Сюжеты немецких опер (разговорная практика по немецкому языку). Учебное пособие
.pdfAndreas Schager ist ein gestalterisch beeindruckender Tristan. Der stimmmächtige Wagnertenor mit leicht metallischer Färbung führt einen leichtfüßigen Antihelden vor.
Berliner Morgenpost, 13. Februar 2018
Wie zart und geklärt spielen sie [Barenboim und die Musiker der Staatskapelle] diesen ›Tristan‹ gleich vom Vorspiel an. Kein ungestümes Sehnen, sondern innerlicher Gesang. Kein atemloses Vorwärtsdrängen, sondern ruhiges, nahezu gelassenes Atmen. Keine Überwältigung durch Klangmacht, sondern demonstrative Rücknahme der Lautstärke, um dadurch Mittelund Unterstimmen von Wagners Partitur offenzulegen.
Berliner Zeitung, 13. Februar 2018
Der russische Regisseur Dmitri Tcherniakov, einer der großen Seelendeuter seiner Zunft, ist der Mär von der Liebesgeschichte jedenfalls nicht auf den Leim gegangen. Wie ein Psychoanalytiker legt er in seiner Berliner Neuinszenierung die Beziehungsmechanismen bloß, die Tristan und Isolde zum Verhängnis werden, und führt sie im letzten Aufzug überraschend auf ihren Kern, auf unverarbeitete Kindheitstrauma, zurück.
Neue Zürcher Zeitung, 12. Februar 2018
So meditativ, so nuancenreich sprechend und metaphysisch der Auflösung entgegenströmend wie an diesem Abend hat man diese Musik selten vernommen.
Neue Zürcher Zeitung, 12. Februar 2018
Anja Kampe wirft sich als Isolde mit jugendlich-heroischer Emphase in die Partie, spielt und singt mit umwerfendem Furor und leuchtenden Spitzentönen eine unentwegt außer sich stehende, sich nach Erdung sehnende und latent medikamentsüchtige Frau.
Neue Zürcher Zeitung, 12. Februar 2018
[…] ein ›Tristan‹, der sich traumtief in die Erinnerung eingraben wird.
Neue Zürcher Zeitung, 12. Februar 2018
Die Staatskapelle Berlin spielt an diesem Promi-dichten Premierenabend den ›Tristan‹ ihres Lebens.
DIE ZEIT, 15. Februar 2018
Das fein ausbalancierte Orchester folgt dem langjährigen Chef als perfektes Instrument, das ist schon in den ersten elf Vorspieltakten mit dem im berühmten Akkord kulminierenden Sehnsuchtsmotiv spürbar. Sanft geknetet und ausgerollt schwappt die Musik leuchtend kristallin in den Raum.
Die Welt, 15. Februar 2018
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DAS RHEINGOLD
VORABEND ZUM BÜHNENFESTSPIEL
DER RING DES NIBELUNGEN (1869)
T E X T U N D M U S I K VO N
R i c h a r d Wa g n e r
Der Nibelung Alberich raubt den Rheintöchtern das Rheingold, um daraus den Ring zu schmieden, der »maßlose Macht« verleiht. Unterdessen gerät Göttervater Wotan in Zugzwang: Um die Riesen Fasolt und Fafner für den Bau der Götterburg Walhall entlohnen zu können, raubt er mithilfe des listigen Feuergotts Loge den Nibelungenschatz. Alberich verflucht den Ring und alle seine künftigen Besitzer – die Tragödie nimmt ihren Lauf.
»Das Rheingold« bildet das Fundament von Wagners epochaler »Ring«- Tetralogie, die über einen Zeitraum von rund einem Vierteljahrhundert entstand. Wesentliche Themen werden während dieses pausenund atemlosen »Vorabends« exponiert, im Blick auf die Handlung wie auf die Musik. Aus einem tiefen Es der Kontrabässe heraus entfaltet Wagner seine eigene mythologische Welt, deren Aufstieg und Untergang mit großer Eindringlichkeit vor Augen und vor Ohren geführt werden. Es ist eine Welt der Götter, Riesen, Zwerge und Naturwesen, streng hierarchisch auf verschiedenen Ebenen beheimatet, mit mancherlei Konfliktpotential. Und obwohl das »Rheingold« durchaus Züge einer Fantasy-Story trägt, entwickelt sich aus dem Geschehen viel mehr: ein wahres Weltendrama von gewaltigen Ausmaßen und universeller Bedeutung, das auch unserer Gegenwart jede Menge zu sagen hat. Wagners große Familiensaga wird zum allumfassenden Epos über Macht und Liebe, Krieg und Frieden und die segenswie verhängnisvolle Wirkung von Leidenschaften.
