- •1 .1 Einleitung
- •1.2 Fahrzeugerkennung
- •1.3 Allgemeine Anweisungen bei Reparaturen
- •1.4 Arbeitsbedingungen und Werkzeuge
- •1.5 Aufbocken des Fahrzeuges
- •1.6 Wartung und Pflege
- •1.6.1 Motorцlstand kontrollieren
- •1.6.2 Bremsflьssigkeitsstand kontrollieren
- •1.6.3 Bremsleuchten ьberprьfen
- •Alle nicht genannten Wartungsarbeiten
- •1.7 Schmiermittel, Dichtungsmasse, ,,Loctite", etc.
- •1.8 Umgang mit Gewinden, Schrauben, Muttern, usw.
- •2 Der Benzinmotor
- •2.1 Ausbau und Einbau des Motors
- •2.1 .L Ausbau des Motors
- •2.1.2 Einbau des Motors
- •2.2 Zerlegung und Zusammenbau des Motors
- •2.2.1 Zerlegung
- •2.3 Arbeiten am Zylinderkopf
- •2.3.4 Zylinderkopf zerlegen
- •2.3.5 Zylinderkopf ьberholen
- •Ventilfedern
- •Ventilfьhrungen
- •Ventilsitze
- •Ventile
- •2.4 Oberer Steuergehдusedeckel
- •2.5 Steuergehдusedeckel
- •2.6 Nockenwellen
- •2.6.1 Grundstellung der Nockenwellen ьberprьfen
- •2.6.2 Einstellen der Grundstellung der Nockenwellen
- •2.6.3 Nockenwellen aus- und einbauen
- •2.7 Teile der Steuerung
- •2.8 Kolben und Pleuelstangen
- •2.8.1 Ausbau
- •2.8.2 Zylinderbohrungen ausmessen
- •2.8.3 Kolben und Pleuelstangen ьberprьfen
- •2.8.4 Pleuellagerlaufspiel ausmessen
- •2.8.5 Kolben und Pleuelstangen zusammenbauen
- •2.8.6 Kolben und Pleuelstangen einbauen
- •2.9 Kurbelwelle und Schwungrad
- •2.9.1 Ausbau der Kurbelwelle
- •2.9.2 Ьberprьfung der Teile
- •2.9.3 Kurbelwelle einbauen
- •2.9.4 Schwungrad oder Antriebsscheibe (Getriebeautomatik)
- •2.10 Schwingungsdдmpfer/ Riemenscheibe
- •2.11 Hinterer Kurbelwellendichtring und Dichtringflansch
- •2.12 Vorderer Kurbelwellendichtring
- •2.13 Kernlochstopfen im Kurbelgehдuse
- •2.14 Fьhrungslager in der Kurbelwelle erneuern
- •2.15 Motoraufhдngungen
- •2.16 Stцrungen am Motor
- •2.17 Kompressionsdruck messen
- •2.18.1 Aus- und Einbau des Kьhlergitters
- •2.18.2 Aus- und Einbau des vorderen Quertrдgers
- •2.18.3 Aus- und Einbau des vorderen Stossfдngers
- •2.18.4 Aus- und Einbau der Motorhaube
- •3.3.2 Zylinderkopf zerlegen
- •3.3.3 Zylinderkopf ьberholen
- •Ventilfedern
- •Ventilfьhrungen
- •Ventilsitze
- •Ventile
- •Ventilschaftabdichtungen erneuern (Zylinderkopf eingebaut)
- •3.4 Steuergehдusedeckel
- •3.5 Kolben und Pleuelstangen
- •3.5.1 Ausbau
- •3.5.2 Zylinderbohrungen ausmessen
- •3.5.3 Kolben und Pleuelstangen ьberprьfen
- •3.5.4 Pleuellagerlaufspiel ausmessen
- •3.5.5 Kolben und Pleuelstangen zusammen bauen
- •3.5.6 Kolben und Pleuelstangen einbauen
- •3.6 Zylinderblock
- •3.7 Kurbelwelle und Schwungrad
- •3.7.1 Ausbau der Kurbelwelle
- •3.7.3 Kurbelwelle einbauen
- •In mm Kцrnerschlдge Zeichnung
- •3.7.4 Schwungrad oder Antriebsscheibe (Getriebeautomatik)
- •3.8 Kurbelwellenriemenscheibe und Nabe
- •3.9 Hinterer Kurbelwellendichtring und Dichtringflansch
