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Немецкий язык в деловой коммуникации. Учебное пособие для аспирантов

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12.08.2026
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Weltweit werden etwa 7,5 Milliarden Smartphones, Laptops, Tablets und Computer benutzt. Es gibt auf der Welt also mehr WLAN-fähige Geräte als Menschen. Auch wollen immer mehr Menschen unterwegs nicht auf eine kostenlose Internetverbindung verzichten. In vielen Ländern ist das kein Problem: In Cafés bekommt man zum Beispiel einen freien Zugang zum drahtlosen Internet.

In Großbritannien gibt es pro 10.000 Einwohner 29 freie Hotspots. In

Südkorea sogar 37. Die Lage in Deutschland sieht anders aus. Hier sind es pro 10.000 Einwohner gerade einmal zwei freie Hotspots. Es werden insgesamt nur etwa 15.000 öffentliche WLAN-Zugänge angeboten, die frei verfügbar sind.

Der Grund, warum Hotspots in Deutschland so selten sind, ist die deutsche Rechtslage. Anders als in anderen Ländern kann in Deutschland der Betreiber eines Cafés für das verantwortlich gemacht werden, was die Nutzer seines Netzwerks online machen. So kann er etwa dafür haftbar gemacht werden, wenn ein Gast illegal Musik herunterlädt. Für kleine Cafés ist es daher riskant, freien Internetzugang anzubieten.

Der Richter und IT-Experte Ulf Buermeyer will eine Änderung der Rechtslage. «Für die Wirtschaft und die Gesellschaft hätte das viele

Vorteile», sagt er. Außerdem sei die Situation eigentlich nicht mit europäischem Recht vereinbar, so Buermeyer. Denn die Gesetze aller EU-Länder müssen sicherstellen, dass Anbieter von Internetdiensten nicht dafür haftbar gemacht werden können, was ihre Kunden im Netz machen. Das schreibt eine EU-Richtlinie vor. Das deutsche

Wirtschaftsministerium teilte Ende 2014 mit, dass es die Lage prüfen und bald einen Gesetzentwurf vorlegen wird.

Autorin/Autor: Loveday Wright; bea; Benjamin Wirtz

Glossar

WLAN, -s (n., Abkürzung aus dem Englischen: Wireless Local Area

Network) – ein Computernetzwerk, auf das man auch ohne Kabel zugreifen kann

Netzwerk, -e (n.) – hier: die Tatsache, dass sich verschiedene Geräte verbinden, sodass man eine Internetverbindung bekommt

Zugang, Zugänge (m.) – hier: die Möglichkeit, etwas zu nutzen Hotspot, -s (m., aus dem Englischen) – ein öffentlicher Internetzugang per WLAN

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fähig – hier: so, dass etwas möglich ist

drahtlos – so, dass man etwas ohne Kabel nutzen kann verfügbar –so, dass man etwas bekommen kann

Betreiber, -/Betreiberin, -nen – hier: jemand, dem ein Betrieb (z. B. ein

Café) gehört

jemanden für etwas verantwortlich machen – hier: jemandem rechtlich die Schuld für etwas geben

haftbar – für die Handlungen von jemandem rechtlich verantwortlich illegal – gesetzlich verboten

etwas herunter|laden – Dateien aus dem Internet auf seinem Computer speichern

riskant – hier: so, dass es jemandem schaden kann

Richter, -/Richterin, -nen – jemand, der bei einem Prozess über das

Urteil entscheidet

IT-Experte, -n/IT-Expertin, -nen – jemand, der sich mit Kommunikationstechnik (z. B. Computern) auskennt

mit etwas vereinbar sein – mit etwas übereinstimmen; zu etwas passen EU-Richtlinie, -n (f.) – eine Regel, die in der Europäischen Union gilt Gesetzentwurf, -entwürfe (m.) – der Plan für ein neues Gesetz

etwas vor|legen – etwas, an dem man lange gearbeitet hat, jemand anderem zum Prüfen geben

Fragen zum Text

1.Welche Aussage steht im Text? In Deutschland … a) haben nur wenige Menschen einen Internetzugang.

b) kann man in allen Cafés kostenlos das Internet benutzen. c) gibt es wenig freie öffentliche Internetzugänge.

