Аналитическое чтение. Учебное пособие для студентов третьего курса факультета иностранных языков
.pdfdem ganzen Publikum die Augen verquer im Kopfe standen. Ich war ganz vernarrt in den lieben Kerl!
Endlich war das Spiel zu Ende, und ich saß wieder zu Hause in unserer
Wohnstube und verzehrte schweigend das Aufgebratene, das meine gute Mutter mir warm gestellt hatte.
ERLÄUTERUNGEN
Die Erzählung zeichnet sich durch strenge Komposition und
Einfachheit des Stils aus.
Der erste Teil der Erzählung ist der Beschreibung des Theaters gewidmet. Die Beschreibung ist sachlich und ausführlich. Die meisten Substantive gehören der thematischen Gruppe „Theater“ an. Epitheta werden spärlich verwendet und diejenigen, die vorhanden sind, sind konkretisierende Epitheta: die wenigen Talglichter, eine schwache Helligkeit, die schwere Balkendecke des Saales.
Der zweite Teil enthält die Wiedergabe des Inhalts des aufgeführten Stücks. Das ist aber keine neutrale Darstellung, sondern sie spiegelt die Eindrücke des Knaben deutlich wider. Die Stellungnahme des Kindes zu dem Gespielten und zu den Helden ist an der Sprache zu erkennen. Die
Epitheta, die die Kleidung, das Äußere der Helden charakterisieren, behalten den konkretisierenden Charakter, diejenigen aber, die den Helden selbst, ihrem Wesen und der ganzen Aufführung gelten, sind emotional gefärbt: der treulose Golo, der böse Golo, das grimme Schwerterspiel. Die Wirkung des Puppenspiels auf den Knaben wird mit Hilfe von zwei Vergleichen gezeigt. Sie geben die Stärke dieses Eindrucks bildhaft wieder:
Ich war auf meiner Bank ganz wie verzaubert; diese seltsamen Bewegungen, diese feinen oder schnarrenden Puppenstimmchen, die denn doch wirklich aus ihrem Munde kamen – es war ein unheimliches Leben in diesen kleinen Figuren, das gleichwohl meine Augen wie magnetisch auf sich zog.
Der dritte Teil ist die Beschreibung von Kasperle. Sie ist bildhaft, expressiv, die Begeisterung des Knaben kommt hier deutlich zum
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Ausdruck. Dazu dienen Epitheta in Superlativform (die ungeheuersten Witze), unerwartete Wortverbindungen als Epitheta (sein dumm-pfiffiges Lachen), Vergleiche (... und knackte, wie eine alte Eule), Expressiv und bildhaft sind die Verben, durch die die Handlungen von Kasperle bezeichnet werden:
sein ... Lachen herausschüttelte schlenkerte der Nasenzipfel hin und her riß ... seinen ... Mund auf
Eine volkstümliche, etwas derbe Emotionalität kennzeichnet die Prädikate in Sätzen, wo der Knabe wieder über die Wirkung des Spiels von
Kasperle spricht:
... das war so verführerisch, daß im Augenblick dem ganzen Publikum die Augen verquer im Kopfe standen. Ich war ganz vernarrt in den lieben Kerl!
Die Erzählung wird von einem bejahrten Mann geführt. Der Alte sieht aber das Erlebte mit den Augen eines Schuljungen, wie er einst selbst einer gewesen ist. Deswegen kommen in der Erzählung einerseits Wörter und Wendungen vor, die von einem Jungen gebraucht werden können (ich drängte mich, ich war ganz vernarrt usw.), andererseits der Wortschatz und die Konstruktionen, die einem bejahrten, reifen Mann ziemen und dem offiziellen Stil nah sind:
Die große Tür stand offen, und allerlei Leute wanderten hinein; denn derzeit ging man noch gern zu solchen Vergnügungen...
Etwas gedemütigt trat ich in den Saal; der kommenden Dinge harrend, plauderte alles mit halber Stimme durcheinander...
Auf diese Weise hört man in der Erzählung ständig zwei Stimmen: die eines bejahrten Mannes und die eines Schuljungen. Manchmal fließen sie ineinander, an anderen Stellen klingt eine dieser Stimmen lauter als die andere.
