Учебно-методическое пособие по общественно-политической тематике (уровень В1-В2). Немецкий язык. Специальности «Лингвистика», «Филология», «Психология
.pdfWahl die Fünf-Prozent-Hürde überwindet, ist sie im Parlament vertreten. Diese Regel soll dem Deutschen Bundestag Stabilität verleihen.
Exportschlager Staatsaufbau
Machtteilung, Grundrechte und Demokratie haben auch einen Wächter bekommen - das Bundesverfassungsgericht. Es überprüft auf Antrag Gesetze auf ihre Verfassungsmäßigkeit und hilft jedem Bürger, seine Rechte und Freiheiten gegenüber dem Staat durchzusetzen. Das deutsche Bundesverfassungsgericht war im internationalen Vergleich lange Zeit ein Unikat, das weltweit kopiert wurde. Ein Beispiel ist Spanien, wo ein derartiges Gericht ebenfalls in der Verfassung verankert wurde.
Mehr Parteien erzwingen politische Kompromisse
Das Austragen gesellschaftlicher Konflikte und die Mobilisierung der Bürger zu Bundestagsund Landtagswahlen übernehmen in Deutschland die politischen Parteien. Zwei Volksparteien haben sich herausgebildet: die konservative CDU/CSU und die sozialdemokratische SPD. Aber auch andere politische Strömungen sind wahlweise im Bundestag und in den Landtagen vertreten: liberale und grüne Politiker kämpfen um Wähler, aber auch linke Ideen werden vertreten. Gesellschaftliche Interessen nimmt das politische System durch Verbände, Gewerkschaften und Interessengruppen auf.
Aufgaben zum Text
Beantworten Sie folgende Fragen:
1.Wann wurde das heutige Grundgesetz verabschiedet? Wo war es zuerst gültig?
2.Wie wird der föderale Staat aufgebaut?
3.Welche Vollmachten hat das Bundesverfassungsgericht?
4.Welche Rolle spielen politische Parteien und gesellschaftliche Organisationen im politischen Leben Deutschlands?
Führen Sie eine Diskussion zum Thema des Textes.
Folgende Kommunikationsmittel helfen Ihnen dabei:
Ich möchte folgendes zu diesem Thema sagen...
Ich bin der Meinung...
Ich glaube, denke, meine, finde, dass...
Ich stimme Ihnen zu, dass...
Ja, genau, richtig, das stimmt
Ich bin völlig anderer Meinung...
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Da muss ich widersprechen..
Das stimmt überhaupt nicht...
4. Arrogante Westler, nörglerische Ossis
Auch 25 Jahre nach der Wiedervereinigung herrscht zumindest in den Köpfen vieler Deutscher noch keine Einheit. Nach wie vor bestehen viele Unterschiede zwischen West und Ost - so das Ergebnis einer Studie.
Gut 45 Jahre waren Deutsche in Ost und West getrennt. Die Jahre der Teilung unter gänzlich unterschiedlichen politischen und wirtschaftlichen Systemen wirken offenbar auch heute noch nach. Dass die Einheit in den Köpfen ist noch nicht komplett vollzogen ist, zeigt eine Studie des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung unter dem Namen "So geht Einheit - Wie weit das einst geteilte Deutschland zusammengewachsen ist".
Ihr zufolge ist fast die Hälfte der Deutschen der Ansicht, dass es mehr Unterschiede als Gemeinsamkeiten zwischen Ost und West gibt. Gut ein Viertel der Ostdeutschen nimmt die Westdeutschen als arrogant wahr. Aus Sicht der Westdeutschen sind die Ostdeutschen vor allem "anspruchsvoll" und "unzufrieden". Eine Gemeinsamkeit besteht allerdings: Sowohl Ostals auch Westdeutsche halten ihre Landsleute im jeweils anderen Teil Deutschlands für besserwisserisch.
"Einheit in den Köpfen braucht mehr als eine Generation"
Welches Bild Ostund Westdeutsche voneinander und von sich selbst haben ist dabei nur eines von 25 Themenfeldern, in denen die Studie der Frage nachgeht, wie weit das einst geteilte Deutschland in den vergangenen 25 Jahren zusammengewachsen ist. "Nach diesem Kraftakt ohnegleichen sind bis heute zwar ein paar blühende Landschaften entstanden", teilte das Institut mit. "Von einer flächenhaften Angleichung zwischen Ost und West kann aber keine Rede sein." Sie könne aus strukturellen Gründen vermutlich auch nie vollständig vollzogen werden.