2.Welche Aussage steht im Text?

a)In Großbritannien gibt es mehr freie Hotspots pro 10.000 Einwohner als in Deutschland.

b)In Südkorea gibt es nur 37 Hotspots.

c)In Deutschland gibt es 10.000 Hotspots.

3. Wie sieht die Rechtslage in Deutschland zu Hotspots aus?

a) In kleinen Cafés sind Hotspots verboten, weil dort das Netz nicht gut genug geschützt ist.

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b)Die Anbieter von Hotspots sind für die Handlungen der Kunden im

Internet verantwortlich.

c)Öffentliche Netzwerke sind verboten, weil die Nutzer dort illegal Daten herunterladen können.

4.Buermeyer findet, dass die Rechtslage … a) verändert werden muss.

b) muss verändert werden. c) verändert muss werden.

5.Das Wirtschaftsministerium teilte mit, dass die Lage … a) geprüft soll werden.

b) soll geprüft werden. c) geprüft werden soll.

Arbeitsauftrag

Geben Sie den inhaltlichen Kern des Textes mit wenigen Sätzen wieder.

Wie wichtig ist es in Ihrem Alltag, dass es immer in nächster Nähe einen öffentlichen WLAN-Zugang gibt? Nutzen Sie Hotspots häufig?

Quelle: http://www.dw.com/de/zu-wenig-öffentliches-wlan-in-deutschland/a-18215705

Schaden durch Wirtschaftsspionage

Andere Firmen auszuspionieren, ist heute so einfach wie noch nie.

Dadurch entstehen hohe Schäden. Oft geben Regierungen den

Auftrag dazu – und manchmal sogar die, von denen man es nicht erwartet.

Auf über 50 Milliarden Euro schätzt der Branchenverband der digitalen Wirtschaft den jährlichen Schaden durch Wirtschaftsspionage. Genau 1074 Unternehmen wurden für eine Studie befragt. Etwa die Hälfte teilte mit, dass sie schon einmal Opfer von Spionage oder

Datendiebstahl waren. Weitere 28 Prozent vermuten, dass sie ausspioniert wurden.

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Die deutsche Wirtschaft bietet viele lohnende Ziele für Spionage.

Deutsche Produkte stehen oft für technischen Fortschritt und gute

Qualität. Das Ausspähen und Nachmachen von Technik ist für die

Unternehmen oft schneller und billiger, als sie selbst zu entwickeln. Die

Firmen interessieren sich aber auch für Marketingstrategien der

Konkurrenz. Kennt man die konkurrierenden Angebote, hat man beispielsweise bei internationalen Ausschreibungen einen großen Vorteil.

Das Bundesamt für Verfassungsschutz warnte noch 2014 vor der Gefahr: «Wirtschaftsspionage ist eine ernstzunehmende und dennoch in der Praxis oft unterschätzte Gefahr in unserer globalisierten, vernetzten Welt», schrieb der Verfassungsschutz in einem Bericht. Er warnte besonders vor den Nachrichtendiensten anderer Staaten. Er nennt russische und chinesische Nachrichtendienste, die im Regierungsauftrag Wirtschaftsspionage betreiben sollen.

Doch der Verfassungsschutz machte ebenso deutlich, dass auch westliche Staaten ihre Konkurrenten durch die Nachrichtendienste ausspähen lassen. Dass das sogar mit Hilfe des eigenen Geheimdienstes geschehen kann, zeigen die Enthüllungen über den deutschen Bundesnachrichtendienst (BND). Im April 2015 wurde bekannt: Die USamerikanische National Security Agency (NSA) hat Daten des BND genutzt, um europäische Unternehmen auszuspionieren.

