Добавил:
Upload Опубликованный материал нарушает ваши авторские права? Сообщите нам.
Вуз: Предмет: Файл:
спрощена граматика.docx
Скачиваний:
0
Добавлен:
01.07.2025
Размер:
77.64 Кб
Скачать

5. Begriff und Kriterien der Ausgliederung der Wortarten

Das Wort ist die wichtigste sprachliche Einheit, in ihm kommen die lexikalische und die grammatische Bedeutung zur Geltung. Der Mensch formuliert seine Gedanken mit Hilfe der Sätze, die aus Wörtern bestehen. Alle Wörter lassen sich nach der verallgemeinerten lexikalischen Be­deutung und nach den grammatischen Merkmalen in einzelne Gruppen einteilen, die Wortarten genannt werden. Die Wortart erwies sich als ein einfaches und sicheres grammatisches Ordnungs­prinzip. Die am häufigsten verwendeten Kriterien der Ausgliederung der Wortarten sind die folgenden:

Semantische Kriterien. Von der lexikalischen Seite her muss eine allgemeine gemeinsame Bedeutung die Wörter einer Wortart verbinden. So zum Beispiel haben alle Verben die Bedeutung eines Zustandes (stehen, liegen, schlafen), eines Prozesses (fallen, wachsen, gehen) oder einer Tätigkeit (machen, werfen, geben). Alle Substantive bezeichnen einen Gegenstand (Tisch, Baum, Haus), ein Lebewesen (Mensch, Tiger, Ameise), einen abstrakten Begriff (Liebe, Frieden, Gedanke). Den Adjektiven ist die allgemeine Bedeutung der Qualität, die sie den Substantiven verleihen, eigen (schön, hässlich, empfindlich). Alle Präpositionen zeigen die allgemeinen Be­ziehungen zwischen den Substantiven: auf, vor, zwischen.

Morphologische Kriterien. Aus der morphologischen Hinsicht müssen die Wörter einer Wortart die gleichen morphologischen Eigenschaften besitzen. Die Wörter können auf verschiedene Weise flektiert werden: man kann sie konjugieren, deklinieren und komparieren. Bei den deklinierbaren Wörtern findet man solche mit einem festen Genus und solche, die nicht genusfest sind. Daneben gibt es Wörter, die gar nicht flektiert werden können. Nach diesen Kriterien ist die Fünf-Wortarten-Lehre von Glinz (1971) gebaut.

Da laut dieser Einteilung zum Beispiel Wörter wie da, sehr, morgen, wahrscheinlich, auf u.ä. derselben Wortart Partikel zugeordnet werden können, ist diese Klassifikation nicht ganz präzis.

Wort

flektierbar nicht flektierbar

Partikel

konjugierbar deklinierbar

Verb

genusfest nicht genusfest

Substantiv

komparierbar nicht komparierbar

Adjektiv Begleiter

Syntaktische Kriterien. Aus der syntaktischen Hinsicht müssen die Wörter der gleichen Wortart die gleiche syntaktische Funktion im Satz erfüllen. So spielen die Substantive meistens die Rolle eines Subjekts, eines Objekts oder eines Prädikativs im Satz, die Verben sind meistens Prädikate, die Adjektive erfüllen die Funktion eines Attributs oder eines Prädikativs usw.

6.Das Verb. Klassifizierung der Verben

1. Allgemeine Charakteristik

2. Einteilung der Verben

2.1. Klassifizierung der Verben nach morphologischen Kriterien

2.2. Klassifizierung der Verben nach syntaktischen Kriterien

2.3. Klassifizierung der Verben nach semantischen Kriterien

3. Beziehungen zwischen semantischen Klassen und grammatischen Kategorien

4. Aufgaben

5. Literatur

        1. Allgemeine Charakteristik

Die lateinische Bezeichnung verbum bedeutet ganz allgemein „Wort“. Die treffendste Verdeutschung von „Verb“ ist „Aussagewort“ (auch „Zeitwort“), weil es der einzige Träger der Prädikativität im Satz ist. Die Zahl der Verben ist im Deutschen auch genug groß unter allen Wortarten, nach Angaben einiger Germanisten macht sie etwa ein Viertel des Gesamtwortschatzes aus.

Das Verb gilt im Deutschen als zentrale Wortart aus solchen Gründen:

    1. es ist die einzige konjugierbare Wortart und zugleich Träger von 5 Kategorien (Person, Numerus, Tempus, Modus, Genus);

2) es gibt in der Regel keinen Satz ohne Verb;

3) die Stellung des Verbs im Satz ist strikt festgelegt (Erst, Zweit- oder Letztstellung), dadurch werden die Stellungstypen des deutschen Satzes bestimmt (Kernsatz, Stirnsatz, Spannsatz);

4) das Verb entscheidet über die weitere Ausgestaltung des Satzes mit anderen Gliedern und ist die einzige Wortart, die sich auf die Struktur des Gesamtsatzes auswirkt.

Das Verb hat im Vergleich zu anderen Wortarten das größte Paradigma der Wortformen: ein transitives Verb kann in 177, ein intransitives in 91 Wortformen realisiert werden (nach den Angaben von O. Moskalskaja).