Сюжеты немецких опер (разговорная практика по немецкому языку). Учебное пособие
.pdfbis in die Nebenrollen hinein außergewöhnlich bis exquisit ist. Die stehenden Ovationen nach eindreiviertel Stunden Oper sind programmiert. Man hat das Gefühl, einer Aufführung von historischer Größe beizuwohnen.«
Berliner Morgenpost, 25. Oktober 2016
»Die Staatskapelle ist in Hochstimmung, voller Klarheit und zugleich spannungsgeladen und vibrierend. Musikalisch ist der Abend auch ein Breitwanddrama.«
Berliner Morgenpost, 25. Oktober 2016
»Evelyn Herlitzius gestaltet auf atemberaubende Weise die innere Zerrissenheit von Elektra, einer traumatisierten Frau, die von Rache und Selbstmitleid am Leben gehalten wird.«
Berliner Morgenpost, 25. Oktober 2016
»Die unbedingte Hingabe von Herlitzius erfährt ein dunkles Glühen, das ihre Elektra wirkungsvoll dem Dasein als hysterische Furie entreißt. Ohnehin ist es kaum fassbar, wie es dieser großen Sängerdarstellerin gelingt, bei Stimme zu bleiben. Waltraud Meier wiederum gelingt das Kunststück, ganz Königin zu sein, und jeden dazu zu bringen, ihr zuzuhören [...]. Leise und unentrinnbar, stolz und doch erschüttert ist diese Klytämnestra.«
Tagesspiegel, 25. Oktober 2016
»Es ist seine [Daniel Barenboim] beste ”Elektra“. Welches Dunkel weht durch die hellwache Staatskapelle, Schattenspiele jagen einander, Stimmen lösen sich wundersam aus dem dampfenden Gefüge. Viel Zärtlichkeit liegt darin, sie darf ebenso präsent sein wie das Rohe, gerade noch Herausgeschleuderte.«
Tagesspiegel, 25. Oktober 2016
»Barenboim dirigiert schlicht hinreißend.«
Berliner Zeitung, 25. Oktober 2016
»So erscheint ”Elektra“ bei Chéreau wie ein Vorgriff auf die Familiengeschichten amerikanischer Dramatiker wie Eugene O’Neill, Tennessee Williams oder Edward Albee. Es gibt schlagfertige Dialoge, wie man sie im Pathos dieser Oper nicht für möglich halten würde. Bei
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alldem aber verfremdet oder verrät Chéreau nichts − er erteilt eine Lektion im penibel aus dem Text entwickelten, nicht vom eigenen Dafürhalten entstellten Spiel.«
Berliner Zeitung, 25. Oktober 2016
»Vollkommen jedoch, wahnsinnig, hysterisch, fragil, mädchenhaft und nie besser zu hören ist Evelyn Herlitzius als Elektra.«
rbb online, 24. Oktober 2016
»Daniel Barenboim leitet die über 100 Musiker starke Staatskapelle dynamisch, dramatisch und sängerschonend. Einen erschütternderen, grandioseren Opernabend hat es in Berlin lange nicht gegeben.«
rbb online, 24. Oktober 2016
»Das Publikum [...] erlebt aber im Schiller Theater keinen mythischen Opernstoff, sondern ein Familien-Psychodrama, dem sich die Darsteller mit Haut und Haaren verschreiben.«
dpa, 24. Oktober 2016
»Daniel Barenboim hat das riesige Orchester fest im Griff. Mit viel Feingefühl und Detailliebe, manchmal bis an die Grenze des Hörbaren, führt er die Staatskapelle Berlin, drängt sich nicht vor, lässt den Sängern viel Raum zur Entfaltung. Das Publikum bedankte sich mit Ovationen.«
dpa, 24. Oktober 2016
»Ein Abend von historisch anmutender Größe.« rbb Kulturradio, 24. Oktober 2016
DER ROSENKAVALIER
KOMÖDIE FÜR MUSIK IN DREI AUFZÜGEN (1911)
M U S I K VO N
R i c h a r d S t r a u s s
T E X T VO N
H u g o v o n H o f m a n n s t h a l
Ärger mit der Verwandtschaft macht auch vor dem Wiener Hochadel nicht halt: Der ungehobelte Baron Ochs auf Lerchenau stört das morgendliche Tête-à-tête seiner Vetterin, der Feldmarschallin, mit ihrem jungen Liebhaber Octavian, um sie für seine eher von pekuniären Interessen geleiteten Hochzeitspläne um Hilfe zu bitten. Dabei ahnt er nicht, dass der zum Rosenkavalier bestimmte Octavian sich schließlich selbst in die Braut verliebt …