Autoren: Matthias von Hein; Benjamin Wirtz

Glossar

Spionage (f., nur Singular) – der Versuch, an geheime Informationen eines Unternehmens oder eines anderen Staates zu kommen

jemanden aus|spionieren – versuchen, heimlich an Informationen über jemanden zu kommen

etwas schätzen – hier: etwas vermuten; eine ungefähre Zahl sagen

Branchenverband, -verbände (m.) – ein Zusammenschluss von Unternehmen, die gemeinsame Interessen haben

für etwas stehen – typisch für etwas sein; das Symbol für etwas sein jemanden aus|spähen – hier: jemanden → ausspionieren

etwas nach|machen – etwas genauso machen, wie es ein anderer schon zuvor gemacht

Marketingstrategie, -n (f.) – der Plan, wie man ein Produkt am besten bekannt macht

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Konkurrenz (f., hier nur Singular) – hier: alle Firmen, die etwas

Ähnliches anbieten wie man selbst (Adjektiv: konkurrierend)

Ausschreibung, -en (f.) – hier: das Verfahren, bei dem ein Auftrag

öffentlich bekannt gemacht wird, damit sich Unternehmen darauf bewerben können

Verfassungsschutz (m., nur Singular) – die deutsche Behörde, die Informationen über gefährliche Gruppen oder Personen in Deutschland zum Schutz des Staates sammelt

ernstzunehmend – so, dass etwas ein Problem darstellt

etwas unterschätzen – etwas nicht so wichtig finden, wie es ist globalisiert – hier: weltweit miteinander verbunden

vernetzt – mit vielen Menschen verbunden

Nachrichtendienst, -e (m.) – eine Organisation, die z. B. Informationen zum Schutz des Staates sammelt (z. B. BND, NSA, → der

Verfassungsschutz)

etwas betreiben – etwas ausüben; etwas machen, für etwas verantwortlich sein

Enthüllung, -en (f.) – hier: die Tatsache, dass etwas Negatives, das bisher nicht bekannt war, öffentlich bekannt gemacht wird

Fragen zum Text

1. Was ist ein Ergebnis der Studie des Branchenverbandes der digitalen Wirtschaft?

a) Ungefähr 50 Prozent der Befragten wurde schon einmal ausspioniert. b) Etwa die Hälfte der Befragten ist noch nie mit Spionage in Kontakt gekommen.

c) Etwa 28 Prozent der Befragten haben schon einmal selbst spioniert.

2. Welche Informationen, die bei Spionage gestohlen werden, werden im Text nicht genannt?

a)Pläne, wie die Unternehmen Werbung machen

b)Techniken und Vorgehensweisen der Unternehmen

c)Ausschreibungen, bei denen sich andere Unternehmen bewerben

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3. Was steht im Text?

a)Der BND hat mit russischen und chinesischen Nachrichtendiensten zusammengearbeitet.

b)Die NSA hat den BND ausspioniert.

c)Der BND hat Daten an die NSA weitergegeben.

4.Viele Unternehmen sind beunruhigt über die vielen Warnungen … Wirtschaftsspionage.

a) vor b) über c) für

5.Viele Unternehmen interessieren sich … die Vorgehensweise der

Konkurrenz. a) für

b) über c) an

Arbeitsauftrag

Geben Sie den inhaltlichen Kern des Textes mit wenigen Sätzen wieder.

Was wissen Sie über die Tätigkeiten der Nachrichtendienste in

Russland? Wo sollten die Grenzen der erlaubten Aktionen von Nachrichtendiensten liegen?

Quelle: http://www.dw.com/de/schaden-durch-wirtschaftsspionage/a-18449137

Auto ohne Fahrer

Autoentwickler sind überzeugt: In Zukunft übernimmt das Fahren,

Lenken und Einparken ein digitaler Chauffeur. Autos, die von alleine fahren, sind das Thema auf den großen Automobilmessen.

Schon seit Monaten testet Google in Kalifornien komplett führerlose

Fahrzeuge. Hier steuert ein Computer das Fahrzeug sicher über die Straßen. Das Auto kontrolliert die Route und umfährt Staus und Baustellen. Sensoren halten immer den nötigen Abstand zu anderen Autos, Radfahrern oder Fußgängern. Google selbst will kein

Autohersteller werden, sagte der Google-Autoentwickler Chris

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Urmson auf der IAA in Frankfurt, einer der größten Automobilmessen weltweit. Sein Unternehmen will vielmehr mit den erfahrenen Autoherstellern zusammenarbeiten.

