Добавил:
Опубликованный материал нарушает ваши авторские права? Сообщите нам.
Вуз: Предмет: Файл:

Seetouristik

.pdf
Скачиваний:
0
Добавлен:
06.09.2026
Размер:
1 Мб
Скачать
МИНИСТЕРСТВО ТРАНСПОРТА РФ
МОСКОВСКАЯ ГОСУДАРСТВЕННАЯ
АКАДЕМИЯ
ВОДНОГО ТРАНСПОРТА
А.П. МАРШАЛКИНА
SEETOURISTIK
Москва
2006
3
УДК
Рецензент: доцент кандидат педагогических наук Р.Э. Мусагулова
Пособие «Seetouristik» на немецком языке предназначено для
работы на занятиях студентов факультета «Экономика и управление» специальности «Гостинично-туристический бизнес».
Рекомендовано к изданию УМС МГАВТ
Утверждено на заседании кафедры иностранных языков МГАВТ Протокол от 29.09. 2006 г. № 1.
© Маршалкина А.П., 2006
©МГАВТ, 2006
4
ОГЛАВЛЕНИЕ
Seetouristik ......................................................................................... 4
Moderne Passagierschiffe und die Schiffe der Zukunft. ................... 10
Im Reisebüro ..................................................................................... 28
Die Geschichte von dem Gespensterschiff. ......................................... 31
Die verlassene Brigantine ................................................................. 40
Schiffsreise. ....................................................................................... 43
Die erste Reise von Münchhausen .................................................... 47
Ihr 1000. Schiff in vier Jahren Dienst. ..............................................
Ein Meer ohne Ufer .......................................................................... 49
5
Lesen Sie zwei Texte über die Seetouristik.
SEETOURISTIK
Touristik ist eine der faszinierendsten Formen der Erkenntnis unse­rer Umwelt und befriedigt das Bedürfnis der Menschen nach aktiver Erho­lung. Jedes Jahr ziehen Millionen von Reisenden auf der Suche nach neuen
Eindrücken und Begegnungen mit interessanten Menschen in fernere Län- der. Heutzutage hat sich die Touristik für viele Länder in einen selbständi-
gen, recht perspektivreichen Wirtschaftszweig verwandelt.
Eine stürmische Entwicklung nahm der internationale Fremdenver­kehr in den Nachkriegsjahren. Vor dem zweiten Weltkrieg (1939-1945)
hatten die Einnahmen durch die Touristik 1 Milliarde USA-
Dollar nicht übertroffen. Nach
dem Krieg, und besonders in den sechziger Jahren, setzte der Siegeszug des Tourismus auf unserem Planeten ein. 1981 be­liefen sich die Einnahmen aus dem Fremdenverkehr auf 106 Milliarden Dollar, die Zahl der Touristen erreichte 290 Millio-
nen. Es steht zu erwarten, daß
diese Zahl ansteigen wird.
Wie bereits gesagt, handelt es sich in Russland um ein Land mit einer ständig an- wachsenden In- und Auslands­touristik: In den Jahren 1976-
1980 haben Millionen ausländi- sche Bürger aus 162 Ländern
unsere Heimat besucht, und 18 Millionen unserer Meuschen reisen in 142 Länder unter­nommen. Allein 1981 weilten
4,5 Millionen russische Touristen im Ausland, während wir rund 5 Millio-
nen ausländische Gäste bei uns willkommen hießen. Mit jedem Jahr werden
6
für Touristen aus verschiedenen Ländern in Russland immer neue Routen eröffnet. Gegenwärtig gehören zu den Reisezielen unserer Gäste aus dem Ausland bereits 146 Städte in unserem Land.
Der Fremdenverkehr als Wirtschaftszweig umfaßt mehrere wichtige
Elemente: die Bereitstellung von Transportmitteln und Hotels für die Rei- senden, Verpflegung, Führungen sowie die kulturelle und soziale Betreuung
der Touristen. In diesem Komplex von touristischen Dienstleistungen neh-
men die Transportmittel einen führenden Platz ein. Sie bringen den Touris- ten an den Erholungsort und anschließend zurück zum Wohnort. Und wenn die Geschäftsleute in unserer Zeit die Geschwindigkeit eines Düsenflug- zeugs vorziehen, so zieht der Mensch während seines Urlaubs eine gemäch-
liche Reise vor.
