- •Internationale Entwicklung Im Historischen Kontext:
- •13. März, Margarete Grandner:
- •Industriöse Revolution:
- •20. März 2012, Arno Sonderegger:
- •27. März 2012, Arno Sonderegger:
- •Imperialismus im 19. U. 20. Jh.
- •Imperialismus:
- •Imperialismus im 19. U. 20. Jh.:
- •24. April 2012, Marcus Gräser :
- •8. Mai 2012, Felix Wemheuer:
- •Von Mao zum Markt: Chinesische Entwicklungsmodelle und die Bauern seit 1949
- •15. Mai 2012, Sepp Linhart:
- •22. Mai 2012, Clemens Pfeffer:
- •6. Juni 2012, Andrea Komlosy:
- •12. Juni 2012, Ingeborg Grau:
- •19. Juni 2012, Walter Schicho:
- •Vom Kolonialismus zum Neokolonialismus:
Domestizierung:
17.-18. Jh.: d. letzten Gruppen v. Menschen (noch relativ groß), d. nicht sesshaft sind, verschwinden bzw. werden sesshaft (gemacht); Transhumanz; Disziplinierungswelle, teilweise mit Gewalt od. Maßnahmen (z.B. allg. Schulpflicht)
Natur wird in diesem Zeitraum zu einem Produktionsmittel;
Gründe:
enormes Bevölkerungswachstum, Zuwachs d. Bevölkerungsdichte (v. a. in China u. Indien, wenig Wachstum in Westeuropa, stärker in Osteuropa, z. T. wegen Kolonialisierungsmaßnahmen Russlands, auch gutes Wachstum in Afrika, trotz Höhepunkt d. Sklavenhandels, schwaches Wachstum in Amerika u. Australien)
Abnahme v. Epidemien: Immunisierung v. großen Bevölkerungsschichten; v. a. d. Pest, Grippe bleibt weiterhin, letzte große Grippewelle 1918, spanische Grippe, weltweit verbreitet, forderte mehr Todesopfer als d. erste Weltkrieg; medizinischer Fortschritt zuerst (17./18. Jh.) im Vorderen Orient;
Verbesserung d. Ernährungssituation: Pflanzen (Mais, Kartoffel) werden aus Amerika exportiert und finden in Europa u. Asien Verbreitung, zusätzlich bessere Agrartechniken;
Zunahme d. Wohlstands, Luxusgüter werden f. Mittelschichten zugänglich (z.B. Stoffe u. Textilien), Bedürfnisse werden durch Kolonien u. Importe befriedigt;
polit. Gründe: Entstehen v. Territorialstaaten, Versuche, d. Bevölkerung zu kontrollieren u. d. Bevölkerungswachstum voranzutreiben;
Industriöse Revolution:
industrielle Revolution: entweder im 18. Jh. oder erst 1810-1830 laut neuerer Forschung: Maschinen u. Technologien erst später vorhanden u. wichtig;
also: industriöse Revolution (v. Jan de Fries), neuer Konsum (Güter werden in Familien zugekauft, das war früher nicht möglich), dementsprechend mehr Nachfrage u. Arbeitsteilung;
in vielen Gesellschaften (v. a. in Europa u. Amerika) entwickelt sich das Frühstück: Tee, Kaffee, Kipferl... werden nicht selbst hergestellt! Palette v. Angebot u. Nachfrage weitet sich rasch aus; Konzept Freizeit; Tabakkonsum: zuerst als Heilmittel aus Amerika, später als Genussmittel; auch stark in China, bevor es in den Opiumkrieg eintritt;
great divergence:
d. Reichtum/d. Armut d. Welt war vor d. great divergence relativ gleich verteilt; great divergence: Auseinanderdriften v. Arm u. Reich in d. späten frühen Neuzeit;
Diskussionspunkt China: California School behauptet, dass China bis ins 19. Jh. d. reichste Gesellschaft d. Welt war, mit d. meisten Potential, im späten 18. bis frühen 19. Jh. in d. Krise geraten u. d. westlichen Angriff nicht gewachsen; andere sagen: Europa war schon im Mittelalter pro Kopf gesehen reicher als China; ist aber schwer zu belegen, bzw. zu überprüfen;
Thesen:
brachliegende Ressourcen in Europa, d. erst dann wirklich genutzt wurden u. zu mehr Reichtum führten (z.B.: Energie: in Europa hauptsächlich Holz u. Wasser, in China Windkraft; in Europa werden bisher ungenutzte Kohlevorkommen ausgebeutet);
Institutionen: effizientere Zentralisierung in Europa u. Amerika; im Moghulreich, China: Steuerpacht, Zentralisierung gelingt nicht; große Banken u. Handelszusammenschlüße;
Kriege in Europa: „Krieg ist d. Vater aller Dinge“: sehr teuer (deswegen zentrales Steuerwesen), hohe Steuern;
