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Wir treiben Sport. Учебное пособие

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1.Welchen Sport treiben Sie?

2.Wieviel Perioden unterscheidet man im Sport?

3.Welche Aufgabe hat die Vorbereitungsperiode?

4.Was erreicht der Sportler in der Wettkampfperiode?

5.Wann beginnt seine aktive Erholung?

6.In welcher Periode stehen die Sportler jetzt?

7.Wie trainieren Sie?

8.Wo trainieren Sie?

9.Wie oft trainieren Sie?

10.Wie lange trainieren Sie?

11.Welche Eingenschaften entwickeln Sie im Training?

12.Welche sportlichen Erfolge haben Sie?

13.An welchen Wettkämpfen nehmen Sie teil?

14.Welche Leistungsklasse haben Sie?

Wir treiben Sport.

Wir treiben sehr gern Sport. Wir schwimmen und spielen Wasserball, segeln und rudern, betreiben Sportspiele und Radsport, turnen und fechten, boxen und ringen, betreiben Schwerund Leichtathletik, Skisport und Schlittschuhlaufen, Eishockey und Skispringen.

Die meisten Sportarten werden das ganze Jahr hindurch betrieben. Im Winter kann man die Sommersportarten in einer Schwimmhalle, im Sportpalast und in der Sporthalle trainieren, und im Sommer werden die Winterdisziplinen auf der Kunsteisbahn und auf Kunststoffmatten trainiert.

Man unterscheidet im Sport drei Perioden: die Vorbereitungsperiode, die

Wettkampfperiode und die Übergangsperiode. Jede Periode hat ihre Aufgaben. Die Vorbereitungsperiode dient der allgemeinen körperlichen Entwicklung. In der Wettkampfperiode erreicht der Sportler die höchsten sportlichen Leistungen. Und dann beginnt seine aktive Erholung, d.h. die Übergangsperiode.

Wir nehmen oft an Wettkämpfen teil. Wir verteidigen den sportlichen Ruhm und die Ehre des Instituts und des Landes. Unsere Sportler starten erfolgreich bei den Europa-Weltmeisterschaften. Die Besten von ihnen nehmen an den Olympischen Spielen teil.

In einem Monat wird ein Länderkampf im Turnen ausgetragen werden. Ich werde wahrscheinlich für diese Wettkämpfe für unsere Auswahl nominiert werden.

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Ich trainiere hart.

Der Sport bringt uns viel Freude und Vergnügen. Der Sport macht uns stark und gesund, gewandt und mutig.

Beachten Sie folgende Wörter:

das ganze Jahr hindurch – круглогодично die Sportart – вид спорта

die Schwimmhalle = das Schwimmbekken = das Schwimmbassin – бассейн

die Kunsteisbahn – искусственный каток man unterscheidet – различают

die Vorbereitungsperiode – подготовительный период die Wettkampfperiode – соревновательный период die Übergangsperiode – переходный период

die allgemeine körperliche Entwicklung – общее физическое развитие

die höchsten sportlichen Leistungen – наивысшие спортивные результаты der Länderkampf – международная встреча

nominieren für – выдвигать кандидатов (в состав команды), включать в состав команды

die Auswahl – сборная

der Aktive – участник соревнований gewandt – ловкий

mutig – мужественный, смелый die Verletzung – травма

begabt – способный

große Hoffnungen in j-n setzen – возлагать на кого-либо большие надежды

Text B

Lesen Sie den Text «Sport in meinem Leben», versuchen Sie ihn ohne Wörterbuch zu verstehen.

Sport in meinem Leben

Menschen der ganzen Welt haben den Sport und die Sportspiele gern. Sport macht die Menschen gesund, hält sie in Form, macht sie organisierter und disziplinierter. Einige Menschen treiben Sport um die Gesundheit zu kräftigen, einige

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Menschen — professionell.

Die Ursache von vielen Krankheiten ist die Passivität des Menschen. Individuelle sportliche Betätigung ist erforderlich. Es ist nie spät zu beginnen, Sport zu treiben. Mit Recht sagt das deutsche Sprichwort : «Im gesunden Körper — gesunder Geist». Wirklich haben die sportlichen Menschen genug Kraft und Energie.

