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Musik, Theater, Kino lesen, übersetzen und diskutieren Музыка, театр, кино читаем, переводим и обсуждаем. Учебно-методическое пособие

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Benjamin Grüter spielt einen kontrolliert wirkenden Mann, dessen Abdriften in eine depressiv aufgeladene Midlife-Krise erst aufscheint, wenn er mitten im Gespräch in ein Schluchzen ausbricht. Die Schwäche der Titelfi gur ist nicht aufdringlich, und darum nur bedingt erkennbar. »Ich bin ein Witz« bleibt eine Behauptung. Ähnlich kontrolliert, als Figur aber spannender, wirkt seine Ehefrau Anna; Paula Skorupa spielt kein leidendes Hascherl, sondern eine an sich selbstbewusste Frau, die in einer ausweglosen Lage ist. Die jüdische Religion und damit den Kontakt zu den Eltern hat sie für ihren Mann aufgegeben, doch der begegnet ihr mit Apathie und Desinteresse. Später ist sie eine von der Krankheit todge­weihte Krebspatientin, womit die Verantwortung des Gatten in dieser Version gegenüber dem Originaltext deutlich gemindert wäre. Die beiden jungen Frauen sind im Stuttgarter »Iwanow« jedenfalls die stärksten Gestalten. Am Ende nach Annas Tod, bei der scheiternden Hochzeit zwi­schen Niklas-Iwanow und Sascha, schlägt die Braut den moralisierenden Doktor, ein wunderbar sich windender Felix Strobel, nieder. Auch der schlaffe Onkel (Klaus Rodewald) und Freund Peter (Michael Stiller) sind, überzeugend gespielte, Männer ohne Mumm, Peter ist nur der leidende Bote seiner geizigen Frau (Mariette Meguid), die allerdings kaum Raum für ihre Figur bekommt.
Zwischen den Akten blickt Nikolaus-Iwanow nach oben in eine Ka­mera, das Filmbild wird auf die große Rückwand am Ende der Bühne übertragen. Von hier aus ist die Bank als Sarg erkennbar, hier erschießt er sich, als er im Hochzeitstrubel keinen anderen Ausweg mehr weiß, ohne Zögern. Und dann erhebt sich der gefallene Mann und stapft durchs Was­ser von der Bühne, verlässt den Raum durchs Parkett. Die auf der Bühne zurückgebliebenen trauern weiter um den auf der Leinwand noch liegen­den Iwanow. Ist er also doch ein Hochstapler oder war das ganze Spiel nur ein Alptraum? Die Inszenierung lässt viele Fragen offen, tut dies gekonnt, bleibt somit aber auch ein recht unverbindliches Drama.
7. ARCHITEKTUR
A. St. Petersburg verfügt über einzigartige Architektu­rensembles, Denkmäler und Kulturschätze, was die Archi­tektur in Sankt Petersburg ein­zigartig macht. Vom Baubeginn an strebte Peter der Große eine »regelgerechte«, nach bestimm­ten »Projekttypen« errichtete Stadt mit exakter Planung an —
Peter Pauls Kathedrale
in Sankt Petersburg, Russland
B. Der erste Architekt der Stadt, D. Trezzini, entwarf den Plan für das Stadtzentrum. Nach seinen Plänen wurden der Sommerpalast des Zaren und das Gebäude der Zwölf Kollegien errichtet, sowie das Alexan­der-Newskij-Kloster gegründet. Die Architekten Trezzini, Korobov und Eropkin entwarfen einen Generalplan für St. Petersburg. Bei der Planung der neuen Stadt legten sie das Drei-Strahlen-System zu Grunde, bei der drei Hauptachsen — die Strahlen — auf die Admiralität zuliefen. Au­ßerdem führten sie die geometrisch exakte Planung der Wassiljewskij­Insel (Wassilij-Insel) sowie die Prunkbebauung der Newa-Ufer-Straßen durch.
C. Vom Winterpalais her eröffnet sich ein wunderbarer Blick auf die sogenannte Strelka. Als Strelka bezeichnet man die Landzunge der Was­silij-Insel an der Gabelung der Newa in zwei Arme — Große Newa und Kleine Newa. Inmitten der Strelka, auf dem Börsenplatz, dominiert der Bau der ehemaligen Börse — ein majestätisches Bauwerk im klassischen Stil, erbaut vom Architekten Thoma de Thomon 1805–1810. Vor 1880 befanden sich hier der Stadthafen und das Geschäftszentrum von Sankt Petersburg.
in gewisser Weise eine Nach­ahmung von Amsterdam und Venedig.