- •3.10 Vorderer Kurbelwellendichtring
- •3.11.1 Aus- und Einbau des Kettenspanners
- •3.11.2 Aus- und Einbau der Steuerkette
- •3.11.3 Aus- und Einbau der Spannschiene
- •3.11.4 Aus- und Einbau der Gleitschienen
- •3.11.5 Aus- und Einbau des Kurbelwellensteuerrades
- •3.11.6 Aus- und Einbau der Nockenwelle
- •3.11.7 Nockenwellensteuerung
- •3.12.1 Kontrolle der Stцssel
- •3.12.2 Aus- und Einbau der Stцssel
- •4.1 Wissenswertes ьber die Motorschmierung
- •Ich habe Цlschlammbildung im Motor festgestellt
- •4.2.1 Benzinmotor
- •4.2.2 Dieselmotor
- •4.3.8 Die Olstandskontrolle
- •4.3.10 Der Цldruck
- •4.3.11 Stцrungen in der Motorschmierung
- •4.4.4 Цldruckschalter erneuern
- •4.4.5 Цlstandanzeiger erneuern
- •4.4.6 Цlmessstab und Fьhrungsrohr
- •4.4.4 Цldruckschalter erneuern
- •4.4.5 Цlstandanzeiger erneuern
- •4.4.6 Цlmessstab und Fьhrungsrohr
- •5.1.1 Ablassen und Auffьllen der Kьhlanlage
- •5.1.2 Frostschutzmittel
- •52.1 Kьhlerverschlusskappe und Kьhler prьfen
- •5.2.2 Kьhler aus- und einbauen
- •Spannstossdдmpfer erneuern
- •6.1.2 Durchfьhrbare Arbeiten
- •6.1.1 Vorsichtsmassnahmen bei Arbeiten an der Anlage
- •7.2.2 Reparatur von Einspritzdьsen
- •7.6.3 Lьfter des Ladeluftkьhlers
- •7.7.2 Stцrungen an der Vorglьhanlage
- •8.1 Vorsichtsmassnahmen bei Arbeiten an der Anlage
- •Vorsichtsmassnahmen beim Umgang mit Bremsflьssigkeit
- •10.2.1 Dichtringe der Antriebswellen erneuern
- •10.2.3 Kugelbolzen der Ausrьckgabel erneuern
- •11.3 Reparatur der Antriebswellen
- •12 Vorderradaufhдngung
- •12.1.1 Ausbau
- •12.1.2 Einbau
- •12.2 Zerlegung eines Federbeins
- •12.2.1 Unteren Querlenker abnehmen
- •12.2.2 Achsschenkel abnehmen
- •12.2.3 Radlager ausbauen
- •12.2.4 Schraubenfeder und Stossdдmpfer
- •12.3 Reparatur eines Federbeins
- •12.3.1 Unterer Querlenker
- •12.3.2 Achsschenkel
- •12.3.3 Schraubenfedern
- •12.4 Zusammenbau eines Federbeins
- •12.5.2 Achsschenkel
- •12.6 Wartungsarbeiten an der Vorderradaufhдngung
- •13 Hinterachse und Hinterradaufhдngung
- •13.2 Stossdдmpfer aus- und einbauen
- •13.3 Schwingarm aus- und einbauen
- •13.4 Erneuerungeines Hinterradlagers
- •14.1 Allgemeine Funktion
- •14.3 Arbeiten am Kompressor
- •14.7 Schwingarm aus- und einbauen
- •14.8 Erneuerung eines Hinterradlagers
- •15.1 Das Lenkgetriebe
- •15 Die Lenkung
- •15.1.1 Ausbau
- •15.2 Spurstangen kцpfe und Lenkungsmanschetten erneuern
- •15 Die Lenkung
- •15.3 Kontrolle des Lenkungsmechanismus
- •15.4 Arbeiten an der hydraulischen Anlage
- •154.1 Fьllen der hydraulischen Anlage
- •15.4.2 Entlьften der hydraulischen Anlage
- •15.5 Keilriemen der Lenkhilfspumpe, Riemen erneuern
- •154.3 Kontrolle der Anlage auf Leckstellen
- •15.6 Lenkhilfspumpe aus- und einbauen
- •15.7 Radeinstellung der Vorderrдder
- •16 Die Bremsanlage
- •16.1 Die Konstruktion der Bremsen