Bei den modernen Fahrgastschiffen handelt es sich um eine Art
«schwimmende Hotels» oder «schwimmende Kurorte». In dieser Bezie- hung besitzen sie gegenüber den anderen Transportmitteln unbestreitbare Vorzüge. Deshalb erfreuen sich Kreuzfahrten mit modernen komfortablen Schiffen ständig zunehmender Beliebtheit. Kreuzfahrten gab es schon im
vorigen Jahrhundert. Der amerikanische Schriftsteller Mark Twain be­schrieb in seinem Roman «The Innocents Abroad» die Kreuzfahrt, die er 1867 mit dem Dampfer Quaker City» von New York aus nach Europa un­ternahm, bei der das Schiff übrigens einen russischen Hafen angelaufen hat­te. Er schrieb: «Unsere Reise ist wundervoll, ich habe nichts auszusetzen. Alles, was uns im Prospekt versprochen wurde, wird gewissenhaft eingehal-
ten, was mich nicht schlecht staunen ließ, denn die großen Unternehmungen
versprechen ja in der Regel weit mehr als sie dann geben. Es wäre nicht schlecht, wenn solche Reisen jedes Jahr unternommen und zum System gemacht würden». Dieser Wunsch des amerikanischen Schriftstellers ist nun Wirklichkeit geworden.
Die meisten Kreuzfahrten wickeln sich nach einem klassischen Schema ab verbinden die Seereise mit verschiedenartigen Vergnügungen an Bord wie auch mit Exkursionen an Land. Manchmal wird die Erholung
an Bord des Schiffes an einen weiteren Zweck geknüpft, beispielsweise an die Ausbildung von Schülern und Studenten, eine Kur.
Auf Kreuzfahrten finden Kongresse statt sowie Treffen von Interes­sen, Gemeinschaften und Vertretern verschiedenster Berufsgruppen, es gibt auch Fahrten für «Vogelliebhaber», für Sammler von Herbstlaub, ferner Musikfestivale auf hoher See, «Shakespeare-Reisen» usw.
7
Großer Beliebtheit erfreuen sich auch kombinierte Kreuzfahrten,
bei denen eine Seereise mit der Benutzung anderer Transportmittel bzw. mit einem Erholungsaufenthalt an Land verbunden wird.
Für Kreuzfahrten werden gegenwärtig vor allem Auto- und Fahr-
gastfährschiffe eingesetzt, die im Unterschied zu gewöhnlichen Passagier- schiffen über ein speziell ausgerüstetes Autodeck verfügen, das Hunderte
von PKWs aufnehmen kann.
Die wichtigste Ursache für den «Fährboom» war die Entwicklung
der Autotouristik. Die Reisen mit dem Auto führen die Touristen oft dort- hin, wo die asphaltierte Straßen enden und das Meer beginnt. Das Passieren
eines Wasserhindernisses wird somit eine Zwischenetappe der Autoreise,
bei der man ohne Auto- und Pas­sagierfährschiffe nicht mehr aus­kommt. Heute funktioniert ein rei-
bungsloser Fährverkehr zwischen
Schweden und Finnland, zwischen Finnland und Russland zwischen dem Festland und den Inseln Russlands, Italiens, Frankreichs, Griechenlands
und anderer Länder. Beim Über- queren des Ärmelkanals werden
neben den herkömmlichen auch Luftkissen-Fährschiffe eingesetzt, die es ermöglichen, die Zeit des Übersetzens von Autotouristen auf ein Drittel, ja auf die Hälfte zu verkürzen. Auto- und Passagierfährschiffe werden auch für längere Seereisen zwischen verschiedenen Ländern genutzt.
Im neuzeitlichen Tourismus sind im weiteren auch kleinere Fahr-
gastschiffe mit relativ wenigen Passagieren populär, die Häfen in Regionen anlaufen, die vom Tourismus kaum erschlossen und für große Schiffe uner- reichbar sind. Das liegt am zunehmenden Bedürfnis der Einwohner großer und lärmvoller Städte nach einer Erholung in der stillen Natur, weit abgele- gen, von den allgemein bekannten und «übervölkerten» Touristikzentren.
Festzustellen wäre ferner, daß die Nachfrage nach den bereits er-
wähnten kurzen Kreuzfahrten zunimmt. Diese Reisen sind preiswert und werden entweder am Wochenende oder über die Feiertage unternommen.