Es gibt viele Möglichkeiten, Sport zu treiben. In jeder Stadt gibt es viele Stadien, Sportplätze, Schwimmbäder, Fußballfelder. Man kann etwas dem

Geschmack nach besuchen. Es gibt Winterund Sommersportarten. Zu den Wintersportarten gehören Schiund Schlittschuhlaufen, Rodeln, Eishockey, Eiskunstlauf und andere. Im Sommer sind Tennis, Rudern, Schwimmen, Segeln, Fußball, Volleyball u. a. aktuell. Fast alle diesen Sportarten sind in unserem Land populär, aber Fußball, Eiskunstlauf und Tennis sind besonders beliebt.

In jeder Schule treiben die Schüler Sport. Sie haben Turnstunden. Außerdem können sie in verschiedenen Sportklubs und Sektionen trainieren.

Man schenkt dem professionellen Sport in unserem Land große Aufmerksamkeit. Jährlich finden viele Wettkämpfe, Spartakiaden und Olympiaden statt. Die Sportler erwerben die in den Weltmeisterschaften Gold-, Silberoder Bronzenmedaillen.

Von Kindheit an habe ich Sport gern. Ich schwimme, fahre Rad, spiele Volleyball, Basketball, Tischtennis und andere Sportspiele, im Winter laufe ich Schi und Schlittschuh. Sehr oft nehme ich an den Wettkämpfen teil, in erster Linie in der Leichtathletik : Laufen, Hochsprung und Weitsprung. Ich bin aber keine leistungsstarke Sportlerin. Ich treibe Sport, um immer gesund zu sein.

Mein bester Freund Viktor spielt sehr gern Fußball. Er ist der Torwart in der Jugendfußballmannschaft. Viktor und seine Mannschaft trainieren sich täglich unter der Anleitung eines erfahrenen Trainers. Jedes Training dauert zwei Stunden. Die

Mannschaft trainiert sich das ganze Jahr. Man muss fleißig und viel arbeiten. Der Sportler darf keinen Alkohol trinken und nicht rauchen, dann ist er ständig in Form. Viktors Traum ist einmal in «Dynamo» zu spielen. Das ist seine Lieblingsfußballmannschaft. Sein Vorbild ist der berühmte Fußballspieler Andrej Schewtschenko.

Ich und mein Freund sind große Fans. Wir sehen immer Sportsendungen, besonders Fußballspiele, Вasketballspiele, Wettkämpfe in Gymnastik und Eiskunstlauf. Mit großem Interesse sahen wir auch die Wettkämpfe der Olympischen

Spiele.

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ÜBUNGEN

1. Setzen Sie passende Wörter ein:

1.Die Ursache von vielen Krankheiten ist … des Menschen.

2.Mit Recht sagt das deutsche Sprichwort: «Im gesunden Körper — …».

3.Zu … gehören Schiund Schlittschuhlaufen, Rodeln, Eishockey, Eiskunstlauf und andere.

4.Im Sommer sind … u. a. aktuell.

5.Jährlich … viele Wettkämpfe, Spartakiaden und Olympiaden … .

6.Sehr oft nehme ich an … teil.

7.Mein bester Freund Viktor spielt sehr gern … .

8.Viktor und seine Mannschaft trainieren sich täglich unter … eines erfahrenen Trainers.

2. Machen Sie den Plan nach dem Inhalt des Textes.

3. Besprechen Sie den Text nach dem Plan. Erzählen Sie, welche Rolle spielt Sport in Ihrem Leben und welche Sportart treiben Sie?

4. Stellen Sie sich vor: Sie sprechen mit Ihrem Freund aus der BRD (Ihr

Sprechpartner). Erzählen Sie einander:

1. Bist du ein Sportfreund? 2. Wann hast du begonnen, Sport zu treiben? 3. Welche Sportarten treibst du besonders gern? 4. Hast du einmal eine Landesmeisterschaft besucht? 5. Hast du Rekorde aufgestellt? 6. Warum treibst du Sport ? 7. Welche Sportarten sind in deinem Lande besonders beliebt? usw.

5. Diskutieren Sie über folgende Fragen und beweisen Sie Ihre Meinung dazu :

1.Sport ist bei vielen Menschen beliebt. Treibt man Sport nur, um Rekorde aufzustellen?

2.Sport und Beruf, Sport und Geld. Ist das eine mit dem anderen verbunden? Wie

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ist es in den sozialistischen Ländern und im kapitalistischen Ausland?

