Иностранный язык. Немецкий язык. Учебное пособие по направлению подготовки 54.03.01 «Дизайн»
.pdfRealismus. Als Realismus bezeichnet man eine wirklichkeitsnahe Darstellung des Lebens in der Kunst. Die Realität wird dabei oft kritisch betrachtet. Viele Werke dieser Kunst zeichnen sich durch politisches Engagement aus. Deutliche Merkmale einer realistischen Betrachtungsweise finden sich schon bei den alten Meistern wie H. Bosch (um 1450-1516), M. Griinewald, J. Ratgeb (um 1480-1526), P. Bruegel d.A. (zw. 1525 u. 1530-69), A. Durer, H. Holbein d.J. u.a.
Im XIX. Jh. hing Realismus in der Kunst mit philosophischem Materialismus zusammen und stand in der Opposition zu Romantik und Idealismus. Davon zeugen die Werke der russischen Peredwishniki, das Schaffen von A. Menzel (1815-1905) und W. Leibl (1844-1900). Von scharfem gesellschaftskritischem Pathos sind auch die Werke vieler Maler des XX. Jh. durchdrungen (O. Dix (1891-1969), H. Zille (1859-1929), K. Kollwitz (1867-1945), H. Gründig (19011958) u.a.). Als Weiterentwicklungen einiger Tendenzen des realistischen Stils können solche Richtungen wie Surrealismus, Neue Sachlichkeit, Neuer Realismus, magischer Realismus, phantastischer Realismus und Photorealismus angesehen werden.
Naturalismus. In der Kunstwissenschaft wird Naturalismus oft als naturgetreue Darstellung der objektiven Wirklichkeit definiert. Dadurch wird der Begriff des Naturalismus dem des Realismus gleichgesetzt. Die Bezeichnung «Naturalismus» im engeren Sinne des Wortes betrifft die Kunst um 1870-1900 und steht mit den naturalistischen Tendenzen der literarischen Entwicklung in enger Beziehung. Diese Kunstströmung wurde von positivistischen Ideen stark beeinflußt. In ihrer Kunstpraxis distanzierte sie sich stark von jeglicher Stilisierung und machte den sozialen Alltag zum Objekt der Darstellung. Die Maler zeigten das kleinbürgerlich-proletarische Milieu ganz ungeschmückt, ohne das Häßliche zu vermeiden (M. Liebermann (1847-1935), K. Kollwitz, F. von Uhde (1848-1911), L. Corinth (1858-1925)). Oft waren ihre Werke kritisch zugespitzt.
Impressionismus. Die Bezeichnung stammt aus dem Französischen und geht auf das lat. impressio «Eindruck» zurück. In der französischen Malerei entstand diese Strömung schon zwischen 1860 und 1870. Die Vertreter des Impressionismus strebten danach, das Objekt der Darstellung in seiner momentanen Erscheinungsform und Wirkung zu zeigen. Nicht Farbenkontrast und Linie, sondern Licht und Bewegung spielten immer größere Rolle in der Malerei. Aus den Gemälden verschwand die Dunkelheit, der Schatten; sie wurden farbenfroh, hell und leuchtend.
Der deutsche Impressionismus ist aus dem Realismus A. Von Menzels hervorgegangen. Seine ausgeprägtesten Formen finden sich in Porträts und Landschaftsgemälden (M. Liebermann, W. Leibl, L. Corinth, F. von Uhde, M. Slevogt (1868-1932), W. Trübner (1851-1917), С Schuch (1846-1903)). Die plastischen Werke des Impressionismus zeichneten sich durch weiche Modellierung der Oberfläche aus.
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Symbolismus. Der Symbolismus in der bildenden Kunst und in der Literatur stand im Gegensatz zum Realismus und Naturalismus. Er wurde um 1860 in Frankreich geboren und verbreitete sich in anderen europäischen Ländern. Einige Elemente symbolhafter, stark stilisierter Darstellung der Wirklichkeit gab es schon in der Kunst des Mittelalters. Der Symbolismus des XIX. Jh. distanzierte sich von rationalistischen, realistischen und naturalistischen Tendenzen und bekannte sich zum Irrationalen, Phantastischen, Visionaren. Diese Motive wurden besonders gut in graphischen Werken dargestellt. Die symbolistische Malerei bevorzugte die Themen, die in der Phantasie des Künstlers entstanden: geheimnisvolle, exotische Landschaften, stark stilisierte Gestalten, krankhafte Visionen. Die Vertreter des Symbolismus (der österreichische Zeichner A. Kubin (1877-1959), der norwegische Maler und Graphiker E. Munch (1863-1944), der schweizerische Maler F. Hodler (1853-1918)) können als Bahnbrecher des Expressionismus bezeichnet werden.
