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Немецкий язык. Учебные материалы для аспирантов и соискателей

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Text № 4

Intensivbetreuung oder lange Leine: Promotionsberaterin

über den Weg zum Titel

Intensivbetreuung oder lange Leine?

Promotionsberaterin Helga Knigge-Illner über den Weg zum Titel

Dr. Helga Knigge-Illner arbeitet an der Freien Universität Berlin in der psychologischen Beratung von Studierenden und Doktoranden und ist

Autorin des Ratgebers "Der Weg zum Doktortitel. Strategien für die erfolgreiche Promotion" (Campus 2002). Mit Helga Knigge-Illner sprach UNICUM-Mitarbeiter Michael Bröning.

Frau Knigge-Illner, was für Fähigkeiten braucht ein Doktorand?

Wichtig bei der Promotion sind ausgeprägtes fachliches Interesse und Spaß am wissenschaftlichen Arbeiten. Und dazu sollte ein Doktorand natürlich auch intellektuell fähig sein. Allerdings wird die Bedeutung intellektueller Kreativität bei der Promotion häufig überschätzt. Mindestens ebenso wichtig wie Intelligenz sind Disziplin und Ehrgeiz. Man muss auf jeden Fall viel Arbeitsmotivation mitbringen.

Gibt es Absolventen, denen Sie sagen: "Die Promotion ist nichts für Sie?"

Ich würde jedem von der Promotion abraten, der nur auf den Titel aus ist

— etwa um seine beruflichen Chancen zu verbessern.

Zum Ablauf der Promotion: Wie findet man den richtigen Doktorvater?

Zunächst sollte man überlegen, bei welchem Professor man schon einmal interessante Seminare besucht hat. Das ist die fachliche Ebene. Auf der kommunikativen Ebene ist wichtig, dass man mit dem künftigen Betreuer auf einer gemeinsamen Ebene diskutieren kann. Außerdem ist ganz entscheidend, ob der Doktorvater der Typ von Betreuer ist, den man braucht. Da muss man sich fragen: Möchte ich ganz intensive Betreuung mit vielen gemeinsamen Treffen oder mach ich meine Arbeit lieber an der langen Leine? Und zu dieser Vorstellung vom Betreuungsverhältnis sollte der Doktorvater passen.

Und das wissenschaftliche Renommee?

Das Renommee des Betreuers sollte man natürlich nicht ganz außer acht lassen. Aber man sollte es auch nicht an die erste Stelle setzen. Auch mit

Betreuern ohne großen wissenschaftlichen Namen kann man sehr gut zurechtkommen und im Promotionsprozess von ihrer Erfahrung profitieren.

Worüber denken angehende Doktoranden nicht genug nach?

Viele Doktoranden machen sich nicht ausreichend bewusst, dass eine Promotion ein langwieriges Projekt ist. Das bedeutet, dass man schon im

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Vorfeld überlegen sollte, "wieviel Lebenszeit will ich investieren?". Denn ganz wichtig ist immer das richtige Zeitmanagement.

Gibt es damit oft Probleme?Eine der häufigsten Schwierigkeiten, die in meinen Gesprächen mit Doktoranden auftauchen, ist der Aspekt der Zeit. Viele Doktoranden haben das Gefühl, dass ihnen die Zeit davon läuft. Ursache sind da oft übertriebene Erwartungen an die eigene Arbeit. Wenn man die nicht erfüllen kann, führt das natürlich zu Unzufriedenheit und zu dem Gefühl, noch lange nicht fertig zu sein.

Was raten Sie dann in ihren Betreuungsseminaren?

Wir analysieren das Problem und thematisieren die eigenen Ansprüche. Oft führt Angst zu Schreibproblemen. Da erwarten die Doktoranden dann, dass schon die erste Fassung der Arbeit perfekt ist und bauen sich so eine regelrechte Blockade auf.

Apropos Erwartungen — was gibt’s bei der Wahl des Dissertationsthemas zu bedenken?

Ausschlaggebend für das Thema der Dissertation sollte natürlich das eigene Interesse sein. Aber wichtig ist, dass man sich auch über heimliche Ansprüche im Klaren ist. Viele Doktoranden erwarten insgeheim, dass ihre

Arbeit die Wissenschaft ungemein weit voran bringen wird... Das sollte man ein bisschen pragmatischer angehen. Denn wichtig ist, dass das Thema machbar ist. Das heißt: Ist es in einem zeitlich vertretbaren Rahmen zu bearbeiten? Um das herauszufinden, rate ich zu Gesprächen mit Experten. Da gilt es auch, sich Rückmeldungen von Professoren einzuholen.

