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Иностранный язык. Немецкий язык. Учебное пособие по направлению подготовки 54.03.01 «Дизайн»

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4.Составьте из следующих слов предложения, поставьте сказуемое

вPräteritum:

aufstehen, er, jeden Tag, wann aussteigen, ich, nicht, am Bahnhof mitteilen, er, seine Freunde, ich aussehen, du, schlecht, heute, so, warum anrufen, du, nicht, ich, warum

einladen, wir, ihr, an diesem Sonntag, zum Geburtstag

5.Повторите образование повелительного наклонения. Прочитайте предложения и переведите их устно на русский язык:

Nimm! Sprich deutsch! Sei um 6 Uhr am Ort und Stelle!

Bleibt hier! Helft uns! Wartet auf mich! Kehrt bald zurück! Seid um 3 Uhr zu Hause!

Schreiben Sie mir aus Deutschland einen Brief! Seien Sie bei ihr um 5 Uhr! Fahren wir nach Hause! Nehmen wir den Bus!

Kämmt euch hier nicht! Wasche dich schnell!

6.Употребите соответствующую форму повелительного наклонения:

а) при обращении на «ты» к одному лицу.

(Schenken) deiner Schwester einen Brief. (Grüßen) deine Eltern.

(sich anziehen) warm. (fahren) nach Hause.

б) при обращении к нескольким лицам, с каждым из которых говорят на

«ты».

(lesen) den Brief. (zurückkehren) um 6 Uhr. (Kommen) am Morgen. (weggehen) vom Fenster.

в) составьте из следующих слов повелительные предложения, употребляя форму вежливого обращения.

Gut, sich erholen, im Sanatorium

Frisch und gesund, in die Heimatstadt, zurückkommen In die Linie 5, einsteigen

Bis zum Bahnhof, fahren Die Fahrkarte, nicht verlieren

7. Повторите образование трех основных форм глаголов. Запишите данные ниже глаголы в неопределенной форме (Infinitiv):

baute, gestanden, gebracht, gefiel, sollte, fuhr, war, geworden, begonnen, kam, getragen, ging, sah, gewusst, abgeholt, ausgerichtet, vermieden, zusammengestellt.

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8. Образуйте три основных формы от следующих глаголов:

a) fahren, beginnen, tragen, nehmen, sein, werden, bekommen, erwachsen; b) sich entwickeln, gründen, bilden, schaffen, ausrichten, schonen;

c) bringen, haben, sollen, wollen, kennen.

9. Образуйте форму Partizip II.

 

Haben или sein?

 

machen – ...

sehen – ...

sagen – ...

lesen – ...

fragen – ...

abfliegen – ...

antworten – ...

nehmen – ...

laufen – ...

ankommen – ...

bauen – ...

tragen – ...

fahren – ...

helfen – ...

kaufen – ...

essen – ...

suchen – ...

aufstehen – ...

kommen – ...

vergessen – ...

besuchen – ...

waschen – ...

bewundern – ...

aussteigen – ...

gefallen – ...

verstehen – ...

geben – ...

gehen – ...

erzählen – ...

informieren – ...

10.Дополните предложения глаголами, стоящими в скобках, употребив Präteritum и Perfekt. Переведите предложения:

а) Ich (besuchen) vielmals Deutschland. Wir (besprechen) meine Reise. Am

23.Mai 1949 (tretten) im westlichen Teil Deutschlands das Grundgesetz (die Deutsche Verfassung) in Kraft. Bis zur Vereinigung Deutschlands (bestehen) die Bundesrepublik Deutschland aus elf Ländern. Ost-Berlin (vereinigen) mit WestBerlin.

b) Der Zug ... schon in Berlin ... (abfahren), als wir zum Bahnhof ...

(kommen). Es ... viele Jahre... (verlaufen), bis die Freunde nach der Vereinigung wieder ... (sich treffen).

11.Определите временную форму сказуемого:

Du sprichst gut deutsch.

Wir fuhren nach Deutschland mit dem Zug. Er ist in sein Heimatstadt zurückgefahren.

Der Staat verpflichtet sich, die Würde des Menschen zu achten und zu schützen. Dieses Verfassungsorgan tritt nur zu diesem Zweck zusammen.

Er arbeitete zwei Jahre lang als Abgeordnete des Deutschen Bundestages. Er sollte in Deutschland bleiben.

