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Файл:Ординатура / Хирургия / Библиотека им академика М.И. Перельмана / Книга_5299_Библиотеки_им_академика_М_И_Перельмана.pdf

Um herauszufinden, unter welchem Typ Kopfschmerz Sie
leiden
, werden in der Abklärung folgende Fragen gestellt:
- Wie fühlt sich der Schmerz an? Ist er eher dumpf und drü-
ckend, als würde sich ein Band um den Kopf legen? Oder
ist der Schmerz pulsierend oder doch eher stechend?
- Wo tut es überhaupt weh? Einseitig, beidseitig, schmerzt
der gesamte Kopf? Treten die Schmerzen immer an der-
selben Kopfhälfte auf? Wechselt der Schmerz die Seiten?
Ist eher der Hinterkopf betroffen oder sind es die Schlä-
fen?
- Wie lange dauern die Schmerzen? Wenige Sekunden bis
Minuten? Stunden oder gar Tage?
- Was beeinflusst die Schmerzen? Gibt es bestimmte Aus-
löser, zum Beispiel Stress, Schlafmangel, Streit mit dem
Partner?
- Was verstärkt die Schmerzen, beziehungsweise was lindert
sie?
- Gibt es weitere Begleiterscheinungen , di e eventuell gleich-
zeitig oder kurz davor oder kurz danach mit den Beschwer-
den auftreten? Zum Beispiel Übelkeit und Erbrechen, Seh-
störungen, neurologische Ausfälle wie Sprachstörungen
oder Lähmungen?
- Gibt es eine Licht- oder Geräuschempfindlichkeit?
Grundsätzlich gilt: Wenn Kopfschmerzen zum ersten Ma l
auftreten, sich ein bereits gut bekannter Kopfschmerz ver -
ändert oder die Zahl der Kopfschmerzattacken deutlich an-
steigt, sollte man das Ganze unbedingt ärztlich abklären
lassen. Hier kann der schnelle Griff zu frei verkäufliche n
Arzneimitteln eventuell gravierende sekundäre Kopfschmer -
zen, also die eigentliche Erkrankung, leich t verschleiern.
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A m häufigsten treten sekundäre Kopfschmerzen im Rah-
men von Infekten auf. Jeder, der schon mal einen grippalen
Infekt hatte, weiß, dass dazu neben Glieder- auch Kopf-
schmerzen gehören. Warum? Bei grippalen Infekten , die
durch verschiedene Viren ausgelöst werden können, wissen
wir, dass diese auch sehr gerne im zentralen Nervensystem
vorbeischauen und damit zu einer lästigen, aber meist un-
gefährlichen entzündlichen Begleitreaktion der Hirnhäute
führen, und damit zu Kopfschmerzen.
Andere Ursachen für sekundäre Kopfschmerzen sind
Kopfverletzungen, Nebenwirkungen von Medikamenten
oder auch unvernünftiger Alkoholkonsum sowie bei Entzug
von Alkohol und / oder Medikamenten. Gefäßerkrankungen
im Bereich des Kopfes oder Halses können ebenfalls Kopf-
schmerzen auslösen, Schäden im Bereich der Halswirbelsäu-
le, Tumoren aber auch jede Meng e anderer Erkrankungen
von Zähnen, Ohren, Nase, Nasennebenhöhlen oder Störun-
gen im Bereich bestimmte r Gesichtsnerven. Diese Liste ließ e
sich noch um Längen weiterführen, aber da s würde an diese r
Stelle nur unnötige Ängste schüren. Mit zu den häufigsten
Ursachen sekundärer Kopfschmerzen gehört eine Fehlsich-
tigkeit, die das Auge mit viel Anstrengung auszugleichen
versucht und die wiederum zu Kopfschmerzen führen kann.
Wie leicht sind diese Schmerzen mit einem Gang zum Opti-
ker oder Augenarzt zu beheben.
