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Немецкий язык для технических специальностей. Учебное пособие для СПО

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07.09.2026
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löst zugleich eine kleine Revolution aus. Auf der Basis von Satellitenbildern wird die gesamte Welt kartographiert und erstmals im Internet in 3D-ähnlichen Formaten zunächst gezeigt. Werden zu Beginn nur wichtige Orte und Sehenswürdigkeiten aufbereitet, folgen mit der Zeit immer weitere Orte, sodass heute beinahe der gesamte Globus abgebildet wird. In Kombination dazu gibt es die bereits bekannte Suchfunktion, die schon bei Google Maps integriert wurde.
Jahr für Jahr kaufte der wachsende Internetgigant aus dem kalifornischen Städtchen Mountain View Unternehmen oder einzelne Abteilungen hinzu, verbesserte eigene Dienste stets und wurde zur omnipräsenten Macht. Keine neu gegründete oder andere Suchmaschine sollte die nötige Durchschlagskraft entwickeln, um Google ernsthaft zu konkurrieren. Sogar das Verb „googlen “fand den Einzug in die Wörterbücher.
Unbemerkt zum multifunktionalen Konzern
Selbstverständlich ist es deshalb wahnsinnig schwer, Schwerpunkte zu setzen oder zu versuchen, einzelne Erfindungen herauszuheben, doch vor allem seit 2011 ist bei Google eine neue Innovationsoffensive feststellbar. Der erste Schritt in der Weiterentwicklung von einer „einfachen “Suchmaschine, hin zur aufsteigenden Supermacht des 21. Jahrhunderts, wurde im Juni 2011 mit der Veröffentlichung des Sozialen Netzwerks Google+ gemacht. Damit haben die kalifornischen Entwickler ein Projekt ins Leben gerufen, dass dem Branchenführer Facebook zumindest in gewissen Bereichen ernsthaft gefährlich wurde. Schließlich finden sich insbesondere einflussreiche Wirtschafts- und Medienmitarbeiter auf Google’s Netzwerk wieder. Dort vernetzen sie sich gegenseitig in „Kreisen “und sogenannte „Hangouts “ersetzen in Firmen, teilweise schon Meetings.
Während sich Google auch mit seinem Social Network weiterhin im Internet bewegte, schufen Sergey Brin und seine Kollegen kurz darauf ein Produkt mit dem der Konzern erstmals aktiv ins zwischenmenschliche Leben eingriff. Am 28. Juni 2012 wurde mit Google Glass ein Minicomputer vorgestellt, der als Datenbrille getragen, zur „Augmented Reality “– zu deutsch erweiterten Realität – im Alltag Wesentliches beitragen sollte. Durch eine integrierte Kamera wird der Nutzer beim Tragen der Brille mit fast allen vorstellbaren Informationen zur Umgebung, wie beispielsweise Personen, Geschäfte und Angebote, beliefert.
Unterwegs in neuen, gefährlichen Sphären
Im Sommer 2014 startet Google vollkommen durch. Ende Mai 2014 stellten die Technikexperten zunächst den Prototyp eines selbstfahrenden Elektroautos vor, das ohne Gaspedal und Lenkrad auskommen soll. Wenn sich das Konzept als erfolgreich erweist, könnte der Internetriese in wenigen Jahren den innerstädtischen Verkehr komplett bestimmen. Kurz darauf schnappte sich Google für rund 500 Millionen Dollar den Satellitenhersteller Skybox. Dadurch sollen einerseits die Kartenbilder noch schärfer werden, andererseits will Google den Ländern dieser Welt in Katastrophensituationen zur Seite stehen.
Wie sich Google in den nächsten Monaten oder sogar Jahren weiterentwickeln wird, ist bei dem schnellen Evolutionsfortschritt in der Unternehmensgeschichte nicht vorherzusagen. Dennoch bleibt eine teilweise erschreckende Entwicklung festzustellen. Während der Internetkonzern über mehrere Jahre „nur “durch seine Suchmaschinen- und
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Kartenfunktionen im Internet dominierte, fallen die enormen Bemühungen in den letzten drei Jahren auf, die sich nicht um den Machtausbau im Internet drehen. Sollte Google weitere Fortschritte mit seiner Datenbrille und dem Elektroauto machen, stehen wir in kurzer Zeit einem unberechenbaren Machtkomplex gegenüber, den kein einzelner Bürger und keine Regierung mehr beherrschen oder kontrollieren kann. Der Konzern verfügt über Milliarden an Daten, von denen fast die ganze Welt abhängig ist. Google hat Wirtschaft, Politik und Gesellschaft infiltriert. Google ist das System – das System ohne Fehler.
