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НІМЕЦЬКА МОВА ПІДРУЧНИК ЕЛ ВАР.doc
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I. Vorübungen

1

Lernwortschatz

Sensor m, -en

чутливий елемент, сенсор

Vereiterung f, -en

нагноєння

Cholesteatom n, -e

холестеатома

abstehend

відстовбурчений

erzeugen

створювати, виробляти

Eustachische Röhre f

Євстахієва труба

Dehnung f, -en

витягнення, розширення

Explosion f, -en

вибух, розривання

Knalltrauma n, -en

звукова травма при вибуху

Tinnitus m,

шум у вухах

Schwellung f, -en

припухлість, напухання

Knorpel m, -

хрящ

Hörvermögen n, -

здатність чути, слух

Ohrstreifen m, -

лікувальна стрічка для вуха

beheben, behob, behoben

усувати, ліквідовувати

2

Merken Sie sich!

Akustische Signale: Schalldruckveränderungen;

Schwerhörigkeit: die Minderung des Hörvermögens;

Segelohr: die Schwellung des Außenohres, der Ohrmuschel;

Hörvermögen: auditive oder akustische Wahrnehmung.

3

Bestimmen Sie aus welchen Wörtern die Zusammensetzungen bestehen und übersetzen Sie diese ins Ukrainische:

das Außenohr, die Entzündungsprodukte, der Schalldruck, die Knorpelhautentzündung, die Ohrmuschel, die Kalkablagerung, die Röntgenuntersuchung, der Selbstreinigungsprozess, die Gehörknöchelchenkette, die Ohrmuschelfehlbildung, die Flüssigkeitsansammlung.

II. Lesen und übersetzen Sie den Text Die Erkrankungen des Ohres

Das Ohr ist ein Sinnesorgan, ein Sensor, mit dem akustische Signale, also Schall, Töne oder Geräusche als akustische Wahrnehmungen aufgenommen werden. Das menschliche Ohr kann auf verschiedenartige Weisen erkranken, die jeweils für den betroffenen Teil des Ohres spezifisch sind.

Das Außenohr ist durch seine relativ dünne Haut im Gehörgang und in der Ohrmuschel empfänglich für Infektionen mit Bakterien oder Pilzen. Diese führen zur häufig beobachteten Ohrenentzündung oder Otitis. Durch geschwächte Abwehr und mangelhafte Behandlung kann die Infektion auf den Knochen, der den Gehörgang umgibt, übergreifen und dessen Vereiterung verursachen. Man spricht dann von einem Cholesteatom, das nur operativ behandelt werden kann. Es gibt angeborene und erworbene Ohrmuschelfehlbildungen. Die häufigste angeborene Ohrmuschelfehlbildung sind die abstehenden Ohren.

Auch das Mittelohr kann von einer Entzündung und Vereiterung betroffen sein. Diese erzeugen oft einen Überdruck im Mittelohr, weil die Eustachische Röhre anschwillt und die Entzündungsprodukte nicht abfließen können. Durch den Überdruck entsteht am Trommelfell eine schmerzhafte Dehnung. Durch die Infektion können auch die Gehörknöchelchen angegriffen und zerstört werden. Das Mittelohr kann weiterhin durch große Schalldrücke beschädigt werden, wie sie bei Explosionen entstehen. Zusammen mit den anderen hieraus entstandenen Schäden spricht man vom Knalltrauma.

Die häufigsten Erkrankungen des Innenohres treten im Zusammenhang mit dauerhafter Lärmbelastung und Knalltraumata auf. Die Umwandlung der mechanischen Reize in Nervenimpulse ist dann nicht mehr möglich und eine Schwerhörigkeit stellt sich ein. In diesem Zusammenhang tritt auch oft Tinnitus auf. Weiterhin ist das Innenohr Ziel von vor allem viralen Infektionen, wie Meningitis, Masern und Mumps. Auch verschiedene Medikamente (z.B. Gentamicin) können das Innenohr schädigen.