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D. Das Börsenhaus erinnert an einen griechischen Tempel, aufgesetzt auf einen wuchtigen Granitsockel. Eine breitgelagerte Granittreppe führt von dem halbkreisförmigen Platz her zur Hauptfassade der Börse, auf der Fassade ist der Meeresgott Neptun mit geschwungenem Dreizack in der Hand mit in den Kampfwagen eingespannten Hippokampen dargestellt, der gegen die Strömung schwimmt und seine Rechte über die Stadt aus­streckt. Die gegenüberliegende Westfassade ist mit einer Gruppe Skulp-
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turen »Navigation mit Merkur und zwei Flüssen« geschmückt
.
Aufgabe 19. Lesen Sie den Text. Ordnen Sie die Überschriften 1–7 den Texten A–F zu.
Verwenden Sie jeden Buchstaben nur einmal. Die Aufgabe enthält eine unnötige Überschrift.
1. Drei-Strahlen-System.
2. »Regelgerechte« Stadt.
3. Einzigartige Architekturensembles.
4. Winterpalast.
5. Börsenhaus.
6. Plan für das Stadtzentrum.
Aufgabe 20. Lesen Sie den Text. Stellen Sie fest, welche der folgenden Aussagen
1–5 dem Inhalt des Textes entsprechen (a — richtig), nicht entspre­chen (b — falsch) oder im Text nicht erwähnt werden (c — steht nicht im Text).
1. Die ersten Architekten der Stadt waren Korobov und Eropkin.
a) richtig b) falsch c) steht nicht im Text
2. Peter der Große strebte eine Stadt mit exakter Planung wie Amster­dam oder Venedig an.
a) richtig b) falsch c) steht nicht im Text
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Quelle: Architektur in Sankt Petersburg http://www.eu-asien.de/Russland-Informationen/ Sankt-Petersburg/Uebersicht/Architektur-Sankt-Petersburg.html, http://www.eu-asien.de/ Russland-Informationen/Sankt-Petersburg/Touristeninformationen/Sehenswuerdigkeiten-Sankt­Petersburg/Wassilij-Insel.html (дата обращения: 15.01.2020).
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3. Die Architektur in Sankt Petersburg ist einzigartig. a) richtig b) falsch c) steht nicht im Text
4. Vom Baubeginn an wurden der Sommerpalast des Zaren und das Gebäude der Zwölf Kollegien errichtet.
a) richtig b) falsch c) steht nicht im Text
5. Die geometrisch exakte Planung der Wassiljewskij-Insel (Wassilij­Insel) sowie die Prunkbebauung der Newa-Ufer-Straßen führte der Architekt der Stadt D. Trezzini durch.
a) richtig b) falsch c) steht nicht im Text
Aufgabe 21. Beantworten Sie die Fragen zum Text:
1. Was macht die Architektur in Sankt Petersburg einzigartig?
2. Was für eine Stadt möchte Peter der Große bauen?
3. Wer war der erste Architekt der Stadt?
4. Welche Architektur Ensembles wurden nach seinen Plänen er­richtet?
5. Welches System legten die Architekten zu Grunde des Generalplans für St. Petersburg?
Wortschatz:
anstreben (strebte, gestrebt) — стремиться, добиваться; Baubeginn (m -(e)s) — начало строительства, начало строительных
работ; bestimmt — определенный; Denkmal (n -s, …mäler) — памятник; einzigartig — уникальный; errichten (errichtete, errichtet) — строить, сооружать, воздвигать; exakt — точный; Gebäude (n -s, =) — здание, строение; gewiß — определенный, известный, некоторый; Hauptachse (f =, -n) — основная ось; Kulturschatz (m -es, …schätze) — сокровище культуры; Nachahmung (f =, -en) — подражание, копия, имитация, подделка; Newa-Ufer-Straße (f =, -n) — набережная Невы;
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Prunkbebauung (f =, -en ) — великолепная застройка; regelgerecht — соответствующий стандарту; verfügen (über A) (verfügte, verfügt) — располагать, иметь, распоря-
жаться; Weise (f -; nur Sg) — способ; zu Grunde — в основани.
