Wirtschaftsdeutsch. Учебное пособие
.pdffortgeschrittenen Gebieten der zweiseitigen Beziehungen. Für zwei letzten Jahrzehnte hat es die positive Rolle in der Stimulierung der Prozesse in der russischen Wirtschaft gespielt. Im Rahmen der zweiseitigen Kooperation in beiden Richtungen gehen die Ströme der Waren, der geraden Investitionen, der Kreditressourcen, es ist Transport, der Bau, konsultativen Dienstleistungen und des Markt-Know-Hows, verwirklicht sich der Austausch von der Arbeitskraft und den forschungsintensiven Technologien. Erfolgreich wird die Zusammenarbeit in wissenschaftlich-technisch, kommunikations-, touristisch, kulturell und andere
Sphären realisiert, was eine wichtige Komponente wiedergegeben der Prozesse der Mehrheit der russischen Zweige ist.
Im Laufe von der Nachkriegsperiode waren beider deutsch die Staaten die Haupthandelspartner derSSSR — die FRG unter westlich, und die GDR unter den sozialistischen Ländern. Ihr allgemeiner Anteil bildete neben ein Fünf der sowjetischen Auftenhandelswendung. Westdeutschland wurde Pionier unter den kapitalistischen Ländern, die in 70e die Jahre des vorigen Jahrhunderts riskiert haben, die großangelegte gleichberechtigte und beiderseitig vorteilhafte wirtschaftliche Zusammenarbeit mit der Sowjetunion zu entfalten.
In erster Linie handelt es sich um die berühmten Kompensationsgeschäfte, in deren Rahmen der deutsche Konzern Mannesmann AG die Rohre des breiten Durchmessers für den Bau der Hauptleitungsgasleitung aus Westsibirien an Europa anstelle der zukünftigen Lieferungen des Gases lieferte.
Die Finanzierung des Mehrmilliardengeschäftes war Deutsche Bank AG organisiert, der mit ersten unter den westlichen Banken die Vertretung in Moskau in 1973Lln 1972 geöffnet hat es war das erste Abkommen Ciber das Geschäft "das
Gas anstelle der Rohre» unterschrieben. In 1974 ist die Rede Ciber die Lieferungen in der SSSR 1,2 Mio. Großrohre gekommen, die in 1976-1977, In Ruhrgas AG verwirklicht waren und Sojusgaseksport haben den Vertrag über die Lieferungen 40 Mrd. Kubikmeter des Gases im Laufe von 25 Jahren wie zu Deutschland (10,5 Mrd. Kubikmeter), als auch noch in sechs europäische Staaten geschlossen. Das Konsortium, das aus den Gesellschaften sieben westeuropäischer Länder geführt
71
vom Konzern Mannesmann AG besteht, laut diesem Vertrag hat nicht nur der
Lieferung der Rohre für den Bau der Gasleitung mit der Länge fünf mit der Hälfte Tausende Kilometer, sondern auch der einzigartigen Ausrüstung für die Beute des
Gases und seiner Beförderung gewährleistet. Dank diesem einzigartigen Projekt war das Hauptleitungs-Gas-Rohrleitungsnetz geschaffen, das und die Hauptlieferungen des russischen kohlenhydrathaltigen Rohstoffs in die europäischen Länder im XXI. Jahrhundert gewährleistet.
Im Rahmen des Rates der gegenseitigen Wirtschaftshilfe ehemalig die GDR war ein führender Partner der SSSR. Die Produktions-Kooperationsbeziehungen verbanden Tausende sowjetischer und ostdeutschen Unternehmen tatsachlich in allen Industriezweigen. Aber im Laufe der Vereinigung der FRG und die GDR hat das westdeutsche Business auf das gegebene Erbe verzichtet, die Mehrheit der ostdeutschen Unternehmen aus diesen oder jenen Gründen war (ungeachtet ihrer großangelegten Unterstützung in 1990-1993 auf Kosten von den Lieferungen ihrer Produktion nach den weltweiten Preisen für die russischen Märkte im Rahmen des deutschen Programms der staatlichen Exportversicherung) geschlossen. Die
Beziehungen waren zerstört und nachher waren nicht wieder hergestellt.