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12. Дополните предложения глаголами, стоящими в скобках, употребив Futurum I. Переведите предложения:

Wir ... bald nach Deutschland ... (fahren). Meine Schwester ... bald auf Urlaub ... (gehen). Sie ... einige Tage auch in Berlin ... (verbringen). Ich ... unbedingt vom Bahnhof ... (abholen).

Ihr ... alle Sehenswürdigkeiten ... (zeigen). Wir... in die Gemäldegalerie ... (gehen).

Man ... einige neue Häuser in unserem Stadtviertel ... (bauen).

13. Переведите на немецкий язык:

Дорогой Миша!

Наконец мы в Ваймаре. После Лейпцига этот город кажется нам маленьким, но красивым. Он очень нравится нам. Мы живем в гостинице.

Днем гуляем по городу и любуемся его улицами, парками, говорим о литературе и музыке. Особенно много времени мы проводим в музеях.

Сегодня вечером мы идем в театр. К сожалению, мы плохо еще понимаем немецкий язык, но с нами идет Вальтер. Он нам поможет.

Завтра у Вальтера день рождения. Мы уже купили для него подарки и надеемся, что они ему понравятся.

Как поживаешь ты? Как обстоят дела с учебой?

Я заканчиваю свое письмо и жду с нетерпением твоего ответа. Сердечный привет твоим родителям.

Настя

14. Переведите на русский язык:

Der Bundesrat ist da, um die Interessen der Bundesländer zu vertreten.

Die Ländervertretung mit 68 Stimmen ist da, um bei der Gesetzgebung und Verwaltung des Bundes mitzuwirken. Jedes Bundesland verfügt über eigene Einnahmen, ohne die Bundeseinnahmen zu benutzen. Man kann die Kompetenzen der Bundesländer kaum vorstellen, ohne ihre Bedürfnisse im Bereich der Verwaltung zu erwähnen. Er hat die geographische Lage Deutschlands beschrieben, statt über den Staatsaufbau zu sprechen. Die frühere Regierung des Bundesstaates hat sich viel mit Politik beschäftigt, statt an das Wohl einfacher Menschen zu denken.

15. Выполните тест:

1) Jeder Mensch hat ... Grundrechte.

a)ihre

b)seine

c)unsere

d)eure

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2)Jedes Land hat ... Verfassung. a) ihre

b) eure c) seine d) unsere

3)Die Bundesrepublik Deutschland hat ... Geschichte. a) seine

b) ihre c) ihr d) sein

4)Er ... nach Deutschland fahren.

a)bin

b)wird

c)hat

d)ist

5)Ich ... nach Deutschland gefahren. a) habe

b) bin c) ist

d) werde

6)Nachdem wir Leipzig besucht ... , fuhren wir in Berlin. a) hatten

b) waren c) haben d) hatte

7)Er ... gut deutsch sprechen.

a)kann

b)könnt

c)darf

d)dürft

8) ... ich ins Auditorium eintreten?

a)kann

b)darf

c)mag

d)will

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9)Sie ... viele Museen. a) besichtigte

b) besichtigtet c) besichtigtete d) besichtige

10)Ihr interessiert ... für die Geschichte der BRD. a) uns

b) sich c) euch d) dich

Текст для дополнительного чтения

die Touristik-Agentur ‒ экскурсия

die Weltzeituhr ‒ часы, показывающие время на всех часовых поясах Земли

der Kudamm – der Kurfürsterdamm ‒ знаменитая улица в западной части Берлина

die Vertretung ‒ представительство der Weltrang ‒ мировой уровень die Messestadt ‒ город-ярмарка

die Industrieschau ‒ выставка изделий промышленности der Parkplatz ‒ место паковки автомобилей

die Tatsache ‒ факт

der Landesmann ‒ земляк

die Norddeutsche Tiefebene ‒ Северонемецкая равнина das Hofbräuhaus ‒ пивоварня

brauen ‒ варить пиво

die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche ‒ церковь кайзера Вильгельма,

руины, которые служат напоминанием о Второй мировой войне

Eine Reise durch die deutschen Städte

Hätte ich die Möglichkeit, einmal Deutschland zu besuchen, würde ich zunächst seine Hauptstadt Berlin kennen lernen.