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Eine typische Erscheinung im Satzbau dieses Auszuges sind
Satzperioden, die aus mehreren selbständigen Sätzen bestehen, die voneinander durch Semikolon getrennt sind. Solche Interpunktion verleiht den Teilen der Satzperiode eine größere Selbständigkeit. Das Semikolon erscheint in diesem Text auch dort, wo gewöhnlich ein Komma gesetzt wird
(z. B. vor den beiordnenden Konjunktionen denn, aber, und). Diese
Verbindung der selbständigen Sätze in einem großen Satzganzen erinnert an die Kindersprache.
AUFGABEN
1.Finden Sie im Text den Wortschatz der thematischen Gruppe
„Theater». Bestimmen Sie die Herkunft dieser Wörter, erläutern Sie ihre
Bedeutung.
2.Analysieren Sie lexikale Archaismen im Text.
3.Bestimmen Sie die syntaktische Funktion der Partizipialgruppen
im Satz:
Etwas gedemütigt trat ich in den Saal; der kommenden Dinge harrend, plauderte alles mit halber Stimme durcheinander; dazu fiedelte unser Stadtmusikus mit drei seiner Gesellen.
4.Erläutern Sie die Realien des Mittelalters: die Zugbrücke, der
Pfalzgraf, die Pfalzgräfin.
5.Erinnern Sie sich an die Herkunft des Wortes der Saal.
6.Sprechen Sie über die Bedeutung und den Gebrauch des Verbs
fiedeln.
7.Analysieren Sie den Satzbau im Satz, der mit den Worten beginnt: Wenn dieser Bursche nicht lebendig war...
8.Sprechen Sie über den geschichtlich-semantischen Zusammenhang zwischen den Wörtern das Wappen – die Waffe.
9.Merken Sie sich den Gebrauch des Wortes der Abzug.
Abzug, der: 1. (Verminderung) es wird ein Abzug von 5 Prozent gewährt; die Preise verstehen sich ohne Abzug; nach Abzug meiner
Auslagen bleiben noch 300 Mark – 2. (Abdruck) von einem Abdruck,
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Druckstock einen Abzug, von einem Film Abzüge anfertigen, herstellen /lassen/ – 3. (Weggang) der Abzug des Gegners, der Besatzungtruppen; den Eingeschlossenen wurde freier Abzug gewährt, zugesichert – 4. (Öffnung) ein Abzug für den Rauch, das
Wasser – 5. (Hebel an Feuerwaffen) er hatte den Finger am Abzug; sein Finger lag am Abzug.
Üben Sie den Gebrauch dieses Wortes in Sätzen und Situationen ein.
Text für die selbständige Analyse
POLE POPPENSPÄLER
Es war grimmig kalt, als ich aus dem Hause trat; alles schien wie ausgestorben; von dem Berge, der am Ende der Straße die Stadt überragt, sah fast drohend der schwarze Tannenwald herab; von den Fensterscheiben der meisten Häuser saßen die weißen Eisgardinen; denn nicht jeder hatte, wie meine Meisterin, die Gerechtigkeit von fünf Klaftern Holz auf seinem
Hause. – Ich ging durch das Gäßchen nach dem Kirchenplatz; und dort vor dem großen hölzernen Kruzifixe auf der gefrorenen Erde lag das junge Weib, den Kopf gesenkt, die Hände in den Schoß gefaltet. Ich trat schweigend näher; als sie aber jetzt zu dem blutigen Antlitz des Gekreuzigten aufblickte, sagte ich: „Verzeiht mir, wenn ich Eure Andacht unterbreche; aber Ihr seid wohl fremd in dieser Stadt?“
Sie nickte nur, ohne ihre Stellung zu verändern.
„Ich möchte Euch helfen“, begann ich wieder; „sagt mir nur, wohin Ihr wollt!“
I weiß nit mehr, sagte sie tonlos und ließ das Haupt wieder auf ihre
Brust sinken.
„Aber in einer Stunde ist es Nacht; in diesem Totenwetter könnt Ihr nicht länger auf der offenen Straße bleiben!“
„Der liebi Gott wird helfen», hörte ich sie leise sagen.