Nach der bedeutenden Senkung des Warenumsatzes der Russischen Föderation mit vereinigtem Deutschland, besonders fing mit den neuen föderalen Erden am Anfang der Nachreformperiode, in 1994-1997 das Tempo seiner Größe wieder an, zuzunehmen. In der Jahresdurchschnittsberechnung für diesen Zeitraum ist er auf 11 % gewachsen, während die vereinte Auftenhandelswendung Deutschlands nur auf 8,4 % zugenommen hat. Die Finanzkrise in Russland in August 1998, bringend zur wesentlichen Entwertung Rubels, sowie die ungünstige Dynamik der weltweiten Preise für die Energieträger haben das bedeutende Fallen des gegenseitigen Warenumsatzes Ende der neunziger Jahre des vorigen Jahrhunderts bedingt.
Die Größe des deutschen Importes in der Russischen Föderation hat weniger die Hälften des Umfanges die 1997-1998 Hauptsachlich es in 1999-2000 gebildet es war mit der heftigen Senkung des Kurses russischen Rubels und der Erhöhung
72
der Einfuhrpreise verbunden. Das Interesse des deutschen Business für unser Land ist gesunken. Die Größe der kommerziellen und besonders nicht kommerziellen Risiken hat die Aktivität des deutschen Business nicht nur auf dem Gebiet des
Außenhandels wesentlich verringert, sondern auch in der Anlagesphäre, die Bildung der Gemeinschaftsunternehmen und der Produktionen, die regionale Zusammenarbeit und die wissenschaftlich-technische Kooperation, wurde die technische und konsultative Hilfe im Rahmen des Programms der Transformen verringert.
Es ist die Verschlechterung der Kreditbedingungen der Zusammenarbeit, in erster Linie im Rahmen der Überlassung der staatlichen Garantien der Wagen den deutschen Exporteuren und der Ausrüstung geschehen Russland wie der Darlehensnehmer war in 7. (schlimmst) die Gruppe des Risikos übersetzt. Die Situation fing an, sich in 2000 zu bessern, wenn der gegenseitige Warenumsatz dank der Vergrößerung des russischen Exportes im Vergleich zu 1999 mehr als auf das Viertel gewachsen ist. In 2004 hat die PRO die führenden Stellungen unter den Außenhandelspartnern der Russischen Föderation wieder sicher besetzt, neben einem Zehntel der Auftenhandelswendung gewährleistend.
2.8 Dienstleistungen
Dienstleistungen gehören zu den ökonomischen Gütern, die wie Waren (Sachguter) der Befriedigung menschlicher Bedürfnisse dienen. Im Unterschied zu den Sachgütern sind Dienstleistungen jedoch nicht lagerfähig. Im engeren Sinne bezeichnet man manchmal als Güter und stellt sie den Dienstleistungen gegenüber. Bei dem Wort Dienstleistung denken wir zuerst an eine Handreichung, an Bedienung, z.B. im Restaurant, im Frisiersalon oder an eine Taxifahrt. Es gibt heute viele Maschinen, die „Dienst leisten" und damit menschliche
Dienstleistungen ersetzen können. Es genügen hier einige Beispiele: Die vollautomatische Waschmaschine kann die Waschfrau ersetzen, die
Geschirrspüllmaschine, die Küchenhilfe, der Bankautomat einen Kassierer.
73
Es werden auch Dienstleistungen gewerblicher Unternehmen (wie Banken, Versicherungen, Handel, Verkehr) benötigt. Den Menschen stehen auch Dienstieistungen in den Bereichen Wissenschaft, Kunst, Gesundheitswesen, Sport usw. zur Verfügung.
Von den Unternehmen werden neben Dienstleistungen von Arbeitern und Angestellten auch gewerblicher Unternehmen (wie Banken, Versicherungen, Handel) und freier Berufe (wie Anwalt, Vertreter, Unternehmensund S teuerberater) angefordert.