Mein erster Wunsch ist, eine Rundfahrt durch Berlin zu machen. Aus einem Prospekt kenne ich die Touristik-Agentur «Hermes Busreisen Berlin». Nach dem Prospekt fährt der Bus zunächst zum Alexanderplatz. Dort kann man die berühmte Weltzeituhr, das Rote Rathaus und den Fernsehturm besichtigen. Dann fährt der Bus zu den Resten der Berliner Mauer, die bis 1989 Berlin in Ostund WestBerlin geschnitten hat. Der nächste Punkt ist die Straße Unter den Linden mit der Staatsoper, der Humboldt-Universität und dem Brandenburger Tor. Ich würde auch gern den Kudamm, die größte Einkaufsstraße Berlins besichtigen.

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Da gibt es viele Büros und Vertretungen von Firmen mit Weltrang. Aber das Interessanteste ist dort wohl die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche am Bahnhof Zoo. Neben der Ruine erhebt sich der neue Turm.

Nach Berlin würde ich Köln besuchen. Diese Stadt hat die größte Kirche Deutschlands – den Kölner Dom. 1248 hat man mit dem Bau angefangen; erst 1880 war er fertig. Dann würde ich die Messestadt Hannover besuchen.

Alljährlich im Frühling findet in Hannover zehn Tage lang eine der größten Industrieschauen der Welt statt. Das Messegelände ist eine Stadt für sich mit vielen klassizistischen Bauten verdankt Hannover der Tatsache, dass die Stadt jahrhundertelang Residenzstadt war. Besonders schön sind die Grünanlagen und Erholungsgebiete der Stadt. Hannover ist die Heimatstadt von dem berühmten Philosophen Wilhelm Leibnitz und dem Dichter und Zeichner Wilhelm Busch, dem das Wilhelm-Busch-Museum gewidmet ist. Die Hannoveraner sind Landesleute von Till Eulenspiegel.

Von Hannover würde ich mit der Bahn nach Hamburg fahren. Unterwegs könnte ich das schöne Flachland der Norddeutschen Tiefebene besichtigen. Hamburg ist eine Hafenstadt, wo die ganze Welt zu Hause ist. Der Hafen ist das Wahrzeichen der Stadt. Ein anderes Wahrzeichen ist die Sankt-Michaeliskirche, die die Hamburger einfach den «Michael» nennen. Danach würde ich Frankfurt am Main besichtigen. Die Stadt ist nicht nur als Messestadt berühmt. Frankfurts Wahrzeichen ist der Römerberg mit seinen historischen Häusern. Der «Römer» ist der Sitz des Stadtparlaments.

Mein nächstes Reiseziel wäre dann wahrscheinlich Dresden mit seinem berühmten Barockschoss aus den Jahren 1710 bis 1732, dem Zwinger. Da würde ich gern die Gemäldegalerie besuchen. Dann würde ich nach München fahren und die Stadt besichtigen. Ich möchte da gern das Hofbräuhaus besichtigen und hier ein Bier trinken, das das beste in Deutschland sein soll. Das Hofbräuhaus braut schon seit 1589 Bier. Bis zu 30 000 Gäste pro Tag trinken hier ihr Bier.

Дополните предложения согласно содержанию текста:

1)Der Bus fährt zunächst zum Alexanderplatz, wo kann man … , … besichtigen.

2)Dann fährt der Bus zu den Resten der Berliner Mauer, die bis … geschnitten hat.

3)Der nächste Punkt ist die Straße Unter den Linden mit … , … , … .

4)Leipzig hat … .

5)Hannover ist eine …. Alljährlich im Frühling findet hier zehn Tage lang … statt.

5)Hannover ist die Heimatstadt von … .

6)Hamburg ist eine …stadt. … ist das Wahrzeichen der Stadt.

7)Ein anderes Wahrzeichen ist … .

8)Frankfurt am Main ist als …stadt berühmt. Frankfurts Wahrzeichen ist ...

9)In Dresden kann man … besichtigen.

10)… in Dresden braut schon seit 1589 Bier.

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ABSCHNITT 2. DEUTSCH IM BEREICH DER WISSENSCHAFTLICHEN UND BERUFLICHEN KOMMUNIKATION

Thema 1. Techniken und Genres der Malerei und Graphik

Holzschnitt. Der Holzschnitt ist die älteste in Europa bekannte Druckgraphik. Sie ist um die Jahrhundertwende XIV.-XV. entstanden und wurde in den 30er Jahren des XV. Jh. In Deutschland, den Niederlanden und Frankreich betrieben. Um die Mitte des XV. Jh. begann man den Holzschnitt als Illustrationstechnik im Buchdruck zu verwenden. A. Dürer und L. Cranach d. A. brachten ihn zur künstlerischen Perfektion, aber schon im XVI. Jh. wurde er durch den Kupferstich verdrängt, dessen Technik feinere künstlerische Möglichkeiten bot. Erst im XIX. Jh. wandten sich die Graphiker erneut dem Holzschnitt zu.