Nach den archaisch-dramatischen Einaktern »Salome« und »Elektra« suchte Richard Strauss für seine nächste Oper nach einem leichteren, heiteren Stoff im Stil von Mozarts Opernkomödien – ein Ansinnen, auf das sich auch Hugo von Hofmannsthal gern einließ. Er schuf mit seinem Libretto ein künstliches Rokoko-Wien mit ebenso überzeugenden wie erfundenen Bräuchen und Dialekten, das Strauss auf musikalischer Seite noch mit anachronistischen Walzern veredelte. Im diesem Fantasie-Wien voller Lebenslust, Schwänke und althergebrachter Standesgrenzen, aber auch voll Depression und Morbidität spiegelt sich nicht nur das 18. Jahrhundert, sondern erst recht die dem Ende zusteuernde Belle Époque. So bietet Strauss’ Partitur noch einmal den ganzen orchestralen Klangfarbenreichtum auf, schier hemmungsloses Schwelgen, das im in puncto musikalischer Schönheit unübertroffenen Schlussterzett kulminiert, zeigt aber auch tiefe Brüche. Nur wenige Jahre vor dem Zusammenbruch der Donaumonarchie wird »Der Rosenkavalier« zum Abgesang auf eine ganze Epoche.
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Fragen:
Was stört das morgendliche Tête-à-tête der Feldmarschallin und ihres Liebhabers Octavian?
Warum bittet Baron Ochs auf Lerchenau die Feldmarschallin um Hilfe und welche Motive leiten ihn bei seinen Hochzeitsplänen?
Was passiert, als Octavian als Rosenkavalier bestimmt wird und welche Auswirkungen hat das auf die Handlung?
Warum entschieden sich Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal für einen leichteren, heiteren Stoff für ihre nächste Oper?
Wie unterscheidet sich der Stil von »Rosenkavalier« von den früheren archaischdramatischen Einaktern wie »Salome« und »Elektra« in Bezug auf Musik und Handlung?
Wie beschreibt man das Setting von »Der Rosenkavalier« in Bezug auf das künstliche Rokoko-Wien und seine Bräuche und Dialekte?
Wie veredelt Richard Strauss die musikalische Seite des Stücks mit anachronistischen Walzern?
Welche Atmosphäre und Stimmung spiegelt sich im Fantasie-Wien von »Der Rosenkavalier« wider, und wie werden Lebenslust, Schwänke und Standesgrenzen dargestellt?
Wie reflektiert »Der Rosenkavalier« sowohl das 18. Jahrhundert, als auch die dem Ende zusteuernde Belle Époque?
Wie zeigt Richard Strauss in seiner Partitur den Klangfarbenreichtum, das Schwelgen und die Brüche der Zeit in »Der Rosenkavalier«, und welche Rolle spielt das Schlussterzett?
HANDLUNG
ERSTER AUFZUG
Nach gemeinsam verbrachter Liebesnacht erwachen die Feldmarschallin Fürstin Werdenberg und ihr junger Liebhaber, Graf Octavian Rofrano. Das Frühstück wird jedoch von einer näherkommenden Männerstimme gestört: Entgegen der Befürchtungen ist es aber nicht der vorzeitig heimkehrende Feldmarschall, sondern Baron Ochs auf Lerchenau, ein verarmter Vetter der Marschallin vom Land. Während sich Octavian als Kammerzofe verkleidet, berichtet Ochs der Marschallin von seinen Hochzeitsplänen: Er, sonst kein Kind von Traurigkeit, will zwecks Konsolidierung Sophie ehelichen, die Tochter des steinreichen Neuadligen Faninal. Dafür erbittet er von der Marschallin den Vorschlag eines
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standesgemäßen Rosenkavaliers, der am Hochzeitsmorgen durch die Überreichung einer Rose der Braut die Ankunft des Bräutigams ankündigen soll. Die Marschallin schlägt Octavian vor, von dem sie Ochs ein Bild zeigt. Der wundert sich über die Ähnlichkeit mit der Kammerzofe »Mariandl«, auf die er bereits ein Auge geworfen und sie daher zum Souper eingeladen hat.