Unter Dienstleistungen versteht man also die Tätigkeiten verschiedener Art auf verschiedenen Ebenen zur Erfüllung menschlicher Bedürfnisse.
2.9 Die Wirtschaftslehre
1. Mit der Wirtschaft scheint es sich wie mit der Gesundheit zu verhalten: Solange man gesund ist, kümmert man sich weder um die Kranken, nah um die vielen Krankheiten. Man erachtet oft genug die Gesundheit nicht einmal als ein besonderes wertvolles Geschenk. Ähnlich ist es im Wirtschaflsleben. Solange es den Menschen wirtschaftlich gut geht, kümmern sie sich herzlich wenig um all die Gegebenheiten, die Impulse, die ihre wirtschaftliche Existenz in Gang halten. Wenn aber plötzlich die Preise zu steigen beginnen, wenn man merkt, dass das Geld, welches man als Gegenleistung für die oft harte Arbeit bekommt, laufend seine Kaufkraft einbüßt, wenn man gar von einem Tag auf den anderen seinen Arbeitsplatz verliert, dann beginnt man doch, sich auch hier Gedanken zu machen.
2. Schlagen wir heute unsere Zeitung auf, dann stellen wir bald fest, dass die Innenpolitik einer Regierung fast ausschließlich aus Wirtschaftsund Sozialpolitik besteht. Vielseitig wirkt die Wirtschaft auf den Menschen ein. Sie beeinflußt alle Lebensbereiche. Ob die Menschen arbeiten oder Freizeit verbringen, ob sie Geld ausgeben oder sparen, etwas kaufen oder verkaufen, Verträge abschlißen, Miete, Heizung und auch Steuern zahlenimmer handelt es sich um wirtschaftliche Vorgänge. Umgekehrt beinflußt der Menschen seinerseits die Wirtschaft. Dabei spielt er im Wirtschaftsleben passive und aktive Rollen. Er ist nicht nur Produzent
74
(Hersteller), sondern gleichzeitig auch Konsument (Verbraucher). Alle wirtschaftlichen Menschen treffen täglich Entscheidungen und beeinflußen dadurch ständig das wirtschaftliche Geschehen. Also, die Wirtschaft beeinflußt den Menschen, der Mensch beeinflußt die Wirtschaft.
3.Jeder Mensch, der arbeitet, aber auch jeder, der nicht arbeitet, der Rentner, der Kranke, und jeder Mensch, der noch nicht arbeitet, jedes Baby, jedes Schulkind, nimmt in diesem System (in der Wirtschaft) einen bestimmten Platz ein. Jeder hat seine Funktion.
4.Selbstverständlich löst ein Topmanager, der Direktor einer Großbank, der President eines multinationalen Unternehmens einen größeren Impuls aus, als ein Baby, das gerade geboren ist. Trotzdem hat auch Baby seine Funktion. Wenn es nämlich keine Babys mehr gibt, bleiben die Kliniken halb leer, dann bleiben die
Babywäschefabrikanten auf ihren Waren sitzen, dann verkaufen die Kinderwagenfabrikanten nicht mehr so viele Kinderwagen, dann müssen die Hersteller von Babynahrung sich umstellen oder Konkurs anmelden, dann sine die Kindergarten nicht mehr voll. Die Kindergärtnerinnen haben nicht mehr genug
Arbeitsplätze. Es werden keine größeren Schulen mehr gebaut, dann haben die Architekten, die Baufirmen weniger zu tun.
5.Man konnte dieses und viele andere Beispiele noch unendlich fortsetzen. Sie lassen aber auch erkennen, dass Wirtschaft letzten Endes Politik ist, die Wirtschaftspolitik.
6.Wirtschaften bedeutet, sinnund planvoll zu handeln. Je aktiver der
Mensch sich am Wirtschaftsleben beteiligt, um so nachhaltiger kann er sein Leben, das Leben seiner Familie, seiner Mitbürger und letzten Endes die Wirtschaft und Wirtschaftspolitik des Staates mitgestalten.