"Das Ergebnis hat uns selbst erstaunt", sagt der Direktor des BerlinInstituts, Reiner Klingholz. "Ob bei der Bevölkerungsentwicklung, der Wirtschaftskraft, den Vermögen, den Erbschaften oder der Größe der
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landwirtschaftlichen Betriebe - überall zeichnet sich ziemlich exakt die alte Grenze ab."
Der Studie zufolge arbeiten Ostdeutsche länger, verdienen aber weniger als Westdeutsche, nämlich nur drei Viertel des Durchschnittseinkommens. Im Westen ist hingegen die Produktivität höher. Die Studie begründet dies mit der "kleinteiligen Wirtschaftsstruktur, die nach dem Zusammenbruch der DDR entstanden" sei.
Der Westen liege allerdings bei der Erwerbsbeteiligung und Frauen und der Kinderbetreuung deutlich unter dem Ostniveau, heißt es weiter. Weitgehend angenähert haben sich Ost und West bei der Lebenserwartung, den Bildungsabschlüssen, den Konsumgewohnheiten und den Kinderzahlen.
"Einheit ist eben kein politischer Willensakt", bilanziert Reiner Klingholz, "sondern ein langsamer Prozess, der mindestens noch eine Generation dauert."
Aufgaben zum Text
Beantworten Sie folgende Fragen zum Text:
1.Was hat eine Studie des Instituts für Bevölkerung und Entwicklung gezeigt?
2.Wie verstehen Sie den Satz " Einheit in den Köpfen braucht mehr als eine Generation "?
3.Welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten bestehen zwischen Ost und West, zwischen „Wessis " und „ Ossis"?
Recherchieren Sie im Internet : Welchen Standpunkt vertreten die Politiker in Bezug auf dieses Problem.
5. Fremdenhass in Heidenau
Nach der Gewalt gegen Flüchtlinge in Heidenau besuchte erst der Vizekanzler und dann auch die Bundeskanzlerin die attackierte Flüchtlingsunterkunft. Beide Politiker verurteilten die Angriffe und forderten mehr Toleranz.
Es flogen Steine, Flaschen und Feuerwerkskörper. Eine Gruppe von rund 150 Rechtsextremen hat am 23.08.2015 in der zweiten Nacht in
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Folge Polizisten angegriffen, die in Heidenau bei Dresden eine Unterkunft für Flüchtlinge schützten. In dem ehemaligen Baumarkt waren mehr als 200 Flüchtlinge untergebracht. Die Polizei konnte die Angreifer stoppen: mehr als 30 Polizisten wurden verletzt.
Die Öffentlichkeit forderte schon länger den Besuch der Bundeskanzlerin Angela Merkel in Heidenau. Auf Twitter wurde ihr unter dem Hashtag #merkelschweigt vorgeworfen, dass sie zu lange nichts zu den fremdenfeindlichen Ausschreitungen in Sachsen gesagt hat. Nach Vizekanzler Sigmar Gabriel besuchte jetzt auch sie die Flüchtlingsunterkunft bei Dresden.
In Heidenau wurde die Kanzlerin mit Pfiffen und „Pfui“- Rufen empfangen. In sozialen Netzwerken hatten rechte Gruppen dazu aufgerufen. „Es gibt keine Toleranz gegenüber denen, die nicht bereit sind zu helfen“, sagte Merkel. „Je mehr Menschen das deutlich machen, umso stärker werden wir sein.“ Die Kanzlerin versprach, Flüchtlingen in Deutschland mit einem neuen Gesetz in Zukunft besser zu helfen. Auch Vizekanzler Sigmar Gabriel fand bei seinem Besuch ähnlich deutliche Worte:„Man darf diesen Typen, die sich hier in den letzten Tagen ausgebreitet haben, keinen Millimeter Raum geben“, so Gabriel.
Ein neues Sicherheitskonzept der Polizei soll nun helfen, Gewalt durch Rechtsextreme in Zukunft in Heidenau zu verhindern. Der Vizekanzler sagte jedoch auch, die Ausschreitungen in der sächsischen Kleinstadt dürften nicht darüber hinwegtäuschen, dass es in Deutschland auch viel Solidarität für Flüchtlinge gibt – mit Hilfsangeboten überall im Land.
Aufgaben zum Text
Beantworten Sie folgende Fragen zum Text:
1.Warum wurde in Heidenau die Flüchtlingsunterkunft attackiert?
2.Wofür wurde die Bundeskanzlerin Angela Merkel kritisiert?
3.Welches Problem steht im Mittelpunkt dieses Textes?
