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Fantastisches

Das ist ja unheimlich!

1 Sprechen Sie über die Fotos.

Beschreiben Sie ein Bild ganz genau. (Wo? Wer? Was? Wann?)

Welche Situation finden Sie unheimlich, gefährlich, schrecklich? Warum? Was würden Sie in diesen Situationen machen?

Wovor haben Sie im Alltag Angst? Was ist Ihnen unheimlich?

/<■ ' .7/ 15

Lesen Sie zwei Texte und machen Sie zu jedem 5-8 Stichwörter.

Dann berichten Sie über den für Sie interessantesten Text. Arbeiten Sie in Gruppen.

Sie waren gekommen

mich zu hol*

um

en.

Es war ein regnerischer, kalter Herbsttag, und ich I fühlte mich erschöpft, als ich an diesem Freitag­abend das Büro verließ, um aufs Land hinauszu- I fahren, wo ich Freunde besuchen wollte. Es dauerte ewig, bis ich mich mit dem Auto durch | die verstopften Straßen der Vorstädte gequält hatte und die einsame Landstraße erreichte. Um ein paar Kilometer abzukürzen, fuhr ich über einen Feldweg. Plötzlich waren sie da. „Es wird Zeit", sagten sie, „wir nehmen dich jetzt mit." Sie waren zu viert, Vater, Mutter und zwei Kinder. Ich sah sie nicht, aber ich wusste, wer sie waren: eine Familie von Moorleichen, Boten aus der Landschaft meiner Kindheit. Sie waren gekom­men, um mich zu holen. Ich fror und schwitzte | gleichzeitig und dachte: Euch gibt es nicht, nicht hier! Sie lachten mich aus. „Ihr könnt mir nichts I tun", rief ich und gab einfach Gas. Ich raste über den Feldweg, bis ich endlich wieder auf der Land- | Straße war und mich sicherer fühlte. Ich habe sie nie wieder gesehen. Aber wer immer sie waren,

  1. sie haben mir auch geholfen, weil ich von da an begann, mein Leben bewusster zu leben. (© Martin, 42

Diese Wohnung oder keine!

M

f/

Monatelang war ich in Hamburg vergeblich auf

  1. Wohnungssuche. Alle Objekte, die mir angebo-

  1. ten wurden, waren entweder zu teuer, zu weit

draußen oder irgendwie scheußlich. Und jeden Morgen, wenn ich mit dem Bus ins Büro fuhr, sah ich ein wunderschönes Jugendstilhaus. Von der Dachwohnung musste man einen traumhaften Blick auf die Alster haben. So eine Wohnung müsste man haben! Monatelang fuhr ich an dem Haus vorbei und träumte jedes Mal von einer

| Wohnung wie dieser. Als ich die Hoffnung auf [ eine schöne Wohnung schon fast aufgegeben

hatte, rief mich ein Makler an, um mit mir einen Besichtigungstermin zu vereinbaren. Er hätte da „ein ungewöhnliches Objekt", das mir bestimmt gefallen würde. Am nächsten Abend traf ich mich mit dem Makler, um mir die Wohnung anzu- schauen. Ich wollte es nicht glauben: Es war die Wohnung, die ich Morgen für Morgen gesehen hatte! Mit Alsterblick. Und bezahlbar. Seitdem glaube ich, dass man alles bekommen kann. Man muss es sich nur stark genug wünschen. Zuge- geben: Es klappt nicht immer. Aber manchmal. ©Corinna, 31

Er verschwand

vor meinen Äugen

Es war an einem Winternachmittag, ich wollte zu einer Freundin. Weil es draußen ziemlich kalt war, nahm ich meine Handschuhe mit und wollte sie im Flur anziehen. Plötzlich fiel mir einer herunter. Ich guckte ihm hinterher, und so selt- sam es sich anhört - der Handschuh verschwand vor meinen Augen. Er war einfach weg. Natürlich glaubten wir es nicht, und die halbe Familie kroch auf dem Gang und in allen Zimmern herum, um den Handschuh zu finden. Wir fanden ihn nicht, und wir fanden ihn nie mehr - auch nicht beim Umzug, wo ja sonst alles wieder auf- taucht. Der Flur war mir von da an unheimlich, auch wenn ich bis heute noch denke, es muss doch eine natürliche Erklärung geben. Denn was, bitte schön, soll ein grüner Wollhandschuh in der

vierten Dimension? ©Melanie, 29

r/

Ich hälfe das Gefühl, ihn in meinen Armen zu halfen."