- •16.2 Wartungsarbeiten an den Bremsen - Im Zweifel in die Werkstatt
- •16.3 Vorderradscheibenbremsen (Gleitsдttel)
- •16.3.1 Bremsklцtze erneuern
- •16.3.2 Bremssattel aus- und einbauen
- •16.3.3 Bremssattelreparaturen
- •16.4 Hinterrad-Scheibenbremsen (Festsдttel)
- •16.4.1 Bremsklцtze erneuern
- •16.4.2 Bremssattel aus- und einbauen
- •16.4.3 Bremssattel ьberholen
- •16.5 Bremsscheiben
- •16.5.3 Nacharbeiten von Bremsscheiben
- •16.6 Hauptbremszylinder
- •16.6.2 Hauptbremszylinder ьberholen
- •16.7 Die Feststellbremse
- •16.7.2 Feststellbremse einstellen
- •16.7.3 Vorderes Feststellbremsseil - Erneuerung
- •16.7.4 Hintere Bremsseile erneuern
- •16.8 Bremskraftverstдrker
- •16.9 Bremsen entlьften
- •16.11 Unterdruckpumpe
- •17.1 Allgemeine Begriffe
- •17 Elektrische Anlage
- •17.2 Die Batterie
- •17.2.1 Prьfen der Batterie
- •17.2.2 Wissenswertes ьber die Batterie
- •17.2.3 Defekten Verbraucher ermitteln
- •17.3 Die Drehstromlichtmaschine
- •17.3.1 Vorsichtsmassnahmen bei Arbeiten an der Ladestromanlage
- •17.3.2 Eingebaute Drehstromlichtmaschine prьfen
- •17.3.4 Drehstromlichtmaschine reparieren
- •17.4 Der Anlasser
- •17.4.1 Anlasser prьfen
- •17.4.2 Anlasser aus- und einbauen
- •17.4.3 Anlasserreparaturen
- •17.4.4 Anlasser-Stцrungstabelle
- •Vorglьhrelais erneuern
- •17.6 Beleuchtung
- •17.6.2 Scheinwerfereinsatz erneuern
- •17.6.3 Vordere Blinkleuchte erneuern
- •17.6.4 Scheinwerfer einstellen
- •17.6.6 Scheinwerferreinigungsanlage
- •17.7 Heckleuchten
- •17.8 Blinkleuchten
- •17.9 Kennzeichenleuchte
- •17.10 Scheibenwischer
- •17.10.1 Scheibenwischer kontrollieren
- •17.10.2 Scheibenwischerblatt erneuern
- •17.10.3 Aus- und Einbau des Wischersystems
- •17.11 Instrumente und Gerдte
- •17.12 Scheibenwaschanlage
- •17.13 Die Sicherungen
- •17.14 Verstehen der Schaltplдne
- •18 Reifen und Felgen
- •19 Die Auspuffanlage
- •19.1 Auspuffanlage ьberprьfen
- •19.2 Kann man die Anlage reparieren?
- •19.3.1 Beim Dieselmotor
- •19.3.2 Beim Benzinmotor
- •19.4 Der Katalysator
- •19.4.1 Vorsichtsmassnahmen beim Katalysatorbetrieb
- •19.5 Lambda-Sonde
- •20.1 Anschleppen mit
- •Abschleppen mit eingebauter Automatik
- •Automatik ьberprьfen/Aus- und Einbau des Getriebes
- •20 Das automatische Getriebe
- •Verschleissgrenze Lageraxialspiel: Kurbelwellenlager
- •Vorderachse
- •Vorderradaufhдngung
- •Vorderachse
- •Chaltplam 9a bis e -Zentralelektrik
- •I цnbiuch-Dietutahl- , Telefon
- •X60 Steckverbindung Instrumententafel/
- •Instrument
Vorsichtsmassnahmen beim Umgang mit Bremsflьssigkeit
Da die hydraulische Anlage mit Bremsflьssigkeit gefьllt ist, sollte man die nachstehenden Vorsichtsmassnahmen durchlesen, ehe man irgendwelche Arbeiten an der Anlage durchfьhrt. Die gleichen Vorsichtsmassnahmen gelten natьrlich ebenfalls bei Arbeiten an der Bremsanlage.
