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zareckaya_e_v_nemeckii_yazyk_teoreticheskaya_fo...doc
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4.2. Typen der Lautmodifikationen

Die Laute können einander mehr oder weniger im Redestrom beeinflussen, das hängt von verschiedenen Faktoren ab. Man unterscheidet deshalb mehrere Typen der Lautassimilationen, d.h. der Lautangleichungen.

Nach der P o s i t i o n der Laute, die aufeinander wirken, unterscheidet man die

  • kontakte Assimilation, bei der die beiden Laute sich in unmittelbarer

Nachbarschaft befinden, nebeneinander im Wort liegen: in + mobil =

Immobilien; es gibt = [ɛs gi:pt], und die

  • d istante Assimilation (Fernassimilation): Der Laut, der auf den anderen wirkt, ist von ihm durch einige Laute getrennt: die Macht – mächtig:

Berücksichtigt man die R i c h t u n g , in der ein Laut auf den anderen einwirkt, so unterscheidet man die

  • progressive Assimilation, bei der der erste Laut in der Lautkette den

nächsten modifiziert: das Buch;

  • d ie regressive, wenn wir mit der Rückwirkung zu tun haben: du hebst

[du´he:pst]. Sie ist im Deutschen weniger verbreitet als im Russischen;

  • die gegenseitige (reziproke), wenn das erste Element das zweite modifiziert und gleichzeitig der zweite Laut den ersten verändert: ngen. In diesem Fall verschiebt der Hinterzungenkonsonant [g] die Artikulation des alveolaren [n] nach hinten, und gleichzeitig nimmt der Verschlussöffnungslaut [n] dem Verschlusssprenglaut [g] die Sprengung;

  • d ie doppelseitige (bilaterale), wenn ein Laut von den beiden Seiten, von links und von rechts, beeinflusst wird: der Alkohol: Der Hauchlaut wird in diesem Fall durch zwei Vokale, den linken und den rechten, stimmhaft gemacht.

Nach dem G r a d der Lautmodifikation unterscheidet man die

  • volle (totale) und

  • partielle Assimilation.

Bei der totalen Assimilation gleicht der stärkere Laut den schwächeren völlig an: kumber – Kummer; in + materiell = immateriell. Bei der partiellen Assimilation wird der schwächere Laut zwar modifiziert, doch nicht völlig vom stärkeren aufgeschluckt: das Glas.

Was die M e r k m a l e angeht, die durch die Koartikulation aufgehoben werden können, so spricht man von der

  • Assimilation der Stimmhaftigkeit (Entstimmlichung), wenn die stimmhaften Konsonanten in manchen Positionen stimmlos werden: die Berge – die Bergkette ['bɛrkkɛtə],

  • Assimilation der Artikulationsart, wenn sich die Artikulationsart des Konsonanten ändert: zimber = Zimmer: Der Verschluss wird nicht mehr gesprengt; aus dem Verschlusssprenglaut [b] entsteht der nasale Verschlussöffnungslaut [m], oder

  • A ssimilation der Artikulationsstelle: Der beeinflusste Laut bekommt eine neue Artikulationsstelle: in + mobil = Immobilien, und der alveolare Konsonant [n] verwandelt sich in den bilabialen Lippenlaut [m].

Mit Hinblick auf die K l a s s e n v o n L a u t e n , die sich beeinflussen, unterscheidet man:

  • die Assimilation, bei der Laute gleicher Klasse einander modifizieren (Vokale die Vokale und Konsonanten die Konsonanten: Vokalharmonie, partielle Entstimmlichung der Konsonanten) und

  • die Akkommodation, bei der Vokale und Konsonanten im Wechselspiel stehen: Palatalisation, Labialisation usw.

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