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Wir treiben Sport. Учебное пособие

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unseres Landes. Sie alle träumen davon, einmal so ein Torwart zu werden, wie Jaschin.

Ein guter Torwart zu werden ist keine leichte Aufgabe. Da muss man früh anfangen. Auch Lew Jaschin fing früh an. Jede freie Minute war er auf dem Fußballplatz. Ob Wind oder heiße Sonne, Regen oder nasser Schnee — er stand im Tor. Seine Schulkameraden nannten ihn den Eiffelturm, denn er war sehr groß. Es war für ihn nicht leicht, immer Zeit für den Fußball zu finden. Er wuchs ohne Mutter auf, sein Vater war Arbeiter, und auch der Sohn ging früh arbeiten, er hatte aber immer den Wunsch, einmal Meister des Fußballs zu werden.

Sein Trainer sagte: «Jaschin hat alles, was zu einem guten Torwart gehört. Er hat den richtigen Wuchs, die langen Arme, Mut, Ausdauer und einen starken Willen. Ja, man muss einen starken Willen haben, und jeden Tag stundenlang trainieren: den

Ball zu werfen, zu fangen, zurückzuschlagen, sich auf den Ball zu werfen. Dazu muss man den Charakter eines Kämpfers haben». Lew Jaschin hatte ihn. Außerdem lernte er mit großem Interesse. Er wollte alles wissen über die Technik und Taktik anderer berühmter Sportler. Er wollte seine eigene Technik finden. Beim Spiel ging nicht immer alles glatt. Aber er trainierte mit großer Ausdauer und Energie. Bald begeisterte er die ganze Welt mit seinem Spiel.

Es war eine Freude, ihn im Tor zu sehen. Sein Spiel war schnell. Er stand nicht nur am Tor, er lief dem Ball entgegen. Seine langen Arme schienen überall zu sein. Aber nicht nur sein Spiel begeisterte die Sportfreunde, sondern auch sein sportlicher Charakter. Er war ein großer Sportler. Jaschin war Mitglied des Sportklubs Dynamo. Er hat für seinen Klub bei 291 Spielen im Tor gestanden. Er hat fünf Mannschaftssiege errungen. Und 1956 auch das Olympische Gold. Als er 1971 den aktiven Sport beendete, waren 100 000 Moskauer gekommen, um von ihm

Abschied zu nehmen. Sie wollten ihren großen Torwart zum letzten Mal spielen sehen. Jaschin verteidigte sein Tor gegen eine Mannschaft, zu der die besten

Fußballspieler vieler Länder gehörten. Sie waren nach Moskau gekommen, um Jaschin zu ehren.

Übungen

1. Richtig oder falsch?

a)Lew wuchs ohne Mutter auf, sein Vater war Arzt.

b)Sein Trainer sagte: «Jaschin hat alles, was zu einem guten Torwart gehört. Er hat den richtigen Wuchs, die langen Arme, Mut, Ausdauer und einen starken Willen».

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c)Jaschin war Mitglied des Sportklubs Zenit.

d)Er hat fünf Mannschaftssiege errungen.

2. Kombinieren Sie richtig.

Jaschin hat alles

zu der die besten Fußballspieler vieler

 

Länder gehörten

 

 

Seine Schulkameraden nannten ihn den

was zu einem guten Torwart gehört

Eiffelturm

 

 

 

Jaschin verteidigte sein Tor gegen eine

Mitglied des Sportklubs Dynamo

Mannschaft

 

 

 

Jaschin war

denn er war sehr groß

 

 

3. Übersetzen Sie ins Russische

fünf Mannschaftssiege erringen, der populärste Sportler, einen starken Willen haben, den aktiven Sport beenden

4.Bilden Sie zusammengesetzte Substantive mit den Wörtern „Ball“, „Spiel“.