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Schreiben Sie einen Bericht zum Thema: Toleranz
Der folgende Plan hilft Ihnen dabei:
Einleitung:
Ich möchte kurz folgendes Thema darstellen...
Allgemeine , grundlegende Information über den Begriff...geben
Hauptteil:
Wichtig erscheint hier, dass...
Von besonderer Bedeutung ist..
Einerseits..., andererseits..
Folgende Beispiele zeugen davon, dass...
Zusammenfassung:
Abschließend lässt sich sagen...
Man kommt zum Schluss...
6. Die große Angst vor dem Islam
Woche für Woche demonstrieren viele Menschen in Dresden gegen das, was sie Islamisierung nennen. Zuletzt gingen etwa 15.000 Demonstranten mit. An der Gegendemonstration nahmen wesentlich weniger Menschen teil.
„Wir müssen deutlich machen, wie die Mehrheit in Deutschland denkt
– nämlich ausländerfreundlich!“, ruft eine junge Frau. Etwa 6.000 Menschen demonstrieren am 16.12.2014 in Dresden gegen die PegidaBewegung und für eine Willkommenskultur. Einen Kilometer entfernt stehen die Anhänger von Pegida bei ihrer Demonstration. Hier sind es 15.000 Demonstranten.
Pegida steht für |
„Patriotische Europäer |
gegen die Islamisierung |
des Abendlandes“. |
Die Bewegung |
ist islamfeindlich. Vie- |
le Rechtsextreme machen hier mit. Pegida fordert auch, dass Deutschland in Zukunft weniger Einwanderer aufnehmen soll. Dabei beträgt der Ausländeranteil in Dresden nur 4,7 Prozent. 0,4 Prozent der Einwohner im Bundesland Sachsen, zu dem auch Dresden gehört, sind Muslime.
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Neben bekannten Rechtsextremen laufen auch Menschen in Dresden mit, die bisher nicht durch rechtsextreme Äußerungen aufgefallen sind. „Wir sind keine Nazis“, sagt eine Dresdnerin, die bei den PegidaDemonstranten steht. Sie meint, dass die Öffentlichkeit sie falsch versteht und dass sie selbst viele Menschen mit Migrationshintergrund im Freundesund Kollegenkreis hat. Sie sagt: „Wir haben auch nichts gegen den Islam. Aber wir haben Angst vor islamistischen Extremisten.“ Bei vielen Argumenten der Pegida-Anhänger wird deutlich: Es geht mehr um Gefühle als um Tatsachen. Politiker wollen jetzt mit Pegida über die Einwanderungspolitik reden und die Ängste der Menschen beruhigen. Allerdings ist Pegida in anderen Gegenden Deutschlands lange nicht so erfolgreich. In Düsseldorf gingen nur wenige Hundert auf die Straße. Und in Bonn wurde der Weg der etwa 200 Islamfeinde von etwa 2.000 bis 3.000 Gegendemonstranten blockiert.
Aufgaben zum Text
Beantworten Sie folgende Fragen zum Text: 1.Welche Ziele hat die Pegida-Bewegung?
2. Warum demonstrieren Menschen gegen die Islamisierung?
3.Wie verstehen Sie folgende Ausdrücke : " ausländerfreundlich" und "ausländerfeindlich"?
Bereiten Sie auf der Basis der Informationen im Text und auf Grund anderer Quellen eine Präsentation über die Einwanderungspolitik in Deutschland vor.
Weltpolitik. Bewaffnete Konflikte
7. Außenminister beraten in Paris über Syrien-Konflikt
Der Kampf um Palmyra ist wieder aufgeflammt. Über die sich zuspitzende Lage in Syrien beraten derweil Außenminister westlicher Staaten in Paris. Auch Vertreter der syrischen Opposition sind im Außenamt vertreten.
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"In Aleppo und anderswo müssen die Kämpfe aufhören", sagte der französische Außenminister Jean-Marc Ayrault. "Die humanitäre Hilfe muss all diejenigen erreichen, die sie brauchen." Steinmeier sagte: "Das Leid der Menschen in Aleppo ist unermesslich." Es sei deshalb "moralische und rechtliche Pflicht", dieses Leid zu mindern.
Das Treffen in der französischen Hauptstadt wird gemeinsam von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier, dem französischen Ressortchef Jean-Marc Ayrault und ihrem katarischen Kollegen Mohammed Al-Thani geleitet. Auch US-Außenminister John Kerry sowie Vertreter der Türkei, der EU sowie mehrerer arabischer Staaten, welche die Rebellen gegen den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad unterstützen, sind dort vertreten. Eingeladen sind laut Diplomaten auch Riad Hijab, Koordinator des Hohen Komitees der syrischen Opposition, und Brita Hagi Hasan, Stadtratspräsident von Aleppo.