Empfehlen Sie künftigen Doktoranden eine interne Promotion mit einer festen Stelle an der Uni?

Auf jeden Fall ist das wünschenswert! Denn nur so ist man in Projekte eingebunden und profitiert von der ständig stattfindenden fachlichen

Kommunikation. Wenn jemand extern promoviert — also ohne feste Stelle

— sollte er sich auf jeden Fall in Kolloquien oder etwa bei der

Doktorandenplattform Thesis.de um möglichst viel wissenschaftliche Kommunikation bemühen.

Fragen zum Verständnis:

1. Welche Strategien sind für die erfolgreiche Promotion wichtig? Was für Fähigkeiten braucht ein Doktorand?

2.Worüber denken angehende Doktoranden nicht genug nach? Cibt es damit oft Probleme?

Aufgaben:

1.Erklären Sie folgende Begriffe: Kreativität

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Ehrgeiz

Motivation

Disziplin

Intelligenz

2.Bilden Sie Sätze mit folgenden Verben: abraten von (D.)

passen zu (D.) profetieren von (D.) sich bemühen um (A.)

3.Ergänzen Sie durch:

(An der langen Leine machen, außer acht lassen, sich bewußt machen, im Klaren sein.)

Viele Doktoranden __________nicht ausreichend __________, dass eine Promotion ein langwieriges Projekt ist. Das Renommee des

Betreuers sollte man natürlich nicht ganz __________. Da muß man sich fragen: möchte ich ganz intensive Betreuung mit vielen gemeinsamen Treffen oder __________ich meine Arbeit lieber

__________.

4. Lesen und erzählen Sie den Text nach.

Wissenschaftliche Ehrlichkeit.

Aus der Literatur übernommene Gedanken und Thesen müssen stets nachgewiesen werden. Wörtliche Zitate werden durch doppelte Anführungszeichen gekennzeichnet und ihre Herkunft in der Fußnote mit Seitenzahl angeben. Aus zweiter Hand übernommene Zitate werden belegt durch den Zusatz: „zit. aus:..“. Auch für nur sinngemäß übernommene Ideen muss der Nachweis erbracht werden, zum Beispiel durch „vgl. ...“. Sämtliches benutztes Material muss bibliographiert werden: Literatur,

Textund Bildquellen und auch Internetseiten. Die genauen formalen

Richtlinien zur Erstellung einer Bibliographie sind über Wegweiser und Merkblätter vom jeweiligen Lehrstuhl oder von der Fachschaft erhältlich. Mindestens genannt werden müssen: Nachname, Vorname des

Autors/Herausgebers, Titel, Untertitel, Erscheinungsort und-jahr und die Ausgabe. Handelt es sich um einen Aufsatz, beispielsweise aus einer

Zeitschrift, erfolgt nach dem Titel der Zusatz „in:“, dann der Name der

Zeitschrift, Bandnummer, Jahr und Seitenzahlen. Egal welche Art der

Bibliographierens man anwendet, es gilt grundsätzlich: Einheitliche Form beachten! Und in Zweifelsfällen: Je detailierter — und damit für den Leser nachvollziehbar — desto besser.

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5.Wie bemühen Sie sich um wissenschaftliche Kommunikation?

6.Werden das deutsche Material bzw. deutsche Beiträge in Ihrer

Dissertation zitiert?

Text № 5

Per Netz zum Titel: htth:// www.promoxy.de

Die letzte Prüfung ist erfolgreich bestanden. Doch laut Beschluß der

Kultusministerkonferenz (KMK) ist es notwendig, die wissenschaftlichen Ergebnisse zu publizieren, um an den ersehnten Titel zu kommen: Dazu mußte man bisher 40 bis 120 gedruckte Exemplare der Dissertation oder auch eine entsprechende Anzahl von Mikrofiches, je nach Promotionsordnung, an die Universität abgeben. Diese bisherige Praxis verursachte eine Reihe von Problemen für die Promovenden, die Bibliotheken und die

Wissenschaftler. In der Regel fielen für die Autoren hohe Kosten bei der Veröffentlichung an, sei es durch die Erstellung der Copyshopexemplare oder durch die Publikation in einem Verlag („Druckkostenzuschuß“). Die

Unibibliotheken hatten aufgrund der Menge der Dissertationen oft mit

Speicherproblemen und erhöhtem Arbeitsanfall zu kämpfen. Wissenschaftler mußten lange Wartezeiten im Rahmen der Fernleihe in Kauf nehmen, um Dissertationen zuanderer Universitäten auszuleihen. Auch war das Auffinden von Dissertationen in Unibibliotheken oft nicht einfach, da sie zum Teil anders als normale Literatur behandelt und demensprechend schlecht erschlossen wurden.