2.10 Russischer Pharmamarkt in fremder Hand
Der Markt wächst wieder stärker, aber nicht dank einheimischer
Produzenten MDZ 2012-02-24Autor: Elena Issajewa
75
Immer mehr Medikamente werden in Russland hergestellt, die Träger des
Booms sind aber fast ausschließlich ausländische Unternehmen. Dieser Trend dürfte sich in den nächsten Jahren noch verstärken. Derweil müssen immer mehr Bürger ohne die kleine Apotheke um die Ecke auskommen.
Der russische Pharmamarkt wächst wieder stärker. Im Jahr 2011 legte er um 11 Prozent zu - 2010 musste man sich noch mit bescheidenen drei Prozent
Wachstum begnügen. Für das laufende Jahr wird eine Steigerung gar um 20 Prozent erwartet. Diese Zahlen wurden auf einer internationalen Konferenz zum Pharmaziegeschäft in Russland vorgestellt, die Anfang Februar in Moskau stattfand. Der positive Trend sei auf die Zunahme des Verbrauchs zurückzuführen, die eine größere Produktion angestoßen habe.
Den wesentlichen Beitrag zum Wachstum des russischen Marktes leisten die ausländischen Pharmaunternehmen, deren Arzneien einen Anteil von 70 % des Marktes haben. Die größten Player sind das Schweizer Unternehmen Novartis, das 6,5 % des Marktes hat, das französische Sanofi Aventis mit 5,6 % und die deutsche Bauer HealthCare mit 3,8 %. Das einzige relevante russische Unternehmen ist Pharmstandart mit einem Anteil von 4,8 %.
Auch in Zukunft werde der russische Markt größtenteils dank ausländischer Unternehmen wachsen, war man sich unter den Konferenzteilnehmern einig. Nach dem Beitritt Russlands zur Welthandelsorganisation (WTO) werde das Wachstum an Geschwindigkeit zunehmen, weil die Zölle von 15 Prozent auf 5 bis 6,5 Prozent sinken sollen.
Laut dem Leiter des Zentrums für Marktforschung Pharmexpert Nikolaj Demi werden nach dem Beitritt zur WTO viele neue ausländische Unternehmen nach Russland kommen. „Viele Unternehmen haben schon begonnen, ihre Werke für die Produktion innovativer Arzneimittel auszubauen", so Demidow. So baut Nycomed ein Werk in Jaroslawl, Berlin-Chemie und das dänische Novo Nordisk planen in Kaluga zu arbeiten.
Der Direktor der Assoziation der internationalen Hersteller Wladimir Schipkow lobt in diesem Zusammenhang die russische Regierung. Sie fordere den
76
Zuzug von Unternehmen und biete den Investoren günstige steuerliche Bedingungen. Dabei gehe es vornehmlich um die Arbeit in Clustern — spezielle Gebiete, wo viele Pharmaunternehmen konzentriert sind. Ein Beispiel dafür ist der Uralcluster, wo die deutsche Bayer Schering Pharma arbeitet.
Diese Pharma-Ballungen werden aber auch mit Skepsis betrachtet. „Ich kenne die russische Realität. Dem Papier nach fordert die Regierung das Business, aber in Wirklichkeit legen die Beamten die Unternehmen Steine in den Weg. Vielleicht strafen sie mich lügen und die Pharmaindustrie wird die erste Branche, wo die Unterstützung der Regierung hilfreich ist", meint Demidow von Pharmaexpert.
Die Gründung von Clustern ist einer der Versuche, das langfristige föderale Programm zur Entwicklung der Pharmaindustrie „Pharma 2020" zu erfüllen. Laut diesem ambitionierten Programm müssen alle russischen Unternehmen nach westlichem Standard arbeiten. Aber nicht alle werden die Umstellung bis 2020 schaffen. Es wird geschätzt, dass es von 450 Unternehmen nur 50 gelingen werde. Deshalb seien sie letztlich gezwungen, mit ausländischen Unternehmen zusammen in Clustern arbeiten oder würden gänzlich durch die Ausländer aufgesogen.