Die Druckform fur den Holzschnitt wird aus Nussoder Birnbaumholz angefertigt. Vor dem Herausschneiden der Form muss man die Platte schwarz einfarben, damit die Zeichnung nach dem Herausschneiden der nichtdruckenden Vertiefungen schwarz stehenbleibt. Die Handabzuge lassen sich mit dem vorher eingefarbten Holzstock machen. Fur den Maschinendruck werden Tiegelund Kniehebelpressen verwendet, wobei die schwere Pressplatte das Papier von oben auf den Holzstock prefit. Je scharfer die Zeichnung und je geringer die Zahl der Quetschrander ist, desto hoher ist die Qualität des Druckes.

Holzstich. Neben dem Holzschnitt gibt es auch den Holzstich, für den vor allem der Buchsbaum benutzt wird. Dabei werden aus der Buchsbaumplatte die nichtdruckenden Teile mit verschiedenen Sticheln herausgraviert. Für den Holzstich ist eine besondere Feinheit der Linien typisch, mit deren Hilfe auch malerische Effekte erzielt werden können. Hervorragende Meister des Holzstichs waren sein Erfinder Thomas Bewick (England), die deutschen Graphiker Adolf Menzel und Karl Rossing, der russische Künstler Wladimir Faworski.

Kupferstich. Der Kupferstich entstand im zweiten Drittel des XV. Jh. Die Entstehungsgeschichte dieser graphischen Technik ist mit dem Werk von zwei anonymen deutschen Meistern verbunden. Der erste bekannte Kupferstecher war Martin Schongauer. Albrecht Dürer, der viele Kupferstiche schuf, entwickelte diese Technik weiter und erreichte ein hohes künstlerisches Niveau. Nach Dürer wurde der Kupferstich hauptsächlich als Reproduktionsgraphik betrieben, um die berühmten Gemälde in Schwarz-Weiss-Wiedergabe zu verbreiten.

Beim Kupferstich wird die abzudruckende Zeichnung mit dem Grabstichel aus der Kupferplatte herausgehoben. Die zum Tiefdruck verwendete Farbe wird mit Ol versehen, mit einer Gummiwalze (oder einem Tampon) aufgetragen und mit dem Handballen in die Plattenvertiefungen eingearbeitet. Für den Tiefdruck mit der Kupferdruckpresse verwendet man das im voraus angefeuchtete Papier.

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Radierung. Unter dem Begriff «Radierung» werden mehrere Techniken zusammengefasst, denen das Prinzip der Plattenatzung zugrunde liegt, u. a, der sog. Kaltnadelstich, bei dem die Kupferplatte durch eine Stahlnadel zarte Rillen bekommt, aus denen die zeichnerische Darstellung entsteht und die sich nachträglich unterschiedlich tief ätzen lassen. Die Kupferplatte wird zuerst mit Hilfe der Schlammkreide entfettet und dann mit dem Atzgrund bedeckt. Beim Eintragen der Zeichnung durch die Nadel wird die Kupferplatte freigelegt. Beim Ätzen in einem Bad frißt sich die Säure an den von der Nadel freigelegten Stellen in das Kupfer ein. Die Tiefe der Ätzung und dementsprechend auch die Kraft der abzudruckenden Zeichnung hängt von der Dauer des Säurebades ab. Als Erfinder des Drucks von geätzten Eisenplatten gilt Daniel Hopfner. A. Dürer, der diese Kunst beherrschte, hat Hervorragendes geleistet. Bekannt ist, daft Albrecht Altdorfer und der niederländische Maler Lucas van Leyden Kupferplatten geätzt haben. Ihren Höhepunkt erreichte die Radierkunst im Schaffen von Rembrandt. Im XX. Jh. bekam sie neue Impulse im Werk von Max Beckmann, Edvard Munch, Hans und Lea Grundig.

Aquatinta. Als Aquatinta wird eine Ätzung mit Tonwirkungen bezeichnet, die im XVIII. Jh. von Jean Baptiste Le Prince verwendet wurde und im Werk von Francisco de Goya ihre Hohe erreichte.

