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Mercedes-Benz Vito mit Benzin- und Dieselmotore...doc
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17.4 Der Anlasser

Der Anlasser, technisch nьchterner als Schub-Schraub­trieb-Starter bezeichnet, bekommt beim Durchdrehen des Zьndschlьssels erst an Klemme „50" Strom. Zunдchst wird also der Magnetschalter (auch als Ein­schaltrelais bezeichnet) aktiviert. Dessen Einrьckhebel schiebt das Anlasserritzel in Richtung Zahnkranz auf der Schwungscheibe des Motors. Rutscht das Ritzel direkt in den Zahnkranz, schliesst hinten im Magnetschalter ei­ne Kontaktplatte den Stromkreis zum Anlassermotor - der Anlasser dreht kraftvoll los. Stossen hingegen Zдh­ne von Anlasserritzel und Zahnkranz aufeinander, sorgt ein steiles Gewinde dafьr, dass sich dass Anlasserritzel etwas verdrehen kann, sich also in den Zahnkranz „hineinschraubt". Erst anschliessend startet der Anlassermotor. Diese Wirkungsweise fьhrte zur be­schriebenen Namengebung.

Wenn der Fahrzeugmotor angesprungen ist und sich der Zahnkranz schneller dreht als das Anlasserritzel, sorgt ein Rollenfreilauf dafьr, dass sich die Verbin­dung zwischen Ankerwelle und Anlasserritzel lцst. Das Ritzel wird aus dem Zahnkranz ausgespurt, der Kontakt im Magnetschalter цffnet, und der Anlasser- motorwird stromlos.

Arbeitet der Anlasser nicht? Schadhafte Anlasser zeigen oft folgendes Verhalten: • In Startstellung „klickt" es aus Richtung Anlasser, der Startermotor dreht aber nur kurz mit rauhem Laufgerдusch oder gar nicht. Legen Sie den 1. Gang ein und halten Sie den Zьndschlьssel in Startstellung, wдhrend ein Helfer etwas am Fahrzeug schiebt bzw. daran hin und her ruckelt. Dreht der Anlasser jetzt los, sind entweder seine Kohlen abgenutzt, die Anker­Wicklung stellenweise durchgebrannt oder der Kol­lektor ist stark eingelaufen.

• Bisweilen kommt es auch vor, dass nach langer Fahrt der heisse Anlasser streikt. Dieser Effekt ist auf ungьnstige Masspaarungen von Ankerwelle und Rit­zel zurьckzufьhren. Bei starker Erwдrmung klemmen dann diese Teile gegeneinander, das Ritzel kann nicht mehr verschoben werden, und folglich wird auch der Kontakt im Magnetschalter nicht mehr geschlossen. Manchmal hilft dann ein Hammerschlag auf die Sei­te des Anlassers, wдhrend ein Helfer gleichzeitig den Zьndschlьssel in Startstellung hдlt.

17.4.1 Anlasser prьfen

Um den Anlasser unter voller Batteriespannung zu kontrollieren, sind die Klemme „30" (grosse Klemme) und „50" (kleines Kabel neben der grossen Klemme) mit einem Kabel von mindestens 4,0 mm2 Quer­schnitt zu verbinden. Falls der Anlasser jetzt ein­wandfrei arbeitet, ist die Zuleitung zum Anlasser zu kontrollieren. Spurt der Anlasser nicht ein, muss er ausgebaut und ьberprьft werden. Eine einwandfreie Prьfung des Anlassers in einer Prьfbank sollte von einer Elektrowerkstatt durchge­fьhrt werden.

17.4.2 Anlasser aus- und einbauen

Der Anlasser ist an der in Bild 343 gezeigten Stelle am Motor montiert. Beim Ausbau folgendermassen vor­gehen:

  • Massekabel der Batterie abklemmen.

  • Elektrische Kabel von den Klemmen „30" und „50" abklemmen und die Kabel von den Kabelschellen freimachen. Vorher den Kontaktschutz von der Klem­me abziehen.

Die Vorderseite des Fahrzeuges auf Bцcke setzen.

  • Bei Klimaanlage den Kondenswasserbehдlter von der Befestigung lцsen.

  • Anlasser vom Getriebe abschrauben (Schrauben (3) herausdrehen) und den Anlasser nach unten herausheben.

Bild 343

Der eingebaute Anlasser.

  1. Kabel zur Klemme 30

  2. Kabel zur Klemme 50

  3. Befestigungsschrauben

  4. Kontaktschutz

  5. Anlasser

Der Einbau geschieht in umgekehrter Reihenfolge wie der Ausbau. Die Anlasserschrauben mit 42 Nm anziehen. Die Mutter der kleinen Kabelklemme mit 6 Nm, die Mutter der grossen Kabelklemme („30") mit 15 Nm anziehen.

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