Добавил:
Upload Опубликованный материал нарушает ваши авторские права? Сообщите нам.
Вуз: Предмет: Файл:
Lektion.doc
Скачиваний:
2
Добавлен:
01.07.2025
Размер:
155.65 Кб
Скачать

1.Die athematischen Verben

Im Althochdeutschen gehörten zu den athematischen Verben 4 Verben:

  1. Sîn/ wesan

  2. gân/ gên

  3. stân/ stên

  4. tuon

Die Formen des heutigen Verbs sein gehen auf 3 verschiedene Wurzel zurück:

  • die Formen des Präsens Indikativ Aktiv - auf die indoeuropäischen Wurzeln es/ bhu

  • die Formen des Infinitivs - auf das Verb sîn

  • die Formen des Präteritums und des Partizips 2 - auf das Verb wesan

Die Grundformen des Verbs sein- was- warum- gewesan

(Inf.)(Prät.Sg)(Prät.Pl.)(Part.2)

Die Verben „gehen“ und „stehen“ gehen auf 2 Wurzeln zurück:

  • gâ-/ gê-

  • stâ-/ stê-

Die Grundformen des Verbs gangan- giang- giangum-gigangan

Die Grundformen des Verbs stantan- stuont- stuontum-gistantan

Die Grundformen des Verbs tuon- teta- tâtum-gitan

! Die Reduplikation ist die Wiederholung des ersten Konsonanten.

Ich tuom

Du tuos

Er tuot

Wir tuomes

Ihr tuot

Sie tuont

Sein, werden, bringen, gehen, stehen, haben, tun- unregelmäßige Verben heute.

Das Verb haben gehörten im Althochdeutschen zu den schwachen Verben der 3 Klasse. Die Grundformen waren: habên- habêta- gihaêet. Im Mittelhochdeutschen besaß dieses Verb außer den vollen Formen auch gekürzte: hân.

Ich hân

Du hâst

Er hât

Wir hân

Ihr hât

Sie hânt

Wenn das Verb haben als Hilfsverb auftrat, so wurde man gekürzte Formen gebraucht, als Vollverb – volle Formen. Im Neuhochdeutschen wurden die vollen und die kürzten Formen vermischt.

2.Die nominalen Formen des Verbs.

Dazu gehören Partizip 1 und 2, Infinitiv 1 und 2.

Der Infinitiv

Der Infinitiv des Verbs ist seinem Ursprung nach ein verbales Substantiv, welches zu Bezeichnung der Tätigkeit dient (auf Latein - nomen aktionis).

Die Suffixe des Infinitivs waren im Althochdeutschen –an bei der starken Verben, -(i)en bei den schwachen Verben der 1 Klasse, -ôn bei den schwachen Verben der 2 Klasse, -en bei den schwachen Verben der 3 Klasse. Im Mittelhochdeutsch gab es für Infinitiv nur ein Suffix –en.

In der deutschen Sprache sind die Grenzen zwischen dem Infinitiv und Substantiv nicht besonders scharf: jeder Infinitiv kann substantiviert werden. Im Althochdeutschen war diese Verbindung des Infinitivs mit dem Substantiv noch stärker: der Infinitiv wurde im Singular sogar dekliniert.

z.B. N: neman

G: nemannes

D: nemanne

A: neman

Der Dativ des Infinitivs wurde gewöhnlich mit der Präposition zi verbunden und bezeichnet das Ziel der Handlung.

z.B. zi nemanne (heute: um zu nehmen)

Der Infinitiv im Nominativ wurde noch selten mit zi gebraucht.

Das Partizip 1

Das Partizip1 wurde im Althochdeutschen mit Hilfe des Suffixes –nt gebildet. Im Nominativ endete das Partizip1 auf –nti.

z.B. nemanti.

Bei den starken Verben wurde das a oft umgelautet.

z.B. farenti/ferenti.

Das Partizip1 besitzt in der Sprache eine aktive Bedeutung unf bezeichnet eine unvollendete oder dauernde Handlung.

Соседние файлы в предмете [НЕСОРТИРОВАННОЕ]