Bei folgenden Warnsymptomen sollte man allerdings eine
umgehende ärztliche Abklärung veranlassen:
- Erstmaliges Auftreten von starkem und anhaltendem
Kopfschmerz
- Erstmaliges Auftreten von Kopfschmerzen jenseits des
fünfzigsten Lebensjahres
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- Neu auftretende Kopfschmerze n bei bekannter Krebs-
erkrankung
- Kopfschmerzen in Zusammenhang mit Fieber, Hautaus-
schlag und Nackensteifheit
- Veränderung bestehender Kopfschmerzen mit Zunahme
von Intensität und Häufigkeit
- Kopfschmerzen mit einem auffälligen neurologischen
Untersuchungsbefund, der nicht durch eine Migräneaura
zu erklären ist
- Hinweise auf Hirndruck, wie zum Beispiel anhaltende
morgendliche Übelkeit, lageabhängiger Kopfschmerz
oder einer Verschlechterung beim Pressen
- Zusätzliches Auftreten von epileptischen Anfällen
- eine Wesensveränderung de s Betroffenen
Ich merke gerade, dass ich Ihnen mit meinen letzten Sätzen
eventuell doch ein bisschen Angst gemacht habe, deswegen
möchte ich das Ganze ein Stück weit relativieren. Bitte erin-
nern Sie sich: Die allermeisten Kopfschmerzen sind primäre
Kopfschmerzen! Wenn keine typischen Warnsymptome vor-
liegen und sich auch aus der Anamnese, das heißt, der profes-
sionellen Erfragung von medizinischen Informationen des
Patienten durch einen Arzt, keine begründeten Zweife l am
Vorliegen einer primären Kopfschmerzerkrankung ergeben,
dann ist eine über die körperlich e und neurologisch e Unter-
suchung hinausgehende Diagnostik, wie zum Beispiel Blut-
oder Nervenwasseruntersuchungen, Hirnstrommessungen
oder eine Bildgebung vom Kopf auch nicht erforderlich.
Im Folgenden möchte ich Ihnen di e wichtigsten primären
Kopfschmerzarten etwas näherbringen: den Spannungs-
kopfschmerz, die Migräne, den Cluster-Kopfschmerz und
den Kopfschmerz durch Medikamentenübergebrauch.
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Spannungskopfschmerz
Medizinisc
h korrekt müsste es eigentlich Kopfschmerzen
vom Spannungstyp heißen, zur besseren Lesbarkeit bleiben
wir aber beim gebräuchlichen Ausdruck Spannungskopf-
schmerz. Die Auftrittshäufigkeit liegt in der deutschen
Bevölkerung bei 20 bis 78 Prozent (je nachdem, ob auch ge-
legentliche Kopfschmerztage pro Jahr mit erfasst werden).
Rund ein Drittel aller Deutschen hat mindestens einmal im
Monat Spannungskopfschmerzen und circa drei Prozen t
haben chronische Spannungskopfschmerzen. Das heißt, sie
haben mehr Kopfschmerztage als kopfschmerzfreie Tage.
Bewegen sich die Kopfschmerztage in einem Bereich von
unter 15 Tagen im Monat, spricht man von episodischen
Spannungskopfschmerzen. Spannungskopfschmerzen sind
meist beidseitig, und es liegen oft Verspannungen eine r sen-
sibilisierten Muskulatur im Schulter- und Nackenbereich
vor. Typischerweise dauern Spannungskopfschmerzen zwi-
schen einer halben Stunde und einer Woche . Übelkeit und
Erbrechen treten normalerweise nicht auf. Die Patienten
sind in der Regel nicht licht- oder lärmempfindlich, wenn
aber doch, dann nur eines von beiden. Patiente n beschreiben
Spannungskopfschmerzen oft als drückende oder beengen-
de Schmerzen, die nicht pulsieren. Entweder haben sie das
Gefühl, einen zu engen Fahrradhelm auf dem Kopf zu haben
oder ein kleines Männchen würde bei ihnen im Kopf sitzen
und von innen gegen die Knochen drücken.