Im Werk von A. Kubin und M. Klinger (1857-1920) sind einige Züge der surrealistischen Kunst angedeutet. Der Symbolismus hatte vieles mit dem Jugendstil gemeinsam ‒ davon legt das Schaffen von E. Munch, M. Klinger, F. von Stuck (1906-1863), L. von Hofmann (1861-1945) und F. Hodler ein anschauliches Zeugnis ab.
Jugendstil. Die Kunstströmung, die in Deutschland Jugendstil genannt wird, war um 1890-1914 in allen europäischen Landern vertreten. In den französischsprachigen Ländern heißt sie Art Nouveau, in Rußland Modern, in Osterreich Sezessionsstil, in England Modern Style. Für diesen Stil ist die Suche nach neuen Kunstformen im höchsten Grad charakteristisch. Diese neuen Formen waren nach Meinung ihrer Schöpfer dazu berufen, die Grenzen zwischen den Kunsten zu beseitigen. Dabei wurden sehr hohe Forderungen an das Material gestellt: es sollte der Funktion des Kunstgegenstandes am besten entsprechen. Die Vertreter des Jugendstils betonten in ihren Kunstwerken die Rolle der Linie. Es wurden neue dekorative Elemente verwendet. Dabei griffen die Kunstler nicht selten nach pflanzenhaften Ornamenten als Schmuckmittel (z.B. in Stilleben, Graphik und Kleinplastik).
Die Farbskala wurde durch neue Schattierungen von Grün, Blau, Lila, Violett bereichert. Die Darstellung wirkte oft flächenhaftdekorativ. Die neuen Tendenzen erwiesen sich als besonders produktiv für die Entwicklung des Kunstgewerbes (Schmuck, Glasfenster, Geschirr, Möbel, Theaterkostüme u.a.). Die Zentren des Jugendstils in Deutschland befanden sich in München, wo Architekten, Kunstgewerbler und Maler (u.a. H. Obrist (1863-1927), A. Endell (1871-1925), O. Eckmann (1865-1902) und F. von Stuck) wirkten, und in Darmstadt, wo eine Künstlerkolonie entstand (H. van de Velde (1863-1957), P. Behrens (1868-1940) u.a.).
Kubismus. Der Begriff wurde auf Grund des lat. Cubus «Wiirfel» geprägt und bezeichnete eine Kunstströmung, die Gegenstände der Wirklichkeit in kubistischen Formelementen wiedergab. In der kubistischen Malerei und Plastik
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wurden die Natur und der Mensch auf geometrische Korper zurückgeführt. Die Anfänge des Kubismus fallen in das Jahr 1907, als P. Picasso (1881-1973) und G. Braque (1882-1963) eine kubistische Darstellungsweise entwickelten. Besonders stark waren kubistische Tendenzen in der französischen und russischen Kunst (W. Tatlin, K. Malewitsch) ausgeprägt.
Expressionismus. Dieser Terminus wurde vom lateinischen Wort expressio «Ausdruck» abgeleitet. Vom Expressionismus wurden verschiedene Gattungen der Kunst und Literatur beeinflußt. In Deutschland fand dieser Stil seine schärfste Ausprägung.
Die Bezeichnung des Stils wurde 1911 von H. Walder vorgeschlagen. In der bildenden Kunst strebten die Expressionisten danach, mit Hilfe bildnerischer Mittel die Audsruckssteigerung zu erreichen, indem sie die Zeichnung vereinfachten und deformierten. Nicht weniger wichtig waren fur sie starke Farbkontraste und inkonventionelle Farben.