Gleichzeitig fordert die Politik mit „Pharma 2020" eine Verminderung des Anteils ausländischer Firmen auf dem russischen Pharmamarkt. Bis 2020 sollen die russischen Hersteller allein 50 Prozent des Marktes bestreiten. Aber es herrscht erheblicher Zweifel, ob die russischen Produzenten tatsachlich die Hälfte des Marktes werden abdecken können.
Während also immer mehr Medikamente in Russland produziert werden, geht es ihren Verkäufern weiterhin schlecht. Viele Apotheken haben in den letzten
Jahren schließen müssen. Das größte Problem für sie bleibt das Versicherungsgesetz, demnach alle Apotheken einen Versicherungsbeitrag von 34
Prozent zahlen müssen. Die Direktorin der Russischen Assoziation der Apothekennetze (RAAN) Nelli Ignatjewa meint, dass sich dieses Gesetz negativ auf den Markt auswirke, weil die Apotheken wegen des großen Steuersatzes unrentabel seien und schließen mussten. So hat etwa die russische Apothekenkette
77
„Apteki 36,6" schon 60 Filialen geschlossen. Ignatjewa denkt, dass es notwendig sei, den Steuersatz für die Apotheken auf 20 % zu senken - einen Brief an Medwedew hat sie auch schon geschrieben.
Viele Apotheken können aber nicht auf die Gnade des Präsidenten warten und stellen allmählich ihr Geschäft um. Sie gehen über zu einem DiscounterModell mit größeren Umsätzen bei niedrigeren Preise. So plant „Apteki 36,6" dieses Jahr 500 Apotheken umzurüsten, wo Pillen wie warme Semmeln weggehen sollen.
2.11 Die Letzte macht das Licht aus
Mehr als 11.000 Schlecker-Angestellte werden ins Ungewisse entlassen: Ihre Filialen hatten an diesem Samstag zum letzten Mai geöffnet. Eine endgültige Einigung der Länder zur Gründung einer Auffanggesellschaft steht noch aus.
Köln/Hamburg - Es ist der letzte Akt für Maria Inan: Um 18 Uhr schließt die Filialleiterin die Tür des Schlecker-Marktes in der Kölner Innenstadt ab. Sieben Jahre lang arbeitete sie für Schlecker - "die Kolleginnen und auch so mancher Kunde sind mir ans Herz gewachsen", sagt die alleinerziehende Mutter von zwei Kindern.
Insgesamt 2200 Geschäfte des insolventen Schlecker-Konzerns öffneten in dieser Woche zum letzen Mai. Maria Inan ist eine von den 11.200 Angestellten, die ihren Arbeitsplatz verlieren werden. 9500 erwartet unmittelbar die Kündigung, weitere Mitarbeiter aus den Warenlagern werden im April entlassen.
Schlecker-Angestellten sollen in einer sogenannten Transfergesellschaft aufgefangen werden. Allerdings ist noch immer nicht geklärt, wer für den 70 Millionen Euro-Kredit Burgen soll, der für die Gründung der Gesellschaft notwendig ist. Der Bund hatte angeboten, den Kredit über die staatliche Förderbank KfW abzuwickeln - will sich jedoch nicht an der Haftung beteiligen.
Noch immer keine Einigung der Länder zu Transfergesellschaft BadenWürttembergs Wirtschaftsminister Nils Schmid (SPD) erhöhte am Samstag den
Druck auf die anderen Bundesländer. Er förderte im "Deutschlandradio Kultur"
78
politisch verlässliche Erklärungen, dass die Länder für die Finanzierung der Gesellschaften bürgen. Sobald die Zusagen vorlagen, könne Baden-Württemberg in Vorleistung gehen - eine Sitzung des Finanzund Wirtschaftsausschuss des Landtags ist für kommenden Mittwoch angesetzt.