Lithographie. Die Lithographie (der Steindruck) wurde um die Jahreswende 1798-99 von Alois Senefelder erfunden. Das neue Flachdruckverfahren verbreitete sich schnell auch in England, Frankreich und Russland. Hervorragendes auf diesem Gebiet leisteten Honore Daumier, Edouard Manet und Henri de Toulouse-Lautrec. In der modernen Graphik gehört die Lithographie zu beliebtesten Druckverfahren.

Das lithographierte Blatt entsteht durch Abdruck der Zeichnung von der Flache eines Kalksteins. Die Zeichnung wird auf den Stein mit Kreide oder mit Pinsel und Tusche gebracht. Danach erfolgt das Ätzen des Steins durch eine Mischung aus arabischem Gummi, Wasser und Säure, um die Zeichnung fest und unlöslich an den Stein zu binden. Vor dem Druck wird die Oberfläche noch einmal mit einer Gummilösung ausgewaschen. Diese bleibt an den nicht mit der Zeichnung versehenen Stellen haften und stoßt dort später die Druckfarbe ab. Die gezeichneten Stellen sind fetthaltig und werden später die Druckfarbe aufnehmen. Die Lithographien werden mit der Lithographenpresse (der sog. Reiberpresse) gedruckt.

TafelOder Staffeleibild. Das Tafeloder Staffeleibild kann in verschiedenen Techniken gemalt werden. Ursprünglich entstanden solche Malereien auf Holztafeln ‒ daher der Name. Um die Mitte des XVI. Jh. wurden die Holztafeln durch die gespannte Leinwand ersetzt. Die Tafelbilder sind vor allem fur die Altarmalerei typisch, während die leichteren Staffeleibilder auf der gespannten Leinwand in der profanen Kunst eine breite Verwendung fanden und allmählich die schwereren Holztafeln verdrängten.

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Die Tafel ‒ oder Staffeleibilder werden grundiert. Dabei bilden Klebeund Fullstoffe wie Leim, Kreide und Deckfarben den Untergrund für die später aufzutragende Malschicht. Diese Bilder sind nicht nur Ölgemälde. Die Farbstoffe kann man auch mit dem Milchsaft des Lowenzahns, mit Kühmilch oder mit rohen Eiern vermischen. Auf solche Weise entstehen die Temperafarben. Die mittelalterlichen Tafelbilder sind fast alle in Tempera gemalt. Erst seit dem XV. Jh. wurde die Ölmalerei vorherrschend. Heute wird oft eine Mischtechnik angewandt.

Pastell und Aquarell. Pastellfarben werden in Stiftform angefertigt. Das sind trockene Farben mit einem sammetartigen Leuchten. Mit ihnen kann man auf Papier, Pappe oder Gewebe verhältnismäsig schnell malen. Da das fertige Bild leicht verletzbar ist, braucht man es zu fixieren. Das Aquarell (die Wasserfarbe) ist durchsichtig, deshalb werden in der Aquarellmalerei handgeschöpftes Buttenpapier, Seide oder Batist als Malgrund verwendet. Diese Maltechnik war schon im alten Agypten bekannt. Die Buchmaler des Mittelalters benutzten sie bei der Ausschmuckung der Bucher. Im XVIII - XX. Jh. wurden die Wasserfarben im Stilleben und in der Landschaftsmalerei besonders oft verwendet.

Wandmalerei. Das ist wohl die älteste Art der Malerei, denn man findet sie schon in den Höhlen der Eiszeit. Bei der Gestaltung von Wandbildern muss man sowohl auf die Proportionen und Perspektive achten als auch die Färbigkeit des Raumes berücksichtigen. Ausserdem sind die Wandbilder aufs engste mit der Architektur verbunden.

Nach der ersten Blüte in der Antike wurde die Wandmalerei im mittelalterlichen Europa geübt. In der Renaissance und im Barock sind mit der Wandmalerei bedeutende Namen verbunden. Der neue Aufschwung dieser Malerei kündet sich seit einigen Jahrzehnten besonders in Südamerika an. Das traditionelle Wandbild wird in den nassen Kalkmortel oder auf trockenen Verputz gemalt. Seit dem XIV. Jh. entwickelte sich in Italien das Malen auf nassen Kalkputz (die Freskomalerei). Im Gegensatz zu diesem Verfahren wird die Malerei auf die trockene Kalkwand Sekkomalerei genannt. Im alten Griechenland wurden auch Wachsfarben fur die Herstellung von Wandbildern benutzt. Diese Technik heisst Enkaustik. Sie ist im Mittelalter außer Gebrauch gekommen.