Die Geschichte der neuen Bewegung begann 1905 mit der Gründung der Dresdner Malervereinigung «Die Brücke», aber expressionistische Tendenzen machten sich noch früher im Schaffen von E. Munch, V. van Gogh (1853-1890), P. Gauguin (1848-1903), H. de Toulouse-Lautrec (1864-1901) bemerkbar. 1911 wurde in Miinchen die expressionistische Künstlergemeinschaft «Blauer Reiter» gegründet, der solche Künstler, wie W. Kandinski (1866-1944), F. Marc (18801916), P. Klee (1879-1940), L. Feininger (1871-1956), G. Munter (1877-1962), A. Jawlenski (1864-1941) angehörten. Die österreichischen Maler A. Kubin und O. Kokoschka (1886-1980) sowie der deutsche Maler und Graphiker M. Beckmann (1884-1958) werden auch als Expressionisten angesehen. Expressionistische Merkmale zeigen sich in Plastiken von E. Barlach (1870-1938) und K. Kollwitz, in Bauwerken von B. Taut (1880-1938), E. Mendelsohn (18871953) und H. Poelzig (1869-1936). Eine ähnliche künstlerische Entwicklung führte in Frankreich zur Entstehung des Fauvismus.
Futurismus. Der auf lateinischer Basis geprägte Begriff sollte eine zukunftsorientierte Kunst bezeichnen. Diese Bewegung, deren Zentren Berlin und Paris waren, hatte einen revolutionaren Charakter und fand ihre Widerspiegelung in der Literatur, Musik und bildenden Kunst sowie Architektur.
Der Futurismus entstand 1909 in Italien. Futuristische Manifeste des Schriftstellers F.T. Marinetti (1876-1944) und des Malers G. Balla (1871-1958) proklamierten das zeitliche Nacheinander als räumliches Nebeneinander. Um Bewegung und Energie künstlerisch zu gestalten, griffen die Vertreter dieser Strömung nach dem sog. «Komplementarismus» ‒ dem Sichdurchdringen der Formen und Farben. Die Hauptvertreter des Futurismus in Italien waren die Maler C. Carra (1881-1966), G. Balla, U. Boccioni (1882-1916) und L. Russolo (18851947). Im russischen Futurismus dominierten konstruktivistische Motive und Verherrlichung der modernen Technik. Die Kunstler waren bestrebt, eine absolute Gestaltung ohne Wiedergabe individueller Empfmdungen zu erreichen.
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Dadaismus. Die Bezeichnung wurde von dem franzosischen Wort dada «Pferd» (Kindersprache) gebildet. Diese internationale Kunstund Literaturbewegung, die 1916 unter dem Eindruck des 1. Weltkrieges entstand, protestierte gegen die Schrecken der Epoche durch die Veranstaltung herausfordernder Programme. Mit Hilfe des Sinnlos-Primitiven traten die Dadaisten gegen herkömmliche bürgerliche Kunstund Lebensformen auf und versuchten neue ästhetische Wertmaßstäbe zu finden. Zu diesem Zweck benutzten sie oft Collagen und Materialmontagen. Der deutsche Dadaismus hatte 3 Zentren: Berlin, Köln und Hannover. Zu dieser Richtung, die ziemlich kurzlebig war (1918-1920), gehörten die Schriftsteller H. Ball (1886-1927), R. Huelsenbeck (1892-1974), W. Herzfelde (1896-1988) und W. Mehring (1896-1981); die Maler und Graphiker H. Hoech (1889-1978), G. Grosz (1893-1959), J. Heartfield (18911968), M. Ernst (1891-1976), der bildende Künstler und Texter R. Hausmann (1886-1971) u.a.
Surrealismus. Der Begriff stammt aus dem Französischen. Er wurde in Frankreich nach 1914 für eine avantgardistische Bewegung geprägt, die sich in Literatur, bildender Kunst, Film und Photographie entwickelte. Theoretisch wurde die Ästhetik des Surrealismus 1924 von dem franzosischen Schriftsteller A. Breton (1896-1966) begründet. Die surrealistischen Impulse in der Literatur und Kunst kamen besonders deutlich 1914-29 und 1940-44 hervor.