Fragen:
Wer raubt den Rheintöchtern das Rheingold und was schmiedet er daraus?
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Warum gerät Göttervater Wotan in Zugzwang und mit wem geht er einen Handel ein?
Was geschieht, als Wotan den Nibelungenschatz raubt?
Wie reagiert Alberich auf den Raub des Schatzes und was flucht er?
Was bildet das Fundament für Wagners Tetralogie »Der Ring des Nibelungen« und welche Themen werden im »Vorabend« des »Rheingolds« behandelt?
Welches mythische Wesen raubt den Rheintöchtern das Rheingold? Was gibt der Ring seinem Besitzer?
Welche Rolle spielt Wotan in der Handlung des »Rheingolds«? Was flucht Alberich dem Ring und seinen zukünftigen Besitzern?
Welche universellen Themen werden durch das »Rheingold« behandelt und wie ist seine Relevanz für die heutige Zeit?
HANDLUNG
ERSTE SZENE
Woglinde, Wellgunde und Floßhilde spielen ein grausames Spiel. Flirtend provozieren sie Alberich, der vergeblich um die Gunst der drei wirbt. Erbarmungslos verspottet und gedemütigt rast er vor Wut. Aus dem Geplapper der drei hat Alberich erfahren, dass, wer das Rheingold gewinnt und einen Ring daraus schmiedet, grenzenlose Macht erlangt. Doch dafür muss er freiwillig auf die Liebe verzichten. Verblendet vom Gedanken, die ganze Welt zu beherrschen, verflucht Alberich die Liebe.
Fragen:
Was machen Woglinde, Wellgunde und Floßhilde, um Alberich zu provozieren? Wie reagiert Alberich auf die Zurückweisung und Demütigung durch die Rheintöchter? Was erfährt Alberich über die Macht des Rheingolds und des Rings?
Was beschließt Alberich, um die ganze Welt zu beherrschen? Was passiert, als Alberich die Liebe verflucht?
ZWEITE SZENE
Wotan ist voller Vorfreude: Heute kann er endlich sein großes Werk in Besitz nehmen, das neu erbaute Walhall.
Er gerät in Streit mit seiner Ehefrau Fricka, die besorgt an den Preis denkt, den Wotan Fasolt und Fafner für den Bau leichtsinnig versprochen hat – ihre Schwester Freia.
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Dem Vertrag zufolge soll Freia Fasolt und Fafner folgen. Verzweifelt fleht sie um Schutz, doch Wotan hat gar nicht die Absicht, sie aufzugeben. Er verlässt sich auf die Hilfe von Loge, der ihm versprochen hat, einen Ausweg aus der schwierigen Lage zu finden. Doch Loge lässt sich vorerst nicht blicken.
Fasolt und Fafner erscheinen und verlangen den Preis für den Bau von Walhall. Wotan hält sie hin, versichert, er habe nur im Scherz versprochen, ihnen Freia zu überlassen, und fordert sie auf, einen anderen Preis zu nennen. Davon will Fasolt, der in Freia verliebt ist, nichts hören. Er ahnt, dass Wotan den Vertrag brechen will. Die Situation spitzt sich zu.
Loge erscheint und berichtet, er sei in der Welt herumgereist und habe keinen einzigen Mann finden können, der die Liebe einer Frau gegen etwas anderes tauschen würde. Nur ein gewisser Alberich habe auf die Liebe verzichtet, um eines magischen Goldschatzes und der Herrschaft über die Welt willen. Fafner, beeindruckt von dieser Aussicht, stellt eine neue Forderung: Sie seien bereit, anstelle von Freia das geheimnisvolle Rheingold als Preis für den Bau von Walhall zu akzeptieren. Vorerst würden sie Freia bis zum Abend als Geisel nehmen.