Die Betroffenen geben in der Regel eher leicht e bis mittlere
Schmerzstärken an und fühlen sich durch di e Beschwerden
nur wenig eingeschränkt, das heißt, sie können Alltags -
tätigkeiten weiter verrichten und meistens auch normal
arbeiten. Ein anderes wichtiges Kriterium ist, dass körper-
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lich e Aktivität, wie zum Beispiel das Treppensteigen, die
Schmerzen nicht verstärken. Wenn wir die Patienten bei der
Untersuchung abtasten, finden wir interessanterweise im Be-
reich der Schulter- und Nackenmuskulatur häufi g massive
Verhärtungen vor, die wiederum in den hinteren Bereich
des Kopfes hineinstrahlen. Hier lohnt es sich nun, sich et-
was intensiver mit dem Wort »Spannung« zu beschäftigen.
Denn Verspannung kommt in aller Regel von Anspannung
und damit von Stress. Die meisten Menschen, di e man zu
ihren Spannungskopfschmerzen befragt, können eindeutige
Zusammenhänge zwischen Stress und einer erhöhten Auf-
tretenswahrscheinlichkeit von Spannungskopfschmerzen
herstellen. Auffällig oft haben die Betroffenen zu m Beispiel
im Urlaub oder am Wochenende weniger oder gar keine Pro-
bleme (es sei denn, der »Stressmacher« ist der Partner, dann
kann es natürlich auch umgekehrt sein).
Vorsicht vor Schmerzmedikamenten!
Gerade bei dieser am häufigsten vorkommenden Kopf-
schmerzform muss man klipp und klar sagen, dass
Schmerzmedikamente hier quasi keinen Stellenwert haben.
Natürlich ist es im Zweifel bequemer, sich eine Tablette ein-
zuschmeißen und einfach weiterzumache n wie immer, aber
mit Blick auf die Nebenwirkungen ist das der falsche und
gefährlichere Weg. Was wirklich hilft, kurz- und langfristig,
ist die Fähigkeit, seinem Körper und Geist ausreichend Ruhe
zu verschaffen. Wenn Sie unter Spannungskopfschmerzen
leiden, lernen Sie zu entspannen! Das Zauberwort heißt Ent-
spannungstherapie, zum Beispiel eine progressive Muskel-
entspannung nach Jacobson. Man kann versuchen, sich mit
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eine
m kalten Waschlappen Linderung zu verschaffen. Man
kann sich zur Kühlung auch Pfefferminzöl auf die Schläfen
reiben (Vorsicht, bitte nicht in die Augen!). Es gibt mittlerwei-
le sogar kleine Pfefferminz-Roll-ons, die wie kleine Deoroller
aussehen und in jede Hosentasche passen. Man kann auch
mit Transkutaner Elektrischer Nerven-Stimulation (TENS)
arbeiten. Erkundigen Sie sich, testen Sie aus un d bleiben Sie
bei der Variante, mit der Sie sich wohl fühlen. Ansonsten gilt
natürlich auch hier, auf eine ausreichende Schlafhygiene zu
achten, genug zu trinken und sich regelmäßig zu bewegen .
Ich kläre meine Patienten klar und deutlich darüber auf, dass
Schmerzmedikamente hier der absolut falsche Weg sind. Ich
begrenze die Einnahmetage im Monat auch auf maximal
fünf. Zum einen, um das Risiko für medikamentenbedingte
Langzeitorganschäde n so gering wie möglich zu halten un d
zum anderen, um Dauerkopfschmerzen durch Medikamen -
tenübergebrauch zu vermeiden (siehe weiter unten) .
Migräne
Es gibt diesen wunderschönen Cartoon: Ein junger Mann
sitzt vor einem Computerbildschirm, hinter ihm fliegt eine
kleine Fee, vielleicht zehn Zentimeter groß , die gerade mit
einem mindestens dreimal so große n Vorschlaghammer
zum Schlag ausholt. Die Bildunterschrif t lautet: »Gleich be-
kommt Walter Besuch von der Migräne-Fee«.
Laut der Weltgesundheitsorganisation gehört die Migräne
zu den zwanzig Erkrankungen mit der größten Beeinträch-
tigung für die Betroffenen. Gemäß aktueller Daten haben
rund vierzehn Prozent aller Deutschen mindestens einmal
im Jahr einen Migräneanfall, wobei Frauen mehr als doppelt
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so häufig davon betroffen sind wie Männer. Anhand des
Cartoons und der Einschätzung der Weltgesundheitsorga-
nisatio n merken Sie schon, dass die Migräne wirklich eine
fiese Sache ist. In der Literatur finden sich demnach ziem-
lich drastische Formulierungen wie »Hölle im Hirn« und bei
fast zehn Millionen Betroffenen in Deutschland lohn t sich
durchaus ein etwas genauerer Blick auf diese Erkrankung.
