- •1 .1 Einleitung
- •1.2 Fahrzeugerkennung
- •1.3 Allgemeine Anweisungen bei Reparaturen
- •1.4 Arbeitsbedingungen und Werkzeuge
- •1.5 Aufbocken des Fahrzeuges
- •1.6 Wartung und Pflege
- •1.6.1 Motorцlstand kontrollieren
- •1.6.2 Bremsflьssigkeitsstand kontrollieren
- •1.6.3 Bremsleuchten ьberprьfen
- •Alle nicht genannten Wartungsarbeiten
- •1.7 Schmiermittel, Dichtungsmasse, ,,Loctite", etc.
- •1.8 Umgang mit Gewinden, Schrauben, Muttern, usw.
- •2 Der Benzinmotor
- •2.1 Ausbau und Einbau des Motors
- •2.1 .L Ausbau des Motors
- •2.1.2 Einbau des Motors
- •2.2 Zerlegung und Zusammenbau des Motors
- •2.2.1 Zerlegung
- •2.3 Arbeiten am Zylinderkopf
- •2.3.4 Zylinderkopf zerlegen
- •2.3.5 Zylinderkopf ьberholen
- •Ventilfedern
- •Ventilfьhrungen
- •Ventilsitze
- •Ventile
- •2.4 Oberer Steuergehдusedeckel
- •2.5 Steuergehдusedeckel
- •2.6 Nockenwellen
- •2.6.1 Grundstellung der Nockenwellen ьberprьfen
- •2.6.2 Einstellen der Grundstellung der Nockenwellen
- •2.6.3 Nockenwellen aus- und einbauen
- •2.7 Teile der Steuerung
- •2.8 Kolben und Pleuelstangen
- •2.8.1 Ausbau
- •2.8.2 Zylinderbohrungen ausmessen
- •2.8.3 Kolben und Pleuelstangen ьberprьfen
- •2.8.4 Pleuellagerlaufspiel ausmessen
- •2.8.5 Kolben und Pleuelstangen zusammenbauen
- •2.8.6 Kolben und Pleuelstangen einbauen
- •2.9 Kurbelwelle und Schwungrad
- •2.9.1 Ausbau der Kurbelwelle
- •2.9.2 Ьberprьfung der Teile
- •2.9.3 Kurbelwelle einbauen
- •2.9.4 Schwungrad oder Antriebsscheibe (Getriebeautomatik)
- •2.10 Schwingungsdдmpfer/ Riemenscheibe
- •2.11 Hinterer Kurbelwellendichtring und Dichtringflansch
- •2.12 Vorderer Kurbelwellendichtring
- •2.13 Kernlochstopfen im Kurbelgehдuse
- •2.14 Fьhrungslager in der Kurbelwelle erneuern
- •2.15 Motoraufhдngungen
- •2.16 Stцrungen am Motor
- •2.17 Kompressionsdruck messen
- •2.18.1 Aus- und Einbau des Kьhlergitters
- •2.18.2 Aus- und Einbau des vorderen Quertrдgers
- •2.18.3 Aus- und Einbau des vorderen Stossfдngers
- •2.18.4 Aus- und Einbau der Motorhaube
- •3.3.2 Zylinderkopf zerlegen
- •3.3.3 Zylinderkopf ьberholen
- •Ventilfedern
- •Ventilfьhrungen
- •Ventilsitze
- •Ventile
- •Ventilschaftabdichtungen erneuern (Zylinderkopf eingebaut)
- •3.4 Steuergehдusedeckel
- •3.5 Kolben und Pleuelstangen
- •3.5.1 Ausbau
- •3.5.2 Zylinderbohrungen ausmessen
- •3.5.3 Kolben und Pleuelstangen ьberprьfen
- •3.5.4 Pleuellagerlaufspiel ausmessen
- •3.5.5 Kolben und Pleuelstangen zusammen bauen
- •3.5.6 Kolben und Pleuelstangen einbauen
- •3.6 Zylinderblock