Der Surrealismus basierte auf Psychoanalyse und Symbolismus. Er stellte das Irrationale über den Verstand. Wie in der symbolistischen Kunst, ging der Maler nicht von der Wirklichkeit, sondern von seinen eigenen Traumen und Visionen aus. Anfang der 20er Jahre bekannten sich zum Surrealismus viele Vertreter der Dada-Bewegung, die damals in Paris lebten: M. Ernst, H. Arp (1887-1966), M. Duchamp (1887-1968) u.a. Etwas später gesellten sich zu ihnen auch S. Dali (1904-1989), J. Miro (1893-1983), A. Masson (1886-1987) und P. Delvaux (geb. 1897). In den Werken der Surrealisten wurden sorgfältig gemalte Gegenstände oft in scheinbar widersprüchlichen Kombinationen gezeigt, um den Zuschauer durch die Überwindung der Grenze zwischen dem Realen und Irrealen zu erschüttern. Auf der Basis der surrealistischen Malerei entstand später die surrealistische Objektkunst.
Abstrakte Kunst. Das Hauptmerkmal der abstrakten Kunst, die keinen einheitlichen Stil entwickelt hat, ist ihre Nichtgegenständlichkeit, ihr Verzicht auf die Wiedergabe der objektiven Welt. Die Künstler versuchen solche Werke zu schaffen, die verschiedene Deutungen zulassen.
Die abstrakte Kunst entstand in vielen europäischen Ländern kurz vor dem 1. Weltkrieg. Ihre bekannten Vertreter sind W. Kandinski, A. Archipenko (18871964), F. Kupka (1871-1957), R. Delaunay (1885-1941) und P. Mondrian (18721944).
Innerhalb der abstrakten Kunst unterscheidet man den Konstruktivismus (Rußland: W. Tatlin (1885-1953), E. Lissitzky (1890-1941)), den Suprematismus (Rußland: K. Malewitsch (1878-1935)), die konkrete Kunst (T. von Doesburg
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(1883-1931)). In Deutschland wurde die abstrakte Kunst von den Vertretern des Staatlichen Bauhauses (1919-33, Weimar und Dessau) verbreitet, darunter H. Meyer (1889-1954), P. Klee, W. Kandinski, W. Gropius (1883-1965), L. Feininger (1871-1956), L. Mies van der Rohe (1886-1969) u.a. Eine abstrakte Plastik besteht seit etwa 1912.
Neue Sachlichkeit. Der Begriff Neue Sachlichkeit wurde 1923 von dem deutschen Kunsthistoriker G.F. Hartlaub (1884-1963) geprägt. Diese Kunstrichtung entstand in Deutschland Anfang der 20er Jahre des XX. Jh. als Reaktion auf den subjektiven Expressionismus und verbreitete sich in anderen europäischen Ländern.
Von der neuen Ästhetik wurde die bildende Kunst besonders stark beeinflußt. Die Künstler der Neuen Sachlichkeit verwendeten strenge Formen, betonten formale und koloristische Kontraste der dargestellten Gegenstände und bezweckten eine objektive Darstellung der Wirklichkeit. Diese sachbezogene Widerspiegelung der Außenwelt zeichnete sich durch eine starke Hervorhebung des Gegenständlichen aus. Wegen der Ausschaltung von Licht und Schatten wirkten viele Werke beinahe übernatürlich.
Diese Besonderheit des neuen Stils führte zur Entstehung des sog. magischen Realismus. Innerhalb der Neuen Sachlichkeit kann man zwei Entwicklungslinien verfolgen: die formale, vom Kubismus beeinflußte (A. Kanoldt (1881-1939), G. Schrimpf (1889-1938)) und die sozialkritische (O. Dix, G. Grosz).
Moderne Kunst. In der modernen Kunst bestehen verschiedene Traditionen nebeneinander. Einige Künstler bekennen sich zum Realismus und bestreben eine naturnahe Darstellung des Lebens und des Menschen. Die Kunst des XX. Jh. wurde von den ästhetischen Entdeckungen des Impressionismus, Symbolismus, Expressionismus, Surrealismus und der Neuen Sachlichkeit befrüchtet.
