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Сюжеты немецких опер (разговорная практика по немецкому языку). Учебное пособие

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Fragen:

Was fasziniert Prinzessin Salome an dem Propheten Jochanaan und wie reagiert er auf ihre Annäherungsversuche?

Welche Beziehung hat Salome zu ihrer Mutter Herodias und ihrem Stiefvater Herodes? Wie nutzt Salome die Lüsternheit ihres Stiefvaters, um ihren Willen durchzusetzen? Was verlangt Salome als Gegenleistung für ihren Tanz der sieben Schleier und wie

reagiert Herodes darauf?

Wie endet die Geschichte von Salome und welche Konsequenzen hat ihr Handeln für sie?

Welches Drama diente als Vorlage für Richard Strauss' Oper »Salome« und wie wurde sie von der Öffentlichkeit aufgenommen?

Wie gelingt es Strauss, die emotionalen und psychologischen Aspekte der exzentrischen Hauptfigur Salome in seiner Musik darzustellen?

Welche Atmosphäre schafft Strauss mit seiner klanglichen Darstellung der Gefühlswogen und seelischen Abgründe in der Oper?

Wie beschreibt man den Einfluss des Orchesterapparats auf die musikalische Darstellung der einzelnen Charaktere und Situationen in der Oper?

HANDLUNG

ERSTE SZENE

Der Prophet Jochanaan hängt gefangen über der Szenerie. Der Hauptmann Narraboth ist verliebt in Salome, die Tochter der Königin Herodias und Nichte des Königs Herodes. Im Bild des Mondes besingt er ihre Schönheit. Der Page der Herodias versucht, ihn von Salome fern zu halten. Jochanaan stößt Prophezeiungen aus. Die Soldaten sind verunsichert, sie verstehen ihn nicht.

ZWEITE SZENE

Salome flieht vor den Zudringlichkeiten des Königs. Sie ist fasziniert von Jochanaan, der zu Boden gelassen wird. Salome will mit ihm sprechen und verlangt, entgegen dem Verbot des Herodes, dass er gebracht wird. Die Soldaten verweigern sich. Narraboth ist nicht in der Lage, den Versprechungen Salomes zu widerstehen und gibt Befehl, Jochanaan zu holen.

Fragen:

Welche Rolle spielt der Prophet Jochanaan in der Szene und was prophezeit er?

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In wen ist der Hauptmann Narraboth verliebt und was singt er über Salomes Schönheit?

Wer versucht, den Hauptmann Narraboth von Salome fernzuhalten und warum? Warum flieht Salome vor König Herodes und was fasziniert sie an Jochanaan? Was passiert, nachdem Salome verlangt, dass Jochanaan zu ihr gebracht wird, und

wer gibt den Befehl, Jochanaan zu holen?

DRITTE SZENE

Oscar Wilde betritt die Szene. Er befreit den Propheten. Jochanaan kommt hervor und beschwört seine Weltsicht. Er bezichtigt Herodes und Herodias der Sünde und der Verbrechen. Salome versucht fasziniert, sich ihm zu nähern. Narraboth will Salome zurückhalten. Salome steigert sich über den Leib, das Haar und den Mund des Jochanaan in einen Liebesrausch, Jochanaan wehrt ihr Begehren ab. Die Situation eskaliert. Begleitet von Wilde entwickelt sich ein Kampf aus Begierde, Gegenwehr, Anziehung, radikaler Suche nach Wahrheit, und Ekstase. Narraboth ersticht sich. Mit letzter Kraft verflucht Jochanaan Salome und zieht sich zurück. Salome flieht.

Fragen:

Wie entwickelt sich die Beziehung zwischen Salome und dem Propheten Jochanaan im Verlauf des Stücks?

Welche Auswirkungen hat Salomes Forderung nach dem Kopf des Propheten Jochanaan auf die anderen Charaktere in der Handlung?

Wie spiegelt sich die Thematik von Macht und Verführung in Oscar Wildes Drama »Salome« wider?

Welche stilistischen Elemente und Sprachnuancen verwendet Wilde, um die Leidenschaft und Obsession von Salome darzustellen?

Welche gesellschaftlichen und kulturellen Aspekte werden im Stück »Salome« thematisiert und welchen Einfluss haben sie auf die Handlung?