Auch BMW, Mercedes und Audi lassen ihre Ingenieure längst mit der

Idee selbstfahrender Autos experimentieren. Menschen bauen Unfälle und machen Fehler. Technik dagegen ist schneller, wird nicht müde und lässt sich auch nicht ablenken. «Mein Ziel ist es, dass mein heute zwölfjähriger Sohn keinen Führerschein mehr machen muss», sagte Urmson. Der Zweisitzer von Google soll bald nicht nur vom Computer gesteuert, sondern auch ohne Lenkrad und Pedale fahren. Wer mit diesem Auto fährt, ist kein Fahrer mehr, sondern Passagier.

Das Auto der Zukunft soll noch mehr können: Die Autohersteller möchten eine Art Smartphone auf vier Rädern entwickeln. Das soll seine

Insassen nicht nur zur Arbeit oder in den Urlaub fahren, sondern sucht sich selbst einen Parkplatz, übernimmt die Hotelbuchung und kauft sogar noch Konzertkarten. Dabei kennt das Auto selbstverständlich den

Geschmack seines Fahrers und kann ihn aber auch mal daran erinnern, das Fitness-Studio mal wieder zu besuchen.

Experten sind sich sicher: Diese intelligenten und selbstfahrenden Autos könnten vielleicht schon in zehn bis 15 Jahren in Serie gebaut werden. Doch so praktisch das alles klingt, gibt es nach wie vor offene Fragen: Wer ist Schuld, wenn ein Unfall passiert? Der Fahrer beziehungsweise Passagier des Autos oder der Hersteller? Und was passiert eigentlich, wenn das Auto gehackt wird?

Autor /Autorin: Henrik Böhme, Annika Zeitler

Glossar

Autoentwickler, -/ Autoentwicklerin, -nen – jemand, der Autos plant etwas lenken – hier: ein Auto fahren; steuern

digital – hier: elektronisch

Chauffeur, -e/ Chauffeurin, -nen – der Fahrer; jemand, der einen fährt

Automobilmesse, -n (f.) – eine Veranstaltung, bei der Autos ausgestellt werden

führerloses Fahrzeug – ein Auto ohne Fahrer etwas steuern – etwas → lenken

etwas umfahren – hier: etwas ausweichen; außen um etwas herum fahren

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Sensor,-en (m.) – ein technisches Gerät, das physikalische und chemische Eigenschaften feststellen und messen kann

Autohersteller, – (m.) – ein Unternehmen, das Autos entwickelt und produziert

experimentieren – etwas ausprobieren; Versuche machen

sich ablenken lassen – sich wegen etwas anderem nicht mehr auf das Wichtige konzentrieren

Zweisitzer, – (m.) – hier: ein Auto mit zwei Sitzen Lenkrad, Lenkräder (n.) – das Steuer im Fahrzeug

Pedale, -en (f.) – hier: der Hebel für Bremse, Gas und Kupplung, der im Auto mit dem Fuß bedient wird

Insasse, -n/ Insassin, -nen – hier: jemand, der in einem Verkehrsmittel sitzt

in Serie bauen – für den normalen Verkauf herstellen offene Fragen – etwas ist ungeklärt beziehungsweise – besser gesagt; genauer gesagt

etwas hacken (aus dem Engl.) – hier: sich unerlaubt Zugang zu Computersystemen verschaffen

Fragen zum Text

1. Die Automobilhersteller glauben, dass …

a) die Menschen in zehn bis 15 Jahren nur noch in Elektroautos fahren. b) in zehn bis 15 Jahren jeder selbstfahrende Autos kaufen kann.

c) die Menschen mit dem digitalen Chauffeur nie mehr einen Unfall haben.

2. Das Auto der Zukunft …

a) ist wie eine Wohnung: Während der Fahrt können die Insassen aufs

Dach klettern.

b) kann nur jemand fahren, der eine Ausbildung zum digitalen Chauffeur gemacht hat.

c) weiß welche Musik sein Fahrer mag und in welchem Hotel er am liebsten übernachtet.