3. Kann jeder Mensch jede Sportart treiben? Was braucht man, um in einer bestimmten Sportart etwas zu erreichen?

6. Führen Sie ein Gespräch zum Thema: Kann der Sport einen Kranken wieder gesund machen?

Personen: Prof. Dr. Huber (Chefarzt einer Klinik), Dr. Liebig (Sportlehrer), Herr Lorenz (hatte einen Autounfall), Sportstudenten, Studenten, Hausfrauen.

Zeit: eine Fernsehdiskussion.

Situation: Prof. Dr. Huber, Chefarzt einer Klinik erklärt die Bedeutung des Sports für die Heilung vieler Krankheiten und für eine gesunde Lebensweise (образ жизни). Dr. Liebig erzählt, welche Sportarten man nach welchen Krankheiten empfehlen kann. Herr Lorenz erzählt davon, dass er ein Autounfall hatte, und wie der

Sport ihm half, wieder gesund zu werden. Die anderen stellen Fragen und sagen ihre Meinung.

7. Bilden Sie die Sätze, beachten Sie die Zeitformen der Verben:

1.werden, ein guter Torwart, keine, sein, leichte Aufgabe.

2.früh, auch, Fußballspieler, anfangen.

3.er, ohne, aufwachsen, Mutter, Willen, sein Vater, Arbeiter, sein.

4.den richtigen Wuchs, Torwart, die langen Arme, Mut, haben, Ausdauer, und einen starken.

5.Willen, man, einen starken, müssen, haben.

6.eines Kämpfers, müssen, den Charakter, man, haben.

7.beim Spiel, nicht alles, immer, gehen, glatt.

8.bald, die ganze Welt, begeistern, mit, er, seinem Spiel.

9.Torwart, für, bei 291 Spielen, seinen Klub, im Tor, stehen.

SELBSTSTUDIUM

Lesen Sie den Text, versuchen Sie ihn ohne Wörterbuch zu verstehen.

Sport in der DDR

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1.In der DDR stehen etwa 36 000 Stadien, Sportplätze, Sporthallen, Schwimmhallen und andere Sporteinrichtungen den Sporttreibenden zur Verfügung.

2.Das grösste Stadion der DDR ist das Leipziger Zentralstadion für 100 000 Zuschauer.

3.Initiator und Organisator der Körperkultur und des Sports ist der Deutsche Turnund Sportbund (der Bund — союз) (DTSB) der DDR. Er hat über 8000 Sportgemeinschaften; die Zahl seiner Mitglieder beträgt 2,6 Millionen, das sind uber

15Prozent der Bevölkerung.

4.Grosse Aufmerksamkeit schenkt man dem Kinderund Jugendsport. Etwa 60 Prozent aller Schüler treiben regelmässig ausserhalb (вне) des Unterrichts in den Sportgemeinschaften oder in den Kinderund Jugendabteilungen der Sportgemeinschaften des DTSB aktiv Sport.

5.Ein interessanter Sportwettkampf, der jedes Jahr im Mai stattfindet, ist die Internationale Friedensfahrt. Das ist eines der grössten Radrennen der Welt. Die Radsportler fahren eine Strecke, die über 2300 km lang ist.

6.An der Deutschen Hochschule für Körperkultur und Sport in Leipzig bildete man bisher mehr als 1200 Trainer, Diplomlehrer und Sportärzte für verschiedene Länder aus.

7.Die Sportler der DDR waren viele Male Europaund Weltmeister. Seit 1956 nehmen sie an den Olympischen Spielen teil.

 

Die beliebtesten Sportarten in der DDR

Fusball

541 000 Mitglieder

Angeln

374 000 Mitglieder

Turnen/Gymnastik

343 000 Mitglieder

Leichtathletik

168000Mitglieder

Kegeln

153000 Mitglieder

Handball

150000 Mitglieder

Volleyball

96000 Mitglieder

Schwimmen

78000 Mitglieder

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OLYMPISCHE SPIELE

Text A

Lesen Sie den Text und übersetzen Sie ihn

Olympische Spiele der Antike

Der Ursprung der Olympischen Spiele der Antike liegt vermutlich im 2.

Jahrtausend v. Chr. Der Überlieferung nach sollen die ersten regelmäßigen Spiele im griechischen Olympia im Jahre 776 v. Chr. stattgefunden haben. Dieser Zeitpunkt wurde im 4. Jahrhundert v. Chr. aus den Siegerlisten rekonstruiert. Die Periode zwischen zwei Spielen hieß Olympiade. Die Zählung nach Olympiaden wurde als Zeitmaß in der gesamten griechischen Antike verwendet.

