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Фоностилистика.doc
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3. Lautmalerei (Onomatopöie)

(1) Unter Lautmalerei versteht man die bewußte Verwendung gewisser Laute zu stilistischen Effekten. Bestrebt, die Naturgeräusche nachzuahmen, schafft der Mensch Schallwörter, meist in der Form der Interjektionen. Die Schallnachahmungen verschiedener Völker gleichen einander teilweise oder gar nicht. Die Wiedergabe des Hundegebells – wau-wau; die Eule – schu-huu; die Ente – gack – gack; die Biene – summ- summ.

Schallwörter verleihen der Rede Lebhaftigkeit und Anschaulichkeit, Naivität und Ungezwungenheit spontaner Erzählung. In sachlicher Darstellung werden sie gemieden, die emotionale Schilderung nimmt sie gern auf. Z. B., der Stein fiel ins Wasser – Bums! Ein einziges Wort beleuchtet denselben Sachverhalt anders. Wenn wir ein Erlebnis heiter oder aufgeregt darstellen möchten, so versuchen wir alles zu vergegenwärtigen, die Geräusche z. B. auch. In dieser Hinsicht entsteht die Parallele zwischen den Schallinterjektionen und dem praesens histirikum: beide haben dieselbe Wirkung, das Zweck ist die lebhafte Vergegenwärtigung.

Sehr oft finden sich die Schallinterjektionen in den Kindebüchern. Aber auch in den anderen Genres der schönen Lit-г begegnet man den Schallwörtern (Volkslied, Ballade); in der Figurensprache eines Prosawerkes:

Ich ging einmal spazieren

Nanunanunanu? … (Volkslied)

„hio-o-hi“, hatte er mit seiner tiefen Stimme geantwortet … - so würde eine Eule einer Amsel antworten, sagten sie lachend (Schickele, Das gelbe Haus).

(2) Die Schallinterjektionen bilden eine Grundlage für verbale und nominale Ableitungen: bim-bam – bimmeln, bammeln, Gebimmel, Gebammel. Viele davon gehen in den beständigen Wortschatz der expressiven Lexik ein mit absoluter Stilfärbung. Sie können ihre semantischen Beziehungen zum ursprünglichen Sinn behalten oder verlieren (z. B. bummeln). Verbale und nominale Ableitungen (erster Art) bieten reiche Möglichkeiten der stilistischen Verwendung dar. Mit ihrer Hilfe entstehen die Klangbilder.

Durch Synästhesie überträgt man Geräuschempfindungen auf abstrakte Begriffe: Gefühle, Stimmungen. Die Klänge können angenehm oder unangenehm, fröhlich oder erschreckend sein, deshalb werden die geräuschnachahmenden Laute zu Ausdrucksformen der geistigen und psychischen Zustände Sie widerspiegeln Freude, Gereiztheit, Eintönigkeit, Unruhe. Manche Forscher nennen sie Lautmetaphern, Lautfiguren, Lautsymbole.

(3) Die Laute gewinnen gewisse Expressivität nur unter bestimmten Bedingungen:

(A) bei der Übereinstimmung mit der Bedeutung des Wortes, dem Klein- und Großkontext;

(B) bei der Häufung (Akkumulation) und bestimmter Anordnung der Laute, die den phonologischen Parallelismus verkörpern.

(A) Ein isolierter Vokal/Konsonant hat keinen Ausdruckswert. Doch haben die Laute bestimmte akustische Eigenschaften, deshalb können sie zu bestimmter Lautinstrumentierung gebraucht werden.

Der Konsonant [г ] – das Geräusch des Donners, des Gebrülls;

[ / s / z / t ] - zur Imitation der Dauergeräusche.

In der Regel müssen die Laute als Mittel der Lautinstrumentierung besonders gruppiert werden und durch andere Sprachmittel unterstützt werden.

(B) Bei dem phonologischen Parallelismus ist auch die Anordnung der Laute wesentlich. Sie kann dreifach sein: die betreffenden Laute stehen im Anlaut, Inlaut, Auslaut.

Im Anlaut. Die Wiederholung desselben Konsonanten im Anlaut gehört zu der altertümlichen Tradition der germanischen Dichtung, d.h. Stabreim oder Alliteration. Sie findet sich in alten Zwillingsformeln: über Stock und Stein, beim Wind und Wetter. Sie wirken rein ästhetisch als eine Art Reim. In der modernen Lit-г fesselt die Alliteration die Aufmerksamkeit des Lesers, sie dient als “Reizmittel” (Artikelüberschriften usw.: Land und Leute; Sonne, Sand und Segelboote).

Im Inlaut. Die Wiederholung derselben Vokale im Inlaut heißt Assonanz.

Die Btter fallen, fallen wie von weit,

Als welkten in den Himmeln ferne Gärten;

Sie fallen mit verneinenden Gebärde.

Und in den Nächten fällt die schwere Erde

Aus allen Sternen in die Einsamkeit. (Rilke)

Die inlautenden Vokale können auch nach dem Prinzip des Kontrastes angeordnet werden: durch Nacht und Wind, tief und weit. Der Klangeffekt beruht auf der Ungleichheit der hohen und tiefen Zungenlage bei der Aussprache mancher Vokale.

Im Auslaut. Der phonetischen Parallelismus im Auslaut ist das Hauptprinzip des modernen Reims.

Oft paaren sich verschiedene Ordnungsprinzipien: der Zusammenklang im In- und Auslaut (mit Rat und Tat), im An- und Inlaut, im An- und Auslaut.

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