Unter Einwirkung des surrealistischen Stils entstanden solche Kunstrichtungen, wie Taschismus und Actionpainting. Die Vertreter der letzteren regten das Publikum zur Teilnahme am Malakt an. Sie behaupteten die Positionen des abstrakten Expressionismus. Das Happening, das dem amerikanischen Boden in den 60er Jahren entstammte, bezieht sich sowohl auf das Theater als auch auf die bildende Kunst. Es behebt die Grenze zwischen der Bühne und dem Publikum, dem Kunstwerk und dem Zuschauer. Die sog. Minimalart der 60er Jahre verzichtet auf die breiten Möglichkeiten der Kunst und begnügt sich mit knappen Darstellungsmitteln. Ebenso wie Happening sind Fluxus und Pop-art amerikanischen Ursprungs. Fluxus steht einigermaßen der Objektkunst (Anm. 20) nahe. Pop-art («populare Kunst») versucht, verschiedene Dinge des Alltags in bewußter Hinwendung zum Populären darzustellen, um die Kunst mit dem heutigen Leben zu verbinden. Es wird daher nach Environment gegriffen ‒ der Kunstform, die mit Hilfe alltäglicher Objekte einen künstlerisch gestalteten Raum schafft.
In den 70er Jahren ließ die Konzeptkunst von sich sprechen, die die Einbildungskraft mit Skizzen und schriftlichen Entwürfen zu wecken trachtet. Die sog. Prozefikunst rückt in den Vordergrund nicht das Kunstwerk, sondern dem
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Vorgang. Von ihr werden in großem Umfänge Filme und Videobänder benutzt. Ende der 70er Jahre konstituierte sich in Deutschland unter dem Einfluß der expressionistischen Tendenzen die Bewegung der Neuen Wilden, die als Reaktion auf rein spekulative Kunsttheorien entstand.
AUFGABEN UND ÜBUNGEN
I. Beantworten Sie folgende Fragen:
1.Für welche Kunstzeitalter war das Streben der Künstler nach lebensgetreuer Darstellung der Wirklichkeit besonders kennzeichnend?
2.Worauf waren die ältesten Richtungen der europäischen Kunst sehr stark angewiesen?
3.Welche Kunstrichtungen stellten die menschliche Gestalt in ihren Mittelpunkt?
4.Wie wurden die besten Traditionen der antiken Kunst in der neueren Zeit fortgesetzt?
5.Welche Kunststile wurden auf dem deutschen Boden geboren bzw. haben ihre Blüte erlebt?
6.Wie änderten sich im Verlaufe der Zeit die Farbskala und das Kolorit in der Malkunst?
7.Wann haben verschiedene dekorative Elemente die wichtigste Rolle gespielt?
8.Warum wird in Malerei und Kunstgewerbe zu Stilisierungsmitteln gegriffen?
9.Kann man in Bezug auf die Kunst vom Fortschritt sprechen? Worin besteht dieser Fortschritt?
10.Zu welchem Zweck greifen die Künstler zu symbolischen Gestalten und Allegorien? Wann wurde diese Darstellungsart besonders oft verwendet?
11.Welche Genres der Malerei und Graphik sind in der deutschen Kunst des XIX.-XX. Jh. besonders gut vertreten?
12.Warum läßt sich der Terminus «Realismus» in Bezug nur auf eine bestimmte Kunstepoche nicht anwenden?
13.Welche Kunstströmungen tendieren zum Rationalismus und in welchen überwiegt das irrationale Element?
14.Können alle Entwicklungstendenzen der modernen Kunst positiv eingeschätzt werden?
15.Was gefällt oder mißfällt Ihnen in der Kunst des XX. Jh.?
II. Setzen Sie passende Termini ein:
1. In mittelalterlichen Klöstern wurden von ... Mönchen mit ... Bilder gemalt, die den Inhalt der Bücher veranschaulichten. 2. Für frühgotische ..., die im XIII. Jh. entstanden, sind natürliche Körperbildung und ... Gesichter typisch. 3. Künstler der Renaissance wandten sich der Natur zu und zeigten die Schönheit des menschlichen
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Körpers, wobei sie zu einer größeren Vielfalt der ... gelangten. 4. Die italienischen Bildhauer des XV. Jh. gelten als Schöpfer der frei stehenden ... und des ... . 5. Die Pracht der barocken Schlösser und Kirchen wurde durch die polychromen ... betont. 6. In der ... des Rokokos, die eine ausgesprochene Vorliebe für ... Farben und ...