5.Füllen Sie die Lücken ein. Benutzen Sie dabei die Informationen im Text. a) Ein guter Torwart zu werden ist keine …

b) Seine Schulkameraden nannten ihn …, denn er war sehr groß c) Er trainierte mit großer …

d) Er hat für seinen Klub bei … im Tor gestanden

e) Jaschin … sein Tor gegen eine Mannschaft, zu der die besten Fußballspieler vieler Länder gehörten

FRAGEN ZUM TEXT

Antworten Sie auf die Fragen zum Text.

1.Warum ist Lew Jaschin so populär in unserem Land?

2.Wie trainierte er?

3.Wie nannten seine Schulkameraden Jaschin?

4.Was war sein Vater von Beruf?

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5.Was sagte der Trainer über Jaschin?

6.Welcher Charakter hatte Jaschin?

7.War Jaschin Mitglied des Sportklubs Spartak?

8.Wieviel Spiele hat er für seinen Klub im Tor gestanden?

9.Wann bekam er das Olympische Gold?

10.Wann beendete er den aktiven Sport?

SITUATIONEN ZUM SPRECHEN:

1. Erzählen Sie oder spielen Sie die Szene «Wie sind Sie Landesmeister geworden?» nach dem folgenden Plan :

1. sich für Sport interessieren ; 2. von Kindheit an Sport treiben ; 3. regelmäßig trainieren ; 4. einen erfahrenen Trainer haben ; 5. mit 18 Jahren den ersten Rekord aufstellen ; 6. in mehreren Meisterschaftsspielen siegen ; 7. Landesmeister werden

2. Dreißig Jahre später erinnert Beckenbauer seinen Freund Pele an das Spiel im Jahre 1958. Erfinden Sie das Gespräch.

Eine Reportage

Ein Marsmensch funkt nach seinem Planeten, was er auf der Erde erlebt.

Gerade ist er in der Nähe eines Sportplatzes gelandet.

«Links ist ein Tor und rechts ist ein Tor. Vor dem linken Tor steht ein Mann und läuft hin und her. Vor dem rechten Tor steht ein Mann und läuft auch hin und her.

Zwischen den beiden sind viele Männer, die laufen auch hin und her. Die einen haben eine schwarze Hose an und ein weißes Hemd, die anderen haben eine weiße Hose an und ein schwarzes Hemd. Auch ein Ball ist da. Er scheint sehr wichtig zu sein...»

Die Sendung wird jedoch gestört : Führen Sie die Beschreibung in demselben

Stil weiter. Vergessen Sie dabei die Zuschauer nicht, sowie ihre Reaktion am Ende des Spiels.

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3.Personen: Herr Iwanow (Direktor der Ausstellung, die Lew Jaschin widmet), Journalisten

Zeit: Gespräch auf einer Ausstellung

Situation: Während eines Gespräches auf einer Ausstellung, die Jaschin widmet, beantwortet der Direktor Fragen von Journalisten: Wann und wo wurde Jaschin geboren? …

4.Stellen Sie sich vor: Sie haben die Möglichkeit, Pele (Alexader Priwalow …)zu treffen. Worüber werden Sie sich mit Pele unterhalten? Überlegen Sie sich die Fragen, die Sie stellen können.

5.Führen Sie ein Gespräch zum Thema : Berühmte deutsche Sportler

Personen : Uwe, Michael, Dieter, Eva und Helga sind Studenten, Günther und Rolf sind Sportler; Herr Seifert führt das Gespräch.

Zeit : ein Fernsehgespräch.

SELBSTSTUDIUM

Text D

Lesen Sie den Text, versuchen Sie ihn ohne Wörterbuch zu verstehen. Bilden Sie den Plan des Textes.

