Лексикология немецкого языка. Учебное пособие
.pdfwidmet, d.h. der Bestimmung von Lexem bzw. Wort, der Geschichte, Typologie, formalen und inhaltlichen Struktur der Lexeme sowie den zwischen ihnen bestehenden Relationen. I.e.S. <im engeren Sinne> zwischen der ‘Lautlehre; und der ‘Satzlehre’ angesiedelter Bestandteil der Grammatik, der sich mit den Wortarten und der Wortbildung beschäftigt. … Gilt das Interesse dem synchronen vergleich der Wortschätze bzw. von Wortschatzausschnitten mehrerer Sprachen, spricht man auch von Interlexikologie“ (Metzler Lexikon Sprache 1993; С. 365). (Zitiert nach: [Lutzeier 1995. - С. 8-9])
g) „Лексикология – раздел языкознания, изучающий словарный состав,
лексику языка. Предметом изучения Л. являются следующие аспекты словарного состава языка: проблема слова как осн. единицы языка, типы лексических единиц; структура словарного состава языка; функционирование лексических единиц; пути пополнения и развития словарного состава;
лексика и внеязыковая действительность.“ (Лингвистический энциклопедический словарь под ред. В.Н. Ярцевой [Ярцева 2002; С. 259])
3 Machen Sie sich mit der Information über die Einteilung der Lexikologie in spezifische Fachbereiche bekannt (Sieh: Медведева Е. В. Лексикология немецкого языка: Лекции, семинары, практические занятия. Учебное пособие. М.: Книжный дом «Либроком», 2009. – С. 8 – 18.)
2 Das Wort im Sprachsystem
Plan: 1 Das Wort als Grundeinheit der Sprache. Seine Funktionen 2 Probleme einer Wortdefinition
3 Die Hauptmerkmale des deutschen Wortes
2.1 Das Wort als Grundeinheit der Sprache. Seine Funktionen
Mit den ersten Erfahrungen, die das Kind über die Welt macht, gewinnt es auch die Erfahrung über die Wörter. Diese Erfahrung scheint eine der elementarsten Erfahrungen zu sein. Die ersten Fragen des Kindes nach den „Dingen“, die zu unserem Umfeld gehören, sind die Frage nach ihrer Benennung:
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„Was ist das?“ und „Wie heißt das?“. Damit erfragen wir die gesellschaftlich usuellen Benennungen und Verallgemeinerungen, die Auffassung der Menschen von den Dingen. Worterfahrungen bzw. Wortkenntnisse gewinnt der Mensch auf einem weiteren Wege. Diese Kenntnisse sind verschiedenartig und werden ständig ergänzt.
In jeder Sprache gibt es Wörter, die sich durch einen referenziellen Bereich vereinbaren lassen, z. B. Farbbezeichnungen grün, gelb, rot, lila, braun usw., Krankheitsbezeichnungen Lungenentzündung, Grippe, Dermatitis, Magengeschwür, Rheuma, Herzinsuffienz usw., Berufsbezeichnungen, Möbelbezeichnungen u. a. m. Auf solche Weise strukturieren wir unsere Weltkenntnisse und kategorisieren die Welt.
In jeder Sprache gibt es Wörter, die gleichen bzw. ähnlichen Sachverhalte bezeichnen, z. B. klug – intelligent, Gebäude – Bauwerk, Studenten – Studierenden, reden – sprechen usw. und damit zu der Sprachkategorie Synonyme gehören.
In jeder Sprache gibt es Wörter, die gegensätzliche Erscheinungen bzw. Sachverhalte bezeichnen, z. B., die Wörter mit der „Gegenbedeutung“, z. B. klug – dumm, nah – fern, sprechen – schweigen, Kälte – Wärme usw. Diese Wörter ergeben die Kategorie Antonyme.
Im Kommunikationsprozess lernen wir, welche Wörter in einer Situation angemessen sind, welche als „gute“, welche als „schlechte“ gelten. Das sind die Gebrauchsbedingungen, die Gebote und Verbote für Wörter. Wir klassifizieren Wörter als Kinderwörter, Fachwörter, Fremdwörter, Jargonismen, Schimpfwörter, Dialektwörter usw. Mit der Zeit lernen wir, wie man durch die Wörter mit anderen Menschen manipulieren kann, z. B. wie man eine gewisse Information nicht direkt, sondern indirekt vermitteln kann bzw. einen Menschen zu einer Handlung fördern. Wörter sind Träger von Mitinformationen, von Konnotationen.