Bremsflьssigkeit in einem geschlossenen Behдlter aufbewahren, welchen man entsprechend kennzeichnen muss. Bremsflьssigkeit ist giftig, bereits eine Menge von 100 ccm kann zum Tod fьhren.
Haut und Augen sind vorzugsweise mit Handschuhen bzw. Schutzbrille zu schьtzen. Sollte Bremsflьssigkeit auf die Haut kommen, muss man diese sofort mit Wasser und Seife abwaschen. In die Augen gespritzte Bremsflьssigkeit sofort mit sauberem Wasser ausspьlen. Falls keine sofortige Linderung auftritt, einen Arzt aufsuchen.
Keine Bremsflьssigkeit auf lackierte Teile des Fahrzeuges tropfen lassen, da diese den Lack angreift. Sollte es einmal vorkommen, sofort mit sauberem Wasser abwischen.
Bremsflьssigkeit ist in der Lage Feuchtigkeit aus der Luft aufzunehmen, wodurch der Siedepunkt verringert wird. Dies ist der Grund, dass man Bremsflьssigkeit in verschlossenen Behдltern lagern muss.
Auch kleinste Anteile von Mineralцl in der Bremsflьssigkeit kцnnen zum Anschwellen der Gummiteile von hydraulischen Anlagen fьhren. Besonders bei farblosen oder gelben Flьssigkeiten ist ein Eindringen von Mineralцl schwer feststellbar. Falls Цl auf irgendeine Weise in die Anlage gekommen ist, muss man die Betдtigungszylinder und den Vorratsbehдlter der Kupplungsanlage sowie alle Gummiteile der gesamten Bremsanlage erneuern. Abschliessend die Anlage mit frischer Bremsflьssigkeit durchspьlen und entlьften. Deshalb - unbedingt darauf achten, dass kein Цl in die Anlage kommen kann.
Niemals die beim Entlьften aus der Anlage ausgepumpte Flьssigkeit wieder in die Anlage einfьllen.
Bild 254 zeigt die Befestigungsweise des Kupplungsgeberzylinders in der Nдhe des Kupplungspe-
Bild 254
Einzelheiten zum Aus- und Einbau des Kupplungsgeberzylinders.
Pedalbock
Befestigungsteile, Zylinder am Pedalbock
Flьssigkeitsschlauch um Zylinder
Schlauchschelle
Verbindungsschlauch zum Nehmerzylinder
Sicherungsspange
Kupplungsnehmerzylinder
Kupplungspedal
Tempomat-Schalter
0 Zyl i nd e rverb i nd u ngsstцssel
Gummiabdeckung 12 Flansch am Nehmerzylinder
dals. Beim Ausbau folgendermassen vorgehen:
Den Geberzylinder (7) vom Kupplungspedal (8) und vom Pedalbock (1) lцsen. An den Seiten ist der Zylinder mit den Teilen (2) auf beiden Seiten befestigt. Auf der Stцsselseite auf einer Seite die Sicherungsspange an der Oberseite des Kupplungspedals herausnehmen und den Zylinder seitlich abziehen. Am Betдtigungsstцssel wird man einen Flansch (12) sehen, welcher beim Einbau des Zylinders gegen das Kupplungspedal anliegen muss.
Um ein Entleeren der hydraulischen Anlage zu vermeiden, kann man den Verbindungsschlauch zum Geberzylinder mit einer geeigneten Zwinge zusammendrьcken. Andernfalls die Bremsflьssigkeit ьber die Entlьftungsschraube des Nehmerzylinders und einen Entlьftungsschlauch durch Betдtigung des Kupplungsfusshebels aus dem kombinierten Bremsund Kupplungsvorratsbehдlter in ein Gefдss pumpen.
Den Frischluftansaugschlauch ausbauen.
9 Den Flьssigkeitsschlauch (3) vom Vorratsbehдlter abschliessen. Das Schiauchende in geeigneter Weise verschliessen, um ein Austropfen der Flьssigkeit zu vermeiden.
Den Verbindungsschlauch (5) zum Nehmerzylinder herausziehen und den Zylinder herausnehmen.
Der Einbau des Geberzylinders geschieht in umgekehrter Reihenfolge wie der Ausbau. Unbedingt darauf achten, dass der Einsteckstutzen fьr den Verbindungsschlauch (3) einwandfrei sitzt und mit der Schlauchschelle (4) festziehen. Beim Anschliessen der Druckstange muss die Seite mit dem Flansch (12) gegen das Kupplungspedal gerichtet sein. Kontrollieren, dass der Sprengring einwandfrei in die Rille des Bolzens eingreift. Die Kupplungsanlage abschliessend entlьften (siehe Kapitel 9.10).
