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Die deutschen zeitungen schreiben über belarus

Aufgabe 1. Lesen Sie folgende Artikel und machen Sie Kurzreferate.

Artikel 1.

Hamburger Morgenpost

02.02.2010

Weißrussland verschärft Internet-Überwachung

Minsk/Moskau – Das autoritär regierte Weißrussland hat ein Jahr vor der Präsidentenwahl eine stärkere Überwachung des Internets eingeführt, das in dem Land als letzter Raum für freie Meinung gilt.

Ab dem 1. Juli 2010 müssten Internet-Dienstleister (Provider) alle persönlichen Daten sowie das Profil der Benutzer sammeln, wie die unabhängige weißrussische Agentur Belapan am Montag aus der Hauptstadt Minsk meldete. Ein entsprechendes Dekret sei von Präsident Alexander Lukaschenko unterzeichnet worden. Darin begründet das von Menschenrechtlern als letzter Diktator Europas bezeichnete Staatsoberhaupt den Schritt mit dem «Kampf gegen alles Ungesetzliche, um die Sicherheit des Landes und seiner Bürger zu verbessern».

Bereits zuvor hatte Lukaschenko angeordnet, dass künftig Webseiten und Internet-Nutzer streng von der Regierung und einer Sondereinheit der Präsidialverwaltung kontrolliert würden. Anfang 2011 sind in der Ex-Sowjetrepublik Präsidentenwahlen geplant, bei denen Lukaschenko erneut siegen will. Die Opposition fürchtet, bei der Abstimmung ohne Medienzugang chancenlos zu bleiben. Die Regierung in Minsk hatte die ohnehin strikten Mediengesetze im vergangenen Jahr weiter verschärft.

Ressort: pl

Artikel 2.

Kieler Nachrichten

Kinder aus Weißrussland leiden nach wie vor an Spätfolgen

Die vergessenen Tschernobyl-Opfer

Gettorf – Radioaktivität hat eine längere Halbwertzeit als das menschliche Gedächtnis. Nach wie vor leiden die Kinder aus Weißrussland an den Spätfolgen der Tschernobyl-Katastrophe von 1986. Doch die Bereitschaft, den immungeschwächten Mädchen und Jungen zu helfen, nimmt von Jahr zu Jahr ab. Die Atomreaktor-Katastrophe, durch die weite Landstriche Europas radioaktiv verseucht wurden, wird verdrängt und vergessen. Dies bekommt auch die Gettorfer Tschernobyl-AG zu spüren.

Burkhard Kitzelmann

21.07.2009

Sasha findet's lustig: Eine freche Ziege aus dem Streichelzoo Gettorf frisst seinen Tierpark-Rallyebogen.

Foto: Kitzelmann

Seit 1993 lädt die Initiative alljährlich Kinder aus Weißrussland nach Gettorf ein. «Dadurch wird nachweislich ihr angegriffenes Immunsystem gestärkt», sagt Tschernobyl-AG-Leiterin Svantje Gnutzmann. Konnten 2003 noch für 33 Kinder Gasteltern gefunden werden, schrumpfte die Gruppe in diesem Jahr auf elf. Wie NDR Info am Montag berichtete, kämpfen in Deutschland immer mehr Tschernobyl-Vereine um ihre Existenz. Der Verein «Kinder für Tschernobyl» aus dem Harz kann ab 2010 keine jungen Weißrussen mehr einladen. Es fehlt sowohl an Gasteltern als auch an Spenden.

«Dabei sind die Erholungsaufenthalte für die Kinder so wichtig», sagt Marina Schwetzowa. Die Deutsch- und Englischlehrerin aus Gomel betreut die Sieben- bis Zwölfjährigen, die seit dem 1. Juli bei Gastfamilien in Gettorf, Neudorf, Neuwittenbek und Rieseby untergebracht sind. «Nach wie vor sind die Krankenstationen voll, in denen Kinder wegen Schilddrüsenkrebs und Leukämie behandelt werden», berichtet die Betreuerin. Milch und Molkereiprodukte seien in ihrer Heimat hoch radioaktiv belastet. «Wenn dann bei uns darüber geredet wird, dass Krümmel wieder ans Netz soll, wird mir ganz anders», so Svantje Gnutzmann. Ihr sei aufgefallen, dass die Gastkinder aus Weißrussland wenig belastbar sind und schnell müde werden. «Aber alle fühlen sich hier wohl, sind total nett und würden am liebsten noch viel länger bei uns im Wohld bleiben», freut sich die Tschernobyl-AG-Leiterin.

.Ostsee-Info-Center und Wellenbad, ein Ausflug in den Freizeitpark Tolk, ein bunter Nachmittag mit der AWO im Haus der Jugend – jeden Tag gab und gibt es für die Kinder etwas Neues zu entdecken. Bei einem Besuch in der Gettorfer St.-Jürgen-Kirche hat sich die zehnjährige Julia zur Freude von Pastorin Christa Loose-Stolten an die Orgel gesetzt und Stücke aus ihrer Heimat gespielt. Gestern stand eine Tierpark-Rallye aus dem Programm. «Das ist alles so sauber hier», bemerkte der elfjährige Zhenia, während sein Freund Sasha (10) seinen Spaß mit einer frechen Ziege hatte, die seinen Rallye-Fragebogen auffressen wollte.

Heute in einer Woche wird zusammen mit AWO-Kindern und der Jugendfeuerwehr ein Abschiedsfest im Haus der Jugend gefeiert. Vielleicht finden sich bis dahin ja bereits ein paar neue Gasteltern, die im nächsten Jahr ein Kind aus Weißrussland aufnehmen möchten. Svantje Gnutzmann (Tel. 04346/5133) würde sich darüber freuen.

Aufgabe 2. Tagesschau.

Sie sollen den anderen Studenten mitteilen, was die deutschen Zeitungen über Weißrussland schreiben.

Durchführung:

Vom Zeitansatz her reicht in aller Regel eine Sequenz von 5 – 10 Minuten, Konkret heißt dieses: Etwa 10 Minuten vor Unterrichtsschluss setzen Sie sich in einem Stuhlkreis/Sitzkreis zusammen und erzählen der Reihe nach davon, was die deutschen Zeutingen über Weißrussland momentan schreiben. Darauf sollen Sie sich bestimmt zu Hause gut vorbereiten.