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Mercedes-Benz Vito mit Benzin- und Dieselmotore...doc
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11.3 Reparatur der Antriebswellen

Wenn das Fahrzeug lдngere Zeit gelaufen ist, unter­liegen die Gelenke einem bestimmten Verschleiss. Ьbermдssiges Spiel in den Gelenken macht sich durch ein schlagendes Gerдusch beim Zurьcklassen des Gashebels, d.h. wenn der Motor geschoben wird, bemerkbar. Falls dies im spдteren Leben des Fahrzeuges feststellbar ist, sollte man die in Frage kommende Antriebswelle sofort erneuern. Reparaturen an den Antriebswellen, mit Ausnahme der bereits beschriebenen Reparatur der Zwischen­welle, sind nicht vorgesehen. Falls die Weile an den Gelenken ausgeschlagen ist, muss man eine neue Welle einbauen.

Die Vorderradaufhдngung besteht aus Federbeinen mit eingebauten Stossdдmpfern, einem Dreiecks­querlenker und einem eingebauten Kurvenstabili­sator. Ein Verbindungsgestдnge, ebenfalls als Kop­pelstange bezeichnet, ist zwischen jedem Ende des Kurvenstabilisators und dem Federbein auf jeder Seite eingesetzt. Das Gestдnge hat an beiden En­den Kugelgelenke, die jeweils mit Muttern am Kur­venstabilisator und am Federbein verschraubt sind. Die beiden Querlenker sind an der Innenseite am Nebenrahmen verschraubt und aussen mit einem abschraubbaren Kugelgelenk mit dem Radlager­gehдuse, d.h. dem Achsschenkel verbunden. Die Verbindung zwischen den Federbeinen und dem Radlagergehдuse geschieht durch zwei Klemm­schrauben mit einer Mutter auf der anderen Seite. Bei der oberen Schraube handelt es sich dabei um eine Exzenterschraube, welche zur Einstellung der Vorderradgeometrie dient. Bild 265 zeigt wie die zu­sammengebaute Vorderradaufhдngung auf einer Seite aussieht.

Grundprinzipien des Fahrwerks

Bild 265

Ansicht der zusammen­gebauten Vorderradauf­hдngung auf einer Seite.

  1. Federbein

  2. Koppelstange des Kurven­

stabilisators

  1. Schraubenfeder und obere Lagerung

  2. Kurvenstabilisator

  3. Zahnstangenlenkung

  4. Antriebswelle

  5. Unterer Dreiecks­

querlenker

12 Vorderradaufhдngung

Die richtige Radaufhдngung ist eine Wissenschaft fьr sich. Bei jeder Fahrt zum Beispiel ьber eine Boden­welle oder durch eine schnelle Kurve verдndert sich die ausgeklьgelte Geometrie der Rдder, die in genau definierten Winkeln zur Fahrzeugachse stehen. Aller­dings dьrfen die Pneus nie den Kontakt zur Fahrbahn verlieren, weil sie dann keine Brems- und Lenkkrдfte mehr ьbertragen kцnnen. Damit die Rдder auf dem Boden bleiben, tritt die Federung in Aktion. Sie nimmt Stцsse auf und folgt den Unebenheiten der Strasse. Das unerwьnschte Nachschwingen der Federn ver­hindern die Stossdдmpfer. Sie mьssten eigentlich Schwingungsdдmpfer heissen, da sie keine Stцsse dдmpfen, sondern die Schwingungen der Federn ab­schwдchen.

Rund um die Vorderradaufhдngung Einzelradaufhдngung. Nach dem System McPher- son (1949 zum Patent angemeldet). Kompakte Ein­heit aus Stossdдmpfer, Feder und schwenkbarem Radnabenteil (Radfьhrung).

Federbein. Besteht aus Schraubenfeder undTele- skopstossdдmpfer, der in der Feder steckt. Innere Anschlдge im Federbein begrenzen die Ausfederung nach unten. Bei hartem Durchfedern-etwa bei ei­nem Schlagloch -tritt der Anschlagbegrenzer in Ak­tion. Er verhindert, dass die Feder ganz zusammen­gedrьckt wird.

Federbeindom (im Motorraum). Nimmt das Feder­bein auf. Oben als Gummilager (Stьtzlager) ausgebil­det, das sich, gefьhrt durch einen Zentrierring, an je einer oberen und unteren Tellerscheibe abstьtzt. Im Stьtzlager ist die Kolbenstange des Federbeins ver­schraubt.

Lenk-Schwenklager auch als Radlagergehдuse oder Achsschenkel bekannt. Hдlt das untere En­de des Federbeins mit zwei Klemmschrauben, wo­bei es sich bei der oberen Schraube um eine Ex­zenterschraube handelt (siehe auch bereits gege­bener Hinweis). Ist ьber ein Kugelgelenk mit einem Querlenker verbunden. Der Querlenker sitzt beweg­lich im Achstrдger und nimmt die entstehenden Sei­tenkrдfte auf.

Querstabilisator oder Kurvenstabilisator. Am

Fahrzeugboden mit Gummibuchsen verschraubt und ьber eine Koppelstange, d.h. eine Verbin­dungsstange links und rechts mit den Federbeinen verbunden. Reduziert die Seitenneigung bei Kur­venfahrt.

Lenkgetriebe. Sitzt hinter dem Motor, am Achstrд­ger befestigt. Ausgefьhrt als Zahnstangenlenkung mit variabler Ьbersetzung - unterschiedliche Ver­zahnungen auf der Zahnstange bewirken verschie­dene Ьbersetzungen bei Geradeaus- und Kurven­fahrt (reduziert Kraftaufwand beim Lenken). An die Zahnstange montiert ist rechts und links die Spur­stange - dreht man das Lenkrad, das ьber eine zweiteilige Lenkspindel mit dem Lenkgetriebe ver­bunden ist, wird diese Bewegung auf die Lenkhebel des Lenk-Schwenklagers und damit auf die Rдder ьbertragen.

12.1 Aus- und Einbau eines Federbeins

Im folgenden Text wird der Ausbau des kompletten Federbeins, zusammen mit dem unteren Querlenker und der Antriebswelle, beschrieben. Im Allgemeinen ist diese Arbeit jedoch nur notwendig, wenn das Fahrzeug in einen Unfall verwickelt war. Gewisse Tei­le des Federbeins kцnnen ausgebaut werden, ohne die gesamte Einheit zu demontieren. Die entspre­chenden Beschreibungen folgen in spдteren Kapiteln dieses Abschnitts. Bild 265 zeigt die Befestigungs­weise des Federbeins und kann bei den folgenden

Arbeiten als Bezug benutzt werden. In Bild 266 ist das Federbein im Schnitt gezeigt, woraus die obere Befestigung des Federbeins ersichtlich ist.

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