Neue Regelung:

Seit dem 30.10.97.sehen die KMK-Grundsätze für die Veröffentlichung von Dissertationen neue Regelungen vor (http://www.ub.unidortmund.de/Eldorado/kmk.htm). Besonders interessant ist Punkt e), in dem es heißt, dass der Erfüllung der Publikationspflicht auch nachgekommen werden kann „durch die Ablieferung einer elektronischer Version, deren Datenformat und deren Datenträger mit der Hochschulbibliothek abzustimmen sind.“ Damit ist der Weg frei für eine Internetpublikation der Doktorarbeit. Allerdings muß die Hochschule diese Passage erst in ihre

Promotionsordnung aufnehmen. Wer sie nicht in seiner Promotionsordnung findet, sollte bei der Bibliothek Sonderregelungen erfragen.

Weltweit verfügbar & dreidimensional:

Die Vorteile einer elektronischer Publikation liegen in der weltweiten

Verfügbarkeit. Außerdem können die Dissertationen mittels spezieller

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Suchmaschinen komfortabel recherchierbar gemacht werden: So ist es nun möglich, gezielter nach Gutachtern oder Fakultäten bzw. nach Schlagwörtern zu suchen. Dazu muß der Doktorand bei der Abgabe seiner Arbeit ein spezielles Formular im Internet ausfüllen, welches die Bibliothek dann nutzt, um die Suchmaschinen zu füttern (z.B. www.ub.uni-duisburg.de/cgi-mmmft/ MMMfT-1.2.cgi ).

Dank den neuen Regelungen können sogar Multimediadissertationen erstellt und Videosequenzen, Töne, Simulationen und Animationen

Bestandteil der Doktorarbeit werden. Schon jetzt reicht die einfache textuelle Darstellung in den Wissenschaften oft nicht aus, um einen Sachverhalt exakt zu beschreiben. So bedienen sich Chemiker schon seit längerem dreidimensionaler Modelle, um die komplexe Molekülstruktur ihrer Verbindungen darzustellen.

Und die Nachteile?

So einleuchtend die Vorstellung der Veröffentlichung von Dissertationen im Netz auch erscheint, so ist es doch kein einfaches Unterfangen. Es ist eben nicht damit getan, einfach eine Word-Datei über das WWW bereitzustellen, die dann Anwender von Word-Perfect möglicherweise nicht lesen können, ganz abgesehen von der Frage, ob man selbst mit Word in 10 Jahren noch Word-Dokumente von heute lesen kann. Auch neuartige rechtliche Probleme treten zutage: So tun sich Verlage oft schwer damit, eine bereits im Internet veröffentliche Dissertation noch einmal als Buch herauszubringen.

Um den mit der elektronischen Veröffentlichung von Dissertationen verbundenen Fragenkomplex in technischer, bibliothekarischer und archivarischer Hinsicht aufzuarbeiten und in Zusammenarbeit von Wissenschaftlern, Informatikern und Bibliothekaren einer Lösung zuzuführen, haben sich mehrere Projekte zusammengefunden. Eines davon ist das Projekt Dissertationen-Online, das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (http://www.dfg.de) gefördert wird. Beteiligt sind fünf wissenschaftliche Fachgesellschaften (Chemie, Physik, Mathematik,

Erziehungswissenschaften und Informatik), sowie das Rechenzentrum der Humboldt-Universität Berlin, die Staats — und Universitätsbibliothek Göttingen und die deutsche Nationalbibliothek, „Die Deutsche Bibliothek“. Dissertationen Online (http://www.educat.huberlin.de/diss_online) gliedert sich in verschiedene inhaltlich organisierte Teilprojekte: Metadaten, Retrieval und rechtliche Fragen, Formate, Multimedia, Autorenbetreuung und bibliothekarische Fragen. Eine Liste

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von Unibibliotheken, die bereits elektronische Dissertationen entgegennehmen, findet man unter: http://www.educat.huberlin.de/disss_online/biblio.html.

(TV & Medien, 07 /08-99, AUDIMAX, s.20)

Fragen zum Verständnis:

1. Wie sind die Wege für eine Publikation der Dissertation in Deutschland?

2.Worin liegen die Vorteile und Nachteile einer elektronischen Publikation?