3. Welche Aussage ist richtig?

a) Ein Computer, der in Zukunft ein Fahrzeug steuern soll, kann müde werden und so einen Unfall verursachen.

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b)Selbstfahrende Autos sind die große Hoffnung der Automobilhersteller, aber Verbrecher könnten sich Zugang zur Software verschaffen.

c)Der Fahrer der Zukunft ist ein Passagier und muss mit zwölf Jahren nur noch einen bestimmten Führerschein bei Google machen.

4.Was passt in die Lücke? Google testet auf den Straßen Kaliforniens … Autos.

a) fahrerlose b) ohne Fahrer c) fahrbar

5.Was muss in die Lücke? Sowohl BMW, Mercedes als auch Audi experimentieren mit Autos, die ...

a) selbst fahren. b) selbstfahrend. c) fahren selbst.

Arbeitsauftrag

Geben Sie den inhaltlichen Kern des Textes mit wenigen Sätzen wieder.

Wie finden Sie die Vorstellung, dass Autos selbst fahren können? Denken Sie auch einmal über die Risiken nach, die am Ende des

Textes angesprochen werden. Ist Technik wirklich so viel sicherer als

der Mensch?

Quelle: http://www.dw.com/de/auto-ohne-fahrer/a-18727866

Das Gold der Bundesbank

Deutschland besitzt Goldbarren im Wert von fast 140 Milliarden

Euro. Nur die USA haben mehr. Ein großer Teil des Goldes lagert jedoch im Ausland. Jetzt soll es nach Deutschland zurückgeholt werden.

Gold gilt als sichere Geldanlage – vor allem in Krisenzeiten. Auch Deutschland wollte sich gegen Wirtschaftskrisen absichern und begann in den 1950er Jahren Goldreserven anzulegen. Mittlerweile gehören der

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Bundesrepublik etwa 3 400 Tonnen Gold im Wert von fast 140

Milliarden Euro. Das ist nach den USA die zweitgrößte Goldmenge der

Welt.

Aber nur ein Drittel des deutschen Goldes befindet sich auch im Land. Der Rest ist bei den Notenbanken in Frankreich, Großbritannien und in den USA eingelagert. Denn in der Zeit des Kalten Krieges, in den 1950er und 1960er Jahren, hatte die Bundesregierung Angst, dass es bei einem Einmarsch Russlands beschlagnahmt werden könnte.

Jetzt will Deutschland Teile seiner Goldreserven zurückholen. Bis 2020 soll zunächst der Lagerort Paris komplett aufgelöst werden. Wann das geschehen wird und wie genau das Gold zur Bundesbank nach Frankfurt transportiert werden soll, wird allerdings nicht verraten– aus

Sicherheitsgründen.

Unklar ist auch, was mit Deutschlands Goldreserven geschehen soll. In der Vergangenheit wurde darüber immer wieder in der Öffentlichkeit gestritten: Soll es verkauft werden, weil es keine Zinsen bringt? Oder soll man es für schlechte Zeiten behalten? Sicher ist nur eins: Das Gold spielt für den deutschen Staatshaushalt keine große Rolle. Die

Staatsschulden betragen nämlich mehr als zwei Billionen Euro.

Autoren: Martin Koch/Michael Stegemann/Stephanie Schmaus

Glossar

Bundesbank (f., nur Singular) – die Zentralbank in Deutschland; die

Bank, die zuständig für die Währungsreserven (z. B. Gold) ist Goldbarren, – (m.) – ein längliches, viereckiges Stück aus Gold als etwas gelten – als etwas gesehen werden

Geldanlage, -n (f.) – der Einsatz von Geld, so dass es Gewinn bringt (z. B. durch Aktien)

Krisenzeit, -en (f., meist im Plural) – hier: Zeit, in der die Wirtschaft schwach ist

sich gegen etwas absichern – Vorsorge für etwas treffen

eine Reserve für etwas an|legen – einen Vorrat von etwas für den

Notfall sammeln

Notenbank, -en (f.) – Bank, die Geldscheine (= Banknoten) ausgeben darf

etwas einlagern – etwas für eine gewisse Zeit lagern

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