- •3.7 Kurbelwelle und Schwungrad
- •3.7.1 Ausbau der Kurbelwelle
- •3.7.3 Kurbelwelle einbauen
- •In mm Kцrnerschlдge Zeichnung
- •3.7.4 Schwungrad oder Antriebsscheibe (Getriebeautomatik)
- •3.8 Kurbelwellenriemenscheibe und Nabe
- •3.9 Hinterer Kurbelwellendichtring und Dichtringflansch
- •3.10 Vorderer Kurbelwellendichtring
- •3.11.1 Aus- und Einbau des Kettenspanners
- •3.11.2 Aus- und Einbau der Steuerkette
- •3.11.3 Aus- und Einbau der Spannschiene
- •3.11.4 Aus- und Einbau der Gleitschienen
- •3.11.5 Aus- und Einbau des Kurbelwellensteuerrades
- •3.11.6 Aus- und Einbau der Nockenwelle
- •3.11.7 Nockenwellensteuerung
- •3.12.1 Kontrolle der Stцssel
- •3.12.2 Aus- und Einbau der Stцssel
- •4.1 Wissenswertes ьber die Motorschmierung
- •Ich habe Цlschlammbildung im Motor festgestellt
- •4.2.1 Benzinmotor
- •4.2.2 Dieselmotor
- •4.3.8 Die Olstandskontrolle
- •4.3.10 Der Цldruck
- •4.3.11 Stцrungen in der Motorschmierung
- •4.4.4 Цldruckschalter erneuern
- •4.4.5 Цlstandanzeiger erneuern
- •4.4.6 Цlmessstab und Fьhrungsrohr
- •4.4.4 Цldruckschalter erneuern
- •4.4.5 Цlstandanzeiger erneuern
- •4.4.6 Цlmessstab und Fьhrungsrohr
- •5.1.1 Ablassen und Auffьllen der Kьhlanlage
- •5.1.2 Frostschutzmittel
- •52.1 Kьhlerverschlusskappe und Kьhler prьfen
- •5.2.2 Kьhler aus- und einbauen
- •Spannstossdдmpfer erneuern
- •6.1.2 Durchfьhrbare Arbeiten
- •6.1.1 Vorsichtsmassnahmen bei Arbeiten an der Anlage
- •7.2.2 Reparatur von Einspritzdьsen
- •7.6.3 Lьfter des Ladeluftkьhlers
- •7.7.2 Stцrungen an der Vorglьhanlage
- •8.1 Vorsichtsmassnahmen bei Arbeiten an der Anlage
- •Vorsichtsmassnahmen beim Umgang mit Bremsflьssigkeit
- •10.2.1 Dichtringe der Antriebswellen erneuern
- •10.2.3 Kugelbolzen der Ausrьckgabel erneuern
- •11.3 Reparatur der Antriebswellen
- •12 Vorderradaufhдngung
- •12.1.1 Ausbau
- •12.1.2 Einbau
- •12.2 Zerlegung eines Federbeins
- •12.2.1 Unteren Querlenker abnehmen
- •12.2.2 Achsschenkel abnehmen
- •12.2.3 Radlager ausbauen
- •12.2.4 Schraubenfeder und Stossdдmpfer
- •12.3 Reparatur eines Federbeins
- •12.3.1 Unterer Querlenker
- •12.3.2 Achsschenkel
- •12.3.3 Schraubenfedern
- •12.4 Zusammenbau eines Federbeins
- •12.5.2 Achsschenkel
- •12.6 Wartungsarbeiten an der Vorderradaufhдngung
- •13 Hinterachse und Hinterradaufhдngung
- •13.2 Stossdдmpfer aus- und einbauen
- •13.3 Schwingarm aus- und einbauen
- •13.4 Erneuerungeines Hinterradlagers
- •14.1 Allgemeine Funktion
- •14.3 Arbeiten am Kompressor
- •14.7 Schwingarm aus- und einbauen