Die Knorpelhautentzündung: Sie beginnt durch eine kleine Wunde im oder am Ohr und wird durch Bakterien z.B. im Wasser ausgelöst. Durch die Entzündung entsteht eine Schwellung der Ohrmuschel und des Gehörgangs, die ein umgangssprachliches Segelohr hervorruft. Diese Erkrankung sollte durch intravenöse Zufuhr von Antibiotika (stationär) behandelt werden, da sich sonst in dem betroffenen Knorpel Kalkablagerungen bilden, die zu einem dauerhaften Segelohr führen.

Zur Diagnostik von Erkrankungen des Ohres stehen neben den allgemein üblichen Methoden der Medizin wie Röntgenuntersuchungen, serologischen und visuellen Untersuchungen auch Hörtests zur Verfügung.

Die häufigste Erkrankung des äußeren Ohres ist Otitis externa – Infektion des äußeren Gehörganges. Der Auslöser ist in den meisten Fällen eine Infektion mit Bakterien oder Pilzen, selten eine allergische Reaktion. Werden die Zellschichten verletzt, beispielsweise durch eine unsachgemäße Reinigung der Ohren mit Wattestäbchen, die zu weit ins Ohr gelangen, kann der Selbstreinigungsprozess der Ohren gestört werden, es führt auch zur Otitis. Die typischen Symptome einer Infektion der Otitis sind Juckreiz, Rötung, starke Schmerzen (vor allem beim Kauen), Zuschwellen des Gehörgangs, Ausfluss aus dem Ohr. Oftmals wird auch eine Verminderung des Hörvermögens beobachtet. Die Therapie beginnt mit einer Reinigung des Ohres. Anschließend werden häufig antibiotika- oder glukokortikoidhaltige Ohrstreifen eingelegt.

Schwerhörigkeit ist ein akutes Problem der heutigen Zivilisation. Hörstörungen können ganz unterschiedliche Ursachen haben. Grob lassen sie sich in drei Bereiche einteilen: die Schallleitungs-, Schallempfindungs- und Schallwahrnehmungs-Schwerhörigkeit.

Bei der Schallleitungs-Schwerhörigkeit gelangen Schallwellen vermindert oder überhaupt nicht mehr ins Innenohr. Bei Schallempfindungs-Störungen geben das Trommelfell und die Gehörknöchelchenkette die Schallwellen zwar richtig weiter, doch werden die Signale nicht korrekt weitergeleitet und verarbeitet. Bei der Schallwahrnehmungs-Schwerhörigkeit treten die Hörprobleme erst im Gehirn auf. Dort werden eintreffende Hörsignale normalerweise identifiziert und bekommen eine Bedeutung. Bei einer Schallwahrnehmungs-Schwerhörigkeit leitet der Hörnerv die Signale zwar richtig weiter, das Gehirn leitet sie aber fehl oder verarbeitet sie falsch weiter. Die Folge: Der Betroffene hört zwar die Töne, kann aber nichts mit ihnen anfangen. Die Ursachen der Schwerhörigkeit können unterschiedlich sein: Barriere im Gehörgang (Ohrenschmalz, Fremdkörper, Fehlbildungen), Mittelohrentzündungen, Flüssigkeitsansammlung im Mittelohr, krankhafte Veränderungen des Innenohrs, Tumoren, Fehlbildungen des Hörnervs u.a. Die Schwerhörigkeit lässt sich mittels einer Ohrenspiegelung und einigen Hörtests erkennen. Je nach Ursache wird eine Schwerhörigkeit unterschiedlich behandelt. Der Betroffene enthält entsprechende Medikamente, Flüssigkeit im Ohr kann der Arzt absaugen, die Trommelfell- und Gehörknöchelchendefekte lassen sich operativ beheben. Die Schwerhörigkeit ist in der Regel auch durch den Einsatz von Hörsystemen behandelbar.