"Tragische humanitäre Lage in Aleppo"
Im Mittelpunkt des Treffens der sogenannten Freundesgruppe stehe vor allem die "tragische humanitäre Lage in Aleppo", teilte das französische Außenministerium im Vorfeld mit. Die Lage in der einstigen syrischen Wirtschaftsmetropole steht auch bei einer weiteren SyrienKonferenz von militärischen und diplomatischen Experten der USA und Russlands in Genf im Mittelpunkt. Moskaus Chefdiplomat Sergej Lawrow sehen darin Chancen für eine Absprache mit den USA über Aleppo.
Im heftig umkämpften Aleppo erleiden Rebellen derzeit eine schwere Niederlage. Die Regierungstruppen von Machthaber Baschar al-Assad und deren Verbündete eroberten inzwischen über 85 Prozent des von Aufständischen belagerten Ostteils der Stadt zurück. Das teilte Russland mit. Die Lage der Zivilbevölkerung ist dramatisch.
Mit Blick auf mögliche Ergebnisse des rund dreieinhalbstündigen Treffens im Pariser Außenministerium hatten sich Diplomaten im Vorfeld sehr zurückhaltend gezeigt. In Paris hieß es aus diplomatischen Kreisen vor dem Treffen, die vordringliche Aufgabe laute, Einwohner in Sicherheit zu bringen. Nach russischen Angaben haben sich allein am Samstag mehr als 20.000 Einwohner in Sicherheit bringen können. Zudem hätten 1200 Rebellen ihre Waffen niedergelegt, berichtete die russische Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf das Verteidigungsministerium in Moskau. Russlands Luftwaffe unterstützt die Offensive der syrischen Armee. Aleppo gehört zu den am stärksten um-
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kämpften Gebieten in dem fast sechs Jahre dauernden syrischen Bürgerkrieg.
Kämpfe um bedeutendes Ölfeld nahe Palmyra
Nach heftigen Kämpfen mit syrischen Truppen in anderen Teilen des Landes nahm die Terrororganisation "Islamischer Statt" (IS) eines der wichtigsten Gasfelder des Landes ein. Wie die in Großbritannien ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte, hätten die Extremisten nordwestlich der historischen Oasenstadt Palmyra das Ölfeld Dschihar erobert. Die oppositionsnahe Organisation beruft sich auf Informanten vor Ort, ihre Angaben sind von unabhängiger Seite nur schwer zu überprüfen. Auch armeenahe Kreise und der Nachrichtendienst der Terrororganisation sprachen von einem Vormarsch.
Der IS hatte vor zwei Tagen eine Offensive in der Region um Palmyra begonnen. Mittlerweile seien die Extremisten von Süden her bis auf etwa acht Kilometer an die Oasenstadt herangerückt. Erst im März hatten syrische Regierungstruppen Palmyra zurückerobert, nachdem ISKämpfer die Stadt ein Jahr lang besetzten und währenddessen zahlreiche einzigartige historische Kulturgüter aus den ersten Jahrhunderten nach Christus zerstörten. Ruinen, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören.
Aufgaben zum Text
Beantworten Sie folgende Fragen zum Text: 1. Was steht im Vordergrund des Treffens?
2.Wie ist die Lage der Bevölkerung in belagerten Städten?
3. Was passierte mit zahlreichen historischen Kulturgütern in Syrien?
8. UN-Sicherheitsrat tagt zu Syrien
Die syrische Armee habe fast die Hälfte von Ost-Aleppo zurückerobert, meldet das russische Verteidigungsministerium. In den vergangenen 24 Stunden sei ihr ein Durchbruch im Kampf um die Stadt gelungen.
Die syrischen Soldaten hätten |
die |
Lage radikal verändert, erklärte |
das Ministerium in Moskau laut |
der |
Nachrichtenagentur Interfax. In |
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den vergangenen 24 Stunden sei der syrischen Armee ein Durchbruch im Kampf um die Stadt gelungen. Der Ostteil der Stadt wird von Rebellen und Extremisten kontrolliert. Sein Fall könnte zu einem Wendepunkt im Syrienkrieg werden.