TEXTE ZUM LESEN
Aufgabe: Lesen Sie die Texte und stellen Sie 10 Fragen.
Text 1 Neue Kunst-Baustelle in Berlin: Museum der Moderne
Auf einer Brachfl äche im Herzen Berlins starteten heute die Bauar- beiten des Museums der Moderne. Dass es sehr teuer wird, ist gewiss. Ob es auch gut wird, darüber wird noch gestritten.
Mit einem ersten Spatenstich starteten heute die Bauarbeiten für Ber­lins neuesten Kulturtempel. Im Vorfeld hatte es lange, kontroverse und emotionale Diskussionen gegeben — insbesondere hinsichtlich der ge­schätzten Kosten von bis zu 450 Millionen Euro. Kulturstaatsministerin Monika Grütters würdigte bei der Feier den Standort in der Nähe des Potsdamer Platzes: Im Herzen der Hauptstadt entstehe ein Ort, der das
20. Jahrhundert im Spiegel der Kunst sichtbar machen solle, so Grütters. Bis zur ersten Ausstellung wird es allerdings noch viele Jahre dauern — anvisiert ist das Jahr 2026.
Dass das Museum der Moderne nun endlich gebaut werde, stellt si­cherlich auch die Sammler zufrieden. Diese wurden zunehmend ungedul­dig, schließlich war eine Eröffnung des Neubaus einst bereits für 2021 angedacht gewesen. Die Leihgaben, etwa aus der Privatsammlung der Familie Pietzsch, sind wesentlicher Bestandteil des Museums für Kunst des 20. Jahrhunderts.
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Quelle: Deutsche Welle https://www.dw.com/de/neue-kunst-baustelle-in-berlin-museum-
der-moderne/a-51499434 (дата обращения: 16.01.2020).
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Zurück in die 1. Kunst-Liga
Eines der teuersten Bauvorhaben in der Berliner Kulturlandschaft und ein Prestige-Projekt der Berliner Kulturpolitik: Das Museum der Moderne wird ein Erweiterungsbau der Neuen Nationalgalerie sein. Die Architektur­Ikone von Mies van der Rohe war bislang Ausstellungsort für zeitgenössische Kunst. Das 1968 errichtete Gebäude — das übrigens seit 2015 geschlossen und umfassend saniert wird — ist längst zu klein für die Bestände der Staat­lichen Museen Berlins. Und auch der Hamburger Bahnhof, ein weiteres staatliches Museum für moderne Kunst, scheint nicht auszureichen. Es geht also um den großen Wurf: Berlin wird einen neuen, spektakulären Bau er­halten — großzügig, weiträumig und tonangebend. Auch, um mit weiteren Städten und deren renommierten Häusern wie der Tate Modern in London oder dem Museum of Modern Art in New York mithalten zu können.
Jenseits des Atlantiks kommt das neue Vorhaben gut an: »So kann Berlin die Energie wiedererlangen, die es damals zur Hauptstadt der mo­dernen Kunst machte. So kann sich Berlin wieder als eine treibende Kraft im Studium des 20. Jahrhunderts positionieren«, schrieb Glenn Lowry, Direktor des MoMA in New York, in einem Gastbeitrag im Tagesspiegel. Er erinnerte an die weltweit führende Rolle Berlins in den 1920er Jahren, die den damaligen Gründungsdirektor Alfred H. Barr Jr. für das MoMA inspiriert haben soll.
Ort für Kunstdiskurse
Dass es sich bei dem geplanten Museum der Moderne nicht um ein weiteres, austauschbares Ausstellungshaus für zeitgenössische Kunst handeln wird, unterstrich Joachim Jäger, Leiter der Neuen Nationalgale­rie. So sei die Berliner Sammlung »überaus komplex« und »breit gefä­chert«. Gerade die Konfrontation von Ost und West sei darin in hohem Maße präsent, so Jäger. Es treffen etwa Größen der amerikanischen Ma­lerei (Frank Stella, Barnett Newman, Robert Rauschenberg, George Brecht) auf herausragende Künstler der ehemaligen DDR, wie Harald Metzkes, Werner Tübke und Angela Lampe. Ein Ausstellungsort, der dieser Kom­plexität gewidmet ist, fehle seit Langem in Berlin. »Es ist eigentlich un­fassbar, dass diese Stadt, die so eng verbunden ist mit dem Aufstieg und Fall der Kunst der Moderne, bislang keinen Ort hat, an dem die Kunst­diskurse des 20. Jahrhunderts in umfassender Weise erfahrbar sind«, so Jäger in einem Gastbeitrag im Tagesspiegel.