In der Anfangszeit gab es nur einen Wettlauf über die Distanz des Stadions

(192,27 Meter). Die Spiele erhielten mit der Zeit eine immer größere Bedeutung. Sie waren keine „Sportveranstaltung― in unserem heutigen Sinne, sondern ein religiöses Fest, das zu Ehren des Göttervaters Zeus und des göttlichen Helden Pelops durchgeführt wurde. In ihrer Blütezeit dauerten die Spiele fünf Tage – der erste Tag war bestimmt von kultischen Zeremonien, wie Weihehandlungen und dem Einzug der Athleten, Schiedsrichter und Zuschauer in den heiligen Hain von Olympia. Neben den sportlichen Wettkämpfen waren die Wettkämpfe in musischen Wettbewerben ebenso wichtig.

Anders als heute stand nicht der Sport als solcher im Mittelpunkt, sondern die religiöse Komponente: Teilnahme und Sieg waren religiöser Natur. Die Olympischen

Spiele fanden immer Mitte Juli statt. Die Sportler mussten einen Monat vorher anwesend sein, um den Oberschiedsrichtern ihr Können zu demonstrieren. Wer für geeignet befunden wurde, war für die Wettkämpfe qualifiziert.

Die eigentlichen Spiele begannen mit dem Umzug aller Beteiligten – Sportler, Betreuer, Schiedsrichter und Zuschauer zum Tempel des Zeus. Hier schworen die

Sportler, sich an die Regeln der Spiele zu halten. Die Wettkämpfe selbst wurden mit

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höchster Leidenschaft ausgetragen. Nur der Sieg zählte. Die Sieger erhielten einen

Siegeskranz aus Olivenzweigen sowie ein Stirnband. Man sah sie als „von den Göttern begünstigt― an und verewigte sie mit Gedichten und Statuen. Jede Niederlage

– sogar schon ein zweiter oder dritter Platz – galt als untilgbare Schmach. Die

Verlierer kehrten unglücklich und auf Schleichwegen in ihre Heimat zurück, um dem Spott zu entgehen, der sie erwartete. Als berühmtester Olympionike aller Zeiten galt der Ringer Milon von Kroton.

Mit der Zeit stieg die Anzahl der Wettbewerbe auf zwanzig an, unterteilt in Leichtathletik, Schwerathletik, Pentathlon und Reitwettbewerbe.

Als die Römer im Jahr 148 v. Chr. Griechenland eroberten, verloren die

Olympischen Spiele ihren panhellenischen Charakter – von nun an war es auch

„nicht-griechischen― Athleten gestattet, teilzunehmen. Vermutlich zum letzten Mal fanden die Spiele im Jahr 393 n. Chr. statt, bevor der römische Kaiser Theodosius I. im Jahr 394 alle heidnischen Zeremonien verbieten ließ. Fest steht, dass die Spiele nicht nach 426 n. Chr. ausgetragen werden konnten, da in diesem Jahr ein Brand den Zeus-Tempel zerstörte. Eroberungsfeldzüge, Überschwemmungen, Erdrutsche und Erdbeben zerstörten die Anlagen weitgehend.

ÜBUNGEN

1.Schreiben Sie aus dem Text neue Wörter aus und tragen Sie diese in ihr Wörterbuch ein.

2.Beantworten Sie folgende Fragen.

1.In welchem Jahrtausend liegt der Ursprung der Olympischen Spiele der Antike?

2.Wo und wann haben die ersten regelmäßigen Spiele stattgefunden?

3.Woraus hat man diesen Zeitpunkt rekonstruiert?

4.Wie hiess die Periode zwischen zwei Spielen?

5.Waren die ersten olympischen Spiele die „Sportveranstaltung― in unserem heutigen

Sinne? Woraus bestanden sie?

6.Wie lange dauerten die ersten olympischen Spiele?

7.Welche Natur und Bedeutung hatten die Spiele der Antike?

8.Welchen Göttern waren die ersten Spiele gewidmet?

9.Wie wurde die Qualifikation der Kandidaten bestimmt?

10.An welcher Stelle schworen die Sportler, sich an die Regeln der Spiele zu halten?