„Ja, ja“, rief ich, „und ich glaube fast, er hat mich selbst zu Euch geschickt!“
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Es war, als habe der stärkere Klang meiner Stimme sie erweckt; denn sie erhob sich und trat zögernd auf mich zu; mit vorgestrecktem Halse näherte sie ihr Gesicht mehr und mehr dem meinen, und ihre Blicke drangen auf mich ein, als ob sie mich damit erfassen wollte. „Paul!“ rief sie plötzlich, und wie ein Jubelruf flog das Wort aus ihrer Brust – „Paul! Ja di schickt mir der liebi Gott!“
Wo hatte ich meine Augen gehabt! Da hatte ich es ja wieder, mein Kindsgespiel, das kleine Puppenspieler-Lisei! Freilich, eine schöne schlanke Jungfrau war es geworden, und auf dem sonst so lachenden
Kindergesicht lag jetzt, nachdem der erste Freudenstrahl darüberhin geflogen, der Ausdruck eines tiefen Kummers.
„Wie kommst du so allein hierher, Lisei?“ fragte ich. „Was ist geschehen? Wo ist denn dein Vater?“
„Im Gefängnis, Paul.“
„Dein Vater, der gute Mann! — Aber komm mit mir; ich stehe hier bei einer braven Frau in Arbeit; sie kennt dich, ich habe ihr oft von dir erzählt.“ Und Hand in Hand, wie einst als Kinder, gingen wir nach dem Hause meiner guten Meisterin, die uns schon vom Fenster aus entgegensah. „Das Lisei ist's!“ rief ich, als wir in die Stube traten, „denkt Euch, Frau Meisterin,
das Lisei!“
Die gute Frau schlug die Hände über ihre Brust zusammen. „Heilige Mutter Gottes, bitt für uns! das Lisei! – also so hat's ausgeschaut! – Aber“, fuhr sie fort, „wie kommst denn du mit dem alten Sünder da zusammen?“ – und sie wies mit dem ausgestreckten Finger nach dem Gefangenhause drüben – „der Paulsen hat mir doch gesagt, daß du ehrlicher Leute Kind bist!“
Gleich darauf aber zog sie das Mädchen weiter in die Stube hinein und drückte sie in ihren Lehnstuhl nieder, und als jetzt Lisei ihre Frage zu beantworten anfing, hielt sie ihr schon eine dampfende Tasse Kaffee an die Lippen.
„Nun trink einmal“, sagte sie, „und komm erst wieder zu dir; die Händchen sind dir ja ganz verklommen.“
Und das Lisei mußte trinken, wobei ihr zwei helle Tränen in die Tasse rollten, und dann erst durfte sie erzählen.
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Sie sprach jetzt nicht, wie einst und wie vorhin in der Einsamkeit ihres Kummers, in dem Dialekt ihrer Heimat, nur ein leichter Anflug war ihr davon geblieben; denn waren ihre Eltern auch nicht mehr bis an unsere Küste hier hinabgekommen, so hatten sie sich doch meistens in dem mittleren Deutschland aufgehalten. Schon vor einigen Jahren war die Mutter gestorben. „Verlaß den Vater nicht!“ das hatte sie der Tochter im letzten Augenblicke noch ins Ohr geflüstert, „sein Kindsherz ist zu gut für diese Welt.“
Lisei brach bei dieser Erinnerung in heftiges Weinen aus; sie wollte nicht einmal von der aufs neue vollgeschenkten Tasse trinken, mit der die Meisterin ihre Trauen zu stillen gedachte, und erst nach einer ziemlichen Weile konnte sie weiterberichten.
Gleich nach dem Tode der Mutter war es ihre erste Arbeit gewesen, an deren Stelle sich die Frauenrollen in den Puppenspielen von ihrem Vater einlernen zu lassen. Dazwischen waren die Bestattungsfeierlichkeiten besorgt und die ersten Seelenmessen für die Tote gelesen; dann, das frische
Grab hinter sich lassend, waren Vater und Tochter wiederum ins Land hineingefahren und hatten wie vorhin, ihre Stücke abgespielt: Den Verlorenen Sohn, Die Heilige Genoveva und wie sie sonst noch heißen mochten.
So waren sie gestern auf der Reise in ein großes Kirchdorf gekommen, wo sie ihre Mittagsrast gehalten hatten. Auf der harten Bank vor dem Tische, an welchem sie ihr bescheidenes Mahl verzehrten, war Vater
Tendler ein halbes Stündchen in einen festen Schlaf gesunken, während Lisei draußen die Fütterung ihres Pferdes besorgt hatte. Kurz darauf, in wollene Decken wohlverpackt, waren sie aufs Neue in die grimmige
Winterkälte hinausgefahren.