VIERTE SZENE

Herodes und seine Frau Herodias stürmen herein. Beide suchen Salome, die sich stumm auf ihren Stuhl setzt. Herodes ist von Todesfurcht erfüllt. Er wehrt sich verzweifelt und macht sich an Salome heran, um sich in

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ihrer Jugend seiner Potenz zu vergewissern. Herodias ist angewidert, Salome verweigert sich kalt. Die Szene wird immer wieder unterbrochen durch Jochanaans Prophezeiungen, gegen die Herodias sich heftig zur Wehr setzt.

Eine Gruppe von fünf Juden eröffnet einen theologischen Disput über den Gottesbegriff und das mögliche Erscheinen des Messias. Zwei Nazarener schildern das Wirken Jesu. Herodes will von alldem nichts wissen und verlangt von Salome, für ihn zu tanzen. Salome willigt schließlich ein, als Gegenleistung muss Herodes unter Eid schwören, ihr einen Wunsch zu erfüllen, was immer es sei. Salome tanzt gemeinsam mit Wilde ihren Tanz für Herodes.

Herodes ist verzückt und begierig, Salomes Wunsch zu erfüllen. Salome fordert den Kopf des Jochanaan. Herodias bestärkt sie darin. Panisch vor Angst versucht Herodes, mit zahllosen Angeboten und Reichtümern Salome von ihrer Forderung abzubringen. Salome lässt sich durch nichts beirren. Schließlich willigt Herodes ein. Jochanaan wird fort gebracht. Horchend und mit Schaudern erwartet Salome seinen Kopf. Jochanaan wird getötet.

Salome besingt exemplarisch ihr scheinbar befriedigtes Verlangen und ihre Sehnsucht. Herodes ist entsetzt, während Herodias das Geschehen akzeptiert. Wilde zieht sich zurück. Salome küsst den abgeschlagenen Kopf des Jochanaan. Dies ist zugleich auch ihr Ende. Herodes befiehlt, Salome zu töten. Die Soldaten ermorden Salome.

Fragen:

Wie reagieren Herodes und Herodias auf Salomes Anwesenheit und wie verhält sich Salome ihnen gegenüber?

Warum ist Herodes von Todesfurcht erfüllt und wie versucht er sich durch Annäherung an Salome zu beruhigen?

Wie reagiert Herodias auf Jochanaans Prophezeiungen und wie setzt sie sich dagegen zur Wehr?

Welche Diskussionen und Erzählungen finden während der Szene statt und was ist ihr thematischer Bezug zur Handlung?

Was verlangt Herodes schließlich von Salome und welche Bedeutung hat ihr Tanz für die Handlung?

Wie reagiert Herodes auf Salomes Forderung nach dem Kopf des Jochanaan und warum ist er verzückt?

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Welche Rolle spielt Herodias bei Salomes Forderung und wie unterstützt sie Salome? Was unternimmt Herodes, um Salome von ihrer Forderung abzubringen und warum

ist er panisch vor Angst?

Wie reagiert Salome auf Herodes' Versuche, sie umzustimmen, und warum lässt sie sich nicht beirren?

Wie endet die Geschichte von Salome und welche Reaktionen zeigen Herodes, Herodias und die Soldaten nach ihrem Tod?

Aufgabe: Finden Sie Epitheta und Metaphern im Text. Wie geben die Autoren ihren Eindruck von dem Werk wieder?

PRESSESTIMMEN

Ein radikales Konzept, gründlich durchdacht, eine starke Aufführung!

Neue Zürcher Zeitung, 7. März 2018

Die Litauerin Ausrine Stundyte gibt diese Salome. Sie ist eine Sängerin mit ausgeprägtem Körpergefühl, androgyn, die auch den Tanz mit der Wilde-Figur (Christian Natter) sehr überzeugend gestalten kann. Auch ihre gesangliche Palette ist farbenreich, zumal in den Pianound Pianissimo-Tönen.

Neue Zürcher Zeitung, 7. März 2018

Stimmlich wie auch als Figur überzeugt in seiner Lüsternheit und Angst vor dem Gottesmann der Herodes von Gerhard Siegel. Und auch Nikolai Schukoff kann mit strahlendem Tenor als Salomes zu allem bereiter Verehrer Narraboth für sich einnehmen.

Neue Zürcher Zeitung, 7. März 2018

Bariton Thomas J. Mayer als Jochanaan strahlte würdevoll Vehemenz und brausend Empörung aus. Spielerisch und vokal geradezu sprühend gelang Gerhard Siegel ein grandioser Herodes mit noblem Ton, der exzentrisch bis hin zum Wahnwitz geriet, ihm zur Seite eine eiskalt schillernde Marina Prudenskaya als Herodias.