Es war eine vollkommen stille Nacht. Plötzlich wurde meine Balkontür von einem Luftzug auf- gestoßen. Der Vorhang wehte. Ich sah auf die Uhr, es war halb vier. Und ich wusste, dass jetzt Nico, mein Sohn, gestorben war. Er befand sich weit von mir entfernt an der amerikanischen Westküste in einer Klinik, um sich noch einmal einer Chemotherapie zu unterziehen. Er hatte Leukämie. Am Telefon hatte er mich gebeten, nicht zu kommen. „Mama", sagte er, „wenn es soweit ist, komme ich zu dir." Ich wusste nicht ganz sicher, ob er meinte, dass er kommt, wenn die Behandlung einen Erfolg gebracht hat. Oder ob er den Tod meinte. Aber jetzt, in diesen Minuten, während der Himmel langsam hellgrau wurde, war er da. Er war bei mir. Ungefähr eine Viertelstunde lang hatte ich das Gefühl, ihn in meinen Armen zu halten. Dann rief ich in der Klinik in San Diego an, um zu erfahren, was mit ihm los ist. „Er ist vor ein paar Minuten ganz

friedlich gestorben", sagte man mir.

© Carmen, 52

16 sechzehn

LEKTION 2

A 3 Diskutieren Sie zu viert: Gibt es eine natürliche Erklärung für diese Erlebnisse?

Was ist „wirklich" passiert?

Ich glaube, dass Martin einfach müde und kaputt war.

Ja, genau. Vielleicht ist er für einen Moment eingeschlafen und hat das alles nur geträumt.

Vielleicht hat er einfach Angst gehabt, weil es so dunkel war. Das hat ihn an seine Kindheit erinnert.

Aber er ist doch kein Kind! Ich glaube ihm. Wieso soll es nicht Tote geben, die zu uns kommen?

Was würden Sie in diesen Situationen machen?

Kennen Sie jemanden, der ein ähnliches Erlebnis hatte?

Berichten Sie. A 4 Ergänzen Sie die Sätze.

  1. Martin verließ Freitagabend das Büro, imv LajuI kiKAMZufakreH/, wo er Freunde besuchen wollte.

  2. , fuhr Martin über einen Feldweg.

  3. Sie waren gekommen,

  4. Der Makler rief Corinna an,

  5. Am nächsten Abend traf Corinna sich mit dem Makler,

  6. Die halbe Familie von Melanie kroch auf dem Gang und in allen Zimmern herum,

  7. Nico, der Sohn von Carmen, befand sich an der amerikanischen Westküste in einer Klinik,

  8. Dann rief Carmen in der Klinik an, , was mit ihm los ist.

A 5 Vergleichen Sie und ergänzen Sie die Regeln.

Hauptsatz, Nebensatz (Finalsatz)

Aussage 1 + Aussage 2

um

zu + Infinitiv

* Ziel/Absicht

Sie waren gekommen , um mich

zu holen .

Subjekt ♦ Vorsilbe ♦ Ziel

1 Sätze mit „um ... zu + Infinitiv" heißen Finalsätze. Mit einem Finalsatz drückt man ein ,

eine Absicht aus.

2 Im „um ... zu + Infinitiv"-Satz steht kein

. Das Subjekt im Hauptsatz gilt auch für

den „um ... zu + Infinitiv"-Satz.

3 Bei trennbaren Verben steht „zu" nach der

(abzugeben).

slebzjduv 17