9.9 Kupplungsnehmerzylinder aus- und einbauen
Der Kupplungsnehmerzylinder sitzt am Getriebe. Beim Aus- und Einbau des Zylinders folgendermassen vorgehen:
0 Die Flьssigkeitsleitung mit einem Gabelschlьssel vom Nehmerzylinder abschrauben. Das Leitungsende in geeigneter Weise verschliessen, um ein Auslaufen der Flьssigkeit zu vermeiden.
Die beiden Befestigungsschrauben des Zylinders am Kupplungsgehдuse abschrauben und den Zylinder herausziehen. Dabei auf die eingelegte Beilagscheibe achten.
Beim Einbau die Beilagscheibe mit der Rillenseite gegen das Kupplungsgehдuse anlegen und in ihrer Lage halten.
9 Den Nehmerzylinder zusammen mit der Druckstange so einfьhren, dass die Druckstange in der kugelfцrmigen Aussparung der Ausrьckschwinge zu sitzen kommt, und die beiden Schrauben eindrehen und festziehen.
% Leitung am Zylinder anschrauben und die Kupplungsanlage entlьften, wie es in Kapitel 9.10 beschrieben ist.
9.10 Hydraulische Anlage entlьften
Wenn die Kupplung richtig trennt ist in jedem Fall auch die Kupplungshydraulik in Ordnung. Trennt sie dagegen schlecht oder fдllt das Pedal ohne Widerstand durch, ist sicher Luft in die hydraulische Anlage geraten. Nur Entlьften hilft da nicht, die Leckstelle muss ausfindig gemacht und repariert werden. Jetzt kцnnen Sie entlьften.
Wer eine vorbeugende Untersuchung der Kupplungshydraulik vornehmen will, sucht nach Spuren von Bremsflьssigkeit am Geberzylinder (oben am Kupplungspedal) und am Nehmerzylinder (am Getriebe).
Цlfeuchte Kupplungszylinder sind undicht und mьssen ausgetauscht werden, was natьrlich beim Geberzylinder das Aufsuchen einer Werkstatt bedeutet. Am Nehmerzylinder wird sich die Herkunft des Цl- schmutzes allerdings ohne grьndliche Reinigung dieses Bereiches nur schwer lokalisieren lassen.
Werkstдtten verwenden ein Entlьftungsgerдt zum Entlьften der Kupplungsanlage. Bei der folgenden Beschreibung wird davon ausgegangen, dass die Anlage in normaler Weise entlьftet wird, d.h. die Bremsanlage wird zur Entlьftungshilfe verwendet. Ein ca. 1 m langer, durchsichtiger Schlauch wird zum Entlьften benцtigt.
• Bremsflьssigkeitsstand im Vorratsbehдlter kontrollieren, wenn nцtig nachfьllen.
Fahrzeug vorn auf Bцcke setzen und die Teile der Motorraumverkapselung ausbauen. 9 Den genannten Schlauch auf die Entlьftungsschraube des rechten vorderen Bremssattels aufstecken und die Entlьftungsschraube цffnen (wir sagen rechten, es kann jedoch auch der linke benutzt werden).
Durch eine zweite Person das Bremspedal vorsichtig betдtigen lassen, bis sich der Schlauch mit Bremsflьssigkeit gefьllt hat und keine Luftblasen mehr vorhanden sind. Ein Auslaufen von Flьssigkeit ist durch Zuhalten des Schlauches zu verhindern.
Freies Schlauchende auf die Entlьftungsschraube des Nehmerzylinders stecken und die Entlьftungsschraube цffnen.
Im stetigen Wechsel das Bremspedal durchtreten, die Entlьftungsschraube der Bremszange schliessen, das Bremspedal in Losstellung bringen, die Entlьftungsschraube цffnen, usw., bis im Vorratsbehдlter keine Luftblasen mehr sichtbar sind.
Die Entlьftungsschrauben am Bremssattel und am Nehmerzylinder schliessen und den Schlauch abziehen.
Kupplungsbetдtigung durch Einlegen des Rьckwдrtsganges bei laufendem Motor auf Funktion und Dichtheit prьfen.