- •14.8 Erneuerung eines Hinterradlagers
- •15.1 Das Lenkgetriebe
- •15 Die Lenkung
- •15.1.1 Ausbau
- •15.2 Spurstangen kцpfe und Lenkungsmanschetten erneuern
- •15 Die Lenkung
- •15.3 Kontrolle des Lenkungsmechanismus
- •15.4 Arbeiten an der hydraulischen Anlage
- •154.1 Fьllen der hydraulischen Anlage
- •15.4.2 Entlьften der hydraulischen Anlage
- •15.5 Keilriemen der Lenkhilfspumpe, Riemen erneuern
- •154.3 Kontrolle der Anlage auf Leckstellen
- •15.6 Lenkhilfspumpe aus- und einbauen
- •15.7 Radeinstellung der Vorderrдder
- •16 Die Bremsanlage
- •16.1 Die Konstruktion der Bremsen
- •16.2 Wartungsarbeiten an den Bremsen - Im Zweifel in die Werkstatt
- •16.3 Vorderradscheibenbremsen (Gleitsдttel)
- •16.3.1 Bremsklцtze erneuern
- •16.3.2 Bremssattel aus- und einbauen
- •16.3.3 Bremssattelreparaturen
- •16.4 Hinterrad-Scheibenbremsen (Festsдttel)
- •16.4.1 Bremsklцtze erneuern
- •16.4.2 Bremssattel aus- und einbauen
- •16.4.3 Bremssattel ьberholen
- •16.5 Bremsscheiben
- •16.5.3 Nacharbeiten von Bremsscheiben
- •16.6 Hauptbremszylinder
- •16.6.2 Hauptbremszylinder ьberholen
- •16.7 Die Feststellbremse
- •16.7.2 Feststellbremse einstellen
- •16.7.3 Vorderes Feststellbremsseil - Erneuerung
- •16.7.4 Hintere Bremsseile erneuern
- •16.8 Bremskraftverstдrker
- •16.9 Bremsen entlьften
- •16.11 Unterdruckpumpe
- •17.1 Allgemeine Begriffe
- •17 Elektrische Anlage
- •17.2 Die Batterie
- •17.2.1 Prьfen der Batterie
- •17.2.2 Wissenswertes ьber die Batterie
- •17.2.3 Defekten Verbraucher ermitteln
- •17.3 Die Drehstromlichtmaschine
- •17.3.1 Vorsichtsmassnahmen bei Arbeiten an der Ladestromanlage
- •17.3.2 Eingebaute Drehstromlichtmaschine prьfen
- •17.3.4 Drehstromlichtmaschine reparieren
- •17.4 Der Anlasser
- •17.4.1 Anlasser prьfen
- •17.4.2 Anlasser aus- und einbauen
- •17.4.3 Anlasserreparaturen
- •17.4.4 Anlasser-Stцrungstabelle
- •Vorglьhrelais erneuern
- •17.6 Beleuchtung
- •17.6.2 Scheinwerfereinsatz erneuern
- •17.6.3 Vordere Blinkleuchte erneuern
- •17.6.4 Scheinwerfer einstellen
- •17.6.6 Scheinwerferreinigungsanlage
- •17.7 Heckleuchten
- •17.8 Blinkleuchten
- •17.9 Kennzeichenleuchte
- •17.10 Scheibenwischer
- •17.10.1 Scheibenwischer kontrollieren
- •17.10.2 Scheibenwischerblatt erneuern
- •17.10.3 Aus- und Einbau des Wischersystems
- •17.11 Instrumente und Gerдte
- •17.12 Scheibenwaschanlage
- •17.13 Die Sicherungen
- •17.14 Verstehen der Schaltplдne
- •18 Reifen und Felgen
- •19 Die Auspuffanlage
- •19.1 Auspuffanlage ьberprьfen
- •19.2 Kann man die Anlage reparieren?