Magdalena Neuner

Magdalena Neuner ist das zweitälteste von vier Kindern des Bankangestellten

Paul Neuner und seiner Ehefrau Margit. Die weitverzweigte Familie lebt in Wallgau, einer oberbayerischen Gemeinde des Landkreises Garmisch-Partenkirchen im OberenIsartal mit etwa 1400 Einwohnern. 1991 posierte Magdalena für Fotos in einem Werbeprospekt des örtlichen Fremdenverkehrsverbandes, als der Tourismus nach der deutschen Wiedervereinigung auch im Werdenfelser Land zunahm. Der vorherrschenden Konfession in süddeutschen Regionen entsprechend, wuchs Neuner in einem durch den katholischen Glauben geprägten Umfeld auf. Kirchgänge am Wochenende gehörten ebenso zum Programm wie die regelmäßige Teilnahme an kulturellen Veranstaltungen zur lokalen Brauchtumspflege. Darüber hinaus

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verbrachte sie als Kind zusammen mit ihrem sechs Monate jüngeren Cousin Albert Neuner viel Zeit in der freien Natur. Die Begeisterung für sportliche Aktivitäten entwickelte sich bei gemeinsamen Wanderungen oder Ausflügen mit dem Fahrrad.

Bereits im Alter von vier Jahren stand sie auf Alpinski. Danach spielte sie eine Zeit lang Tennis und nutzte an der Seite ihrer Mutter die in unmittelbarer Umgebung befindlichen Loipen fürSkilanglauftouren.

Neuners musikalische Neigung ist ebenfalls familiären Ursprungs. Der Vater dirigiert die ortsansässige Blasmusikkapelle und erlernte wie der jüngere Bruder das Spiel des Flügelhorns. Der ältere Bruder ist Mitglied der Volksmusikgruppe Die 3- einigen Musikanten, während der Cousin mit der Punkband Beeswax auftritt. Neuner selbst spielte anfangs Blockflöte und später Harfe, die bis in die Gegenwart zu besonderen Anlässen zum Einsatz kommt. Im weiteren Karriereverlauf wurde das Zupfinstrument neben dem Hobby Stricken zum Klischee bei der journalistischen Berichterstattung über das Privatleben und beeinflusste ihr Image nachhaltig.

Von 1993 bis 1997 besuchte Neuner die örtliche Grundschule. Auch dort zeigte sie eine Vorliebe für Sport, Musik undHandarbeiten. Nach der vierten Klasse wechselte sie in die Orientierungsstufe der Teilhauptschule I im benachbarten Krün und 1999 auf die St.-Irmengard-Realschule in ihrem Geburtsort Garmisch-Partenkirchen. Trotz der guten schulischen Leistungen waren die bereits zu diesem Zeitpunkt vielversprechenden sportlichen Aussichten maßgebend für die

Entscheidung gegen Gymnasium und Abitur. Die Rektorin der unter kirchlicher Verwaltung stehenden Realschule bescheinigte Neuner eine hohe soziale Kompetenzund Empathie. Im Alter von 16 Jahren beendete Neuner 2003 die Schulausbildung mit dem mittleren Schulabschluss, um sich fortan auf ihre Karriere als Leistungssportlerin zu konzentrieren.

Seit Herbst 2009 ist Neuner mit dem fast gleichaltrigen Zimmerermeister Josef Holzer (12. Februar 1987) liiert. Am 29. März 2014 fand die standesamtliche Trauung in Wallgau statt. Neuner nahm den bürgerlichen Nachnamen ihres Ehemannes an, behält aber in der Öffentlichkeit ihren Mädchennamen. Am 30. Mai 2014 kam in Garmisch-Partenkirchen die gemeinsame Tochter zur Welt.

Neuner ist seit ihrer Kindheit Mitglied im Heimatverein SC Wallgau, der zum Skigau Werdenfels als regionaler Zusammenschluss und damit zum Bayerischen Skiverband gehört. 1996 wurde Anneliese Holzer – eine Cousine von Neuners Vater Paul – beauftragt, eine eigene Biathlon-Trainingsgruppe ins Leben zu rufen. Die Weltmeisterschaften im Februar desselben Jahres mit 90.000 Zuschauern in der