Alle genannten Eigenschaften/ Merkmale gehören dem Wort und charakterisieren es von einer oder anderen Seite. Ordnen wir diese Merkmale:
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-Wörter sind Benennungseinheiten für Gegenstände, Prozesse, Handlungen, Merkmale, Zustände usw. Sie erfüllen damit die nominative Funktion (die Funktion der Benennung ).
-Als Benennungseinheit stehen sie gleichzeitig für ein Objekt und eine Klasse von Objekten, d. h. für den Begriff und erfüllen damit die signifikative Funktion (die Funktion der Verallgemeinerung).
-Wörter objektivieren unsere Gedanken, durch sie wird das Gedankliche materialisiert. Sie sind Mittel, mit deren Hilfe die Kommunikation zu Stande kommt. Damit erfüllen die Wörter die kommunikative Funktion (die Funktion des sprachlichen Verkehrs).
-Mit Hilfe der Wörter erkennt man die Welt und speichert diese Kenntnisse für weitere Generationen. Darin realisiert sich die kognitive Funktion der Wörter (die Funktion der Erkenntnis).
-Wörter können mehr Information vermitteln, als es durch ihre nominative Funktion verordnet wird. Sie lassen sich unser eigenes Verhältnis, eigene Einstellung zu dem Gesagten oder zum Gesprächspartner ausdrücken, ohne es direkt zu nennen. In diesem Fall spricht man von der expressiven Funktion der Wörter (die Funktion des sprachlichen Ausdrucks).
-Betrachtet man die Kommunikation aus der Perspektive des Gesprächpartners, so lässt sich feststellen, dass Wörter uns auch über ihn informieren können, z. B. über seinen Beruf, Sozialstatus, seine Bildung usw., über seine Einstellung zum Kommunikationsgegenstand und auch selbst über die Kommunikationssituation. Darin realisiert sich die Indizfunktion der Wörter.
-Durch die Wörter können wi unseren Gesprächspartner beeinflussen, auf seine Taten einwirken und erzielen dadurch unsere Pläne. Damit erfüllen die Wörter die pragmatische Funktion (die Funktion der Einwirkung).
-Das Wort erweist sich als Wortschatzelement (bei der Betrachtung der Sprache als System) und als Kommunikationsmittel in der Rede.
Das Wort ist also die grundlegende Einheit der Sprache. Es spielt eine zentrale
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Rolle in der Sprache aus folgenden Gründen: das Wort ist in Bezug auf seine Funktionen universell und unikal.
Das Wort ist polyfunktional. Der funktionale Bereich des Wortes reicht vom Morphem (in Zusammensetzungen) bis zu der rein kommunikativen Einheit, d. h. der Äußerung, z. B: das Wort „Achtung“ erscheint in den Zusammensetzungen
„achtungsvoll“, „achtungswert“ als Morphem und in der Äußerung „Achtung, Achtung!“ als prädikatives Zeichen bzw. Satz.
2.2 Probleme einer Wortdefinition
Die Anerkennung des Wortes von vielen Wissenschaftlern als Grundeinheit der Sprache hebt die Schwierigkeiten nicht auf, die mit seiner Definition verbunden sind. Wir können uns bis heute keiner allgemeinen, allgemeinüblichen, allgemein anerkannten Definition erfreuen: „Weil es trotz hunderter bestehender Definitionen des Wortes <…> bisher nicht gelungen ist, eine nach allen Seiten befriedigende Definition zu erreichen, haben viele zeitgenössische Linguisten bei ihrer Sprachanalyse diesen seit alters bekannten und gebrauchten Begriff zugunsten des Morphems völlig aufgegeben <…> Alle bisher vorgebrachten Argumente g e g e n das Wort vermögen noch viel weniger zu überzeugen, als die Erklärung f ü r das Wort“ [Lehnert 1969; С. 47].