- •19.3.1 Beim Dieselmotor
- •19.3.2 Beim Benzinmotor
- •19.4 Der Katalysator
- •19.4.1 Vorsichtsmassnahmen beim Katalysatorbetrieb
- •19.5 Lambda-Sonde
- •20.1 Anschleppen mit
- •Abschleppen mit eingebauter Automatik
- •Automatik ьberprьfen/Aus- und Einbau des Getriebes
- •20 Das automatische Getriebe
- •Verschleissgrenze Lageraxialspiel: Kurbelwellenlager
- •Vorderachse
- •Vorderradaufhдngung
- •Vorderachse
- •Chaltplam 9a bis e -Zentralelektrik
- •I цnbiuch-Dietutahl- , Telefon
- •X60 Steckverbindung Instrumententafel/
- •Instrument
3.12.1 Kontrolle der Stцssel
Da die Stцssel in stдndigem Kontakt mit der Nockenwelle sind, ist das Stцsselgerдusch kaum wahrnehmbar. Falls man jedoch Gerдusche aus dieser Gegend hцrt, kann man die folgende Prьfung durchfьhren:
Motor 5 Minuten lang mit einer Drehzahl von 3000/min. laufen lassen.
Die Zylinderkopfhaube abmontieren.
Den Nocken des betreffenden Stцssels durch Drehen der Kurbelwelle mit dem Nockenrьcken gegen den Stцssel bringen, d.h. die Nockenspitze muss nach oben weisen.
Mit einem Dorn den Stцssel nach innen drьcken, wie es in Bild 169 gezeigt ist, oder versuchen den Stцssel mit der Hand zu bewegen.
Falls sich der Stцssel leicht hineindrьcken lдsst oder Spiel zwischen dem Stцssel und dem Nockenrьcken vorhanden ist, baut man am besten einen neuen Stцssel ein. Dieser wird mit dem hydraulischen Ausgleichselement in der Innenseite geliefert. Obwohl man den Stцssel wieder in seine Grundstellung bringen kann, raten wir von dieser Arbeit ab, da sie mit vielen komplizierten Messungen verbunden ist.
3.12.2 Aus- und Einbau der Stцssel
Nockenwelle ausbauen (Kapitel 3.11.6).
Bild 169
Kontrolle eines Stцssels auf unzureichende Цlzu- fuhr oder andere Schдden.
Bild 170
Schnitt durch ein Ventil und einen Stцssel.
Druckbolzen
Sicherungsring
Druckfeder
Kugelfьhrung
Kugel
Druckfeder
Fьhrungsbьchse
4.1 Wissenswertes ьber die Motorschmierung
Das Цl soll die Reibung vermindern, damit Kolben und Zylinder nebst Kurbelwellenlagern, Ventiltrieb und sonstige Lagerstellen mit mцglichst geringem Verschleiss ihren Betrieb verrichten kцnnen. Das Motorцl muss aber auch abdichten: Zwischen Kolben und Zylinderwand bleibt trotz der Kolbenringe noch ein gewisser, nur Tausendstelmillimeter breiter Spalt. Das Цl muss hier die Feinabdichtung zwischen Kolben, Kolbenringen und Zylinderlaufflдchen schaffen. Weiter wird das Цl zur Kьhlung herangezogen. Bei der Verbrennung kann nur etwa ein Drittel der anfallenden Energie fьr die Fortbewegung nutzbar gemacht werden, ein Teil verlдsst den Motor als Wдrme durch den Auspuff und ein weiterer Teil Wдrmeenergie muss ьber das Kьhlwasser und Цl abgefьhrt werden. So kann z. B. ein Kolben nur durch das Motorцl gekьhlt werden. Zum einen wird die Wдrme vom Kolben ьber die Kolbenringe und das abdichtende Цl an die Zylinderlaufflдchen und weiter an das Kьhlmittel geleitet, und zum anderen kьhlt das im Kurbelgehдuse umherspritzende Цl den Kolben direkt. Aber auch jedes einzelne Lager von Kurbelwelle, Nockenwelle usw. wird durch das Цl gekьhlt. Die vom Motorцl aufgenommene Wдrme wird ьber die Цlwanne an den Fahrtwind abgeleitet.