Fragen zur Selbstkontrolle:
1) Wer hat Google erstellt?
2) Wann wurde die erste Version von Google Back Rub veröffentlicht?
3) Was ist das Netzwerk- Google +, das 2011 veröffentlicht wurde?
4) Was bedeutet Google Class?
5) Was kostet der Satellitenhersteller Skybox?
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TEXT 7
Generation Z – In der Zwickmühle des Lebens
Achten Sie auf den folgenden Vokabeln:
die Zwickmühle – дилемма In der Zwickmühle sein – быть в затруднительном положении die Undankbaren – неблагодарные die Verwöhnten – избалованные die Schattenseite – теневая сторона, минус überfordern – перегружать nachvollziehbar – понятный sich bemühen – стараться andersrum – наоборот vielerlei – многое der Mangel – недостаток überwiegend – преобладающий die Nachhaltigkeit – устойчивость predigen – внушать, проповедовать nachhaltig – продолжительный auf der Strecke bleiben – выбыть из строя, потерпеть неудачу bergauf – в гору der Schnickschnack – безделушка die Zeitersparnis – экономия времени in einem Hamsterrad zu stecken – крутиться как белка в колесе die Annahme – прием schnelllebig – быстротечный kurzfristig – кратковременно verhelfen – содействовать sich ablenken von D – отвлекаться verlagern – смещать überfluten – захлестнуть
Lesen Sie den Text: Bestimmt hast du schon einmal über uns, die Generation Z gehört. Ja, das sind
wir, die Verwöhnten, die Undankbaren, die, die all ihre Möglichkeiten und Freiheiten nicht zu schätzen wüssten. Doch kaum jemand erkennt auch die
Schattenseiten unserer Generationen, die Probleme, vor denen wir stehen und
unsere Sorgen und Ängste. Wir haben es nicht es nicht leicht, unseren Platzt in der
Welt zu finden.
Zwar haben wir so viele Möglichkeiten und Freiheiten und doch fühlen wir uns ein wenig überfordert. Wir haben andere Ansprüche an das Leben, wir wollen keinen 9 to 5 Job, sondern eine Work-Life-Balance. Wir wollen eine Welt, die besser, bunter und freier ist. Wir sind die Idealisten von morgen.
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Für viele Boomer sind unsere Ansprüche nicht nachvollziehbar
Das wird leider immer wieder deutlich. Irgendwie können sie uns einfach nicht verstehen. Doch nicht nur sie müssen sich bemühen, uns zu vorstehen, auch andersrum. Wir sind manchmal viel zu sehr auf selbst fokussiert. Vielleicht auch, weil wir uns zu sehr auf uns gestellt fühlen. Aber Verständnis zwischen unseren Generationen kann viel bewegen.
„Früher war alles besser“ – Das gute alte Leben
Ihr Leben war in vielerlei Hinsicht ganz anders als unseres. Sie hatten vielleicht einen Familienbetrieb, den sie nach ihren Eltern weitergeführt haben, sie haben die Folgen des Krieges mitbekommen und haben deswegen viele Einschränkungen und Mängel erfahren. Wenn wir die Sache so betrachten, ist es nur zu verständlich, dass ihnen unsere Weltsicht und unsere Ansprüche fremd sind. Sie hatten ganz andere Vorstellungen, von einem „guten“ Leben: Ein (krisen-)sicherer Job, eine stabile und lange Ehe, genug zu essen und viel Arbeit. Denn mit viel Arbeit lässt sich auch viel erreichen. Zumindest war es früher überwiegend so.