„Aber wir kamen nit weit“, erzählte Lisei; „gleich hinterm Dorf ist ein
Landreiter auf uns zugeritten und hat gezetert und gemordiot. Aus dem Tischkasten sollt dem Wirt ein Beutel mit Geld gestohlen sein, und mein unschuldigs Vaterl war doch allein in der Stube dort gewesen! Ach, wir haben kei Heimat, kei Freund, kei Ehr; es kennt uns niemand nit!“
„Kind, Kind», sagte die Meisterin, indem sie zu mir hinüberwinkte, „versündige dich auch nicht!‘
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- Ich aber schwieg, denn Lisei hatte ja nicht unrecht mit ihrer Klage. –
Sie hatten in das Dorf zurück gemußt; das Fuhrwerk mit allem, was daraufgeladen, war vom Schulzen dort zurückgehalten worden; der alte
Tendler aber hatte die Weisung erhalten, den Weg zur Stadt neben dem Pferde des Landreiters herzutraben. Lisei, von dem letzteren mehrfach zurückgewiesen, war in einiger Entfernung hinterhergegangen, in der Zuversicht, daß sie wenigstens, bis der liebe Gott die Sache aufkläre, das Gefängnis ihres Vaters werde teilen können. Aber – auf ihr ruhte kein Verdacht; mit Recht hatte der Inspektor sie als eine Zudringliche von der Tür gejagt, die auf ein Unterkommen in seinem Hause nicht den geringsten Anspruch habe.
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KLEINES WÖRTERBUCH DER STILISTISCHEN TERMINI
Absonderung, die: graphische oder intonatorische Trennung eines Satzteils, die der Hervorhebung dient.
Alliteration, die: bewusst gleicher Anlaut von zwei und mehr bedeutungstragenden Wörtern, verbreitet in festen Wendungen (Land und
Leute).
Anapher, die: Wiederkehr derselben Sprachform am Anfang mehrerer Satzteile, Sätze oder Absätze, z.B. Das Wasser rauschte, das Wasser schwoll.
Aposiopese, die: Gedankenabbruch.
Asyndeton, das: unverbundene Aufzählung. z.B. Alles rennet, rettet, flüchtet.
Ausklammerung, die: Ausschluss aus der syntaktischen Klammer. Blankdialog, der. uneingeleiteter Dialog.
Chiasmus, der. Überkreuzstellung von syntaktisch oder nach ihrer
Bedeutung entsprechenden Satzteilen, z.B. Die Kunst ist lang, und, kurz ist unser Leben. Oder. Während die Poesie seiner Malerei rational erscheint, ist die Rationalität seiner Malerei poetisch.
Darstellungsarten, Darbietungsformen: Beschreiben, Schildern,
Berichten, Erzählen, Melden, Erörtern, Darlegen. Unter Darbietungsformen in einem epischen Werk versteht Prof. E. Riesel Teilstrukturen einer Ganzheit, die durch eine einheitliche, wenngleich sprachlich expressiv modulierte künstlerische Sehweise bei der Darlegung des Sachverhalts, der
Charakteristik handelnder Personen, der Zeichnung von Naturund Gesellschaftsleben bedingt sind. In ihnen werden jeweils einzelne
Möglichkeiten des Verkehrs zwischen Schriftsteller und Publikum verwirklicht: der Autor kann diese oder jene Vorgänge im mündlichen Plauderton erzählen oder in strenger Schreibweise, mit Wahrung einer gewissen Distanz. Er kann Berichte über bestimmte Geschehnisse und
Kommentare zu konkreten Sachverhalten liefern, mannigfache Reflexionen anstellen und Exkurse in verschiedene Fachgebiete einschließen. Er kann exakte Beobachtungen und Schilderungen bringen oder sich Träumereien und Phantasien hingeben. Dabei kann der Dichter aus der rein epischen
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Darbietung bestimmter Ereignisse zu einer dramatisierenden Sehweise
übergehen, indem er handelnde Personen entweder in stummen Szenen mit starkem Bewegungsgehalt vorführt oder den grundlegenden Erzählton mit
Dialogen und Monologen der Figurensprachen durchsetzt. Alle diese und andere Darbietungsformen treten bei ihrer sprachlichen Verwirklichung in mannigfachen expressiven Abschattungen zutage: bald sachlich-trocken, mit objektiver Wahrheitstreue, bald logisch oder emotional bewertend, bald naivsentimental, leidenschaftlich oder pathetisch, bald scherzhafthumoristisch, scharf-kritisierend oder satirisch-anklagend. Ihre sprachliche Spannweite umfasst alle Skalenpunkte vom Literarisch-Neutralen sowohl in der Richtung zur gewählten als auch zur gesenkten Ausdrucksweise.