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Der Bestand der Nationalgalerie zählt international zu den größten Sammlungen von Kunst des 20. Jahrhunderts — derzeit fast komplett eingelagert. Darunter befi nden sich große Konvolute unter anderem von Max Beckmann, Ernst Ludwig Kirchner, Hannah Höch, Nam June Paik, Andy Warhol, Werner Tübke, Wolfgang Mattheuer, Isa Genzken, Otto Piene und Wolfgang Tillmans. Besonders ist die Medienkunstsammlung: Mit rund 800 Audio-, Film- und Video-Arbeiten von den späten 1950er Jahren bis in die Gegenwart ist sie eine der größten weltweit.
Unbeliebter Siegerentwurf
Umstritten ist daher meist nicht die Notwendigkeit eines neuen Ortes. Im Zentrum der Kritik steht eher das kostspielige Bauvorhaben: Einst mit 200 Millionen Euro veranschlagt, soll der Erweiterungsbau nun 450 Mil­lionen Euro kosten — mehr als das Doppelte. Bitter sind diese vom Bundestag bereits bewilligten Ausgaben vor allem für all jene staatlichen Museen in Berlin, die knapp wirtschaften und auf Personal oder Umbau­ten verzichten müssen.
Entworfen wurde das künftige Museum der Moderne von dem Schwei­zer Büro Herzog & de Meuron, das zuvor schon unter das Tate Modern in London, das Miami Art Museum oder das noch im Bau befi ndliche M+ in Hong Kong konzipierte. Deren Vision für den Erweiterungsbau fi el allerdings in der öffentlichen Diskussion optisch durch: Als Kunstscheine, Discounter oder Bierzelt verpönt, überzeugte der Entwurf viele Berliner bisher nicht. Anders als beim Meisterentwurf der Architekten: die Elb­philharmonie. Mit 800 Millionen Euro verschlang dieses Projekt allerdings ein Vielfaches der geplanten Kosten, was die Berliner nicht besonders zuversichtlich stimmt.
Text 2 Das Glück liegt im Detail— Die fünf wichtigsten Trends der
Architekturbiennale 2018
Wer mitreden will in der Welt des Bauens, des Designs und der Stadt­planung, kommt an dieser Schau nicht vorbei. Wir haben uns vor Ort umgesehen und erklären, was die Architekten dieses Jahr in Venedig bewegt.
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Quelle: Deutsche Welle https://www.dw.com/de/das-glück-liegt-im-detail-die-fünf-
wichtigsten-trends-der-architekturbiennale-2018/a-43938942 (дата обращения: 16.01.2020).
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1. Häuser bauen reicht nicht!
Wer auf dieser Schau spektakuläre Architektur sucht, wird enttäuscht. Stattdessen: eine blühende Graslandschaft im australischen Pavillon, Webteppiche aus einem Frauenprojekt in Bangladesch, eine hinreißend elegante Bambusskulptur aus Vietnam, in deren großzügigem Schatten sich die Besucher dankbar in bequeme Lounge-Kissen fallen lassen. Die beiden Kuratorinnen Yvonne Farrell und Shelley McNamara, erfolgreiche Architektinnen aus Dublin, haben ein klares Ziel für ihre Biennale: So weit weg vom Immobilienmarkt wie möglich. »Wir haben nach Leuten gesucht, die mit Leidenschaft arbeiten, die sich für die Lebensqualität von Menschen einsetzen und nicht nur Geld verdienen wollen«. Herausge­kommen ist eine Biennale, in der viel über Raum und Zeit gesprochen wird — und wenig über Glasfassaden.
2. Nicht für die Ewigkeit planen!
Bauen für die Ewigkeit? Kein cooles Konzept mehr. »Infi nite Spaces« nennen die Franzosen ihren Pavillon auf der Biennale und untersuchen Orte, deren Nutzung sich immer wieder verändert. Zentrale Frage der französischen Kuratoren an ihren eigenen Beruf: »Bauen wir eigentlich Gebäude oder Orte?«. Unfertige, provisorische Architektur ist längst kein Schimpfwort mehr, sondern das Eingeständnis, auf eine sich rapide wan­delnde Umwelt zu antworten. So stößt der Besucher in Venedig auf Wohn­module aus Holz für Flüchtlinge und auf Ideen, wie in informellen Sied­lungen wie Slums Lebensqualität entstehen kann. »Der Architekt muss Dienstleister für die Menschen sein und nicht für Investoren«, sagt Jana Revedin, Architektin und Gründerin des Global Award for Sustainable Architecture.