Dresdner Neueste Nachrichten, 8. März 2018

Die von Neuenfels als androgyne Emanze angelegte Salome neigt eher der Primadonna zu. Ausrine Stundyte singt die Partie mit kraftvoller

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Schönheit aus und findet in der Schlussapotheose zur vibrierend-abstoßenden Sinnlichkeit.

Berliner Morgenpost, 6. März 2018

Zart und zum ersten Mal auch traurig singt Stundyte Wildes Schlüsselworte: ›Hättest du mich angeschaut, hättest du mich geliebt.‹ Genau das mutet Neuenfels uns zu, schockierend und schamlos. Wir schauen Salome an – und lieben sie.

taz, 6. März 2018

(…) und jetzt stürzt er [Thomas Guggeis] sich mit so mitreißender Spielfreude in den berüchtigten Orchestersturm der ‚Salome‘ von Richard Strass, dass er am Ende mit Standing Ovations verabschiedet wird.

taz, 6. März 2018

Thomas Guggeis führt die Staatskapelle Berlin mit großer Übersicht und ohne jede Eitelkeit. Ihm gelingt eine Dramaturgie der Klänge, die die Sänger trägt und das Biest, das in Strauss‘ Partitur lauert, um des Spieles willen klug in Schach hält.

Tagesspiegel, 6. März 2018

So kam der 24 Jahre junge Thomas Guggeis, Assistent von Generalmusikdirektor Daniel Barenboim, zum Einsatz. Und er nutzte seine Chance. Wie viele große Karrieren begannen mit einem Einspringen! Der Applaus war am Ende frenetisch. Chapeau für Dirigent und Staatskapelle.

Märkische Oderzeitung, 6. März 2018

Aufgabe: Lesen und erzählen Sie die Biografie von Mozart nach. Was hat Sie darin besonders beeindruckt?

Richard Strauss (18641949)

60 Jahre lang war Strauss eine der führenden Persönlichkeiten der europäischen Musikszene. Er entstammte einer Musikerfamilie, die sein Talent bereits früh erkannte und intensiv förderte. Als er 20 Jahre alt wurde, waren seine Werke bereits von den größten zeitgenössischen Dirigenten aufgeführt worden, und als 35-Jähriger blickte er bereits auf

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eine Reihe meisterhafter symphonischer Dichtungen zurück: Don Juan, Till Eulenspiegel, Tod und Verklärung und Don Quixote. Inzwischen hatte Strauss sich einen führenden Platz in der europäischen Avantgarde erobert; gleichzeitig war er einer der gefragtesten Dirigenten seiner Zeit. Um die Jahrhundertwende verlagerte sich sein kompositorisches Hauptinteresse von symphonischen Werken auf Opern, und in den folgenden 40 Jahren schuf er so bleibende Kompositionen wie Salome, Elektra, Der Rosenkavalier, Ariadne auf Naxos und Capriccio. Im Laufe der Jahre komponierte Strauss auch Ballette, zahlreiche freie Instrumentalkompositionen, einige Chorwerke und eine umfangreiche Sammlung wunderbarer Lieder. Seine letzten großen Werke, die klagenden Metamorphosen für 23 Solostreicher und die überragenden Vier letzten Lieder für Sopran und Orchester entstanden inmitten der Zerstörung, die der Zweite Weltkrieg über Deutschland gebracht hatte.

ELEKTRA

TRAGÖDIE IN EINEM AUFZUG (1909)

M U S I K VO N

R i c h a r d S t r a u s s

T E X T VO N

H u g o v o n H o f m a n n s t h a l

Wie ein Rufen aus mythischer Vorzeit beschwört Richard Strauss’ »Elektra« den Zauber des Schaurig-Düsteren, des Archaisch-Grausamen herauf. Eine geradezu unabdingbare »gewaltige musikalische Steigerung bis zum Schluß« (Strauss) lässt den Zuhörer tief in die von Trauer, Schmerz und Rachedurst geprägte Welt Elektras eintauchen: Obsessiv verfolgt die von ihrer Familie gedemütigte und gepeinigte mykenische Königstochter Elektra nur ein einziges Lebensziel: Sie beschwört Tag für Tag die Erinnerung an ihren Vater herauf, der einst von ihrer Mutter Klytämnestra gemeinsam mit deren Liebhaber Aegisth heimtückisch ermordet wurde und wartet auf die Rückkehr ihres Bruders Orest, der Vergeltung für die Bluttat üben soll. Gleiches muss mit Gleichem vergolten werden. Schwankend zwischen Hass, Hysterie, Schwäche, Überheblichkeit, abgrundtiefer Traurigkeit, Besessenheit und Sarkasmus hat Elektra jeden Bezug zu den Menschen um sich herum verloren, ist verwahrlost und hat ihre Weiblichkeit verneint.