Je nach dem Aspekt der Sprachbetrachtung erheben die Wortdefinitionen verschiedene Merkmale des Wortes.
So wird das Wort in Bezug auf seine syntaktische Funktion als das äußerste Minimum des Satzes definiert bzw. als die kleinste syntaktische Einheit
(Baudouin de Courtenay (Бодуэн де Куртенэ), Lev Schherba (Л. В. Щерба), Charles Bally (Шарль Балли), Edward Sapir (Эдуард Сепир)).
Unter dem semantischen Aspekt betrachtet wird das Wort als die kleinste bedeutungstragende Einheit der Sprache definiert, unter dem
Bezeichnungsaspekt – als benennende Einheit, Bezeichnung der
Wirklichkeitsobjekte:
„Das Wort ist der kleinste selbständige Bedeutungsträger.“ (W. Schmidt )
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“Всякий звук речи, имеющий в языке значение, отличное от значений других звуков, являющихся словами, есть слово.” (Ph. F. Fortunatov)
Allen drei Auffassungen widersprechen aber solche Wörter wie Präpositionen, Konjunktionen, Artikel, Partikel und d. g., die sowohl in der Funktion des Satzes nicht auftreten können, als auch keine selbständige Bedeutung haben bzw. keine Objekte der Wirklichkeit bezeichnen. Dazu schließen die letzten zwei Auffassungen aus dem Wortbestand solche Einheiten wie, z.B. im Russischen: баклуши, тормашки, впросак, im Deutschen: fug und garaus, die im heutigen Zustand der Sprache keine selbständige Bedeutung haben und entsprechend keine Objekte bezeichnen. Peter Rolf Lutzeier bezeichnet diese Wörter als obsolete Wörter [Lutzeier 1995]:
Fug (m) ist das Form-Überbleibsel aus dem mhd. vuok (Schicklichkeit). (Vgl. mit dem gegenwartssprachlichen Substantiv Unfug (m) (бесчинство,
безобразие)). Das Wort Fug besitzt in der Gegenwartssprache keine selbständige Bedeutung, die ursprüngliche Bedeutung wird nur in der festen Wortverbindung
„mit Fug und Recht“ realisiert.
Das selbe gilt auch für das Wort Garaus. Garaus (m, n) bedeutete ursprünglich einen Anruf, der die Polizeistunde anzeigte. Diese Bedeutung wurde erweitert und schon im Wörterbuch von Brüdern Grimm bedeutet dieses Wort „völliges Ende“, „Untergang“. Heute realisiert das Wort Garaus seine ursprüngliche Bedeutung in der Verbindung jmdm/ einer Sache den Garaus machen. In all diesen Fällen geht es um phraseologisch gebundene Bedeutungen.
Betrachtet man das Wort als sprachliche Ganzheit, die phonetische,
grammatische und semantische Merkmale in sich vereinigt (V. V. Vinogradov) und entsprechend als eine Einheit2 auf je einzelner Sprachebene auftritt, so stößt man gegen solche Wörter, die
- graphemisch/phonemische Einheiten sind, aber keine semantische Selbständigkeit besitzen: Garaus, Fug, mausig (sich mausig machen – ‘sich frech
2 Ein phonetisches Wort bzw. phonemische Einheit ist die Reihe von Phonemen, die durch die Wortbetonung zu einer Einheit vereinigt sind. Unter der semantischen Einheit versteht man die semantische Bedeutung. Die grammatische Einheit bzw. grammatisches Wort ist die Wortform.
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und vorlaut äußern, benehmen’), gang, gäbe (gang und gäbe ‚allgemein üblich’),
Kegel – ‘ein uneheliches Kind’ (mit Kind und Kegel –‘alle’);
-semantische Einheit bilden, auf der graphemischen und grammatischen Ebene aber getrennt werden: bei der Arbeit, zur Hilfe kommen, russ. – во чтобы то ни стало;
-verschiedene grammatische Einheiten bzw. grammatische Wörter, die einer semantischen Einheit entsprechen: bin, ist, sind, seid; fahren, fährst.
Im Idealfall zeigt sich das Wort als Einheit auf allen Sprachebenen – Tisch, machen,
grün, zwei usw., was unter allen Ausnahmen für den Hauptteil des Wortschatzes gilt.