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Ruhpoldinger Chiemgau-Arena zeigten, dass die aufstrebende Wintersportart vom deutschen Publikum angenommen wurde. Holzer feierte Anfang der 1990er-Jahre nationale Erfolge und erreichte bei den Deutschen Meisterschaften 1993 zusammen mit Uschi Disl und Martina Seidl (geb. Zellner) in der bayerischen Staffel den zweiten Platz. Auf der Suche nach geeigneten Nachwuchssportlern stieß sie in der Verwandtschaft unter anderem auf die damals neunjährige Tochter ihres Cousins und deren Vetter Albert. Nachdem Neuner an einem Probetraining teilgenommen und Gefallen am Sport gefunden hatte, begann im Sommer 1996 das auf Kinder zugeschnittene Training. Zweimal die Woche musste ein Rundkurs auf Rollski auf einer asphaltierten Strecke absolviert werden. Die Druckluftgewehre befanden sich am Schießstand und die Entfernung zu den Zielscheiben betrug zehn Meter. Drei Jahre danach übernahm Bernhard Kröll die Trainingsgruppe, zunächst auf ehrenamtlicher Basis, später als hauptamtlicher Biathlontrainer im Skigau Werdenfels. Schon früh deutete sich Neuners Talent an, als sie zwischen 1999 und 2002 vier Jahre hintereinander die Gesamtwertung des Schülercups für sich entscheiden konnte. Die danach folgende Jugendklasse eingerechnet, stellte sie eine Serie von 36 Siegen in Folge auf, teilweise mit deutlichem Vorsprung. Am 1. August

2003

wurde

sie

in

das Zoll-Ski-Team,

eine

Sportfördergruppe

des Bundesfinanzministeriums,

aufgenommen und beendete die Ausbildung

im einfachen Dienst als Erste

Zollhauptwachtmeisterin. Nach

dem Abschluss der

sportlichen Laufbahn wurde sie anlässlich des Tages der offenen Türin Berlin am 18. August 2012 von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble aus dem Staatsdienst verabschiedet.

Nach eigenen Äußerungen waren die Schwedin Magdalena Forsberg sowie

Mannschaftskollegin Martina

Beck (geb.

Glagow)

Neuners

 

sportliche

Vorbilder.[13][16] Die

acht

Jahre

ältere

Beck

aus

dem

benachbarten Mittenwald gewann

als erste

Deutsche den Biathlon-Gesamtweltcup

2002/03. Sie war bis zum Karriereende im März 2010 Trainingspartnerin am Stützpunkt in Kaltenbrunn.

Neuners jüngere Schwester Anna (* 22. Januar 1994) begann ebenfalls mit dem Biathlon. Sie schloss sich dem Gebirgsjägerbataillon der Bundeswehr in Mittenwald und der Trainingsgruppe um Bernhard Kröll an. Albert Neuner blieb dem Leistungssport bis zum Alter von 20 Jahren treu. Nachdem er in den B-Kader des

Zoll-Ski-Teams

aufgestiegen war und Anfang Dezember 2007 Platz fünf im

Junioren-Einzel

beim Europacup in Obertilliach erreichte, schied er aus der

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Sportfördergruppe aus und wurde Zollsekretär immittleren Dienst.

Noch als Jugendliche klassifiziert, gewann Neuner Mitte Dezember 2003 beim Deutschlandpokal in Martell alle drei Rennen und erfüllte damit die Leistungsnorm der Juniorinnen. Remo Krug, damals Trainer des Perspektivkaders, nominierte sie daraufhin für den C2-Kader im Europacup der Juniorinnen. Eine Woche später absolvierte sie in Obertilliach ihr erstes Europacuprennen. Nach Platz 11 im Sprint und Platz 14 im Einzel gelangen ihr in Brusson und Méribel vier Siege und ein zweiter Rang, mit denen sie sich für die Juniorenweltmeisterschaften Ende Januar

2004 in Haute-Maurienne qualifizierte. Dort setzte sie sich mit zweimal Gold und einmal Silber erstmals bei internationalen Titelkämpfen durch und ließ Sportlerinnen wie Jekaterina Jurjewa und Helena Ekholm (geb. Jonsson) hinter sich, die wenige Jahre danach auch zu Konkurrentinnen im Weltcup werden sollten.