Dialektismus, der: Wort, Wendung, grammatische Eigenheit mit territorial bergrenzter Anwendung.
Dynamik, die: Bewegtheit, Vorgang, Geschehen im Gegensatz zu Ruhe, Verharren, Anschauen, Statik.
Einschaltung, die: Einschub, der
Elision, die: Wegfall eines Vokals.
Ellipse, die: Weglassen der Teile einer Aussage, die leicht aus dem
Zusammenhang ergänzt werden können, z.B. je länger, je lieber.
Epipher, die: Wiederkehr derselben Sprachform am Ende mehrerer
Satzteile, Sätze oder Absätze.
Epitheton, das: nähere Kennzeichnung eines Begriffs, meist durch ein Adjektiv oder ein Adverb. Man unterscheidet logisch-konkretisierende Epitheta mit objektivem Charakter und emotionai-bewertende Epitheta mit subjektivem Charakter.
Exposition, die: Ausgangsposition.
Gedankenabbruch, der: plötzliche Unterbrechung des Gedankens, der Gedankenfolge, Aposiopese.
Hyperbel, die: graduelle Überbietung einer Bezeichnung, einer
Feststellung, eines Urteils, z.B. ein himmelweiter Unterschied.
Isolierung, die: satzmäßige Absonderung.
Litotes, die: verneinende Umschreibung eines Sachverhalts, meist in Form des verneinten Gegenteils, z.B. nicht ungeschickt
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Metapher, die: Ersatzbezeichnung; Ersatz eines Ausdrucks durch einen Ausdruck, dessen Bedeutung sinnbildlich für die Bedeutung des ersetzten Ausdrucks steht, z.B. Er ist ein Fuchs.
Metonymie, die: Ersatz eines Ausdrucks durch einen Ausdruck, der außerhalb der Grenzen des begrifflichen Inhalts des ersetzten Ausdrucks liegt und auf Grund eines begrifflich-logischen Zusammenhangs, z.B.
Brecht lesen.
Nachtrag, der: Absonderung von Satzteilen.
Oxymoron, das: Verbindung zweier sich scheinbar widersprechender Begriffe zu einer sinnvollen Aussage mit der Absicht, eine widersprüchliche Erscheinung der Wirklichkeit nachdrücklich und originell zu kennzeichnen. Lesen Sie, welche Oxymora der satirische
Schriftsteller A. Arkanow gebraucht, um die Lage in Rußland in den 90er
Jahren zu charakterisieren:
«Всё так запутанно-просто, геометрически-хаотично, истинно-лживо, принципиально-беспринципно, предательскипреданно и невразумительно-ясно...».
Paradoxon, das: Sammelbezeichnung für alle Arten absichtsvoller
Kontrastierung von Inhalt und Form Parenthese, die: Einschaltung, Einschub.
Periphrase, die: Umschreibung der Bezeichnung eines Dinges oder einer Person.
Personifizierung, die: Ausstattung unbelebter Erscheinungen mit
Eigenschaften, Gefühlen, Absichten, Handlungsweisen, belebter Wesen. Perspektive, die: Blickrichtung des Textes in räumlicher, zeitlicher,
personaler, gedanklicher Hinsicht.
Polysyndeton, das: verbundene Aufzählung.
Prolepse, die: Vorwegnahme eines Satzglieds und Neuansatz der Konstruktion.
Redeeinführung, die: Redeeinleitung.
Redeeinkleidung, die: bildhafte Bezeichnung für
Redekennzeichnung.
Redegestaltung, die: Darstellung von Äußerungen in künstlerischer
Literatur in folgenden Formen:
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