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11.Seit wann und in welchem Zusammenhang konnten die Spiele der antiken Zeit nicht ausgetragen werden?

12.Wer galt als berühmtester Olympionike aller Zeiten?

3. Erklären Sie die Redewendungen:

„von den Göttern begünstigt―, „die untilgbare Schmach―, „der panhellenische Charakter―, „eine heidnische Zeremonie―.

4.Schreiben Sie einen kurzen Konzept des Textes.

5. Erzählen Sie den Text nach.

6.Besprechen Sie den Text mit ihren Freunden: ob Sie ihn informativ, interessant finden, ob Sie viel neues erfahren haben usw.

7.Schreiben Sie aus dem Text 7 -10 zusammengesetzte Wörter aus.

Text B

Lesen und übersetzen Sie den Text

Ein Rundgang durch das antike Olympia

Olympia mag nicht die spektakulärste Ausgrabung Griechenlands sein, doch ist es mit Sicherheit eine der schönsten. Leider entgeht den meisten Besuchern das eigentliche Highlight des Ortes, die Atmosphäre der Ruhe und des Friedens, die er gemeinhin ausstrahlt.

Tagsüber überschwemmen ganze Heerscharen von Besuchergruppen den Ort, getrieben von engem Zeitplan und geschäftigen Führern. Im Minutentakt wechseln sie sich an den einzelnen Attraktionen ab. Man glaubt sich im sprichwörtlichen Babylon ob des Gewirrs von Stimmen und Sprachen. Erst zum späten Nachmittag,

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wenn sich die Sonne langsam senkt, kann man es spüren, das Besondere, das Flair des Ortes.

Wenn man es sich im langsam dahinscheidenden Licht des Spätnachmittags bequem gemacht hat auf den "Rängen" des Stadions, erahnt man langsam, warum die "Alten Griechen" diesen Ort wählten, für eines ihrer bedeutendsten Heiligtümer.

Man beginnt zu verstehen warum hier der höchste aller Götter verehrt wurde und warum ausgerechnet Olympia zum Austragungsort der wichtigsten panhellenischen Spiele auserkoren wurde. Das vornehmlich dem olympischen Zeus geweihte Heiligtum bildete sich im Laufe des 10. und 9. Jahrhunderts heraus. Die ersten monumentalen Bauwerke wurden in archaischer Zeit (7.-6. Jahrhundert) errichtet.

Nach und nach wurde erweitert, um den steigenden Bedarf der Kultstätte zu befriedigen. Zur höchsten Blüte gelangte das Heiligtum in klassischer Zeit (5.-4. Jahrhundert), seine endgültige Gestalt erhielt es gegen Ende des 4. vorchristlichen Jahrhunderts.

Einer der ausschlaggebenden Faktoren für die architektonische Gestaltung des

Geländes waren die 776 v.Chr. ins Leben gerufenen Olympischen Spiele. In der hellenistischen Epoche (3.-1. Jahrhundert) und in römischer Kaiserzeit (Ende 1. Jahrhundert v.Chr. bis 3. Jahrhundert n.Chr.) gab es noch geringfügige bauliche Ergänzungen und Änderungen. Der Weihbezirk (Altis) war vom übrigen Bereich des Heiligtums durch eine Umfassungsmauer getrennt. Zugänglich war er durch drei Tore, zwei im Westen und eines im Süden. Besagte Mauer umschloss die Tempel und die unmittelbar mit dem Kult verbundenen Anlagen. Außerhalb des Weihbezirks lagen die Gebäude für die Besucher der Anlage und während der Olympiaden natürlich für die Athleten. Dazu kamen Priesterwohnungen, Bäder, Gästehäuser,

Gymnasion und Palästrum.

393 n.Chr. erließ der römische Kaiser Theodosius ein Verbot von Kultausübungen in großen Heiligtümern. Daraufhin ging die Bautätigkeit auf der Altis stark zurück. Im Jahre 426 wurden auf kaiserliches Dekret hin, etliche der paganen Gebäude zerstört, den Rest besorgte ein Erdbeben im 6. Jahrhundert. Während vom Hippodrom, Austragungsort der Pferdeund Wagenrennen, nichts erhalten ist, kann man sich vom Stadion noch einen guten Eindruck vermitteln. Es war Austragungsort der gymnischen Disziplinen, also Leichtathletik und Kampfsportarten. Sie wurden nackt ausgetragen.

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