Aber vielleicht doch nicht alles …
Früher haben die Menschen nicht immer auf die heute gepredigte Nachhaltigkeit geachtet. Was nachhaltig ist und was nicht, war eine Frage, die sich nach dem Krieg wohl keiner gestellt hat. Diese Menschen hatten andere Prioritäten: Nach dem Krieg lag die Welt für lange Zeit in Schutt und Asche und natürlich blieb da die Nachhaltigkeit und auf der Strecke. Die Menschen hatten andere Nöte und Sorgen erfahren und damit war das damalige Wirtschaftswunder ein wirklich notwendiges Wunder. Plötzlich ging es bergauf. Vor diesem Hintergrund, dass diese Menschen so viele Folgen des Mangels durch den Krieg erfahren mussten, ist es verständlich, dass ihre Ansprüche viel niedriger waren, als die unserer „verwöhnten“ Generation.
Doch in den letzten Jahren und Jahrzehnten haben sich sowohl die Lebensbedingungen für und Menschen als auch unsere Prioritäten stark verändert. Nicht haben wir so viel Zeit und so viele Möglichkeiten wie noch nie zuvor.
Wir leben im Informationszeitalter
Die Einschränkungen, die sich früher durch den fehlenden Zugang zur Information und Wissen ergaben, sind heute längst Schnee von vorgestern. Wir können mit nur wenigen Klicks auf all das Wissen zugreifen, für das wir früher eine ganze Reihe Bücher Hätten studieren müssen. Heute reicht es schon, die Begriffe möglichst einfach aneinanderzureihen und sie bei Google einzugeben, um genau die Informationen zu bekommen, die man gerade braucht. Ein sehr schneller Fortschritt, und wenn es dir schwerfallen, ein Leben ohne all das vorzustellen.
Ein unbequemes Leben ohne Schnickschnack
Doch dieses Leben gab es einmal, vor nicht allzu langer Zeit. Da musste Oma nach dem Sonntagsbraten noch die Teller selber abspülen, nachdem die Gäste gegangen sind. Daraus ergab sich natürlich sehr viel Arbeit und viel weniger Zeit für die damalige Spezies Hausfrau. Es gab auch einen Waschtag, denn man muss sich vorstellen, dass mit
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dem Wäschewaschen früher auch nicht gerade wenig Zeit verbracht wurde. Es wurde selbst geschlachtet, Schuhe repariert, statt neue zu kaufen. All das war früher an der Tagesordnung und vieles davon kennen wir gar nicht mehr. Wenn man auf diese Weise zurückblickt, ist es bemerkenswert in welch kurzer Zeit wir so viel Bequemlichkeit gewonnen haben. Wir können einkaufen per Klick, zahlen ohne Bargeld zu haben, wir können sogar Dinge erledigen, indem wir Alexa nutzen. Doch trotz all dieser Zeitersparnis bleiben wir trotzdem in einem Hamsterrad mit zu wenig Zeit gefangen. Wie kann das sein?
Es wäre doch eigentlich eine logische Folge, wenn sich unsere Lebensbedingungen mit den steigenden Standards auch verbessern. Oder?
Das ist eine Annahme, die ziemlich logisch wäre. Aber es ist auch eine Frage unserer Zeit und wie wir diese nutzen. Frühen hätten wir vielleicht ein Buch gelesen, gespült oder müssten einkaufen gehen. Durch die zunehmende freie Zeit ergibt sich aber eine Menge Freiheit und auch Potenzial, das wir nutzen könnten.
Doch wie viele Menschen kennst du, die diese Zeit auch wirklich dafür nutzen?
Ich sehe sie immer seltener. Viele verbringen stattdessen ihre Zeit damit, auf Instagram oder Tiktok Videos Zu schauen, die zwar lustig sind, aber mit Nachhaltigkeit nicht viel gemeinsam haben. Sie sind Schnelllebig und können kurzfristig zu Ruhm verhelfen, doch in Wirklichkeit sind sie für den Zuschauer, also für uns, verlorene Lebenszeit. Wir speichern uns Millionen von Memes ab, um sie uns wieder anzuschauen. Wo wir früher zumindest einmal unsere Gehirnzellen mit dem Lesen und auch noch unseren Augen und unseren Schlafrhythmus stören. Wie kann es sein, dass die Zeit, die wir sparen einfach nicht vorhanden ist?