Beim Lever bei der Marschallin herrscht Trubel: Es kommen diverse Bittsteller sowie ein italienischer Tenor und ein Papierkünstler; Ochs streitet mit dem Notar über Details des Ehevertrags; das Intrigantenpaar Valzacchi und Annina bietet Ochs seine Dienste an.
Die Marschallin lässt alle hinauswerfen und bleibt melancholisch verstimmt zurück. Sie räsoniert über die junge Sophie, der eine Vernunftehe wie die ihre bevorsteht, und ihr eigenes Altern. Den zurückverwandelten Octavian schickt sie mit dem Hinweis fort, dass er sie früher oder später für eine Jüngere verlassen werde.
Fragen:
Wer erwartet gespannt die Ankunft des Rosenkavaliers und warum?
Was erhofft sich Faninal von der Heirat und wie sieht Marianne Leitmetzerin die gute Partie?
Was passiert, als Octavian als Rosenkavalier auftritt und Sophie die Rose überreicht? Wie fühlen sich Sophie und Octavian zueinander hingezogen und wie reagieren sie
darauf?
Wer erwischt Sophie und Octavian bei einem Kuss und welche Konsequenzen hat dies?
ZWEITER AUFZUG
Im Hause Faninal erwartet alles gespannt die Ankunft des Rosenkavaliers. Faninal freut sich auf seinen mit der Heirat verbundenen gesellschaftlichen Aufstieg, die Duenna Marianne Leitmetzerin über die gute Partie und Sophie auf die Ehe allgemein. Octavian tritt ein und überreicht Sophie die Rose, wobei sich beide zueinander hingezogen fühlen, was sie in tiefe Verlegenheit stürzt. Ganz und gar nicht angezogen fühlt sich Sophie zu ihrem danach eintreffenden künftigen Ehemann und dessen grobem Verhalten.
Als Faninal und Ochs sich nebenan der Unterzeichnung des Ehevertrags widmen, gestehen sich Octavian und Sophie ihre Zuneigung. Valzacchi
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und Annina ertappen sie bei einem Kuss. Ochs ist darüber nicht erbost, auch dann nicht, als Octavian ihm mitteilt, dass Sophie ihn nicht heiraten wolle. Als ihn dann der junge Widersacher in Rage zum Duell herausfordert und leicht mit dem Degen verletzt, löst das jedoch einen Tumult aus. Faninal wirft Octavian hinaus, fürchtet eine gesellschaftliche Blamage und will seine widerstrebende Tochter zur Heirat zwingen.
Inzwischen hat sich Ochs wieder berappelt und flucht auf Octavian und die Zustände in der Stadt. Seine Laune erhellt sich, als Annina ihm einen Brief von »Mariandl« bringt, die seine Einladung annimmt.
Fragen:
Warum ist die Familie Faninal gespannt auf die Ankunft des Rosenkavaliers und welche Erwartungen haben sie?
Wie fühlen sich Marianne Leitmetzerin und Sophie in Bezug auf die Ehe und die gute Partie?
Was passiert, als Octavian als Rosenkavalier auftritt und Sophie die Rose überreicht? Wie empfindet Sophie sich zu ihrem zukünftigen Ehemann und wie verhält er sich
ihr gegenüber?
Wer erwischt Octavian und Sophie bei ihrem Kuss?
Wie reagiert Ochs darauf, als Octavian ihm mitteilt, dass Sophie ihn nicht heiraten möchte?
Was passiert, nachdem Octavian Ochs zum Duell herausfordert und ihn leicht verletzt? Was sagt Ochs über Octavian und die Zustände in der Stadt?
Wie reagiert Ochs, als er einen Brief von »Mariandl« erhält, das seine Einladung annimmt?
DRITTER AUFZUG
Ochs empfängt »Mariandl« zum Souper und bemüht sich um eine romantische Atmosphäre. Allerdings fühlt er sich während seiner Annäherungsversuche immer wieder unangenehm an Octavian erinnert. Merkwürdige Erscheinungen werfen ihn zusehends aus der Bahn, bis die verkleidete Annina mit Kindern im Schlepptau hereinplatzt und Ochs vorwirft, sie – seine angebliche Ehefrau – sitzen gelassen zu haben. Der Krach ruft die Sittenpolizei auf den Plan. Der Kommissar verhört Ochs, der in die Enge getrieben »Mariandl« als seine Braut, das Fräulein Faninal, ausgibt. Da kommen die echte Braut und ihr fassungsloser Vater hinzu, der vor lauter Skandal einen Schwächeanfall erleidet. Während sich
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»Mariandl« wieder in Octavian verwandelt, trifft überraschend auch die Feldmarschallin ein. Sie beschwichtigt den Kommissar, klärt die Maskerade auf, erteilt den Hochzeitsplänen eine Absage und fordert Ochs nachdrücklich zur Abreise auf.