Freias Entführung bedrückt alle, schmerzlich empfinden sie den Verlust. Wotan entschließt sich, Alberich das Rheingold zu rauben, um Freia loszukaufen. Gemeinsam mit Loge begibt er sich nach Nibelheim.
Fragen:
Warum ist Wotan voller Vorfreude zu Beginn der Szene?
Mit wem gerät Wotan in Streit und worum geht es in diesem Streit?
Wen hat Wotan als Preis für den Bau von Walhall versprochen und wer verlangt nun seine Erfüllung?
Warum vertraut Wotan auf die Hilfe von Loge und wie reagiert Loge auf diese Erwartung?
Was passiert, als Fasolt und Fafner erscheinen und den versprochenen Preis für den Bau von Walhall fordern?
Warum ist Loge in der Welt herumgereist und was berichtet er Wotan über die Liebe der Männer zu Frauen?
Welche Entscheidung trifft Fafner als Reaktion auf Loges Bericht über Alberich? Was wird von Fasolt und Fafner als neuer Preis für den Bau von Walhall akzeptiert? Welche Entscheidung trifft Wotan in Bezug auf Freia und wie reagieren die anderen
Götter darauf?
Wohin begeben sich Wotan und Loge, um das Rheingold von Alberich zu rauben?
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DRITTE SZENE
In Nibelheim herrscht Alberich, der sich den Ring geschmiedet hat, mit grenzenloser Macht und peinigt und unterdrückt die Nibelungen.
Er zwingt Mime, ihm einen Helm zu schmieden, mit dessen Hilfe er sich unsichtbar machen und jede beliebige Gestalt annehmen kann. Unablässig terrorisiert und demütigt er Mime.
Wotan und Loge treffen auf den völlig ermatteten Mime, der ihnen heimlich von seiner tragischen Geschichte mit Alberich und von dem Helm erzählt.
Alberich traut den Besuchern zwar nicht, prahlt aber vor ihnen dennoch mit seiner Kraft, bedroht sie und spricht von seiner Macht und davon, dass er bald über die ganze Welt herrschen werde.
Loge erklärt Alberich listig, er könne an dessen Kraft erst glauben, wenn er dessen Verwandlung mit eigenen Augen gesehen habe. Alberich setzt den Helm auf und demonstriert Loge und Wotan seine Verwandlung in einen Drachen. Als er sich in eine kleine Kröte verwandelt, packen ihn die beiden, fesseln ihn und nehmen ihn mit.
Fragen:
Wer herrscht in Nibelheim und mit welcher Macht? Was fordert Alberich von Mime?
Wie behandelt Alberich die Nibelungen und insbesondere Mime?
Welche Fähigkeiten verleiht Alberich der Helm, den er von Mime schmieden lässt? Was erzählt Mime Wotan und Loge über seine Geschichte mit Alberich und den
Helm?
Wie reagiert Alberich auf den Besuch von Wotan und Loge? Was prahlt Alberich vor den Besuchern und worüber spricht er?
Wie reagiert Loge auf Alberichs Ansprüche und wie von ihm vorgebracht?
Was tut Alberich, um seine Verwandlungsfähigkeit zu demonstrieren, und in welche Kreatur verwandelt er sich?
Was tun Wotan und Loge, nachdem sie Alberich gefangen genommen haben?
VIERTE SZENE
Loge und Wotan erklären dem gefangenen Alberich, er bekomme seine Freiheit zurück, wenn er ihnen den gesamten Goldschatz überlasse. Verblüfft sehen sie zu, wie Alberich mit Hilfe des Rings nach den
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Nibelungen ruft, die ihm alle Schätze bringen sollen. Loge zwingt Alberich, auch den Helm herzugeben, und Wotan nimmt ihm noch das Letzte weg – den Ring. In ohnmächtigem Zorn verhängt Alberich einen Fluch: Der Ring soll dem, der ihn besitzt, den Tod bringen. Wotan beachtet seine Worte nicht, Alberich wird freigelassen.