Was passiert bei Migräne eigentlich im Kopf?
Bei einem Migräneanfall kommt es zu einer Erweiterung der
Gefäße mit einer erhöhten Durchlässigkeit de r Gefäßwän-
de, wodurch Stoffe ins Gewebe gelangen, die zu einer Ent-
zündungsreaktion führen. Diese wiederum aktivieren die
schmerzweiterleitenden Äste eines bestimmten Hirnnervs,
des sogenannte n Nervus Trigeminus. Bis vor nicht allzu lan-
ger Zeit dachte man, dass die Gefäßerweiterung die eigent-
liche Ursache der Beschwerden wäre, da unsere Gefäße - wie
bereits erwähnt - ja auch Schmerzrezeptoren haben, die auf
Dehnungsreize mit Schmerzen reagieren können. Heute
weiß man aber, dass es die Entzündungsreaktion ist, die diese
fiesen Beschwerden verursacht. Wi r wissen auch, dass es bei
der Migräne ein e erbliche Komponente gibt, die so deutlic h
zu Buche schlägt, dass man, wenn beide Eltern Migräniker
sind, bei den Kindern mit einem rund achtzigprozentigen
Risiko mit einem späteren Auftreten von Migräne rechnen
muss. Es gibt Faktoren, die Migräneanfälle begünstigen
können: Stress, Schlafmangel, bestimmte Nahrungsmittel
und vieles mehr. Aber auch hormonelle Schwankungen im
Rahmen des weiblichen Zyklus und Wetterumschwünge
sind bekannte Auslöser.
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Wie sieht eine typische Migräne aus?
Nach den Kriterien der Internationalen Kopfschmerzge-
sellschaf t handelt es sich hierbei in de r Regel um einseiti-
ge Kopfschmerzen (zur Erinnerung: bei Kindern kann das
anders sein), und die Schmerzen werden als pulsierend be-
schrieben. Sie sind von mindestens mittlerer bis eher star-
ker Intensität mit zum Teil erheblichen Einschränkungen
der Alltagstauglichkeit. Die Schmerzen verschlimmern
sich durch körperliche Aktivität, vielfach kommt Übelkeit
und/oder Erbrechen hinzu. Meist empfindet der Betroffene
auch eine gesteigerte Licht- und Geräuschempfindlichkeit.
Typischerweise zieht sich der Migräniker im Rahmen seiner
Attacke in einen ruhigen und dunklen Raum zurück und
will seine Ruhe. Oftmals schlägt eine solche Attacke binnen
weniger Minuten zu, ein Teil der Patienten sieht direkt vo r
einer Schmerzattacke auch seltsame Lichtblitze oder farbige
Flecken - sie haben eine sogenannte Aura. Bei dieser Aura
kommt es nicht zuerst zu der beschriebenen Gefäßerweite-
rung, sondern zu einem Zusammenziehen der Gefäße und
somit zu einer kurzfristigen Durchblutungsstörung be-
stimmter Gehirnareale, die diese Beschwerden verursachen,
gefolgt von Gefäßerweiterung mit Entzündungsreaktion.
Der wesentliche Unterschied zu Spannungskopfschmer-
zen ist, dass man bei einer Migräneattacke auf jeden Fall
frühzeitig und dann auch möglichst hochdosiert eine me-
dikamentöse Attacken-Therapie durchführen sollte. Wenn
jemand nicht hinreichend auf klassische Kopfschmerzme-
dikamente wie Ibuprofen oder Metamizol anspricht (oft ist
das Problem auch die starke Übelkeit, denn dann gelangen
die Medikamente schlicht und ergreifend nich t aus dem Ma-
gen-Darmtrakt in die Blutbahn), kann man versuchen, die
Attacke mit ganz bestimmten, bei Migräne spezifisch wirk-
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same n Medikamenten, den sogenannten Triptanen, zu un-
terbrechen. Der Vorteil ist hier, insbesondere für Menschen,
die unter massiver Übelkeit leiden, dass es einige dieser Sub-
stanzen auch als Nasenspray gibt. Der Wirkstoff wird dann
über die Nasenschleimhaut resorbiert und landet sicher im
Körper.