3. Material ist alles!
Selten war eine Architekturbiennale sinnlicher: Es duftet nach geräu­chertem Bambus, China-Pinie, australischem Eukalyptus und natürlichen Baustoffen wie Lehm, Ziegeln oder Feldsteinen. Architektur kenne viel mehr Möglichkeiten als Beton, Glas oder Stahl, sagt Shelley McNamara. »Die Wahl des Materials zeigt, dass Architektur immer auch ein physika­lisches Phänomen ist. Selbst Licht oder Schwerkraft können Material sein«.
4. Vergesst die Stararchitektur!
Die Elbphilharmonie der Baseler Architekten Herzog & de Meuron zeigt: Ein einzelner Bau kann immer noch eine ganze Metropole wie
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Hamburg in Bewegung setzen. Auch Abu Dhabi hofft mit dem neuen Louvre von Jean Nouvel auf diesen Effekt. Doch vorbei sind die Zeiten, als Manager und Politiker weltweit Schlange standen für »einen Gehry« oder »eine Zaha Hadid«. Diese Biennale belegt, wie sich eine neue Ge­neration von international ausgebildeten Architekten bereit macht, ihre Heimat zu gestalten, unbeeindruckt von den Baukästen globaler, oft see­lenloser Markenarchitektur. Man muss sich nur im chinesischen Pavillon umsehen, bei Talenten wie Xu Tiantian, die mit kleinen, klugen Projekten Tradition und Moderne versöhnt. Den genialen Baumeister mit Starfaktor wird es immer geben. Die Zukunft aber gehört Architektenteams, die wissen, was wirklich zählt: Nachhaltigkeit. Lokaler Kontext. Die Bedürf­nisse der Nutzer. In dieser Welt werden auch Architektinnen eine weit größere Rolle spielen als bisher.
5. Das Glück liegt im Detail!
Menschen lieben magische Orte. Architekten auch. Zehn von ihnen durften im Auftrag des Vatikan in einem malerischen Park auf der Insel San Giorgio Maggiore ihre Idee einer Kapelle umsetzen. Entstanden sind zehn Plätze der Stille und Schönheit. Diese steht — bei aller Diskussion um den sozialen Auftrag des Architekten — immer noch hoch im Kurs. Selbst ein Star wie Norman Foster freut sich über seine elegante Kapelle aus Holzspalieren, an der sich duftender Jasmin rankt. Das wahre Glück der Architektur liegt im Detail.
ANHANG
Wörterbuch
A
Abbruch (m -(e)s) — урон, слом, прекращение; Abkehr (f =) (von D)отказ, отход; abschließen (schloss ab, abgeschlossen) — закрывать, завершать; Abschluß (m ..sses, ..schlüsse) — окончание учебного заведения; abstellen (stellte ab, abgestellt) — ставить (куда-л.), оставлять (где-л.),
выключать, отключать; abstimmen (stimmte ab, abgestimmt) — координировать, согласовывать; angewiesen sein (auf A) — быть зависимым от кого-то; Anordnung (f =, -en) — расположение, расстановка; anschließend — затем, после; anweisen (wies an, angewiesen) — предоставлять, поручать, давать
указания; aufführen (führte auf, aufgeführt) — ставить, представлять на сцене,
исполнять, указывать; aufgrund (G) — на основании, по причине (предлог); aufklären (klärte auf, aufgeklärt) — выяснять, пояснять, (über A) объ-
яснять, разъяснять; Aufschluß (m ..sses, ..schlüsse) — объяснение, разъяснение; Auftakt (m -(e)s, -e) — начало, затакт, вступление, открытие меропри-
ятия; Aufzählung (f =, -en) — перечисление, список, доплата; ausbauen (baute aus, ausgebaut) — разбирать, расширять, достраивать; ausführlich — подробный, исчерпывающий; Auslöser (m -s, =) — инициатор; ausreichend — достаточный; Äußere (n) — облик, внешний вид.
B
Baubeginn (m -(e)s) — начало строительства, начало строительных
работ;
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