Wotan verkündet den Seinen, die Schätze seien gewonnen, doch nun müssten Fasolt und Fafner bezahlt werden. Die beiden erscheinen mit Freia, um den Tausch zu vollziehen, und verlangen so viel Gold, dass es Freia von Kopf bis Fuß bedeckt. Dafür würde der Nibelungenschatz nicht reichen, und Wotan bietet ihnen den Tarnhelm dazu. Doch Fasolt will nicht von Freia lassen und erklärt den Preis für noch immer zu gering. Fafner verlangt auch den Ring, den Wotan am Finger trägt. Wotan weigert sich, auch das Flehen der erschrockenen Seinen kann ihn nicht erweichen.
Erst nach Erdas mahnender Warnung gibt Wotan den Ring Fasolt und Fafner. Sofort erfüllt sich Alberichs Fluch: Zwischen Fasolt und Fafner entbrennt ein Streit um den Ring, Fafner erschlägt Fasolt und flieht mit der Beute.
Alle sind gelähmt vor Entsetzen – Tod und Gewalt sind in ihre helle Welt eingebrochen. Donner und Froh bemühen sich, die plötzlich aufgekommene lastende Düsternis zu vertreiben.
Nun soll der Einzug in das neu erbaute Walhall gefeiert werden.
Fragen:
Unter welcher Bedingung versprechen Loge und Wotan Alberich seine Freiheit zurückzugeben?
Was passiert, als Alberich den Ring ruft und nach den Nibelungen verlangt?
Wie gelingt es Loge und Wotan, Alberich den Helm und den Ring wegzunehmen? Was verkündet Alberich in seiner Ohnmacht und welchen Fluch spricht er aus? Was verlangen Fasolt und Fafner von Wotan als Bezahlung für Freia und warum ist
Wotans Angebot nicht ausreichend für sie?
Was verlangt Fafner zusätzlich zum Gold und zum Tarnhelm von Wotan?
Wie reagiert Wotan auf die Forderungen von Fafner und das Flehen der anderen Götter?
Was passiert nachdem Wotan den Ring Fasolt und Fafner übergeben hat? Wie erfüllt sich Alberichs Fluch?
Wie reagieren alle auf die Gewalttat und den Tod von Fasolt?
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Aufgabe: Finden Sie Epitheta und Metaphern im Text. Wie geben die Autoren ihren Eindruck von dem Werk wieder?
PRESSESTIMMEN
»Als hauchzartes musikalisches Gewebe erscheint Richard Wagners Musik hier […]«
F.A.Z., 5. Oktober 2022
»Selten habe ich das Publikum in einem ›Ring‹ so oft lachen hören wie während Dmitri Tcherniakovs Interpretation an der Berliner Staatsoper.«
»Tcherniakov inszeniert klug und selbstbewusst«
WELT, 3. Oktober 2022
»Villazóns Loge ist ein Gesamtkunstwerk.«
»Es besticht und überwältigt, wie schön belcantoverliebt und textverständlich in Berlin gesungen wird.«
Süddeutsche Zeitung, 4. Oktober 2022
»Selten ist im ›Rheingold‹ das Orchester als ein so feinsinniger Begleiter der Sänger zu erleben.«, 4. Oktober 2022
Berliner Morgenpost, 4. Oktober 2022
»Das Rheingold glitzert an der Staatsoper im Forschungslabor«
B.Z., 4. Oktober 2022
»Sehr gut, fein ausgearbeitet und es funktioniert frappierend.«
Deutschlandfunk Kultur, 2. Oktober 2022
»Was er [Christian Thielemann] aber an diesen vier Ring-Abenden mit der ihm bislang nicht sonderlich vertrauten Berliner Staatskapelle kreiert, ist atemberaubend.«
»[…] immer wieder berückender Klangzauber, präzise austarierte Dynamik und kluge Tempi.«
»Frenetischer Jubel nach gut 16 Stunden«
»Selten war Wagner so bezwingend und ergreifend zu erleben.«
DIE ZEIT, 10. Oktober 2022
»Spektakulär, atemberaubend präzise durchleuchtet Thielemann das Motivgeflecht der Wagner-Partituren und verleiht ihm eine beinahe gestochene Plastizität und Tiefenschärfe: ein ›High Definition‹-Wagner in 3 D.«
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»Im Ganzen ist dieser ›Ring‹ ein Triumph für die Staatsoper«