Unsere Zeit ist kostbar
Vielleicht klingt das im ersten Moment banal, denn jeder von uns hat mindestens schon einmal zu einem Menschen gesagt, dass er seine Zeit lieber in andere Dinge investiert. Doch wenn es um unsere ganzen Gadgets geht, scheinen wir oft regelrecht zu vergessen, wie wichtig unsere Zeit tatsächlich ist. Wir nutzen das Smartphone oft als Gelegenheit, uns von Dingen abzulenken, die wir stattdessen tun müssten, auf die wir aber keine Lust haben. Das nennt man bei den Studenten übrigens Prokrastination und die sehr weit verbreitet. Wir machen dann die wirklich wichtigen Dinge in unserem Leben erst auf den letzten Drücker und entsprechend nicht so qualitativ, wie sie eigentlich sein sollten.
Du kannst jetzt sicherlich auch denken, dass es früher nicht anders war. Die Menschen haben schon immer Dinge aufgeschoben und du hast recht! Aber wir können nicht abstreiten, dass es zu einfach geworden ist, sich abzulenken und zu „prokastinieren“. Wenn wir etwas nicht machen, fällt es vielleicht gar nicht erst auf. Wir haben mit einem Klick den Zugang zu Abermillionen von Filmen und Serien, wo wir früher erstmal zu einer Videothek gemusst hätten. Heute geht alles so viel schneller und damit öffnen uns die Gadgets Tür und Tor, um unser eigentliches Leben aufzuschieben und auf später zu verlagern.
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Noch nie waren die Zeit und das Leben für uns so friedlich und frei. Wir haben so unendlich viele Möglichkeiten, dass wir oft den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen. Doch der erste Schritt, auf dem richtigen Weg ist es, sich mit den Möglichkeiten zu beschäftigen und sie zu gewichten. Der zweite Schritt ist es, keine Angst zu haben, etwas zu verpassen und Entscheidungen zu treffen. Wir sind so damit beschäftigt, uns mit unseren Möglichkeiten überfluten zu lassen, dass wir es oft vergessen, uns für eine davon zu entscheiden und dazu zu stehen.
Am liebsten würden wir alle auf allen Hochzeiten gleichzeitig tanzen, doch das wird nicht möglich sein, außer über mehrere Videochats vielleicht.
Fragen zur Selbstkontrolle:
1) Was zeichnet die Generation Z aus?
2) Nennen Sie den Unterschied zwischen der modernen und der älteren
Generation?
3) Welche Moglichkeiten hat die Generation Z heute?
4) Was sind die Prioritäten für die Generation Z?
5) Leben im Zeitalter der Informationstechnologie, was bedeutet das?
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TEXT 8
Zehn Tipps für eine erfolgreiche Stipendienbewerbung
Achten Sie auf den folgenden Vokabeln:
die Stipendienbewerbung – подача заявки на стипендию der Mietkosten – плата за что-либо der Semesterbeitrag – оплата за семестр bloß – голый das Bafög – федеральный закон о содействии обучению unnahbar – недоступный willkürlich – случайно, произвольно, беспорядочно zuallererst – прежде всего sich engagieren – принимать активное участие die Förderung – помощь, поддержка inspirieren– вдохновлять inspirierend – вдохновляюще das Sprungbrett – трамплин der Gleichgesinnte – единомышленник grübeln – ломать себе голову, размышлять schiefgehen – не удаваться essentiell – существенный, важный skizzieren – набрасывать, делать эскиз facettenreich – многогранный die Abgabefriste – срок сдачи trödeln – копаться, возиться alle Fristen einhalten – сохранять все сроки reflektieren – отражать ins Fettnäpfchen treten – промахнуться mit den Ecken und Kanten – c углами и краями das Durchhaltevermögen – выносливость kleinkriegen – сломить, одолеть glorreich – славный, блестящий rasseln – потерпеть неудачу das passt ja wie die Faust aufs Auge – это совершенно некстати
Lesen Sie den Text:
Studieren ist teuer: Mietkosten, Semesterbeiträge, Lebensmittel, Kleidung und vielleicht das ein oder andere Mal mit Freunden ausgehen – wie soll man das bloß bezahlen? Neben Bafög, Studienkrediten oder der elterlichen Unterstützung gibt es auch noch eine andere Möglichkeit: Ein Stipendium.
Doch wie schaffst gerade Du es, eins der berühmt berüchtigten, unnahbaren Stipendien zu bekommen? Worauf kommt es an, was solltest Du bei der Bewerbung beachten? Im Folgenden stelle ich Dir zehn meiner persönlichen Tipps vor:
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Was passt zu Dir?