Bremsflьssigkeit im Vorratsbehдlter nachfьllen, bis diese an der ,,Max"-Marke steht. Den Behдlter auf keinen Fall ьberfьllen; Lackschдden kцnnten die Folge sein.
9.11 Stцrungsbeistand an der Kupplung
Falls die Kupplung Schwierigkeiten macht, kann man sich zuerst anhand der folgenden Aufstellung auswдhlen, welche Defekte dafьr verantwortlich sein kцnnten.
A Kupplung rutscht
|
Abhilfe Kupplungsscheibe ersetzen Druckplatte ersetzen Kupplungsscheibe ersetzen, Leckstellen beheben Kupplungsscheibe und vielleicht Druckplatte neu Nehmerzylinder erneuern |
B Kupplung rьckt nicht aus
|
Abhilfe Entlьften Entsprechenden Zylinder erneuern Kupplungsscheibe ersetzen Kupplungsscheibe ersetzen Gangbar machen und einfetten 1. Gang einlegen und Pedal treten. Fahrzeug kurz bei ausgeschalteter Zьndung schleppen lassen |
Fortsetzung
Stцrungsbeistand an der Kupplung
C Kupplung rupft
Siehe unter Punkt A3
Falsche Belдge (nach Reparatur)
Ausrьcklager drьckt ungleichmдssig
Druckplatte drьckt einseitig
Motor/Getriebeaufhдngung defekt
Abhilfe
Nachprьfen und Abhilfe schaffen Ausrьckhebel kontrollieren
Druckplatte erneuern Entsprechend erneuern
D Kupplung trennt nicht und rutscht durch
1. Kupplungsdruckplatte defekt
Abhilfe
Druckplatte ersetzen
E Gerдusche von der Gegend der Kupplung
Druckplatte/Kupplungsscheibe schlдgt
Mitnehmerscheibenfedern lose
Ausrьcklager nicht mehr einwandfrei
Nietverbindung der Belдge lose
Abhilfe
Wie erforderlich erneuern Mitnehmerscheibe erneuern Erneuern
Wie erforderlich Scheibe erneuern
Im Mercedes Vito oder einem Fahrzeug der V-Klasse werden produktionsseitig zwei verschiedene Fьnfganggetriebe eingebaut, die unter der Typenbezeichnung SM 503.018/01 oder SM 503.018102 gefьhrt werden. Die Getriebe haben noch andere Bezeichnungen, die aus der untenstehenden Aufstellung ersichtlich sind. Die Getriebe werden je nach Fahrzeugmodell eingebaut:
Bei eingebautem Turbodieselmotor OM 601 D23 LA in Fahrzeugtypen 638.074 und 638.174 (Modellbezeichnung Vito 11 OD) und im Fahrzeugtyp 638.274 (V-Klasse) ist das Getriebe mit der Bezeichnung 503.018/01 eingebaut, welches ausserdem die Mercedes-Benz-Bezeichnung GTO 24-5/3, 769-0,674 trдgt.
Bei eingebautem natьrlich ansaugendem Dieselmotor OM 601 D23 in Fahrzeugtypen 638.064 und 638.164 (Vito 108D) ist das Getriebe mit der Bezeichnung 503.018/02 eingebaut, welches ausserdem die Mercedes-Benz-Bezeichnung GTO 24-55/3 , 769-0,721 trдgt.
Das zuletzt genannte Getriebe ist zusammen mit dem Benzinmotor mit der Bezeichnung 111.948 (Motortyp M1 11 E20) in Fahrzeugtypen 638.014 und 638.114 (Vito 113), den Typ 638.214 (V-Klasse) und den Typ 638.234 (V-Klasse mit Motor 111.978, Typenbezeichnung M111 E23) eingebaut.
Neu bei diesen Fahrzeugen ist die Anordnung des Schalthebels. Dieser ist im Armaturenbrett angeordnet und ist entsprechend Bild 256 mit den anderen Teilen der Schaltung verbunden, Der Schalthebel ist mit einer Kardankupplung verbunden. Die Ьbertragung des Schalthebels zu den Schalthebeln am Getriebe geschieht durch die beiden wartungsfreien Schaltseile (3) und (4). Diese Konstruktion gewдhrleistet einen hohen Grad genauer Schaltungen und eine Verringerung von Verspannungen der Schaltung, Getriebegerдuschen und Vibrationen.