Aufgaben:

1.Bilden Sie Partizip II. ersehnen

drücken behandeln verbinden

2.Übersetzen Sie :

Der ersehnte Titel

40 bis 120 gedruckte Exemplare das behandelte Thema

die damit verbundene Frage

3.Übersetzten Sie schriftlich:

Um den mit der elektronischen Veröffentlichung von Dissertationen verbundenen Fragenkomplex in technischer, bibliothekarischer und archivarischer Hinsicht aufzuarbeiten und in Zusammenarbeit von

Wissenschaftlern, Informatikern und Bibliothekaren einer Lösung zuzuführen, haben sich mehrere Projekte zusammengefunden.

4.Gebrauchen Sie in den Situationen: hohe Kosten anfallen

in Kauf nehmen ganz abgesehen von zutage treten

5. Erzählen Sie folgende Texte nach.

Material bereitstellen

Um dem Publikum das Zuhören zu erleichtern und um das Referat attraktiver zu veranschaulichen ist es üblich, ein Handout auszuteilen, das stichpunktartig und übersichtlich das Thema zusammenfasst und mit einer

Auswahl der verwendeten Literatur und Quellen versehen ist. Die Gliederung kann dem Gesagten entsprechen, man sollte sich jedoch

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bemühen, einen anderen Wortlaut zu entwickeln. Dann kann man sich überlegen, wie man den Vortrag interessanter gestaltet, denn immerhin muss die Aufmerksamkeit der Zuhörer für eine halbe Stunde und länger gehalten werden. Overheadfolien, Dias, Videos oder eine Power Point Presentation dienen der Auflockerung und Illustration, denn farbige Bilder oder graphische Darstellungen bleiben einfach besser hängen als eine noch so gute gehörte Beschreibung.

Das Referat halten

Wie vermittelt man in der Praxis sein Thema ansprechend? Am besten versetzt man sich in den Zuhörer oder lernt aus vergangenen Referaten und Vorträgen. Besser als "Mein Referat geht über..." klingt etwa der Einstieg "Ich spreche heute über...", oder eine Einordnung des Themas in den

Rahmen des Seminars: "In der letzten Woche haben wir uns mit ...

beschäftigt, heute behandle ich ..." Der Schluss sollte — anstatt mit "Das war's" zu enden — nach Antworten suchen und in die Diskussion münden:

"Ich habe nun die Standpunkte aus der Forschung dargestellt, finde aber, der Aspekt der ... wurde nicht berücksichtigt. Was meint ihr dazu?". Es ist nützlich und aussagekräftig, Schwierigkeiten aus der Vorbereitung zu erwähnen. "Die Literatur zu diesem Thema ist veraltet, daher musste ich es von den 'Rändern' betrachten. Vielleicht könnt ihr mir helfen bei ..."

Generell ist darauf zu achten, laut und deutlich zu sprechen, die

Aussprache von Fremdwörtern vorher einzuüben und die Zuhörer über

Augenkontakt anzusprechen und mit Fragen zu konfrontieren. Wenn Folien oder Dias verwendet werden: hingehen, zeigen und erklären! Ob man sein Referat abliest oder frei hält, ist abhängig von Talent und Erfahrung. Es ist sicher angenehmer für den Zuhörer, einem frei und fließend gesprochenem Referat zu folgen. Wer sich solches (noch) nicht zutraut, kann auch den ausformulierten Text langsam und mit Publikumskontakt ablesen. Als Tipp: Probehalten und auf die Zeit achten.

6.Schreiben Sie ein kurzes Referat —bzw. einen kurzen Artikel zum Thema Ihrer Dissertation. Halten Sie dieses Referat in Ihrer Gruppe.

7.Wie viele Vorträge oder Referate haben Sie schon zu Ihrer Dissertation gehalten? Und wo?

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Text № 6

Umwoben: internationale Elite

Der Fachbereich Mathematik hat auf dem Campus Essen zum 1.August eine International Graduate School of Mathematics eingerichtet. Ziel des Projektes ist die Anwerbung und Förderung in-und ausländischer

Doktoranden. Ihnen wird ein auf drei Jahre angelegter, strukturierter Promotionsstudiengang angeboten.

Bis zu 25 Promovenden sollen künftig durch die Graduate School auf ihrem Weg zum Doktortitel betreut werden. Beim Eintritt in das

Graduiertenkolleg erhült jeder Doktorand einen persöhnlichen Betreuer, mit dem er sein Studienprogramm für jedes Semester verbindlich festlegen wird.

Insgesamt bilden 16 Professoren aus verschiedenen mathematischen

Arbeitsgruppen das Gründungskollegium. Sie betreuen die drei großen

Fachgebiete Algebra and Geometry, Number Theory and its Applications und Analysis, Statistics and Computational Mathematics. Jede Arbeitsgruppe bietet regelmäßig für Doktoranden geeignete Lehrveranstaltungen an. Zur Ergänzung gibt es ein internationales Vortragsprogramm mit auswärtigen Wissenschaftlern.