Die Leistungen aus dem Debütjahr bestätigte sie bei den darauf folgenden

Juniorenweltmeisterschaften 2005 in Kontiolahti und 2006 inPresque Isle mit insgesamt drei weiteren Goldund Silbermedaillen. Mitte September 2005 trat sie zum ersten Mal bei Deutschen Meisterschaften an und erreichte als bestes Einzelergebnis Platz acht in der Verfolgung. Bei den im Sommer auf Rollski ausgetragenen Wettbewerben gewann sie auch in den drei Folgejahren keinen Titel auf nationaler Ebene.

Nachdem Neuner im Europacup der Juniorinnen 2004/05 nur drei Rennen bestritt, wechselte sie für die Europacupsaison 2005/06 zu den Seniorinnen. Im

Dezember 2005 platzierte sie sich in fünf von sechs Wettbewerben unter den besten zehn und gewann in Rosenau beide Rennen. Ihren ersten Weltcupauftritt hatte Neuner ebenfalls in der Saison 2005/06. Nach den ersten Erfolgen im Europacup wollte Bundestrainer Uwe Müßiggang sie bereits zwei Jahre früher im Weltcup starten lassen; ihre Eltern sowie der Nachwuchsbeauftragte des Werdenfelser Skigaus

Helmut Heinrich äußerten aber noch Bedenken. Verlief ihr Debüt am 13. Januar 2006 mit Platz 41 beim Sprint in Ruhpoldingals Ersatz für die verletzte Uschi Disl noch enttäuschend, so erreichte sie acht Tage später bei der Verfolgung von Antholz den elften Platz. Wenige Wochen danach steigerte sie sich beim Sprintrennen in Kontiolahti am 16. März 2006 ein weiteres Mal und belegte Rang vier. Geschwächt von einer Erkältung holte sie zuvor bei ihren einzigenEuropameisterschaften im bayerischen Langdorf Bronze mit der Staffel, gewann ihr letztes Europacuprennen in Martell und kam trotz sieben ausgelassener Wettbewerbe in der Gesamtwertung auf Rang sechs.

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In ihrer ersten Weltcupsaison nur sporadisch eingesetzt, gehörte Neuner beim Biathlon-Weltcup 2006/07 zu den gesetzten Starterinnen in der deutschen Mannschaft. Insbesondere ihre läuferischen Qualitäten verhalfen ihr wiederholt zu vorderen Platzierungen; schon als 19-Jährige bestimmte sie die Laufzeiten im

Weltcup mit. Am 5. Januar 2007 gelang ihr beim Sprint in Oberhof der erste Weltcupsieg, 17 Sekunden vor ihrer Teamkollegin Andrea Henkel. Bei zwei

Schießfehlern gab einmal mehr die Laufleistung den Ausschlag: Der Gesamtdritten Martina Beck nahm sie in der Spur eine Minute und 17 Sekunden ab, Henkel hatte als Laufzweite einen Rückstand von 34 Sekunden. Im Vorfeld des zwei Tage danach stattfindenden Verfolgungsrennens unterlief Neuner ein Fehler: Sie vergaß vor dem Start, das beim Einschießen benutzte leere Magazin wieder mit Patronen aufzufüllen, und musste beim ersten Liegendanschlag auf ein Ersatzmagazin zurückgreifen. Trotz der daraus resultierenden Probleme erkämpfte sie mit Platz drei einen weiteren

Podestplatz.