In der Innenseite des Getriebes wird die Ьbertragung auf die einzelnen Gдnge durch die Schaltwelle hergestellt. Die Gдnge werden durch eine nach oben verlaufende Lдngsbewegung der Schaltwдhlwelle (7) gewдhlt und legen die Gдnge durch eine kreisende Bewegung ein. Eine Sperrschraube (8) verhindert das unbeabsichtigte Einlegen des Rьckwдrtsganges (Rьckwдrtsgangsperre).
Zwei elektrische Bauteile sind am Getriebe zu finden. Dies sind ein Geber fьr den Tachometer sowie der Schalter der Rьckfahrleuchten. Das durch das Tellerrad des Differentials erzeugte Signal wird durch den Geber aufgenommen und an den Tachometer weitergeleitet. Der Tachometer wandelt die erhaltenen Impulse in die entsprechende Fahrge-
Anordnung der Schaltung. Wie die Schaltseile befestigt sind zeigt die untere Ansicht.
Fьnfganggetriebe Gangschaltseil Gangwдhlseil Schalthebeleinheit Federspannbleche Schaltseile Umschalthebel Seillagerwinkel
Bild 256
Verbindung des Schalthebels zum Schaltmechanismus am Getriebe.
Schalthebeleinheit
Schaltwдhlhebel am Schalthebel
Schaltwдhlseil
Gangschaltseil
Schaltseillagerung
Schaltwдhlhebel am Getriebe
I Schaltwelle mit Schalthebel
schwindigkeit um, die dann am Tachometer angezeigt werden. Der Schalter fьr die Rьckfahrleuchten wird direkt durch die Schaltgabel des Rьckwдrtsganges betдtigt. Wird das Getriebe in den Rьckwдrtsgang geschaltet, wird der Schalterkontakt durch die eingesetzte Feder nach aussen bewegt, schliesst dabei den elektrischen Stromkreis und schaltet die Rьckfahrleuchte ein. Das Getriebe hat das in Bild 25I gezeigte Aussehen. Die Motorleistung gelangt ьber die Kupplung zur Hauptwelle im Getriebe. Auf dieser Welle sitzen die Zahnrдder fьr die Vorwдrtsgдnge und ein Zahnrad fьr den Rьckwдrtsgang. Die Zahnrдder stehen mit Zahnrдdern auf einer Nebenwelle im Eingriff. Das Rьckwдrtsgang-Zahnrad greift in ein Zwischenrad, das die Drehrichtung umkehrt. Ist kein Gang eingelegt, kцnnen die Zahnrдder frei umlaufen. Wird geschaltet, verbindet sich jeweils ein Zahnradpaar mit der Welle, und die Motorkraft gelangt entsprechend ьbersetzt an den Getriebeausgang. Das Verhдltnis der Zдhnezahlen des jeweiligen Zahnradpaares ergibt die betreffende Ьbersetzungsstufe. Alle Vorwдrtsgдnge sind synchronisiert. Die unterschiedlich schnell drehenden Getriebeteile werden durch die Synchronisation beim Gangwechsel auf Gleichlauf
gebracht. Die Gдnge lassen sich so leichter einlegen, und es kracht beim Schalten nicht. Reibelernente zwischen den drehenden Teilen besorgen die Anpassung. Sie bremsen die schnelleren Teile ab. Diese Anpassung dauert einen Sekundenbruchteil, deshalb den Schalthebel mцglichst nicht schnell durchreissen, sondern eher gemьtlich schalten.
10.1 Aus- und Einbau des Getriebes
Die beiden Antriebswellen, der untere Querlenker auf der linken Seite und der Lдngstrдger der Vorderachse mьssen ausgebaut werden, um das Getriebe aus dem Fahrzeug auszubauen. Die betreffenden Arbeiten werden in dafьr zustдndigen Abschnitten beschrieben, d.h. sie werden in der folgenden Arbeitsbeschreibung nur als Arbeitsgang erwдhnt und nicht in Einzelheiten beschrieben. Die Vorderseite muss auf sicheren Unterstellbцcken stehen, Rдder abgeschraubt.
Massekabel der Batterie abklemmen.
Alle elektrischen Kabel zum Getriebe verfolgen und die Kabelstecker vom Schalter der Rьckfahrleuchte und dem Geber des Tachometers abziehen.