NZZ, 13. Oktober 2022
»An der Staatsoper hat sich ein Wunder ereignet«
»Schließlich kann kein Haus der Welt eine bessere Besetzung für Richard Wagners Weltumbruchsvierteiler ›Der Ring des Nibelungen‹ aufbieten.«
Financial Times, 11. Oktober 2022
»Die Präzision, mit der Tcherniakov und seine Ausstatterin Elena Zaytseva die feinen Unterschiede innerhalb dieser Gesellschaft zeigen, ist fesselnd.«
»Beide [Anja Kampe als Bünnhilde und Michael Volle als Wotan] sind das Wunderpaar dieser Premiere«
F.A.Z., 11. Oktober 2022
»Über diesen grandiosen ›Ring des Nibelungen‹ in der Berliner Staatsoper wird man lange, richtig lange sprechen.«
The New York Times Online, 10. Oktober 2022
»Ein echter Rausch, Musik mit physischem Erleben und tatsächlich psychotischer Wirkung.«
»Diese beiden Abende [Rheingold und Walküre] waren eine ganz eigene Klasse, Liga, Welt.«
»Tcherniakovs Inszenierung ist mehr als gelungen, die Bühne hinreißend, die Ideen klug und kühn.«
DIE WELT, 5. Oktober 2022
»Fantastische Bläsersoli entfalten sich, die Streicher betören mit samtiger Dichte – das pure Glück.« , 4. Oktober 2022
Financial Times, 11. Oktober 2022
»Berückender Klangzauber, präzise austarierte Dynamik und kluge Tempi.«
»Die Feinnervigkeit dieses ›Ring‹ ist verblüffend.«
»Getragen wird das Drama von den bis in die Nebenrollen stark besetzten Sängerinnen und Sängern, die Tcherniakov brillant spielen lässt:
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Wagners endlose Problemgespräche und monologisierende Erklärungen stehen hier unter Dauerspannung.«
The Guardian, 15. Oktober 2022
»Eine starke Idee, getragen zudem von grandiosen Bühnenbildern«, 3. Oktober 2022
rbb24, 3. Oktober 2022
DIE WALKÜRE
ERSTER TAG DES BÜHNENFESTSPIELS
DER RING DES NIBELUNGEN (1870)
T E X T U N D M U S I K VO N
R i c h a r d Wa g n e r
Durch Nachkommen will Wotan seine Macht sichern. Die Zwillinge Siegmund und Sieglinde scheinen perfekt dafür. Das Schicksal führt sie eines Tages zusammen. Wotans Gemahlin Fricka ist die Geschwisterliebe jedoch ein Dorn im Auge, Wotan selbst ist innerlich zerrissen. Als seine Lieblingstochter, die Walküre Brünnhilde, gegen ihn aufbegehrt, versetzt er sie in Schlaf und legt einen Feuerkreis um sie, den nur ein Furchtloser durchschreiten kann.
Am ersten Abend des Bühnenfestspiels treten erstmals Menschen auf, Wagner setzt gewissermaßen neu mit seiner Erzählung an. Zudem kommt ein neuer Ton in die Musik, mit großer Expression und Emphase, den großen Gefühlen entsprechend, die immer mehr an Raum einnehmen. Prägend sind neben den intensiven Dialogszenen, die Wagner mit psychologischer Tiefenschärfe ausgestaltet, effektvolle instrumentale Partien wie der »Walkürenritt« und der »Feuerzauber«, die zweifellos zu den musikalischen Höhepunkten der gesamten »Ring«-Tetralogie zählen, mit schier überwältigender Wirkung. Mit der »Walküre«-Partitur, in den mittleren 1850er Jahren komponiert, erreichte Wagner eine neue Stufe seiner Kunst, dem Orchester ein besonderes Sprachund Mitteilungsvermögen zu geben – zusätzliche Sinnschichten werden entwickelt und in das Werk eingebracht. Und nicht nur das Menschenpaar Siegmund und Sieglinde lässt ein buchstäbliches »Mitleiden« entstehen, sondern auch die göttlichen Wesen, die ebenso menschlich denken, fühlen und handeln.
Fragen:
Welches Ziel verfolgt Wotan, um seine Macht zu sichern, und welche Rolle spielen dabei die Zwillinge Siegmund und Sieglinde?
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