Nach beständigen Leistungen bei den nachfolgenden Weltcups in Ruhpolding und Pokljuka wurde Neuner Mitte Januar 2007 von Bundestrainer Uwe Müßiggang für dieWeltmeisterschaften 2007 im italienischen Antholz nominiert. Bei den Juniorenweltmeisterschaften trat sie trotz Startberechtigung wegen terminlicher

Überschneidungen nicht an. Gleich die erste WM-Entscheidung war der nächste sportliche Höhepunkt ihrer jungen Karriere. Am 3. Februar gewann sie als Neuling den Weltmeistertitel im Sprint; zu diesem Zeitpunkt war dies erst ihr zweiter Weltcupsieg. Der Vorsprung auf die zweitplatzierte Schwedin Anna Carin Zidek (geb. Olofsson) betrug 2,3 Sekunden bei gleichem Schießergebnis mit zwei

Fehlern. Neuner glich ihre um 14 Sekunden schlechtere Laufzeit diesmal durch schnellere Schießzeiten aus. Nur einen Tag später holte sie ebenfalls den Titel im

Verfolgungsrennen. Nach einem 14. Platz im Massenstart sicherte sie sich zum Abschluss der WM zusammen mit Martina Beck, Andrea Henkel und Kati Wilhelm in der Staffel ihre dritte Goldmedaille. Sie wurde damit erfolgreichste

Sportlerin dieser Weltmeisterschaften und zu diesem Zeitpunkt jüngste Dreifachweltmeisterin. Jüngste deutsche Weltmeisterin blieb Petra Behle, die 1988 in Chamonix – zwei Monate nach ihrem 19. Geburtstag – Gold im Sprint gewann.

Zum Saisonende setzte Neuner ihre Erfolgsserie mit vier Siegen bei den

Weltcuprennen

am Holmenkollbakken in Oslo und

in Chanty-Mansijsk fort.

Innerhalb kurzer

Zeit avancierte sie zum Shooting

Star des Wintersports in

Deutschland und wurde von den Medien sowie zahlreichen Sponsoren umworben. Im

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weiteren Verlauf des Jahres nahm sie mehrere Auszeichnungen entgegen und gewann im Dezember 2007 die Wahl zur Sportlerin des Jahres.

Im Biathlon-Weltcup 2007/08 knüpfte Neuner an die Erfolge des Vorjahres an.

Nach verhaltenem Saisonbeginn bei den ersten zwei Weltcupstationen zeigte ihre Leistungskurve mit Platz drei im Sprint und dem Sieg mit der Staffel Mitte Dezember 2007 in Pokljuka stetig nach oben. Beim Heimweltcup in Oberhof wurde sie am 5.

Januar 2008 im Sprintrennen zunächst Dritte und gewann am Folgetag den Massenstart. Eine Woche später war sie in Ruhpolding an einem weiteren Erfolg der

Staffel beteiligt. Ende Januar 2008 nahm Neuner kurz vor ihrem 21. Geburtstag in Ruhpolding zum letzten Mal an Juniorenweltmeisterschaften teil und hielt die Konkurrenz mit Goldmedaillen beim Sprint und in der Verfolgung auf Distanz. Auf einen Einsatz beim abschließenden Einzelwettkampf verzichtete sie, um sich gemeinsam mit der Mannschaft auf die bevorstehenden Titelkämpfe im schwedischen Östersund vorzubereiten.

In den ersten beiden Rennen der Weltmeisterschaften 2008 verhinderten erneut Schießfehler ein besseres Resultat. Nach Platz 17 im Sprint steigerte sich Neuner in der Verfolgung, kam jedoch aufgrund des großen Rückstandes vom Vortag nicht über den sechsten Rang hinaus. Auf eigenen Wunsch wurde sie erstmals in der MixedStaffel eingesetzt und legte mit einer nahezu fehlerfreien Leistung den Grundstein zur ersten Goldmedaille für Deutschland in dieser Disziplin. Beim anschließenden

Massenstart lieferte sie sich in der letzten Runde ein Duell mit Tora Bergerund konnte sich kurz vor dem Ziel noch um wenige Sekunden absetzen. Den Schlusspunkt unter ihre zweite WM setzte sie durch einen soliden Lauf in der erfolgreichen Staffel und wiederholte mit insgesamt drei Titeln ihre Bilanz vom Vorjahr.