Steinmeier: "Konflikt wird nicht zu Ende gehen"
Wegen der Lage in der umkämpften syrischen Stadt Aleppo hat Frankreichs Außenminister Jean-Marc Ayrault eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrates gefordert. Die Mitglieder kommen an diesem Dienstag in New York zusammen. "Mehr als jemals zuvor müssen wir dringend Maßnahmen ergreifen, um die Feindseligkeiten zu beenden und humanitäre Hilfe ungehindert durchzulassen", erklärte Ayrault. Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier warnte die syrische und die russische Regierung vor der Annahme, mit der Einnahme Aleppos einen entscheidenden Sieg zu erringen. "Dieser Konflikt wird nicht zu Ende gehen - unabhängig davon, was gegenwärtig in OstAleppo militärisch passiert", sagte der Minister in Berlin. Er verwies darauf, dass viele regionale Akteure "in diesen Konflikt investiert" hätten.
In dem |
seit 2011 anhaltenden Bürgerkrieg verfolgen die Türkei, |
|||
der Iran |
sowie |
Saudi-Arabien |
unterschiedliche |
Interessen |
und unterstützen |
verschiedene Gruppen. Zudem bekämpft |
eine US- |
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geführte Koalition islamistische Rebellen aus der Luft, während die russische Luftwaffe die Armee des syrischen Präsidenten Baschar alAssad unterstützt. Die Bundesregierung fordert angesichts der Eskalation der Kämpfe um die nordsyrische Großstadt Aleppo eine umgehende humanitäre Feuerpause.
Unterschiedliche Staaten verfolgen eigene Interessen
Assad und seine Verbündeten Russland und Iran würden die Zeit bis zur Amtsübernahme des neuen US-Präsidenten Donald Trump nutzen, um ihre militärische Lage zu verbessern, sagte Steinmeier. Trump hat angekündigt, eine andere Nahost-Politik als sein Vorgänger Barack Obama einzuschlagen. Mit Blick auf Aleppo erklärte der deutsche Ressortchef weiter, bei den anstehenden Verhandlungen über den UkraineKonflikt in Minsk werde er sich bei seinen russischen Gesprächspartnern um ein "Mindestmaß an humanitärer Unterstützung" bemühen.
Vor den jüngsten Kämpfen im Ostteil Aleppos sind nach UN Angaben bis zu 16.000 Menschen geflohen. Aktivisten sprechen von 30.000 Zivilisten auf der Flucht. In dem Gebiet gebe es kei
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ne funktionierenden Krankenhäuser mehr, erklärte der UN Koordinator für humanitäre Hilfe, Stephen O'Brien. Die Reser ven an Nahrungsmitteln seien weitgehend aufgebraucht. "Die Kon fliktparteien in Syrien haben immer wieder gezeigt, dass sie bereit sind, sogar Zivilisten zu töten, zu verstümmeln oder verhungern zu lassen, wenn es ihnen einen militärischen Vorteil bringt", so O'Bri en. 7000 Menschen seien in Viertel unter kurdischer Kontrolle und
weitere 5000 in |
Stadtteile geflohen, die die Armee |
eingenom |
men hat, meldete |
die Syrische Beobachtungsstelle für |
Menschen |
rechte.
Amnesty: "Zivilisten vor Willkür der Armee schützen"
Die syrische Armee hat in den vergangenen Tagen kontinuierlich immer mehr Territorium des von Rebellen und Extremisten beherrschten Ostteils von Aleppo erobert. Damit ist Syriens Präsident Baschar alAssad seinem Ziel einen großen Schritt nähergekommen, ganz Al-
eppo wieder unter seine Kontrolle zu |
bekommen. Ost-Aleppo gilt |
als die wichtigste Hochburg der Rebellen. |
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Die Syrische Beobachtungsstelle für |
Menschenrechte meldete, am |
Montag seien mindestens 18 Menschen unter dem Beschuss der Regierungstruppen auf Ost-Aleppo getötet worden, zwölf Personen seien in dem von der Regierung kontrollierten Westteil der Stadt von Scharfschützen der Rebellen erschossen worden. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International forderte die Regierung auf, sicherzustel-
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te eroberten Gebiete vor Willkür |
und Racheangriffen |
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den. "Angesichts der langen und dunklen Geschichte der syrischen Regierung für willkürliche Verhaftungen und massenhaftes Verschwinden, ist es sogar umso wichtiger, dass Zivilisten in den neu eroberten Gebieten geschützt werden", sagte Samah Hadid von Amnesty.
Aufgaben zum Text
Beantworten Sie folgende Fragen zum Text: 1.Charakterisieren Sie den Standpunkt der Außenminister. 2.Wie lange dauert der Bürgerkrieg in Syrien?
3.Welche Interessen verfolgen die USA in diesem Konflikt?
4.Worüber informiert die Beobachtungsstelle für Menschenrechte?
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