Massenmedien
..pdfIngenieure, Ökonomen werden in diesen Zeitschriften über die Ietzten Errungenschaften in ihrer Profession informiert. Da liegt die wichtigste Bedeutung der Zeitschriften, sie können nämlich den Leser mit den Neuheiten ihres Faches schneller bekanntmachen als Buch.
Hobbyzeitschriften haben verschiedenen Charakter, weil die Leute sich vielen abwechlungsreichen Hobbys widmen. Und deshalb erscheinen die Zeitschriften nicht nur für Motoristen, Naturwissenschaftler, Fischer oder Sportler, sondern auch für Leute, die sich für Wohnen, Haushalt, Garten , Mode, Kreuzworträtsel oder Tiere interessieren. Es gibt hier auch einige kulturelle Zeitschriften für Theater-, Museen-, Kinoliebhaber. Die meisten Frauen interessieren sich für die Handarbeiten wie Hä- keln, Stricken und Nähen, also erscheinen einige Zeitschriften, die neu Modetypen, Einfälle, Vorschläge und Ratschläge der Fachleute und natürlich ein paar Vorlagen zum Stricken und Nähen bringen . Alle Zeitschriftartikel werden mit vielen Aufnahmen begleitet. Deshalb ist die Zeitschrift mehr lockend als die Zeitung nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene.
Die meisten Radios sind privat. Die Sendung dauert den ganzen Tag und die ganze Nacht. Während des Tages können sich die Hörer die wichtigsten Nachrichten aus aller Welt anhören. Während des Tages sendet das Radio weiter verschiedene Reportagen, Rundfunkspiele, Übertragungen der Konzerte, sportliche Programme usw.
Die Radios senden vor allem viel Musik. Jeder von uns kann sich sein beliebtes Radio auswählen , verschiedene Radioprogramme stehen uns zur Verfügung.
Das Fernsehen
In der heutigen Zeit nimmt das Fernsehen in unserem Leben einen wichtigen Platz ein. Es bringt uns Ruhe, Unterhaltung, Belehrung usw.
Sie bringen uns die neuesten Nachrichten in der Politik, in der Ökonomie, Landwirtschaft, aus dem In -und Ausland, die Wettervorhersage, die Gespräche mit interessanten Leuten , Wettbewerbe oder Lieder. Dann folgen verschiedene Programme
– einige Serien, Wiederholungen der Programme des vorgehenden Abends, einige Sendungen für Schulen oder Kindergärten und auch Sprachkurse. Nach der Tagesschau – gewöhnlich beginnt sie zwischen 19 und 20 Uhr – gibt es das Hauptabendprogramm. Meistens sind es ein Film, eine Serie oder ein reiner Unterhaltungwettbewerb.
Das Fernsehen rechnet mit unterschiedlichen Zuschauern, aber niemals kann es allen gefällig sein. Jeden Tag schone Märchen oder Zeichentrickfilme für Kinder , für die Jugend sind auch abenteuerliche Filme bestimmt, die Sportfreunde haben ihre Sportübertragungen. Also, jeder kann sich bestimmt etwas wählen.
Setzen Sie die folgenden Satze fort :
1.Die Zeitungen machen uns mit den wichtigsten politischen, …… Nachrichten bekannt.
2.Sie erscheinen täglich ….
3. |
Auf der ersten Seite finden wir die neuesten politischen Nachrichten aus ….. |
4. |
Jede Zeitung übernimmt die Nachrichten von ihren eigenen ……. |
5. |
Die Samstagsnummer der Zeitung bringt eine …… |
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6.Die Zeitschriften können entweder unterhaltenden ………..Charakters sein.
7.Die Zeitschriften erscheinen nicht täglich, sondern ……………….
8.Die Fachzeitschriften befassen sich mit speziellen Problemen eines………..
9.Die Hobbyzeitschriften erscheinen nicht nur für Motoristen ,……, sondern auch fur ….
10. Das Fernsehen nimmt in unserem Leben einen wichtigen Platz ein , weil
……….