Inspiriert von der Sprachgewalt seines kongenialen Librettisten Hugo von Hofmannsthal schuf der Fin-de-Siècle-Komponist mit seinem monumentalen Operneinakter für dramatische Stimmen und Riesenorchester ein musikalisch-psychologisches Portrait von äußerst aufwühlender Expressivität und überwältigender Klangwucht, dass ihn laut eigener Aussage bis an die äußersten Grenzen »psychischer Polyphonie« führte.

Fragen:

Welche Atmosphäre und Stimmung ruft Richard Strauss' Oper »Elektra« hervor und welche Emotionen werden in der Geschichte von Elektra dargestellt?

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Was ist das Lebensziel von Elektra und welches Trauma hat sie erlebt, das ihre Obsession und ihren Rachedurst erklärt?

Was ist Elektras Beziehung zu ihrer Familie, insbesondere zu ihrer Mutter Klytämnestra und ihrem Bruder Orest?

Wie beschreibt man Elektras psychischen Zustand und ihre Haltung gegenüber den Menschen um sie herum?

Wie äußert sich Elektras Verlust der Weiblichkeit und welche Konsequenzen hat dies für ihre Identität?

Wer war Hugo von Hofmannsthal und wie beeinflusste er Richard Strauss' Arbeit an »Elektra«?

Wie beschreibst du die musikalische und emotionale Intensität von »Elektra« in Bezug auf Richard Strauss' Kompositionsstil?

Welche Bedeutung hat der Einsatz dramatischer Stimmen und eines Riesenorchesters für die Darstellung von »Elektra«?

Inwiefern zeigt sich in »Elektra« ein psychologisches Porträt der Titelfigur und wie wird dies musikalisch umgesetzt?

Wie hat sich Richard Strauss selbst über die musikalische Komplexität und Ausdruckskraft von »Elektra« geäußert und welche Herausforderungen stellte dies an ihn als Komponisten dar?

HANDLUNG

Auf dem Hof des Palastes von Mykene. Die Mägde fragen sich, ob Elektra, wie jeden Tag zu dieser Stunde, kommen wird, um den Tod ihres Vaters zu beklagen. Da erscheint die Tochter des Königs Agamemnon und der Klytämnestra und zieht sich sogleich in ihre Einsamkeit zurück. Die Mägde schmähen und verspotten sie. Nur eine ergreift Partei für Elektra.

Elektra bleibt allein zurück. Sie ruft sich die Ermordung Agamemnons ins Gedächtnis, der nach seiner Rückkehr aus Troja von Klytämnestra und ihrem Liebhaber Aegisth mit einem Beil erschlagen wurde. Von Trauer verzehrt, hat Elektra nichts als Rache im Sinn, die sie mit Hilfe ihrer Schwester Chrysothemis und ihres Bruders Orest üben wird. Täglich wartet Elektra auf die Rückkehr des Bruders, der einst als Kind von Mykene fortgeschickt wurde.

Chrysothemis reißt Elektra aus ihren Gedanken, um sie zu warnen: Klytämnestra und Aegisth wollen sie in einen Turm sperren. Chrysothemis bittet ihre Schwester, auf Vergeltung zu verzichten, damit das Leben endlich wieder seinen Lauf nehmen kann. Verächtlich stößt Elektra sie weg.

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Klytämnestra erscheint mit ihrem Gefolge. Weil sie von Albträumen geplagt wird, will sie den Göttern Opfer darbringen, um diese versöhnlich zu stimmen. Sie sucht das Gespräch mit Elektra, und als diese ihr liebenswürdiger als sonst begegnet, schickt sie ihre Begleiterinnen fort, um mit ihr allein zu sein. Die Mutter fragt ihre Tochter, ob sie nicht ein Mittel wisse, das ihr den Schlaf wiederbringt. Elektra verrät ihr, sie könne tatsächlich durch ein Opfer erlöst werden. Doch als die Königin sich hoffnungsvoll erkundigt, wer geopfert werden soll, entgegnet ihr Elektra, sie selbst sei es, Klytämnestra, die sterben müsse. Exaltiert beschreibt Elektra, wie die Mutter durch Orests Hand sterben wird. Im Hof herrscht plötzlich Aufregung: Zwei Fremde sind im Palast eingetroffen und bitten darum, empfangen zu werden. Man flüstert der Königin etwas ins Ohr, ohne ein weiteres Wort eilt sie davon.