Die Motoren-Konstrukteure haben noch spezielle Wьnsche an das Цl: Es soll bei den hohen Temperaturen, wie sie an den Zylinderlaufbahnen auftreten, nicht verdampfen. Es darf bei diesen ungьnstigen Bedingungen den Schmierfilm nicht abreissen lassen. Wenn es verbrennt, soll dies ohne Rьckstдnde geschehen - Цlverbrauch bedeutet im Grund genommen, dass das Цl verbrannt wird. Das Цl soll Russ und Schmutz binden, damit sie sich nicht im Motor ablagern. Es soll alterungsbestдndig sein, im Motor eine Schlammbildung verhindern und noch einiges mehr.
Prьfen des Motorцlstandes
Der Motorцlstand wird am besten bei jedem Volltanken kontrolliert. Den Цlmessstab finden Sie seitlich vorn am Motor, wie Ihnen ja bekannt sein wird.
Wagen auf waagrechtem Boden abstellen.
Nach dem Abstellen des vorher warmgefahrenen Motors mindestens fьnf Minuten warten, damit alles Цl in die Цlwanne abtropfen kann. Besser ist die Kontrolle vor dem ersten Start bei noch kaltem Motor.
Den Peilstab ziehen -Vorsicht bei heissem Motor. Mit einem fusselfreien Lappen oder Papiertuch abwischen, bis zum Anschlag wieder hineinschieben, kurz warten und erneut herausziehen.
An der Peilstabspitze kцnnen Sie nun den Цlstand ablesen: Der Pegel muss sich zwischen den Markierungen befinden; dann ist alles in Ordnung.
4 Die Motorschmierung
Reicht die Schmiermittelmenge nur noch bis zur unteren Markierung oder leuchtet dieЦlstand-Kon- trollleuchte, muss Motorцl nachgefьllt werden.
Falls Sie Цl nachfьllen mьssen, gelten die folgenden Hinweise, bzw. Vorschriften:
t Die Цlmenge zwischen der oberen und unteren Peilstabmarke betrдgt 2 Liter. Es passt also eine handelsьbliche 1 -Liter-Dose Цl in den Motor, wenn sich der Цl- stand im unteren Peilstabdrittel befindet bzw. wenn die Цlstand-Kontrollleuchte aufleuchtet. Zum Nachfьllen aus einem 5-Liter-Kanister besorgen Sie sich eine Einfьllkanne. Das Motorцl wird ьber die Zylinderkopfhaube in den Motor gegossen. Dazu den Verschlussdeckel abnehmen. Noch folgendes beachten:
Bei gemдssigtem Fahrstil genьgt Nachfьllen, wenn sich der Цlstand im unteren Peilstabdrittel befindet bzw. die Kontrollampe aufleuchtet.
0 Bei rasanter Fahrweise oder bei Anhдngerbetrieb empfiehlt es sich, den Цlstand nahe der oberen Peilstabmarke zu halten. Die grцssere Цlmenge kann die Kьhlungsaufgaben besser erfьllen. 0 Sie erweisen dem Motor keinen Gefallen, wenn Sie zuviel Цl einfьllen. Die MAX-Marke am Peilstab darf nicht ьberschritten werden. Deshalb besser erst gar nicht versuchen, mцglichst genau bis zur Markierung aufzufьllen. Zuviel eingefьlltes Цl wird schneller verbraucht, bildet mehr Verbrennungsrьckstдnde und schadet ausserdem dem Katalysator.
Hinweis: Die Цlmessstдbe der Motoren sind unterschiedlich und dьrfen untereinander nicht vertauscht werden: Falls Sie also einen Цlmessstab einmal erneuern sollten (wird kaum vorkommen), mьssen Sie ihn anhand des Motortyps beziehen. Die Griffe der Цlmessstдbe sind farbig gezeichnet.