zeigte, wurde immer wieder das Thema der amoureusen ... variiert. 7. Kühle ... und klare ... des klassizistischen Gemäldes kontrastierten mit heiterdekorativer Eleganz der Malerei des Rokokos. 8. Praraffaeliten in England und Nazarener in Rom repräsentierten eine religios gefarbte ... in der Malerei der Romantik. 9. Im XX. Jh. wurden in der Kunst neue ... entdeckt. 10. In den 70er Jahren des XX. Jh. begannen einige Maler und Graphiker die ... für ihre Werke zu nutzen. 11. Die Impressionisten waren bestrebt, den ersten ..., den sie von einer Szene, einem Menschen oder einer Landschaft empfanden, malerisch zu ... . 12. Wenn die Künstler Menschen, Natur oder leblose Gegenstande darstellen, ist es notwendig, entsprechende ... zu verwenden.
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die Kunstgriffe, der Eindruck, die Phototechnik, die Darstellungsmittel, die Strömung, der Aufbau, die Farbgebung, die Idylle, licht, die Genreszene, die Pastellmalerei, die Innendekorationen, das Reiterstandbild, die Statue, die Darstellungsmöglichkeiten, die Bildwerke, kunstgewandt, die Wasserfarben, ausdrucksstark, gestalten.
III. Übersetzen Sie aus dem Russischen ins Deutsche:
1. Свою работу над картиной художник начинает с того, что делает наброски. 2. Для исторических и жанровых картин необходимо подыскать модель, т.е. человека с подходящей внешностью. 3. Прежде чем рисовать мелом или темперой, художник грунтует холст или доску. 4. Примерно в середине XV в. в Италии вместо деревянных досок стали использовать натянутый холст. Это способствовало быстрому развитию станковой живописи. 5. Произведения живописи, изображающие события личной или общественнойжизни, называютсяжанровымикартинами. 6. Еслихудожник создает групповой портрет, то изображаемые лица должны несколько раз позировать ему. 7. Композиция этой картины прекрасна, пейзаж на заднем плане достоверен, но колорит чересчур мрачен. 8. Акварельными красками рисуют на бумаге, картоне или шелке. 9. Во второй трети XV в., позднее, чемгравюранадереве, былаизобретенагравюранамеди. 10. Скульптурами в узком смысле слова называются произведения, выполненные из камня, дерева или слоновой кости при помощи резца. 11. Работая на пленэре, художник делал эскизы для будущего осеннего пейзажа. 12. Фламандские живописцы изображали на своих натюрмортах фрукты, цветы, дичь, дорогую посуду. 13. Каждый художник должен принимать во внимание законы перспективы, а также соотношение переднего и заднего плана изображения. 14. Площадь старинного города украшала конная статуя, отлитая из бронзы. 15. Этот художник прекрасно пишет морские пейзажи,
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но совсем не умеет писать человеческие лица и фигуры. 16. В мастерской старого мастера можно было увидеть много рисунков пером и углем, а также прекрасных акварелей. 17. Какая богатая палитра у этого портретиста! Он особенно хорошо передает тончайшие оттенки цветов, а также светотень.
IV. Erzählen Sie den Text nach:
Das Entstehen und das Aufblühen der graphischen Kunst fallen zusammen mit der Entwicklung des aufstrebenden Bürgertums. Die graphischen Blätter enthielten anfangs ausschließlich Themen aus der biblischen Geschichte. So könnten die einfachen, noch leseunkündigen Menschen den Inhalt der Bibel leichter vermittelt erhalten und erfassen. Wer es sich nicht leisten konnte, eine mit kostbarer Miniaturen geschmückte Bibel zu kaufen, dem standen jetzt die von Mönchen in den Klöstern zusammengeklebten und mit den Abzügen von graphischen Darstellungen versehenen Bibeln zur Verfügung. Viele Mönchsorden trieben nicht nur einen schwunghaften Handel damit, sie nutzten auch diese Bilderbibeln, um ihre Macht über das einfache Volk auszuüben. Mit Hilfe dieser Vervielfältigungen konnten auch die Gläubigen, die nicht über große Geldmittel verfügten, mit christlichen Themen versehene Bildchen ihrem Schutzheiligen widmen. Oftmals wurde der letzte Groschen für ein solches Bild bezahlt, in der Hoffnung, Krankheit oder Not mit diesem Opferbild abwenden zu können. Bei einem so großen Bedarf an Vervielfältigungen mußte die neue Kunstgattung aufblühen. Ein Ölgemälde brauchte viele Vorstudien und eine lange Zeit der Herstellung. Wie rasch aber zeichnet der Stift auf dem reinen weiften Papier die Umrisse der Gestalten, wie viele Abzüge kann man vom geritzten Stein, von der Holzplatte oder vom Kupfer machen.