Die Einrichtung des Graduierten-Kollegs soll vor allem die Anwerbung ausländischer Doktoranden fördern. Kontakte des Fachbereichs bestehen zwar nach China, Indien und in den Iran, das aber erscheint dem Fachbereich nicht mehr ausreichend. Er will den Nachwuchswissenschaftlern einen strukturierten Promotionsstudiengang anbieten — wie es internationaler Standard ist, während Deutschland mit der freien

Organisation der Promotion bislang eine Ausnahme bildet.

Die Betreuung des ausländischen Promovenden soll sich nicht nur auf die Förderung ihrer wissenschaftlichen Arbeit beschränken. Vielmehr gehören auch Sprachund Integrationsangebote zum Veranstaltungsprogramm.

Finanziert wird die Graduate School durch Haushaltsmittel des

Fachbereichs und der Universität.

(Campus: Report 03/2004, s.14 )

Fragen zum Verständnis:

1.Was soll die Einrichtung des mathematischen Graduierten-Kollegs auf dem Campus Essen fördern? Wodurch wird dieses Projekt finanziert?

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2.Entspricht Deutschland mit ihrer Organisation der Promotion dem internationalen Standard?

Aufgaben:

1.Bilden Sie neue Sätze: gehören zu (D)

bestehen nach (D) beschränken auf (A)

2.Was für ein grammatisches Paradigma ist das?

Den Doktoranden wird ein neuer Promotionsstudiengang angeboten.

______________ wurde ___________________________angeboten.

_______________ ist ___________________________ angeboten worden.

_______________ war ____________________________angeboten worden.

_______________ wird ____________________________angeboten werden.

3.Übersetzen Sie die Sätze und bilden Sie neue Beispiele mit Infinitiv

Passiv.

Den Doktoranden kann ein neuer Promotionsstudiengang angeboten werden.

Bis zu 25 Promovenden sollen künftig auf ihrem Weg zum Doktortitel betreut werden.

4.Stellen Sie eine Situation zusammen:

Ziel des Projektes Lehrveranstaltungen anbieten

Einen wissenschaftlichen Betreuer erhalten

Die Anwerbung ausländischer Doktoranden fördern

5. Lesen und übersetzen Sie den Auszug aus dem Interview mit Klaus Landfried, dem Präsidenten der Hochschulrektorenkonferenz (HRK).

Das Parlament: Die Professorenschaft setzt sich zurzeit mit der neuen Juniorprofessur auseinander — also einer Professur ohne vorherige Habilitation. Ist sie denn nun ein Schritt in die richtige Richtung?

Klaus Landfried: Der Weg in die Fachhochschullehrerlaufbahn führt nach der Promotion zunächst in die Wirtschaft oder in vergleichbare Tätigkeiten außerhalb der Hochschule. In den Technikwissenschaften an den Universitäten hat sich der gleiche Weg bewährt. In anderen

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Fächern ist der Weg in die Hochschul lehrerlaufbahn an den Universitäten sehr stark auf das Erfordernis der Habilitation verengt. Eine Qualifikationsstufe, die international so nicht existiert.

Internationalen Wettbewerb und frühe Selbstständigkeit in der

Forschung hat dieses System zu selten erlaubt.

Die HRK unterstützt bei der Neulassung des Hochschulrahmengesetzes die Juniorprofessur in jedem Fall als einen neuen Weg der

Qualifikation, ohne aber die Habilitation auszuschließen. Es muß aber noch weitere Möglichkeiten geben. Zum Beispiel in außeruniversitären Forschungseinrichtungen oder in der Industrie. Die Möglichkeit, an den Hochschulen eine Lehrtätigkeit auszuüben, sollte damit verbunden sein. So wäre man für eine Professur präpariert.

Und die Habilitation in einer neuen, aber reformierten Weise wollen wir als weiteren Weg ebenfalls ehalten. ... Es kann einen Wettbewerb zwischen der Habilitation und anderen Wegen zur Professur geben.

Dann wüssten wir, ob sich das alte Modell aus dem 19. Jahrhundert hält oder nicht. Meine Prognose ist, dass die Habilitation unter solchen Voraussetzungen schrittweise abstirbt. Aber das zweite Buch oder gleichwertige Arbeiten bleiben natürlich.

6.Wie verstehen Sie den Begriff „Habilitation“?

7.Erzählen Sie über Ihren Forschungsaufenthalt in Deutschland.

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