Einige Worte zu den kombinierten Kreuzfahrten, bei denen eine
Seereise an eine Reise mit irgendeinem weiteren Transportmittel geknüpft
ist, beispielsweise durch die Kooperation nach dem Schema Luft-Seereise. In diesem Fall werden die Touristen aus verschiedenen Landesteilen in die Hafenstadt eingeflogen, um von dort aus ihre Seereise anzutreten. Eine sol-
8
che Reise zum Ausgangspunkt der Seeroute ermüdet die Touristen nicht, ermöglicht eine Zeiteinsparung, während das ganze als Komplextour mit einem Ticket abläuft.
Eine weitere Art kombinierter Kreuzfahrten verbindet die Seereise
mit einem längeren Erholungsaufenthalt an Land. Es handelt sich um das
sogenannte Schema Kreuzfahrt- Landerholung.
Ein beträchtlicher Teil von Seereisen wird auf Linien-Frachtern or- ganisiert, in einer Atmosphäre, die dem gewöhnlichen Seemannsleben ma-
ximal gleicht. Die Fortbewegung dieser Schiffe nach einem Fahrplan und das Anlaufen von Hafenstädten verschiedener Länder, die oft von Fahrgast­schiffen nicht besucht werden, lockt Touristen an, die gern Reisen in kleine­ren Gesellschaften vorziehen. Darüber hinaus kosten solche Reisen bedeu­tend weniger.
In den letzten Jahren ist man auch daran gegangen, Kreuzfahrten mit einem Segelschiff durchzuführen, das mit einem Reserve-Diesel­Antrieb ausgestattet ist.
Nachdem wir geschildert haben, was die Seetouristik in unseren
Tagen zu bieten hat, möchten wir kurz auf den gegenwärtigen Stand und die
Perspektiven der Kreuzfahrten der Passagierflotte eingehen.
Führende Stellen in der Abwicklung der Kreuzfahrten auf hoher See nehmen Norwegen, Griechenland, Panama, Itaiien, Holland und Russ­land ein. Auf sie entfallen 85 Prozent des Gesamtumfangs der Kreuzfahrten der Passagierflotte.
Mehr als 30 Passagierschiffe der Schwarzmeer-, der Baltischen und der Fernöstlichen Reederei sind in allen bedeutenden Regionen für Kreuz­fahrten, und zwar in der Karibik, im Mittelmeerraum, Pazifik sowie Atlanti­schen Ozean im Einsatz. In den letzten Jahren haben sich in der Geographie
der Kreuzfahrten Veränderungen vollzogen. Der Anteil des Mittelmeer- raums und besonders der des Pazifiks hat sich erhöht, während der des At- lantischen Ozeans und in einem geringeren Maße auch der des Karibik- raums zurückgegangen ist.
In der Perspektive soll sich das Kreuzfahrtwesen stabil entwickeln.
Seit alters her dienten Meere und Ozeane als «Verbindungsstraßen» zwischen Kontinenten und Inseln. Auch in unseren Tagen haben die blauen
Straßen ihre Bedeutung nicht eingebüßt und werden diese Bedeutung wohl auch in Zukunft kaum einbüßen, denn sie sind als Verbindungsweg sehr kostengünstig und oft auch besonders interessant.
9
Die Routen führen über den Atlantischen Ozean zu den Bermudas
und den Kanarischen Inseln, verlaufen über die Nord- und, die Ostsee sowie
über den Indischen Ozean an die Küste von Australien und Neuseeland.
Während des Aufenthalts in den Hafenstädten können sich
die Passagiere mit den Architektur- und Geschichtsdenkmälern, Gemälde- galerien und anderen Sehenswürdigkeiten der Küstenstädte wie auch
mit der dortigen Natur bekannt machen. Die Kreuzfahrten werden von der Reederei organisiert.
Ein Fahrgastschiff läuft aus. Musik, gute Wünsche auf den Weg,
Lachen, Blumen, reißende Papierschlangen, die den Liner wie dünne Fäden
mit dem Ufer verbinden, Hunderte von erregten Passagieren auf den Decks und die Menge am Kai, die es verabschiedet. Kleine bullige Schlepper wenden den schwimmenden Riesen behutsam und rücken, nachdem sie ihr Werk vollbracht haben, zur Seite. Langsam verläßt das Motorschiff den Hafen - Zehntausende Pferdestärken tragen die schwimmende Stadt auf die hohe See davon. Nach einiger Zeit ist das Schiff im Dunst verschwunden.
