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Mercedes-Benz Vito mit Benzin- und Dieselmotore...doc
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16.1 Die Konstruktion der Bremsen

Fьr die Vorderrдder und die Hinterrдder werden Scheibenbremsen verwendet, die jedoch nicht gleich sind. An den Vorderrдdern werden Gleit­bremssдttel, auch als Faustsдttel bekannt, verwen­det. Festsдttel mit zwei Kolben sind an den Hin­terrдdern montiert.

Die Bremsanlage ist serienmдssig mit einem Brems­kraftverstдrker ausgerьstet, welcher seinen Unter­druck aus dem Ansaugsammelrohr des Motors erhдlt oder im Fall des Dieselmotors durch eine getrennte Unterdruckpumpe.

Der Vito und die Fahrzeuge der V-Klasse kцnnen mit verschiedenen Einrichtungen ausgerьstet sein, wel­che der Sicherheit und der Verbesserung des Fahr­betriebs dienen. Eine Antiblockier-Bremsanlage (ABS) und eine automatische Differentialsperre oder eine Antischlupfregulierung kцnnen eingebaut sein. Auf diese Einrichtungen wird spдter kurz eingegan­gen. Ausserdem werden auch Fahrzeuge ohne ABS gebaut.

Bei Fahrzeugen mit normalen Schraubenfedern an Vorder- und Hinterachse ist an der Hinterachse ein Bremsdruckregler eingebaut, welcher bei einge­bauter Luftfederung fehlt. Zwei verschiedene Aus­fьhrungen werden dabei in der Fahrzeugbaureihe verwendet.

An der Vorderachse und an der Hinterachse verzц­gern Scheibenbremsen die Fahrgeschwindigkeit des Fahrzeuges. Beim Tritt aufs Bremspedal presst eine mit dem Pedal verbundene Druckstange zwei hintereinander liegende Kolben in den Haupt­bremszylinder, der im Motorraum an den Brems­kraftverstдrker montiert ist. Die Kolben ьbertragen die Fusskraft auf die im Hauptbremszylinder einge­schlossene Bremsflьssigkeit. Dadurch entsteht ein hydraulischer Druck, der sich ьber Rohr- und Schlauchleitungen zu den Bremszangenzylindern fortsetzt. Dabei drьcken Kolben die Bremsklцtze gegen die Bremsscheiben. Drьcken ist dabei nur grob gesagt. Da es im Fall jedes vorderen Brems­sattels, auch Bremszangen genannt, nur einen Kol­ben hat, drьckt der hergestellte Bremsdruck gegen diesen Kolben, welcher dabei den Bremsklotz ge­gen die Bremsscheibe drьckt. Sobald der Kolben nicht weiter kann, wird der gesamte Bremssattel auf einem Mechanismus von Gleitbolzen auf die ande­re Seite gedrьokt, wobei der zweite Bremsklotz ge­gen die andere Seite der Bremsscheibe gedrьckt wird. Die Bremsung ist damit komplett. Anders sieht es bei den eingebauten Festsдtteln aus. Hier wer­den zwei Kolben verwendet, die durch den hydrau­lischen Druck die beiden Bremsklцtze gegen die Bremsscheibe drьcken und dabei die Bremsung vornehmen.

Wo ist aber die Handbremse, welche normalerweise bei Trommelbremsen durch einen Mechanismus aus Seilen und Hebeln auf die Bremsbacken wirkt? Der Mechanismus aus Hebeln und Seilen ist noch vor­handen. Jedoch ist bei der vorliegenden Ausfьhrung die hinteren Bremsscheiben so geformt, dass sie noch Platz fьr eine herkцmmliche Trommelbremse bietet. Wenn das Pedal im Fahrerfussraum getreten wird, spannt sich das vordere Bremsseil. Dies fьhrt zum Seilzugausgleich. Von dort verlдuft je ein Brems­seil zur jeweiligen Hinterradbremse. Die Bremsbacken werden durch einen Spreizhebel auseinanderbewegt. Vorder- und Hinterradbremsen stellen sich ьbrigens selbst nach.

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