Bevor Du willkürlich mit dem Schreiben von Bewerbungen beginnst, solltest Du Dir zuallererst einmal klarmachen: Welches Stipendium passt zu mir? Bin ich politisch interessiert, engagiere ich mich vielleicht in der Kirche oder helfe ich gerne Anderen? Was erwarte ich mir von meinem Stipendium neben der finanziellen Förderung? Ein vielseitiges Programm mit Ferienakademien und inspirierenden Vorträgen, ein gutes Netzwerk, ein Sprungbrett für meine Karriere oder vielleicht einfach den Austausch mit Gleichgesinnten? Erst wenn Du weißt, welches der unzähligen Stipendien denn am besten zu Deiner Persönlichkeit, Deinen Interessen und Deinem Engagement passt, kannst Du auch im Auswahlverfahren überzeugen.
Trau Dich!
Hast Du schon ein Stipendium entdeckt, das gut zu Dir passen könnte? Dann zweifle nicht an Dir selbst, grüble nicht tagelang, ob Du überhaupt die oder der Richtige dafür bist und trau Dich! Mehr als schiefgehen, kann es ja nicht!
Zeit und Mühe zahlen sich aus
Du hast Dein Abitur in der Tasche, eine Zukunft voller Möglichkeiten und willst Deine Zeit endlich nutzen für Reisen, Freunde und Deine Hobbys – ausformulierte Lebensläufe und Bewerbungen schreiben: Nein, danke! Doch genau das ist ein Fehler, den viele begehen. Du wirst nie einen Schritt weiter kommen, wenn Du Deine Bewerbung für ein Stipendium mal schnell im Vorbeigehen schreibst. Hier ist es essentiell, dass Du Dir viel Zeit nimmst, um Dich selbst möglichst ehrlich und realistisch zu skizzieren und Deinen Lebenslauf so zu gestalten, dass er Dich und Deine facettenreiche Persönlichkeit perfekt darstellt. Denn Mühe zahlt sich aus!
Achte auf Abgabefristen
Es klingt banal, kann Dich aber schnell den Stipendienplatz kosten: Am 24. Oktober soll Deine Bewerbung im Briefkasten der Stipendien-Geschäftsstelle liegen? Dann trödle nicht länger herum, sondern schau, dass Du alle Fristen einhältst. Es wäre wirklich ärgerlich, wenn du das Stipendium am Ende nicht bekommst, nur weil Du ein Abgabedatum übersehen hast!
Wer bin ich?
Der erlösende Brief kam und Du bist einen Schritt weiter: Du wirst zu den Auswahlgesprächen eingeladen! Jetzt heißt es, sich bestmöglich darauf vorzubereiten. Wie das geht? Eigentlich ganz einfach: Finde heraus, wer Du bist, was Du denkst, was Deine persönlichen Werte sind und was Dir für Themen am Herzen liegen. Setze Dich noch einmal vertieft mit Deinem Lebenslauf auseinander und suche mögliche Schlüsselstellen, prägende Persönlichkeiten auf Deinem Weg und Deine Vorbilder. Denn im Auswahlgespräch wollen die Prüfer vor allem eines: Dich bestmöglich kennenlernen.
Übe Dich in Diskussionen
Vor meinen Auswahlgesprächen habe ich viel mit meiner Familie, meinen Freunden und Bekannten diskutiert, debattiert und mich mit ihnen über aktuelle
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Tagesthemen ausgetauscht. Man glaubt es kaum, aber das ist unglaublich hilfreich und bereichernd! So lernst Du andere Meinungen kennen, erfährst mehr über Dich und Deine Reaktionen in bestimmten Situationen und übst das reflektierte Diskutieren. Eine ideale Übung für die anstehenden Gespräche!
Du bist schon so weit gekommen!
Der Auswahltag steht an und Du bist furchtbar nervös, angespannt und gehst davon aus, heute in jedes Fettnäpfchen zu treten. Stopp! Kein Grund zur Sorge – Du bist nun schon so weit gekommen, wieso solltest Du dann nicht auch noch den letzten Schritt schaffen? Gehe mit einem guten Gefühl in die Gespräche und verinnerliche Dir, wie weit Du schon gekommen bist.