Der Grundsatz - auch bei der Migräneattacke - lautet, wie
bei jedem anderen Schmerz auch: Attacken-Therapie früh-
zeitig und hochdosiert, sonst rennt man dem Ganzen nur
noch hinterher.
Es gibt durchaus einige Patienten, die kein befriedigendes
Ansprechen auf eine Akutbehandlung zeigen und sehr viel e
Anfälle haben. Hier kann man sich Gedanken über eine so-
genannte Prophylaxe machen. Es gibt verschiedenste Sub-
stanzen von Magnesium über Betablocker und bestimmte
Antiepilepsie-Medikamente, die helfen können, die Atta-
ckenfrequenz und Stärke zu reduzieren. Auch Botox kommt
hier mittlerweile zum Einsatz. Zu beachten sind hier jedoch
die durchaus nicht unerheblichen Nebenwirkunge n der
verwendeten Medikamente. Ansonsten gelten die gleichen
Grundregeln wie bei Spannungskopfschmerzen : Stress-
reduktion, Sport, Entspannungsverfahren erlernen. Auch
gibt es hier noch weitere nicht-medikamentöse Behand -
lungsverfahren, die eine Weiterentwicklung der TENS-The-
rapie darstellen, oder computergestützte Übungsverfahre n
wie Biofeedback, die absolut hilfreich sein können.
Cluster-Kopfschmerz
Diese Form von Kopfschmerzen betrifft, je nach Quelle, zwar
nur maximal 0,2 Prozent aller Deutschen, sie gehört damit
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aber immer noch zu den häufigen Kopfschmerzformen.
Cluster-Kopfschmerzen gehen mit einer sehr starken Beein-
trächtigung für di
e Betroffenen einher. Männer sind eher
betroffen als Frauen. Die Schmerzanfälle kommen oftmals
i
n Serien, das heißt, es gibt Tage, an denen mehrere Attacken
auftreten und zwischen dreißig Minuten und zwei Stunden
andauern. Und dann gibt es wieder Phasen, in denen die
Betroffenen für viele Wochen oder gar Monat e Ruhe haben
können. Der Cluster-Kopfschmerz wird als unerträglich be-
schrieben
, als würde man einen Gegenstand direkt ins Auge
bohren
. Oftmals tränt auch das Auge der betroffenen Seite,
und die Nase ist verstopft. Hinzu kommen typische Migrä-
ne-Begleiterscheinungen wie Übelkeit, Erbrechen, Licht- und
Geräuschempfindlichkeit. Hatte man früher noch gedacht,
dass Entzündungen an Blutgefäßen im Gehirn die Haupt-
ursach
e der Beschwerden erklären würde, weiß man heute,
dass bestimmte Strukturen im Gehirn, die unter andere
m
für die Steuerung unseres Tag-Nacht-Rhythmus mitverant-
wortlic
h sind, während einer Cluster-Attacke auffällig aktiv
sind. Allerdings kann man dieses neue Wissen noch nicht
wirklic
h gewinnbringend in eine Leidenslinderung für die
Betroffene
n übersetzen. Cluster-Kopfschmerzen werden
sehr selten richtig diagnostiziert, oftmals rennen die Patien-
te
n jahrelang von Arzt zu Arzt und erhalten unterschied-
lichste Diagnosen un
d Therapieangebote.
Sehr oft werden die Cluster-Attacken wegen der durchaus
ähnlichen Symptomatik mit Migräne-Attacken verwechselt.
Dabei gibt es ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal:
Der Migräne-Patient sucht Ruhe und Dunkelheit und legt
sic
h freiwillig hin, während der Cluster-Patient unruhig und
getrieben hin und her wuselt.
Wie bei der Migräne können auch bei Cluster-Kopf-
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