Die gute Form aus Östersund konnte Neuner für die nachfolgenden Weltcups in Asien konservieren. Im südkoreanischen Pyeongchang, wo erstmals ein BiathlonWeltcup ausgetragen wurde, feierte sie im Sprintrennen mit ihrem zehnten

Weltcupsieg ein kleines Jubiläum. Bei der anschließenden Verfolgung bog sie als Führende kurz nach dem Start in die falsche Richtung ab und hatte Mühe, sich auf dem im Vergleich zum Sprint geänderten Streckenverlauf zu orientieren. Bei diesem

Missgeschick verlor sie etwa 20 Sekunden und wurde von der unmittelbar nach ihr startenden Sandrine Baillyüberholt. Als Sechste hielt Neuner den Abstand zu der gegen Saisonende härtesten Konkurrentin um den Gesamtweltcup in Grenzen.[28] In Chanty-Mansijsk sicherte sich Neuner im vorletzten Massenstartrennen mit einem

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zweiten Platz vorzeitig die kleine Kristallkugel für den Weltcup in dieser Disziplin. Nach dem Gewinn der zweiten Trophäe für den Disziplinenweltcup im Sprint beim Saisonfinale in Oslo übernahm sie zum ersten Mal in ihrer Karriere das gelbe Trikot der Gesamtweltcupführenden. Im abschließenden Massenstart krönte sie die Saison mit dem Sieg im Gesamtweltcup als jüngste Titelträgerin seit Gründung der IBU im Jahr 1993.

Neuners Vorbereitung auf die Saison 2008/09 wurde von krankheitsbedingten Trainingsausfällen beeinträchtigt. Durch eine bakterielle Infektion und die damit verbundene Einnahme von Antibiotika musste sie wenige Wochen vor dem Weltcupauftakt auf den wichtigen Kaderlehrgang im finnischen Muonio verzichten und begann verspätet mit der intensiven Trainingsphase.[29] Aufgrund der durchwachsenen Vorbereitung präsentierte sich Neuner zu Beginn der Saison nicht in der aus den Jahren zuvor gewohnten konditionellen Verfassung. Hinzu kamen emotionale Erschöpfungszustände als Folge des gestiegenen Erwartungsdrucks und zahlreicher außersportlicher Verpflichtungen.

Ein verbessertes Schießen verhalf ihr dennoch bereits in den ersten beiden

Rennen der Weltcupsaison zu Podiumsplatzierungen, jeweils einem dritten Platz im

Einzel und Sprint von Östersund. Beim zweiten Weltcup in Hochfilzen führten schlechte Schießergebnisse zu einem Leistungsabfall. Nach diesen Resultaten fand sie vorübergehend keine Berücksichtigung bei der Staffelbesetzung, erkämpfte auf der anderen Seite mit einem siebten Platz im Einzel des dritten Weltcups das rote

Trikot der Disziplinführenden. Nach der Weihnachtspause zeigte sich die Laufform in den beiden Heimweltcups von Oberhof und Ruhpolding stark verbessert. In Ruhpolding gewann Neuner alle drei ausgetragenen Rennen. Nachdem sie zum ersten

Mal als Schlussläuferin der siegreichen Frauenstaffel eingesetzt wurde, setzte sie sich gegen ihre Teamkollegin Kati Wilhelm sowohl im Sprint als auch in der Verfolgung durch. In Antholz verhinderte ein schlechtes Stehendschießen in allen drei Rennen eine vordere Platzierung. Insbesondere der Massenstart endete mit einem

Rückschlag: Nach fehlerfreien Vorstellungen in den ersten drei Schießeinlagen verfehlte sie in Führung liegend alle fünf Scheiben und fiel auf Platz sieben zurück.

Zum Auftakt der Weltmeisterschaften 2009 in Pyeongchang erreichte Neuner Platz acht im Sprint und Platz elf in der Verfolgung. Nachdem sie beim Einzel zugunsten von Kathrin Lang (geb. Hitzer) pausieren musste, war auch ein Einsatz in der Mixed-

Staffel wegen einer leichten Erkältung nicht möglich. Die Erfolgsgeschichte der beiden Vorjahre konnte sie damit nicht mehr fortsetzen. Dennoch verschaffte ihr der

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