Mosaik. Mosaiken entstehen durch das Aneinandersetzen von verschiedenen farbigen Steinoder Glasstückchen an Wänden, Decken und Fussböden. Diese Technik erlebte ihre Blütezeit in der hellenistischen, römischen, byzantinischen und islamischen Kunst. In neuerer Zeit werden keramische Steine mit Farbenschmelz verwendet. Um ein Mosaikbild zu schaffen, setzt man die Steinchen auf ein Bindemittel aus Mörtel oder Kitt und druckt sie darin fest und dicht aneinander. Ornamentale Muster oder ganze Bilder schmückten Fußboden im antiken Griechenland, in Rom und im alten Orient. In frühchristlicher Zeit entstanden monumentale Wanddekorationen, die auch heute noch unübertroffen bleiben.

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Glasmalerei. Die bunten Glasfenster dienten zur Ausschmückung von gotischen Kirchenbauten. Die farbigen Glasstücke wurden mittels Bleiruten zusammengefügt, wobei die bleiernen Stege die Konturen in den Darstellungen angaben. Nachdem es später möglich geworden ist, farbige Glasteile auf Glas zu kleben, bietet sich eine Menge interessanter optischer Effekte, die durch die Brechung des Lichtes entstehen.

Genres

Genrebild. «Genre» ist ein französisches Wort, das «Gattung» oder «Art» bedeutet. Mit diesem Terminus wird in der Malerei die Besonderheit einiger Bilder, ihre künstlerische Eigenart ausgedruckt. Unter dem Begriff Genrebild werden all jene Kunstwerke verstanden, die Ereignisse aus dem privaten oder gesellschaftlichen Leben der Menschen darstellen. Es gibt noch eine andere Bezeichnung für Gemälde dieser Art ‒ Sittenbilder.

Historienmalerei. Die Historienmalerei zeigt Begebenheiten aus der Geschichte der ganzen Menschheit sowie einzelner Völker und Nationen. Diese Art der Malerei wurde schon in der Antike betrieben. Das bekannteste der ältesten Historienbilder ist ein Mosaikbild aus Pompeji, das eine Szene aus der Schlacht zwischen Griechen unter Alexander dem Grossen und Persern unter Darius darstellt. In der europaischen Malerei entstehen bedeutende Historienbilder erst seit der Zeit der Renaissance. Ihre Entstehungsgeschichte ist oft mit dem Erwachen des Nationalgefühls und dem Befreiungskampf unterdruckter Völker verknüpft. Die Gemälde nach den Sujets aus der nationalen Geschichte trugen zur Entwicklung und Stärkung des Patriotismus bei. Dieses Genre genoß eine besondere Popularität in der Malerei des Klassizismus und der Romantik.

Allegorisches Bild. Als Allegorien bezeichnet man bildliche Verkörperungen von Dingen, Erscheinungen oder Vorgängen, die sich unmittelbar nicht gewähren lassen. So werden z. B. die Jahreszeiten nicht selten als menschliche Gestalten versinnbildlicht.

Dabei verkörpert z. B. ein junges Mädchen den Frühling, während der Winter als eine Greisin erscheint. Es können ganz verschiedene Dinge personifiziert werden: Naturerscheinungen, Kontinente, Völker und Länder, Planeten, Gottheiten, Charakterztige u. a. Solche Personifikationen sind das wichtigste Mittel einer allegorischen Darstellung. Schon in der antiken Kunst griffen die Maler zu Allegorien ähnlicher Art. Die Künstler des Mittelalters benutzten gern verschiedene Allegorien, die als Verkörperungen von Tugenden und Lastern auftraten. Allegorische Motive und Gestalten aus der antiken Mythologie sind oft in der europäischen Malerei anzutreffen. Besonders gern wurden die Allegorien in der Kunst des Symbolismus, des Jugendstils und der Moderne benutzt.

Porträt. Als Porträt bezeichnet man gewöhnlich ein Kunstwerk (ein Bild oder eine Plastik), das lebensgetreu die Züge der dargestellten Person wiedergibt. Diese Individualisierung war dem altgriechischen und römischen Porträt eigen,

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