Alle Auffassungen mögen stimmen, doch keine von ihnen beschreibt die Gesamtheit der Merkmale des Wortes als der Haupteinheit der Sprache.
Linguistisches Konversationslexikon von Jarzeva gibt folgende Definition des Wortes:
«Слово – основная структурно-семантическая единица языка,
служащая для именования предметов, явлений, отношений действительности, обладающая совокупностью семантических,
фонетических и грамматических признаков, специфических для каждого языка» [Ярцева]
Die Hauptschwierigkeiten bei der Wortdefinition entstehen wie im Zusammenhang mit gewissen Widersprüchen im Wesen des Wortes selbst als auch im Zusammenhang mit einer unterschiedlichen phonetischen, morphologischen und semantischen Ausformung des Wortes in verschiedenen Sprachen. Ein Ausweg wäre das Wort auf jeweils einer Ebene zu definieren und im Sinne einer allgemeinen Theorie im Schnittpunkt verschiedener Ebenen zu betrachten (Th. Schippan, M. Stepanova). Auf diese Weise erweist sich das Wort:
a) auf der lexikalisch-semantischen Ebene als der kleinste, relativ
selbständige Träger der Bedeutung;
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b)auf der morphematischen Ebene als eine aus dem Redestrom isolierbare morphematische Einheit, die im System zu einem morphologischen Paradigma gehört;
c)auf der phonologischen Ebene als eine durch mögliche Pausen isolierbare Einheit;
d)auf der graphemischen Ebene als eine durch Leerstellen im Schriftbild
isolierbare Einheit;
Diese Betrachtung des Wortes lässt unter anderem zwei Arten der Wörter
unterscheiden:
-die Wörter, die etwas bezeichnen und verallgemeinern;
-die Wörter, die nur bestimmte Beziehungen zwischen den sprachlichen Einheiten darstellen und damit den Satz gestalten.
Man unterscheidet in diesem Zusammenhang
autosemantische |
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synsemantische |
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Wörter |
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meistens Völlwörter |
d.h., relativ |
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Hilfsund Funktionswörter, die |
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selbständige Bedeutungsträger |
keine |
lexikalisch- |
semantische |
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Selbständigkeit |
haben, |
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tragen |
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vorwiegend relationelle |
Bedeutung |
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und |
dienen |
ausschließlich |
der |
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Gestaltung der Rede bzw. des Textes, |
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erfüllen damit nur verflechtende oder |
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hinweisende Funktion |
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Substantive, |
Verben, |
Adjektive, |
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Hilfsverben, |
Pronomen, Artikel, |
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Adverbien, auch |
einige Präpositionen |
Konjunktionen, Präpositionen |
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und Konjunktionen: während, entgegen, |
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trotz |
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Im Schnitt aller Ebenen lässt sich das Wort wohl folgender Weise
definieren:
Das Wort ist die lexikalisch-semantische Einheit, der kleinste relativ selbständige Bedeutungsträger, dessen Formen durch die gemeinsame lexikalische Bedeutung zu einem Paradigma vereint sind, das als Bestandteil des Systems (als „Wörterbuchwort“) als graphemische und phonemische Einheit auftritt.
Das Wort ist zugleich eine Einheit der Sprache und eine Einheit der Rede.
Als Einheit der Sprache ist das Wort:
a)lautlich-inhaltlich strukturiert, d.h. besteht aus einem oder mehreren Repräsentanten (lautlich – aus Phonemen, inhaltlich – aus Semen);
b)organisiert im sprachlichen System:
- stets als Vertreter einer bestimmten Wortart mit einer kategorialen Grundbedeutung (Substäntive – Gegenständlichkeit, Verben –
Prozessualität, Adjektive - Eigenschaft)
- meist als Bestandteil eines lexikalisch-semantischen Paradigmas (als Lexeme mit synonymischen Beziehungen: groß, korpulent, dick; mit antonymischen Beziehungen: groß – klein; mit partitiven Beziehungen:
Baum, Wurzel, Blat).
Als eine Einheit der Rede (des Textes) ist das Wort
a)artikuliert (in der mündlichen Rede) und notiert (in der schriftlichen
Rede);
b)isoliert als Minimaläußerung der Rede;
c)kombiniert in einem Syntagma oder einem Satz;
d)aktualisiert (realisiert) eine von den mehreren Bedeutungen.