Schaltseile abschliessen. Dabei hдlt man sich an die untere Ansicht von Bild 255. Die beiden Federspannbleche mit einem Schraubendreher und einer Zange herausziehen und die Seile nach oben durch die Цffnungen im Seillagerwinkel herausnehmen. Die beiden Seilenden von den Kugelkцpfen der betreffenden Hebel abdrьcken. Falls man nicht sicher ist, an welchem Hebel die Seile angeschlossen sind, kann man sie entsprechend zeichnen. Die Federspannbleche mьssen erneuert werden, wenn sie nicht mehr einwandfrei aussehen, oder beim Ausbau beschдdigtlverbogen wurden.
Getriebeцl ablassen (siehe spдtere Beschreibung).
Unteren linken Querlenker ausbauen.
Linke Antriebswelle vom Getriebe trennen.
Den Lдngstrдger der Achse ausbauen.
Bild 257
Ansicht des Getriebes. Wie es im Bild gezeigt ist, wird es ausgebaut. Besonders ist dabei der Ka- belanschluss am Geber des Tachometers zu beachten. Dieser wird nur am Stecker getrennt.
Antriebswelle auf der rechten Seite der Vorderachse von der Zwischenwelle trennen.
Mit einem passenden Dorn die Zwischenwelle zur rechten Seite der Vorderachse hin aus der Lagerung austreiben.
Obere und untere Getriebeaufhдngung ausbauen.
Kupplungsnehmerzylinder ausbauen.
Motor und Getriebe mit geeigneten Ketten oder Seilen an einen geeigneten Flaschenzug oder Handkran aufhдngen und die in Bild 258 gezeigte Getriebeaufhдngung ausbauen.
Alle Verbindungsschrauben zwischen dem Getriebe und dem Motor lцsen. Eine Schraube verbleibt im Moment noch im Getriebe, bis das Getriebe herausgehoben wird.
Getriebe nach aussen bewegen, bis die Antriebswelle aus dem Eingriff mit der Mitnehmerscheibe der Kupplung kommt und nach unten absenken. Unbedingt darauf achten, dass die Kupplungswelle aus dem Eingriff mit der Mitnehmerscheibe gekommen ist, ehe man das Getriebe heraushebt, da man sonst die Kupplungswelle verbiegen oder die Mitnehmerscheibe beschдdigen kann.
Vor dem Einbau des Getriebes die Цldichtringe in den Seiten des Getriebes an den Eingangsstellen der Antriebswellen auf Wiederverwendung kontrollieren und ggf. erneuern (siehe unten). Ebenfalls muss man ьber den Zustand der Kupplung Bescheid wissen (wie viele Kilometer hat sie bereits zurьckgelegt, hat sie einwandfrei gearbeitet, hat sie bis zum Ausbau des Getriebes vorschriftsmдssig aus- und eingerьckt?, usw.). Der Einbau des Getriebes geschieht in umgekehrter Reihenfolge. Die Befestigungsschrauben des Kupplungsgehдuses mit einem Drehmoment von 60 Nm am Motor anziehen. Der Kupplungsnehmerzylinder wird mit 23 Nm angezogen. Alle Anzugsdrehmomente der Vorderradaufhдngung, Antriebswellen, usw. sind den betreffenden Kapiteln oder der Tabelle am Ende des Buches zu entnehmen. Nach dem Einbau das Getriebe mit Цl fьllen. Falls ein Radio mit Diebstahlsicherung eingebaut ist, muss man den Code neu eingeben. Ebenfalls muss die Zeituhr neu gestellt werden.
10.2 Reparaturarbeiten am Getriebe
Da viele Arbeiten durchgefьhrt werden kцnnen, ohne dass man das gesamte Getriebe zerlegt, werden die mцglichen Arbeiten in den nдchsten Kapiteln getrennt beschrieben. Beschrieben werden nur einfache Arbeiten, bei denen die Verwendung von komplizierten Werkzeugen in den meisten Fдllen nicht unbedingt erforderlich ist. Zur vollstдndigen Zerlegung des Getriebes werden verschiedene Spezialwerkzeuge gebraucht. Reparaturen an Getrieben sind heutzutage meistens Arbeiten fьr einen Spezialisten. Falls das Getriebe einen grцsseren Schaden erlitten hat, raten wir Ihnen, sich mit dem Kauf eines Austauschgetriebes zu befassen.