(Aus: R. Seydewitz. Wenn die Madonna reden konnte. UraniaVerl.Leipzig/Jena/Berlin, 1962, S. 68-69)
Thema 3. Deutsche Künstler
Konrad Witz (um 1400-um 1445/46)
Der deutsche Maler K. Witz lebte 1434-35 in Basel und um 1444 in Genf. Von seinem Lebensweg ist nicht viel bekannt, seine Werke aber zeugen von einer grossen Meisterschaft. Sie schmücken die Museen der Schweiz, Deutschlands und Frankreichs. Als einer der ersten verwendete K. Witz Licht und Schatten, um dem Dargestellten eine körperhafte Form zu geben und die Raumillusion zu schaffen. Seine Bilder zeichnen sich durch eine kühne Einfachheit in ihrem Aufbau aus. Im Bild «Der wunderbare Fischzug», das einen Teil des Petrusaltars darstellt (1444), schuf K. Witz die erste identifizierbare Landschaftsdarstellung. In seinen Werken, die für Kirchen bestimmt waren, zeigte K. Witz vollblütige,
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körperhafte Gestalten im Gegensatz zum sog. «Schönen Stil»: «Heilspiegelaltar» (12 Tafeln: Basel, Kunstmuseum ‒ 9; Dijon, Musee Municipale ‒ 2; BerlinDahlem ‒ 1); «Verkündigung» (Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum); «Joachim und Anna an der Goldenen Pforte» (Basel, Kunstmuseum); «Katharina und Magdaline» (Straßburg, Museum).
Veit(Weit) Stoss (zw. 1440-50 - 1533)
1477 gab V. Stofi sein Nürnberger Bürgerrecht auf und ging nach Krakau, wo er den Hochaltar der deutschen Marienkirche schuf. 1485-1496 lebte er abwechselnd in Breslau, Nürnberg und Krakau. 1496 kehrte der Meister endgültig nach Nürnberg zurück, wo er das Bürgerrecht wieder erwarb. Es ist bekannt, dass V. Stoss 1503 wegen einer Schuldscheinfälschung gefoltert wurde und Nürnberg auf Lebensdauer nicht verlassen durfte. Seine letzten Jahre verbrachte er in Einsamkeit und Verbitterung.
Unter den spätgotischen Bildhauern zeichnet sich V. Stoss durch sein feuriges Temperament aus. Seinen Gestalten ist eine leidenschaftliche Ausdruckskraft eigen. Das Schaffen dieses Meisters beeinflußte stark nicht nur den ganzen ostdeutschen Raum, sondern auch Polen und Ungarn. Die meisten Werke von V. Stoss befinden sich in Kirchen und Kathedralen: der geschnitzte Hochaltar der Marienkirche in Krakau (1477-89); das Olbergrelief (Krakau, Nationalmuseum); das Marmorgrab für König Kasimir IV. (1492, Krakau, Dom); die Sandsteinreliefs mit Passionsdarstellungen (1499, Nürnberg, St. Sebald); der Heilige Rochus (ungefaßtes Eichenholz, vor 1503, Florenz, Santissima Annunziata); der Heilige Andreas (1505-07, Nürnberg, St. Sebald).
Obwohl das Frühwerk des Bildhauers inhaltlich und technisch zur Spätgotik gehört, kommen in seinem Spätwerk die Renaissanceeinflüsse schon klar zum Vorschein: das Sandsteinrelief der Verkündigung (1513, Langenzeun, Klosterkirche); der Heilige Paulus (1513, Nürnberg, St. Lorenz); Erzengel Raffael mit Tobiasknaben (1516, Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum); die Hausmadonna aus Sandstein vom Weinmarkt (um 1517-18, Nürnberg, Germanisches Nationalmuseun); das Kruzifix (1520, Nurnberg, St. Sebald); der Hochaltar für die Karmeliter (1520-23, Bamberg, Dom).