Die Marschallin bleibt allein mit Sophie und Octavian zurück, wobei sie deren Gefühle sofort durchschaut. Sie leistet Verzicht und gibt Octavian frei. Aber ob Octavian mit Sophie glücklich werden wird?
Fragen:
Wie empfängt Ochs »Mariandl« zum Souper und was versucht er, um eine romantische Atmosphäre zu schaffen?
Warum fühlt sich Ochs während seiner Annäherungsversuche unangenehm an Octavian erinnert?
Wer erscheint plötzlich verkleidet mit Kindern und wirft Ochs vor, sie sitzengelassen zu haben?
Welche Erscheinungen und Vorfälle bringen Ochs zunehmend aus der Fassung? Wohin führt der Krach und was gibt Ochs gegenüber dem Kommissar als Ausrede
an?
Wer taucht plötzlich auf, als der Skandal eskaliert?
Wie verwandelt sich »Mariandl« zurück in Octavian und was passiert mit dem Vater von Sophie?
Wer betritt überraschend die Szene und was tut sie, um den Skandal zu beruhigen und die Hochzeitspläne abzulehnen?
Was geschieht, nachdem die Maskerade aufgeklärt ist und Ochs zur Abreise aufgefordert wird?
Was passiert, als die Marschallin mit Sophie und Octavian allein bleibt?
Aufgabe: Finden Sie Epitheta und Metaphern im Text. Wie geben die Autoren ihren Eindruck von dem Werk wieder?
PRESSESTIMMEN
»Einen prächtigeren, geschmackvolleren, opulenteren „Rosenkavalier“ hat man kaum je gesehen.«
Süddeutsche Zeitung, 11. Februar 2020
»Großartig lebendig und einfallsreich ist seine [Andre Hellers] Personenregie, zumal er sich auf fabelhafte Sängerdarsteller verlassen kann.«
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Süddeutsche Zeitung, 11. Februar 2020
»Michèle Losier ist mit passend androgynem Mezzosoprantimbre ein quecksilbrig draufgängerischer Octavian, den man seinen jugendlichen Unbedingtheitswillen und seine Zerrissenheit zwischen der Marschallin und der Sophie ebenso abnimmt, wie das störrische Mariandl.«
Süddeutsche Zeitung, 11. Februar 2020
»Camilla Nylund modelliert als stets souveräne Marschallin ihren warmen, flutenden Sopran in feinsten Nuancen, von der euphorischen Aufgekratztheit der Anfangsszene über die zarte Emphase der Liebhaberin bis zur ganz nach Innen genommenen Melancholie ihres Monologs über die Zeit.«
Süddeutsche Zeitung, 11. Februar 2020
»Abgründig schmierig und authentisch wienerisch färbt der großartige Günther Groissböck seine Diktion als Ochs ein und lässt in seinen kraftvollen Basslinien immer wieder gelungen die gewalttätigen Züge der Partie hervorbrechen.«
Süddeutsche Zeitung, 11. Februar 2020
»Zubin Mehta zaubert in breiten Tempi eine wogende Walzerkette hervor«
Süddeutsche Zeitung, 11. Februar 2020
»Die Bühnenbildnerin Xenia Hausner hat sich für das Schlafgemach der Marschallin vom seidenreichen Japonismus um 1900 inspirieren lassen, für das Stadtpalais Faninals den blattgoldfetten Prunk der Wiener Sezession mit Gustav Klimts Beethovenfries gekrönt und aus dem Vorstadt-Beisl des dritten Akts ein orientalisches Palmenhaus gemacht. Das alles, auch die zeitlos-luxuriöse Kostümierung durch Arthur Arbesser, ist opulent und farbenfroh; die Bühne perfektioniert durch vorgestreckte Seitenflügel die ohnehin schon fabelhafte Akustik der Staatsoper so weit, dass man den Text der Singenden unglaublich deutlich versteht.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11. Februar 2020
»Nadine Sierra singt und spielt die arglose Unbeholfenheit der Sophie im zweiten Akt so hinreißend, dass Michèle Losier als Octavian gar nicht anders kann, als sich Hals über Kopf in dieses Geschöpf zu verlieben.