Chrysothemis kommt zurück und überbringt die schreckliche Nachricht: Orest ist tot. Elektra will es zuerst nicht glauben. Verzweifelt kommt sie schließlich zu dem Schluss, sie beide müssen nun unverzüglich handeln. Doch Chrysothemis weigert sich, eine solche Tat zu begehen und läuft davon. Elektra verflucht sie. Dann wird sie es eben alleine vollbringen.

Einer der beiden Fremden, der sich als Freund von Orest ausgibt und die Nachricht von seinem Tod überbrachte, ist schon eine Weile anwesend. Elektra bedrängt ihn mit Fragen. Als sie ihm ihren Namen verrät, erschaudert er. Sie erkennt ihn erst, als sich die Diener ihm zu Füßen werfen: Es ist tatsächlich Orest, der vor ihr steht, Orest, der mit List seinen eigenen Tod verkünden ließ, um in den Palast zu gelangen. Elektra frohlockt und leidet, sie taumelt zwischen unendlicher Zärtlichkeit für ihren Bruder und abgrundtiefer Traurigkeit ob ihres zurückgezogenen Lebens, das sie sich selbst auferlegt hat. Die beiden werden von Orests Pfleger unterbrochen: Die Stunde der Rache ist gekommen, nun muss vollbracht werden, wofür Orest zurückgekommen ist. Orest eilt in den Palast. Fieberhaft harrt Elektra jedem noch so kleinen Geräusch entgegen. Da hört man Klytämnestra aufschreien. »Triff noch einmal«, ruft Elektra. Die Königin stößt einen letzten Todesschrei aus.

Dann ein Moment der Panik: Die Mägde haben Schreie vernommen, doch sie laufen davon, als sie hören, dass Aegisth von den Feldern zurückkommt. Er wird von Elektra empfangen, die ihm, auf einmal frohen Mutes, anbietet, ihm in der hereinbrechenden Nacht den Weg zu leuchten. Bald hört man ihn genauso schreien und um Hilfe rufen. Auch er erliegt der Hand des Rächers.

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Chrysothemis kommt, sie teilt der Schwester die Rückkehr ihres Bruders und den zweifachen Mord an Klytämnestra und Aegisth mit. Elektra ist wie berauscht und dem Wahnsinn nahe, für sie gibt es nur noch eins: schweigen und tanzen, um ihre Befreiung zu feiern. Sie tanzt mit ungezügelter Exaltiertheit, bis sie schließlich zusammenbricht: Nicht sie sollte die Rache vollzogen haben. Orest bricht wieder auf, unbemerkt und einsam.

Fragen:

Wer verkündet Orest und Elektra, dass die Stunde der Rache gekommen ist, und was ist ihr Ziel?

Was passiert, als Elektra Klytämnestra erneut auffordert, sich mit ihr zu treffen? Was geschieht, als die Mägde die Schreie hören und warum laufen sie davon? Was ist das Schicksal von Aegisth und wie reagiert Elektra darauf?

Warum warnt Chrysothemis Elektra und was planen Klytämnestra und Aegisth gegen sie?

Worum bittet Chrysothemis Elektra und warum reagiert Elektra verächtlich darauf? Wie versucht Klytämnestra Elektra zu erreichen und warum möchte sie mit ihr

allein sein?

Wer ist einer der Fremden, der sich als Freund von Orest ausgibt, und wie reagiert Elektra, als sie ihn erkennt?

Was hat Orest getan, um in den Palast zu gelangen?

Wie fühlt sich Elektra angesichts der Anwesenheit ihres Bruders Orest, und wie empfindet sie sowohl Zärtlichkeit als auch Traurigkeit in diesem Moment?

Wer unterbricht Elektra und Orest, und was verkündet der Pfleger von Orest? Was ist Elektras Reaktion auf die Ankündigung der Rache?

Was geschieht, als Aegisth von den Feldern zurückkehrt und Elektra ihm begegnet? Wer verkündet Orest und Elektra, dass die Stunde der Rache gekommen ist, und

was ist ihr Ziel?

Aufgabe: Finden Sie Epitheta und Metaphern im Text. Wie geben die Autoren ihren Eindruck von dem Werk wieder?

PRESSESTIMMEN

»Der Wahnsinn findet sich zuerst im Kleingedruckten: Auf dem beigefügten Besetzungszettel dieser von Daniel Barenboim geleiteten Premiere von Richard Strauss' ”Elektra“ findet sich eine Sängerliste, die

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