...Wenn ein Tourist eine Seereise macht, die blühenden Mittelmeer-
gestade oder die strenge Schönheit skandinavischer Fjorde, das malerische
Panoramabild von Madras oder die Hochhäuser von Singapur bewundert, kommen ihm Dutzende Fragen. Ihn interessiert buchstäblich alles: Was ist das für ein Schiff, mit dem er die Kreuzfahrt unternimmt? Wie verläuft das
Neptun-Fest beim Passieren des Äquators? Wieviele Delphine leben im Schwarzen Meer?
Einem Seereisenden genügen die bereits studierten Reiseführer und
Reklameprospekte nicht. Jeder von uns möchte alle Weltwunder mit eige-
nen Augen sehen.
Der französische Schriftsteller Antoine de Saint-Exupéry stellte in
seinem Buch «Der kleine Prinz» sehr treffend fest: «Wenn ihr zu den gro-
ßen Leuten sagt: ich habe ein sehr schönes Haus mit roten Ziegeln gesehen,
mit Geranien vor den Fenstern und Tauben auf dem Dach,... dann sind sie
nicht imstande, sich dieses Haus vorzustellen. Man muß ihnen sagen: ich
habe ein Haus gesehen, das hunderttausend Franken wert ist. Dann schreien
sie gleich: Ach, wie schön! So sind sie. Man darf ihnen das auch nicht übelnehmen».
Wollen wir den Erwachsenen gegenüber nachsichtig sein. Sie sind in der Tat pragmatischer als Kinder und glauben nicht so sehr an Wunder. Doch wenn sie sie mit eigenen Augen gesehen haben, freuen und begeistern sie sich wirklich wie Kinder.
10
Die Menschen wollen berühmte Geschichtsdenkmäler sehen, die
Lebensweise, die Sitten und Bräuche anderer Völker kennenlernen und schließlich auch Landschaften bewundern, die sie früher nie gesehen haben.
Die ausländischen Touristen rei-
sen gern mit den russischen Schif­fen.Nachstehend der Bericht eines auslän­dischen Gastes, der mit einem Schiff von Russland gefahren war. Den Bericht hatte die britische Zeitung «The Guardian» ver­öffentlicht: «Wir gehen ein verteufeltes Risiko ein! Woher sollen wir wissen, was uns auf dem Russenschiff erwartet?» sagten einige Touristen, als sie Tickets kauften. Doch später, als wir Fahrgäste des Russichen Motorschiffs «Alexander Puschkin» wurden, verflogen alle Be-
fürchtungen. Alle waren begeistert von der vorzüglichen Betreuung, dem hohen
Komfort, der Schönheit des Schiffes, von der russischen Gastfreundschaft und Freundlichkeit. Am zweiten Tag der Kreuzfahrt machten Enthusiasten in der Turnhalle bereits Morgengymnastik, mei­ne Frau lernte russische Tänze, unser Sohn sah sich im Kinosaal einen Zeichen­trickfilm an, und ich erlernte mit Irina Semskaja, der Schiffsbibliothekarin, meine ersten russischen Wörter...»
11
Moderne Passagierschiffe und die Schiffe
der Zukunft
Wir haben festgestellt, dass Passagierschiffe immer häufiger als «schwimmende Hotels» und immer seltener als einfache Beförderungsmit-
tel benutzt werden.
Alle Fahrgastschiffe lassen sich, was den Grad und die Vielfalt der organisierten Erholung betrifft, in zwei Kategorien einteilen, nämlich in «schwimmende Hotels» und «schwimmende Kurorte». Die erstgenannten bieten ihren Passagieren alle Bequemlichkeiten, die man in Hotels an Land in Anspruch nehmen kann. Die letztere ein Maximum an Komfort und darüber hinaus mannigfaltige Formen der Entspannung und Unterhaltung, die denen, die in den besten Kurorten geboten werden, kaum nachstehen.
Auf den Schiffen vom Typ «schwimmendes Hotel» gibt es neben komfortablen Kabinen
mit sanitären Einrichtungen, Bad
oder Dusche, auch verschiedene Salons, Restaurants, Bars, Kios­ke, Schwimmbecken, Leseräume mit Bibliothek, Kinderspielzim­mer und andere Aufenthaltsräu­me. Die Schiffe