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Dieser Zauber aus Zutraulichkeit, Schutzlosigkeit und Charme ist bei Sierra unwiderstehlich.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11. Februar 2020
»Günther Groissböck als Baron Ochs ist unübertrefflich: perfekt in seiner wienerischen Diktion, souverän in seinem Geschmack, ein Komödiant ohne Schmiere, stimmlich ein Weltmann von Wohlklang und feinster Artikulation, dabei elegant in der Führung seiner leichtfüßigen BassStimme.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11. Februar 2020
»Michèle Losier als dunkel glühender, ebenso leichter wie leidenschaftlicher Octavian ist die große Entdeckung des Abends.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11. Februar 2020
»Die Musik blickt hier in Seelen-Abgründe, die faszinierend funkeln, transzendiert philosophische Fragen. Es sind diese Momente, in denen die Staatskapelle so genau und klar klingt, als dirigiere Zubin Mehta mit dem Seziermesser. Auch die Klangräusche blühen herrlich vielfältig auf.«
Berliner Morgenpost, 11. Februar 2020
»Denn der Ochs ist hier kein polternder Schmerbauch, sondern Günther Groissböck, vermutlich der beste Ochs der Gegenwart, ein viriler Don Juan ohne Manieren, aber doch mit erstaunlich viel Erotik in Haltung und Stimme. Diese sonore Mittellage! Diese Textdurchdringung! Diese raumgreifende Körperlichkeit!«
Berliner Morgenpost, 11. Februar 2020
»Herrlich mühelos klingt ihr [Nadine Sierras] jugendlicher Sopran, ein einziges Jauchzen und Flehen, das sich äußerst harmonisch mit Michèle Losiers zunehmend aufblühenden Mezzo vereint, um beim Schlussduett die Zeit stillstehen zu lassen.«
Berliner Morgenpost, 11. Februar 2020
»Camilla Nylund als Marschallin, die stimmliche und darstellerische Statur vielschichtig mit dem Eindruck von Verletzlichkeit, gar Zartheit zu verbinden weiß; Michèle Losier als energiegeladener Octavian, Nadine
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Sierra als Sophie, der man die kindliche Naivität ebenso abnimmt wie den Ernst ihrer Gefühle.«
Berliner Zeitung, 11. Februar 2020
»Wie die Zeit vergeht! Camilla Nylund singt davon. Man sitzt da und spürt es bis unter die Haut. Die finnische Sängerin singt ihre Rolle nicht nur, sie füllt sie aus mit ihrer ganzen Person.«
taz, 11. Februar 2020
»Es ist zum Weinen schön, getragen vom virtuosen Wohlklang der Musik von Richard Strauss, durchsetzt von eher ehrfürchtigen als ironischen Zitaten seiner eigenen Vergangenheit. Zubin Mehta dirigiert sie, die Staatskapelle spielt sie, und damit ist schon alles gesagt: besser geht es nicht. So klingt großer Oper bis heute.«
taz, 11. Februar 2020
»Mit seiner [Andre Hellers] Rosenkavalier-Inszenierung an der Berliner Staatsoper setzt er der Makellosigkeit nun ein Denkmal – und trifft das Stück und all jene ins Mark, die mit dem Dichter Hugo von Hoffmannsthal und dem Komponisten Richard Strauss ihr Opernleben verbracht haben. Das mache ihm, Heller, heute einmal einer nach.«
Die Zeit, 13. Februar 2020
»Mehtas Walzer sind Sehnsüchte, Antithesen zur schrecklichen Welt da draußen, stets mit einem sentimentalen Ton.«
Kurier, 11. Februar 2020
»Er [Günther Groissböck] behält in aller Obszönität stets die Eleganz, seine Diktion ist perfekt, seine Studie eines Adeligen mit schöner Vergangenheit und schlechten Manieren ebenso. Er ist die Idealbesetzung.«
Kurier, 11. Februar 2020
»Auch Camilla Nylund als Feldmarschallin besticht mit traumhafter Phrasierung, stimmlichem Glanz, großer Noblesse – eine exzellente Strauss-Sängerin […].«
Kurier, 11. Februar 2020
»Heller (Mitarbeit bei der Regie: Wolfgang Schilly) erzählt vor allem im ersten Akt detailvoll lebendig: Der Weg der noblen Marschallin von
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