Ehrlichkeit ist das A und O
Wenn Du nun vor den Prüfern sitzt und Dich vorstellen sollst, ist nun ganz wichtig, dass Du in allem ehrlich bleibst. Präsentiere Dich nicht besser, als Du bist, sondern erzähle von Dir mit all deinen Ecken und Kanten! Schwächen, Zweifel und Schwierigkeiten sind nicht immer schlecht – im Gegenteil, sie zeigen, dass Du an Dir arbeitest, dass Du Durchhaltevermögen hast und Dich trotz möglicher Probleme nicht kleinkriegen lässt.
Die Hoffnung stirbt zuletzt
Auch wenn vielleicht nicht alles glatt gelaufen ist, Du im Nachhinein kleinere Fehler entdeckst, die Du gemacht hast, dich ärgerst, dass Du einmal keine Antwort wusstest: Die Hoffnung stirbt zuletzt! Versuche, trotzdem einen kühlen Kopf zu bewahren und einfach einmal abzuwarten – denn wer weiß, vielleicht hat es ja dennoch geklappt? Wir sind alle nur Menschen und Menschen machen eben auch Fehler.
Am Ende wird alles gut und wenn es nicht gut wird, dann ist es noch nicht das Ende.
Diese Weisheit begleitet mich nun schon lange und hat mir immer wieder gezeigt, wie wahr sie doch ist. Nachdem ich nach meinem Abitur glorreich durch die Max-Weber­Stipendienprüfung gerasselt bin, habe ich mich ein Jahr später beim Cusanuswerk beworben, eine Stiftung, bei der ich von Anfang an das Gefühl hatte: Die passt ja wie die Faust aufs Auge! Und siehe da: Jetzt wurde ich tatsächlich angenommen, was ich vor einem Jahr niemals für möglich gehalten hätte. Auch Du kannst das schaffen – trau Dich und bleibe Dir selbst immer treu. Viel Erfolg für Deine Stipendienbewerbung!
Fragen zur Selbstkontrolle:
1) Welchen Rat gibt der Autor des Artikels für den Erhalt eines Stipendiums?
2) Wie verstehen Sie den Ratschlag „Glaube an dich selbst “?
3) Warum bekommen Studenten ein so kleines Stipendium?
4) Sind gute Studienleistungen ein Garant für ein Stipendium?
5) Welchen Rat können Sie für den Erhalt eines Stipendiums geben?
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TEXT 9
Meine Fachrichtung
Achten Sie auf den folgenden Vokabeln:
scharfsinnig – проницательный geistreich – остроумный die Anwendungsmöglichkeit – возможность применения einsetzen – использовать, применять die Mitgestalter – соавторы die Sekundärrohstoffe – вторичное сырье
Lesen Sie den Text:
Die Berufsbezeichnung Ingenieur hat in ihrem Wortstamm den Begriff «ingeniös». Dieses Wort hat die Bedeutung: scharfsinnig, erfinderisch und geistreich. Und dieser hohe Anspruch ist in der täglichen Praxis Realität.
Junge Leute meinen manchmal: «Man hat doch alles Wichtige schon erfunden. Was bleibt denn für Ingenieure außer täglicher Routine? » Das ist völlig falsch. Selten gab es solche Zeiten wie heute. Wissenschaft und Technik entwickeln sich gegenwärtig in schnellem Tempo. Der Mikroelektronik zum Beispiel sagen Fachleute mindestens 100 000 Anwendungsmöglichkeiten voraus: für jede sucht man einen Erfinder! Und die Probleme der Energieversorgung, des Umweltschutzes! Die Probleme der Sekundärrohstoffnutzung und die Schaffung neuer Technologien – für alles sind neue Ideen und Lösungen erforderlich. Dafür ist auch der Ingenieur verantwortlich.
Der Ingenieur muss deshalb Neues, Wirtschaftlicheres schaffen, sein ganzes Wissen und Können für den technischen und gesellschaftlichen Fortschritt zum Wohle des Menschen einsetzen. Er ist Meister und Mitgestalter der Technik von heute und morgen. Ein guter Ingenieur lernt praktisch sein Leben lang weiter. In dieser großen Forderung liegt die Schönheit des Ingenieurberufes.
Fragen zur Selbstkontrolle:
1) Was bedeutet den Begriff „Ingenieur“?
2)Womit beschaftigt sich der Ingenieur
3) Für welche Probleme ist der Ingenieur verantwortlich?
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