2.3 Die Hauptmerkmale des deutschen Wortes
Die phonetische und morphologische Ausformung des Wortes hat neben allgemeinen Merkmalen auch eine bestimmte nationale Spezifik.
Für die phonetische Ausgestaltung des deutschen Wortes sind folgende
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Merkmale kennzeichnend:
1)Die Lautgestalt der deutschen Wörter wird durch die Kombination und wechselnde Anordnung von etwa 40 Phonemen bestimmt.
2)In der deutschen Sprache besitzt das Wort eine morphologisch gebundene Betonung. In einfachen Wörtern deutscher Herkunft und eingedeutschten Entlehnungen ist gewöhnlich die erste Silbe betont: ´Tischler, ΄Frage, ´Mauer, ´Fenster. Dasselbe betrifft abgeleitete Wörter außer Präfixbildungen mit be-, er-, ent-, ge-, ver-, zer-: ´langsam, ´lesbar, ´möglich, ´Mannschaft, aber: be´sprechen, er´zählen, zer´reißen, Ver´fall. Für abgeleitete und zusammengesetzte Wörter ist das Vorhandensein der Hauptund Nebenbetonung tüpisch: ´Schreib,maschine, ´Arbeits,tisch.
Die Betonung weicht ab:
– bei den Suffixen -ei und -ieren: Bäcke'rei, po'lieren;
–in einigen mehrgliedrigen Zusammensetzungen: Fünf'markstuck;
–bei Abkürzungen (Buchstabenabbreviaturen), die auf dem letzten Teil betont sind : die DD'R, der LK'W;
–bei einigen Namen: Ber'lin, Heil'bronn;
–bei Fremdwörtern: No'vember, Ca'fee
3)Die Hauptbetonung im Deutschen spielt eine zentralisierende Rolle, sie gestaltet das Wort als eine lexikalische Ganzheit.
4)Die Konsonanten im Auslaut und im Silbenauslaut werden stimmlos ausgesprochen: Rad [ra:t], Nord [nort], Grab [gra:p].
5)Die Vokale im Wortoder Silbenanlaut erhalten den festen Einsatz: Art [`a:rt], bearbeiten [be´arbaetэn].
6)In unbetonten Silben werden die langen Vokale quantitativ reduziert:
Leben ['1е:bm] – lebendig [lэ'b 'ndi ].
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2.4 Aufgaben zum Seminar
1 Stellen Sie eine Art Inhaltsübersicht (опорный конспект) zu dem Text der Vorlesung zusammen und bereiten Sie die Darlegung des Inhalts anhand des Konspektes vor.
2 Vergleichen Sie die Hauptmerkmale des deutschen und des russischen Wortes.
3 Finden Sie eigne Beispiele zu den dargestellten Kategorien und Begriffen. 4 Finden Sie aus anderen linguistischen Quellen Wortdefinitionen (im
Deutschen und im Russischen) und bestimmen Sie den Aspekt der Betrachtung.
3 Bedeutung des Wortes (Wortbedeutung)
Plan: 1 Semasiologie: Forschungsgegenstand, Aufgabenbereich 2 Die Natur der Wortbedeutung. Bedeutungskonzeptionen 3 Die Motiviertheit der Wortbedeutung
4 Die Struktur der Wortbedeutung
4.1 Die denotative, signifikative und konnotative Bedeutung des
Lexems
4.2 Explikation der Wortbedeutung durch die Semstruktur
5 Typen der Wortbedeutung
6 Polysemie und Homonymie als Erscheinungsformen der Asymmetrie des sprachlichen Zeichens
3.1 Semasiologie: Forschungsgegenstand, Aufgabenbereich
Die Semasiologie ist eine Teildisziplin der Lexikologie, die die Bedeutungen der Wörter, Bedeutungswandel und die Bedeutungsbeziehungen im Wortbestand untersucht.
Als solche gehört die Semasiologie zur Semantiklehre – dem Teilbereich der
Sprachwissenschaft, der die Inhaltsseite der Sprache zum Forschungsgegenstand
hat.
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