente (“Segmente“) betrachtet. Die

Analyse nach unmittelbaren Konstituenten wurde von dem amerikanischen Linguisten Leonard Bloomfield erarbeitet. Die UK-Analyse beruht auf der Semantik der Wortkonstituenten und besteht in zwei Etappen. Die 1. Etappe der UK-Analyse des Wortes besteht darin, dass der grammatische Teil (grammatische Morphemen) vom lexikalischen Stamm getrennt wird (Der Stoff des Tischtuches war sehr fein:

Tischtuch – es). Die 2. Etappe der UK-Analyse betrifft den lexikalischen Stamm und besteht in der Zerlegung des Wortes in unmittelbare Konstituenten (UK). Dabei fallen die UK des Stammes nur in den einfachsten Fällen mit den lexikalischen Morphemen zusammen: un-frei, Frei-heit, Tisch-tuch. Stellt der Stamm eine kompliziertere Struktur dar, so lassen sich die UK weiter zerlegen: Freiheits-kampf - die erste Komponente kann weiter in frei+heit zerlegt werden.

Das Wort Freiheitsbewegung besteht aus zwei unmittelbaren Konstituenten, die weiter zerlegbar sind: frei+heit, beweg+ung.

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Meistens

handelt es sich um

zwei UK, da die Struktur der

Zusammensetzungen gewöhnlich binär ist.

 

Z. B. : Rundtischkonferenz

Überangebot

rundtisch + konferenz

über + angebot

hochwissenschaftlich sprachwissenschaftlich

hoch + wissenschaftlich sprach + wissenschaftlic

Die Bestimmungskomposita lassen sich stets in zwei UK zerlegen, unabhängig davon, aus wie viel Wurzelmorphemen sie bestehen. Die die kopulativen Komposita sind in zweioder mehr als zwei UK zerlegbar: schwarz-rot- gold, deutsch-russisch-französisch.

Die UK-Analyse kann auch auf Schwierigkeiten stoßen. Es gibt Fälle, in denen sich die unmittelbaren Konstituenten nur auf der Morphemebene, nicht aber auf der Ebene der Wortbildung bestimmen lassen. So besteht das Substantiv Verkauf aus zwei Morphemen und nicht aus zwei UK: ver + kaufen (nicht ver + Kauf): ver ist ein verbales Präfix und kann sich mit dem Nominalstamm nicht verbinden.

Verkauf ist vom Verb verkaufen gebildet und ist auch so motiviert: es handelt sich um den Prozess von „verkaufen“, der gegenständlich gedacht wird. Dasselbe gilt für das Wort Ratschlag, das nicht durch Rat + schlag motiviert ist, sondern durch das Verb ratschlagen.

Es gibt Fälle der doppelten Gliederung bzw. Motivierung:

unglücklich = 1) un + glücklich, motiviert durch nicht glücklich, 2) Unglück + lich, motiviert durch Unglück haben).

8.2.3 Paraphrasierung

Durch die Paraphrasierung, d.h. Umschreibung werden die diskreten semantischen Elemente verbal ausgedrückt. Dadurch wird auch die Art der semantischen Beziehung der Konstituenten deutlich.

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