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Text 3. Was ist pisa-e? Daten, Fakten und Hintergründe zum Schulvergleichstest

Von Jeanette Otto

PISA ist der weltweit größte Schulleistungstest, an dem Deutschland bislang teilgenommen hat. Seine ersten Ergebnisse wurden im Dezember 2001 veröffentlicht (ZEIT Nr. 50, 2001) und lösten eine deutschlandweite Bildungsdebatte aus.

PISA-E ist die Bezeichnung für die deutsche Erweiterungsstudie, die nun Aufschluss über die Leistungsfähigkeit der Schulsysteme in den einzelnen Bundesländern gibt.

PISA wurde von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in Auftrag gegeben und umfasst insgesamt drei Testrunden. Der erste PISA-Test im Jahr 2000 legte den Schwerpunkt auf die Lesekompetenz, stellte aber ebenfalls mathematische und naturwissenschaftliche Aufgaben. Die nächste internationale Testrunde gab es 2003 mit dem Schwerpunkt mathematische Grundbildung. Und im Jahr 2006 ging es um die naturwissenschaftlichen Fähigkeiten der Schüler.

Mehr gefragt als Faktenwissen

Der nationale Bildungsvergleich beruht auf Fragen und Aufgaben aus dem internationalen PISA-Test sowie auf spezifischen Ergänzungsfragen. PISA-E will nicht einfach zeigen, wie gut deutsche Schüler auswendig lernen, sondern analysiert neben den Fachkenntnissen vor allem fächerübergreifendes Wissen und legt Wert auf Schlüsselqualifikationen. Die Untersuchungen gehen dabei über den Lehrplanstoff weit hinaus. Sie überprüfen auch Kenntnisse und Fähigkeiten, die im Alltag von Bedeutung sind, zum Beispiel das Lesen eines Fahrplans oder das Verstehen von Abrechnungen. Nicht nur um reines Textverständnis, sondern um das Lernen aus Texten geht es beispielsweise bei der Lesekompetenz.

Die mathematischen und naturwissenschaftlichen Aufgaben orientierten sich im nationalen Test viel konkreter an den in Deutschland verbreiteten Fächern und Lehrstoffen, als das im internationalen Test möglich war.

PISA-E unterschied sich vom internationalen Test aber auch in den Stichproben, die am Verfahren teilnahmen. Weil sich die 15-Jährigen in Deutschland häufig auf verschiedene Klassenstufen verteilen (Gründe sind spätere Einschulungen oder Klassenwiederholungen), wurde für den Vergleich zwischen den Bundesländern zusätzlich noch eine Stichprobe von Schülern der neunten Klassen zusammengestellt. Die Ergebnisse der 15-Jährigen waren wiederum wichtig, um die Bundesländer in die internationale Rangliste einordnen zu können, um also zu wissen, ob sächsische Schüler eher dem Niveau australischer oder brasilianischer Jugendlicher entsprechen.

Für die PISA-Aufgaben hatte jeder Schüler zwei Stunden Zeit. Sie bestanden aus einer Mischung von Multiple-Choice-Aufgaben und Fragen, für die Antworten ausgearbeitet werden mussten. Außerdem gaben die Schüler Auskunft über das Umfeld, in dem ihre Lernleistungen entstanden: über das Klima an der Schule, ihre Familien, ihre Herkunft, ihren Freundeskreis. So wollen die Bildungsforscher Faktoren ausfindig machen, die das Lernen fördern oder hemmen.

(gekürzt)

Aufgaben

1. Beantworten Sie die Fragen:

Was für Testrunden umfasst PISA?

Worauf ist der PISA-Test gerichtet?

2. Formulieren Sie noch fünf Fragen an Ihre Studienkollegen anhand des Textinhalts.

3. Erzählen Sie über die Gestaltung der Tests in Deutschland. Äußern Sie Ihre eigene Meinung dazu.

4. Besprechen Sie zuerst die Fragen miteinander:

Wozu braucht man PISA?

Wie muss ein richtiger Test aussehen?

Veranstalten Sie anschließend eine Diskussion. Gebrauchen Sie dabei die Redemittel:

Wie verstehst du...? Wie schätzt du ... ein?

Welche Rolle spielt ...? Wie muss deiner Ansicht nach ...?

Nach meiner Auffassung ... Aus meiner Sicht …

Soviel ich weiß, ... Ich bin überzeugt davon, dass...

Es erklärt sich daraus, dass...

5. Lesen Sie den folgenden Bericht. Finden Sie die Informationen über die Ergebnisse der PISA-Tests und erfüllen Sie anschließend die Aufgaben zum Text.