V. Stoss hat auch als Kupferstecher Hervorragendes geleistet. Seine Stiche zu evangelischen Sujets besitzen dieselbe Ausdruckskraft wie seine Skulpturen. Der Bildhauer hinterließ auch einige Gemälde, die dem Leben des heiligen Kilians gewidmet sind (um 1500, Munnerstadt, Pfarrkirche). Da V. Stoss ziemlich lange in Polen wirkte und den Hochaltar der Marienkirche in Krakau schuf, den man oft ein Schwanenlied der Gotik nennt, ist er auch unter seinem polnischen Namen Wit Stwosz bekannt.
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Matthias Grünewald (um 1460-1528).
Unter diesem Namen ist in der Geschichte der Malerei Mathis Gothart, genannt Neithart, bekannt. Im Leben und Werk des Malers bleibt noch vieles ungeklart. Er wurde in Würzburg geboren, lebte in Aschaffenburg, Seligenstadt und Halle, arbeitete hauptsächlich fur Kirchen, war auch als Baumeister tätig. Er soll das Werk Dürers, die italienische Renaissance und die niederländische Kunst gekannt haben, aber alle äußeren Impulse und Einflüsse wurden von ihm zu etwas Neuem verarbeitet.
Wahrscheinlich hatte M. Grünewald Beziehungen zu den rebellierenden Bauern während des Bauernkrieges: davon zeugt sein Ausscheiden aus dem Hofdienst nach der Niederlage der Bauern. Er war gezwungen, über Frankfurt und Magdeburg nach Halle zu fliehen. Bald nach seiner Ankunft in Halle wurde er krank und starb.
Die Gemälde dieses Meisters, der in der Epoche des Umbruchs vom Mittelalter zur Neuzeit lebte, haben einen hohen ästhetischen Wert. Sie sind vom Licht erfüllt und zeichnen sich durch eine leuchtende Farbigkeit aus. Für seine Werke sind Impulsivitat, Farbe, Ausdruckskraft und Leidenschaft kennzeichnend.
Inhaltlich und technisch stand M. Grünewald zwischen Spätgotik und Renaissance. Er schuf die Szenen höchster Vergeistigung, verknüpft mit ausgesprochen naturalistischen Motiven. In seinen Werken erkannten die Zeitgenossen Leiden und Wunden ihrer Epoche, obwohl der Meister den Leidensweg Christi zeigte.
Zahlenmäßig ist der Nachlaft des Kunstlers nicht groß. Dazu gehören «Kreuzigung» (um 1502, Basel); «Verspottung Christi» (1504 begonnen, Alte Pinakothek in Munchen), «Klein-Cruzifix» (um 1511, Washington, National Gallery). Zwischen 1512 und 1515 muß der Maler in Isenheim (Elsaß) an dem großen Wandelaltar für das Antoniterkloster gearbeitet haben. Heute wird der «Isenheimer Altar» im Unterlindenmuseum (Colmar, Elsaß) aufbewahrt. Er zählt zu den besten mittelalterlichen Wandelaltaren. Dank seinen aufklappbaren Tafeln konnte er einst wie ein großes Buch gelesen werden, das Szenen aus dem Leben des Christus und der Maria darstellt. Das Kernstück dieses großen Werkes, das drei Schauseiten hat, bildet die berühmte «Kreuzigung». Gegen 1520 wurde das Gemälde «Die Begegnung der Heiligen Erasmus und Mauritius» geschaffen, in dem als heiliger Erasmus der Kardinal Albrecht von Brandenburg verewigt ist (München, Alte Pinakothek). Zum Spätwerk Grünewalds gehören seine «Kreuzigung Christi» und «Beweinung Christi». Erhalten sind auch 37 Zeichnungen.
Das Leben des Malers wurde zum Thema vieler Werke: des Romans von N. Schwarzkopf «Der Barbar», der Trilogie L. Weismantels «Mathis-Nithart- Roman», der Oper von P. Hindemith «Mathis der Maler». Der Maler ist im Sonett J.R. Bechers «Grünewald» besungen.
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