Kann ich Motorцl mischen?
Die Цlsorten aller Hersteller lassen sich ohne Gefahr untereinander mischen, auch Einbereichs- mit Mehrbereichsцlen. Diese Mischbarkeit ohne schдdliche Folgen ist eine Grundforderung der internationalen Цlnormen. Zwar werden spezifische Eigenschaften eines bestimmten Цls durch die Vermischung mit anderem Motorцl mцglicherweise leicht beeintrдchtigt, da jede Цlmarke ihre eigene Additivkombination besitzt. Die Schmierwirkung ist jedoch nie gefдhrdet. Ausgenommen hiervon sind einige synthetische цle und Leichtlaufцle, die dann aber auch nicht in den Daimler-Benz Betriebsstoffvorschriften aufgefьhrt sind: Bei der Mischung mit herkцmmlichem Motorцl kann eine untaugliche Kombination entstehen mit der Gefahr eines Motorschadens.
Цlverbrauch
Muss nach hoher Laufleistung oft Цl nachfьllt werden, sollten Sie sich einmal die Mьhe machen und den Цlverbrauch genau ermitteln:
Mit Geduld genau bis zur oberen Marke Цl einfьllen.
9 Nach 500 oder 1000 km Fahrstrecke Motorenцl aus einem Messbecher nachgiessen und den Verbrauch auf 1000 km feststellen.
Ein Teil des Motorцls verbrennt bei seiner Schmiertдtigkeit. Цlverbrauch ist also vцllig natьrlich. Gutein
gefahrene Motoren kommen mit 0,2 Liter je 1000 km aus. Fьr den Mercedes gilt als hцchstzulдssiger Wert ein Verbrauch von 1,5 Liter je 1000 km. Wieviel Цl Ihr Fahrzeug braucht, hдngt von folgenden Umstдnden ab:
Цlьberfьllung bewirkt hцheren Verbrauch, denn die Kurbelgehдuseentlьftung blдst das Zuviel wieder zum Motor hinaus.
Dьnnflьssiges Цl verbrennt schneller als dickflьssiges. Einbereichsцl wird in heissem Zustand dьnn wie Wasser, Mehrbereichsцl bleibt dickflьssiger. Letzteres kann vor allem bei Langstreckenfahrten den цlverbrauch senken.
Motorцl, vor allem Mehrbereichsцl, welches zu lange im Motor bleibt, muss цfters ergдnzt werden.
Scharfe Fahrweise treibt ausser dem Kraftstoffkonsum auch den Цlverbrauch in die Hцhe. Besonders stark wirkt sich aus, wenn der neue Motor sofort voll belastet wurde.
In der Einlaufzeit braucht der Motor etwas mehr Schmiermittel.
Motorundichtigkeiten. Kontrollieren Sie, wie bereits im Kapitel „Benzinmotor" (Kapitel 2) am Ende des Abschnitts erwдhnt wurde. Die Hinweise gelten fьr beide Motorenversionen.
Verschleiss in den Teilen des Motors, z. B. Ventilschaftabdichtungen defekt, Spiel zwischen Ventilfьhrung und Ventilschaft zu gross, Kolbenringe falsch eingebaut (falls man diese erneuert hat) oder schadhaft, beschдdigte Zylinderwand durch Kolbenfresser.