Auch Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) appellierte an die Bundesländer, dem Schlecker-Personal zu helfen. "Hier geht es nicht um die Rettung eines angeschlagenen Konzerns, sondern darum, die Mitarbeiterinnen nicht fallen zu lassen", sagte sie "Welt Online". Sie versicherte noch einmal: "Die Kreditanstalt für Wiederaufbau beim Bund würde einen Kredit geben, wenn die
Länder für diesen bürgen."
Die Transfergesellschaft soll den entlassenen Beschäftigten dabei helfen, möglichst schnell einen neuen Job zu finden. Die Betroffenen schließen mit der Gesellschaft einen Arbeitsvertrag für höchstens ein Jahr. Während dieser Zeit bezahlt die Arbeitsagentur das "Transferkurzarbeitergeld" von 60 Prozent des vorherigen Nettoentgelts für Arbeitnehmer ohne Kind und 67 Prozent für solche mit mindestens einem Kind.
Ende des Monats müssen die Beschäftigten entscheiden, ob sie in eine Transfergesellschaft gehen oder in die Arbeitslosigkeit", sagte Ver.Funktionär Jorg Lauenroth. Eine Übernahme in die Transfergesellschaft ist nur möglich, wenn die
Betroffenen die Kündigung nicht anfechten.
Diese wird das Schlecker-Personal wohl auch erst gegen Ende der kommenden Woche erhalten: Ein Sprecher des vorläufigen Insolvenzverwalters hatte angekündigt, die Entscheidung in Baden-Württemberg abzuwarten.
2.12 Starker Player in der Weltwirtschaft
Deutschland zählt zu den führenden Wirtschaftsnationen der Welt. Die starke Industrie und der herausragende Export setzen internationale Masstäbe.
Doch die deutsche Wirtschaft hat noch mehr zu bieten - auch dank fortwahrender Innovationen.
79
Von Johannes Gobel Steilpass in die Spitze. Einen Tag nachdem Deutschland im Halbfinale der Fußball-WM an Spanien gescheitert war, präsentierte das Statistische Bundesamt Zahlen, die den langjährigen ExportWeltmeister zumindest wirtschaftlich wieder träumen lassen.
So verzeichnet der deutsche Außenhandel nach den jüngsten Daten den stärksten Anstieg seit zehn Jahren. Knapp 30 Prozent legte der Export im
Vergleich zum Mai 2009 zu. „Mit aller Kraft sprintet der Außenhandel aus der Krise", betont denn auch Anton F. Borner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA). „Der Außenhandel hat wieder seine Funktion als Motor für die deutsche Wirtschaft übernommen."
Der Export tragt entscheidend dazu bei, dass Deutschland eine der führenden Wirtschaftsnationen ist. Nachdem sich die Bundesrepublik von 2003 bis 2008 mit dem Titel des Export-Weltmeisters schmucken konnte, wurde sie 2009 von der Volksrepublik China überholt. Das bevölkerungsreichste Land der Welt ist auch Deutschlands dynamischster Exportpartner, unter anderem wichtigster Abnehmer deutscher Maschinen und zugleich zweitwichtigster Importpartner. Das Beispiel China zeigt zudem, dass Deutschland nicht nur durch Export und Import die Weltwirtschaft prägt. So ist die Bundesrepublik seit 1999 der wichtigste europäische Investor der Volksrepublik. Rund 2500 deutsche Unternehmen sind in China mit Investitionen vertreten.
Besonders beeindruckend: Das Volkswagen-Werk in Shanghai, das 2010 aller Voraussicht nach erstmals mehr als eine Million Autos produziert und somit zur größten Autofabrik der Welt wird. In Nanjing betreibt der deutsche ChemieRiese BASF seine größte Hightech-Fabrik in Asien, ein Joint Venture mit dem chinesischen Ölkonzern Sinopec.
2.13 Bekämpfung der Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung
Die rund 6.500 Zöllnerinnen und Zöllner der "Finanzkontrolle
Schwarzarbeit" überprüften im vergangenen Jahr über 524.000 Personen (2010:510.000) und annähernd 68.000 Arbeitgeber (2010: 63.000). Dabei deckten
80