Gesellschaft: Druck in d. europäischen Gesellschaft in Form v. Kritik an d. Regie rung, mit Religion kann nicht mehr argumentiert werden → mehr Kommunikation: mehr Buchdruck z.B., mehr Demokratie entsteht, Entstehung v. Meinungsvielfalt u. Meinungsfreiheit → Pluralismus; in Asien u. im Vorderen Orient ist d. Kritik viel weniger wirksam;
20. März 2012, Arno Sonderegger:
Europäische Expansion u. Sklaverei
Neuzeit: frühe Neuzeit: 1500 - 1750
Moderne: 1750 – heute
es kommt zu globalen Asymmetrien: primitive Akkumulation (K. Marx, industrielle Revolution), Entwicklung d. Unterentwicklung (z.B. W. Rodney, Dependenztheorien), modernes Weltsystem (I. Wallenstein);
Eurozentrismus: Zentralität, Höherwertigkeit, Beispielhaftigkeit, Allgemeingültigkeit → Verzerrung d. Wirklichkeit;
zuerst Missionierungen religiöser Natur, dann in d. Moderne säkulare Sendungen;
Geschichte ist interdependent! in d. Vergangenheit u. in d. Gegenwart;
europ. Expansion:
Erkundung: Schifffahrt (Anfang 15. Jh., Portugiesen)
Handel (Seeweg nach Indien, Umgehung d. Osmanischen Reiches)
Böden (Zuckerplantagen, bewirtschaftet durch Sklaven, Amerika eig. erst später, zuerst Madeira usw.)
Mission (Priesterkönig Johannes, Suche nach christl. Verbündeten gegen d. Osmanische Reich, Königreich Äthiopien, Rückgewinnung maurischer Gebiete führen zur endgültigen Ausstattung v. Columbus f. seine Entdeckungsfahrten)
Eroberung: Reichsbildung
Eroberung d. Beherrschung (Konquistadoren, v.a. in Süd-, aber auch Nordamerika, Genozide)
Bewirtschaftung (Mineralien [Silber], Agrarprodukte [Zucker], Europa blieb mit Asien wettbewerbsfähig, nicht von Europäern bewirtschaftet, sondern v. Sklaven)
Besiedelung ([freiwillige] Migration, Zwangsmigration [Sklavenhandel, v.a. aus Afrika, später andere Formen v. Zwangsarbeit])
(Spannungen zw. Christentum u. Islam schon im Mittelalter, v.a. in südwest Europa, später auch Wien)
1494: Vertrag v. Tordesilla (N-S-Richtung: Atlantik, zw. Spanien u. Portugal, d. bei den führenden Seemächten)
1529: Vertrag v. Saragossa (N-S-Richtung: Pazifik, wieder Spanien u. Portugal)
um 1770: weder Spanier noch Portugiesen hielten sich sehr an d. Abkommen, auch andere europäische Mächte mischten sich ein, sehr viel Besiedelung in Amerika, weniger in Asien (Handel), kaum in Afrika;
Frühneuzeitliche Imperien: (1500-1750)
Spanisch Amerika Spanien
Brasilien Portugal
N
ordamerika
Karibik Spanien, England, Frankreich
Interessen d. Kolonie: Siedlerkolonien
Pflanzerkolonien
Handelskolonien
Stützpunktkolonien : Interessen d. Monopole
18. Jh.: mehr Besiedelung v. Europäer_innen (Australien), Einführung europäischer Institutionen (Indien); Besiedelung Afrikas erst nach medizinischen Neuerungen (Malaria-Prophylaxe);
Sklaverei u. Sklavenhandel:
seit 1520 schon reger Sklavenhandel, seit 1650 rapide ansteigend (Plantagenökonomie), Höhepunkt im 18. Jh. und in d. ersten Hälfte d. 19. Jh (trotz Sklavenverbot in Europa kaum quantitative Änderungen);
zuerst v.a. Handelsinteressen, wenn sich Europäer_innen in Afrika niederließen, dann wurden auch Menschen „angekauft“, zuerst hauptsächlich Haussklav_innen, mit dem Erscheinen v. Plantagenanbau auch Arbeitssklav_innen;
hauptsächlich nach Brasilien u. in d. Karibik;
Etappe 1: Europäer_innen waren selten selber Sklavenfänger_innen, sie kauften sich eher in bestehende Systeme ein; v.a. d. westafrikanische Küste (+ Hinterland) war betroffen;
Etappe 2: Verschiffung über d. Atlantik – Middle Passage www.sklavevoyages.org (konkrete, dokumentierte Fälle), Zahlen v. Sklavenhandel; sind meist auf jene Sklav_innen bezogen, d. in d. Zielorten angekommen sind, wie viele Menschen also wirklich verschleppt wurden, bleiben Schätzungen;
Etappe 3: Verkauf bzw. Versteigerung in Amerika u. d. Karibik
Etappe 4: Arbeitseinsatz: Plantagen, Minen in Amerika u. d. Karibik