Der Motor verbraucht wenig oder kein Цl
Im winterlichen Kurzstreckenbetrieb kann es vorkommen, dass der Цlstand zwischen den Messungen ьberhaupt nicht abnimmt oder gar ansteigt. Das ist kein Grund zur Freude, denn dann ist das Motorцl durch Kraftstoff und Kondenswasser verdьnnt. Diese in ihrer Schmiereigenschaft wesentlich beeintrдchtigte Цlfьllung sollte durch eine regelmдssige, lдngere Fahrt „aufgekocht" werden, damit die Kondensate verdunsten. Sofort anschliessend den Цl- stand kontrollieren, da der Pegel durch die verdunsteten Benzin/Wasseranteile erheblich absinkt! Bei extremem Stadtbetrieb ohne zwischenzeitliche Langstreckenfahrt sollten Sie das Цl vor den ьblichen Intervallen wechseln. Den eigentlichen Wartungsintervall wird man nach Erfahrungen ermitteln, falls Sie das Fahrzeug lдngere Zeit haben. Im Winter rechnet man mit einem Kraftstoffanteil im Цl von 2-5%, wobei ein Einspritzmotor durch die besser dosierte Kaltstartanreicherung produktionsbedingt weniger Benzin im Motorцl hat als ein Vergasermotor.
Welches Цl soll ich einfьllen?
Beim Цleinkauf mьssen Sie grundsдtzlich auf zweierlei achten:
Die Цlqualitдt: Daimler Benz unterhдlt eine eigene Schmierstoff-Versuchsabteilung, wo stдndig alle erhдltlichen Motorцle untersucht werden. Erfьllt das untersuchte Produkt alle Anforderungen, wird es namentlich in einer Freigabeliste aufgefьhrt. Die Listen sind sehr lang. Fьr Auskьnfte bzw. Einblicke wenden Sie sich an die Vertragswerkstatt. Die Qualitдt des
Motorenцls wird mit unterschiedlichen Systemen bezeichnet. Neben der verbreiteten Bezeichnung vom Amerikanischen Petroleum Institut (API) gibt es noch die der europдischen Autohersteller (CCMC), eine vom US-Militдr (MIL) und noch einige weitere.
Falls Sie daran Interesse haben: Alle Motorenцle der Betriebsstoffvorschriften Blatt-Nr. 226.0; 226.1; 227.0; 227.1; 228.0 und 228.1 kцnnen verwendet werden. Wer darьber hinaus noch der Цlschlammbil- dung (siehe unter nдchster Ьberschrift) entgegenwirken will, muss sich auf jeden Fall an die Werkstatt wenden.
Das Fliessverhalten des Цls, also die Dick- bzw. Dьnnflьssigkeit bestimmt, ob der Anlasser den kalten Motor durchdrehen kann, alle Schmierstellen nach dem Kaltstart sofort versorgt werden und bei hohen Temperaturen und Drehzahlen der Schmierfilm nicht abreisst. Die amerikanische Society of Automotive Engineers hat die Цle entsprechend ihrer Zдhflьssigkeit in Klassen eingeteilt. Die reichen vom dьnnflьssigen Winterцl SAE 5 W, 10W, 15 W ьber die Zwischenstufe SAE 20 W/20 zu den dickflьssigen Sommerцlen SAE 30, 40 und 50. Mehrbe- reichsцl besitzt Viskositдtsindex-(V1) Verbesserer ~ lange Molekьlketten, die beim Erhitzen quellen und beim Abkьhlen wieder schrumpfen. Das Цl kann sich damit den Temperaturen elastisch anpassen und mehrere Viskositдtsklassen ьberspannen. Ein Цl SAE 15 W-50 entspricht bei einer Temperatur von -15°C der Zдhflьssigkeitsklasse 15 W und bei 100°C der Klasse 50. Problematisch ist bei manchen Mehrbereichsцlen, dass die Molekьlketten ihrer Vis- kositдts-Verbesserer mit der Zeit regelrecht kleingehackt (abgeschert) werden kцnnen. Dann ist die obere Zдhflьssigkeitsklasse nicht mehr voll erhalten, das Цl also nicht mehr so temperaturbestдndig. Aus diesem Grund sind Mehrbereichsцle der Klassen SAE 10 W-30 und 5 W-20 in der warmen Jahreszeit nicht freigegeben. Fьr Dieselmotoren gibt es spezielle Ole. Auch hier muss man sich an die Empfehlungen halten.