Die Presse in Deutschland
Die Zeitungslektüre erfreut sich in Deutschland großer Beliebtheit. Auch nach dem Aufkommen des Fernsehens haben die gedruckten Medien ihren Platz in der Gunst des Publikums1 behauptet und ausgebaut. In der Zeitungsdichte (Zahl der Zeitungen je 1000 Einwohner) liegt Deutschland hinter Japan, Großbritannien und der Schweiz weltweit an vierter Stelle. In der Zeitungslandschaft dominiert die lokale und die regionale Tagespresse. Werktäglich erscheinen in den alten und neuen Bundesländern 383 Zeitungen mit fast 1600 lokalen und regionalen Ausgaben, für die 136 eigenständige Redaktionen arbeiten. Auch kleinere Zeitungen bieten ihren Lesern einen täglichen Überblick über die wichtigsten Ereignisse der nationalen und internationalen Politik, über Wirtschaft, Kultur, Sport, und das lokale Geschehen. Rund zwei Drittel der Zeitungen werden im Abonnement abgesetzt2, der Rest im Einzelverkauf. Dies ist der Markt für die Straßenverkaufszeitungen wie die „Bild”- Zeitung. „Bild” ist mit täglich 4,4 Millionen Exemplaren die auflagenstärkste3 deutsche Tageszeitung. Unter den Abonnementszeitungen hält die „Westdeutsche Allgerneine Zeitung” mit einer Verkaufsauflage von rund 630 000 Stück die Spitze. Weniger Auflage, aber großen Einfluß auf die meinungsbildende Führungsschicht in Politik und Wirtschaft4 haben die großen überregionalen Zeitungen „Frankfurter Allgerneine Zeitung” und „die Welt” sowie Zeitungen mit überregionaler publizistischer Geltung wie die „Süddeutsche Zeitung”, die „Stuttgarter Zeitung”, die „Frankfurter Rundschau” und „Der Tagesspiegel”.
Weitere wichtige Meinungsträger sind die Wochenblätter „Die Zeit”, „Die Woche”, „Wochenpost”, „Rheinischer Merkur” und „Das Sonntagsblatt”. Sie bieten Hintergrundinfonnationen5, Analysen und Reportagen. Ergänzt wird das Angebot durch Sonntagszeitungen, wie „Bild am Sonntag”, „Welt am Sonntag” und „Frankfurter Allgerneine Sonntagszeitung”. In den letzten Jahren sind mehr und mehr regionale Zeitungen dazu übergegangen, siebenmal wöchentlich zu erscheinen, so zum Beispiel die Berliner Tageszeitungen.
Für die in Deutschland lebenden ausländischen Mitbürger liefern zahlreiche aus- ländische Zeitungen besondere Deutschland-Ausgaben.
Auch der deutsche Zeitschriftenmarkt ist breit gefächert: Einschließlich aller Fachzeitschriften werden mehr als 9000 Titel angeboten. International bekannt sind das Nachrichtenmagazin “Der Spiegel” mit einer Auflage von über einer Million Exemplaren und das 1993 neu herausgebrachte Nachrichenmagazin „Focus“. Ein Schwergewicht bilden6 die knapp, 1650 Titel der Publikums-Zeitschriften mit einer Gesamtauflage von mehr als 150 Millionen je Ausgabe. Neben den Nachrichtenma-
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gazinen zahlen dazu vor allem die auf lagenstarken Gattungen der Programmzeitschriften der aktuellen Illustrierten wie „Stern“ und „Bunte“ sowie der Frauenzeitschriften.
Texterläuterungen
1die Gunst des Publikums haben — пользоваться расположением читателей
2die Zeitungen werden im Abonnement abgesetzt - газеты распространяются
по подписке
3die auflagenstarkste Zeitung — газета, имеющая самый большой тираж
4die meinungsbildende Fuhrungsschicht in Politik und Wirtschaft — ведущие политики и экономисты, формирующие общественное мнение
5Sie bieten Hintergrundinformationen — они дают основную информацию
6Ein Schwergewicht bilden... — главное место занимают...
Finden Sie im Text Stellen, die auf folgende Fragen Antwort geben.
1.Wie ist die Zeitungsdichte in Deutschland?
2.Welche Zeitungen dominieren in der Zeitungslandschaft?
3.Gibt es in Deutschland auch kleine Zeitungen?
4.Wie werden die meisten Zeitungen abgesetzt?
5.Was konnen Sie über die auflagenstärkste Zeitung Deutschlands sagen?
6.Welche Zeitungen haben groBen EinfluB auf die Meinungsbildung in Deutsch-
land?
7.Was konnen Sie iiber die wichtigen Meinungstrager aufdem deutschen Zeitungsmarkt sagen?
8.Welche Rolle spielen regionale Zeitungen?
9.Gibt es Zeitungen fur auslandische Mitburger?
10.Wie sieht der Zeitschriftenmarkt in Deutschland aus?
Verfolgt vom Lauf der Welt
Wie in kaum einem anderen Ressort sind in der Nachrichtenredaktion Flexibilität, spontane Entscheidungen und schnelles Reagieren notwendig – und das unter gro- ßem Zeitdruck. Der Zeitfaktor entscheidet ob eine Nachricht den Leser noch erreicht. Immer schneller werdende Kommunikationsmittel den Korrespondentenbericht auch aus der entferntesten Ecke der Welt in Minutenschnelle auf den Bildschirm der Zentrale. Trotzdem ist immer noch das Können des Redakteurs das alles entscheidende Kriterium: Er muss ein sicheres Gespür bei der Auswahl der Nachrichten haben und das Handwerk des Schreibens verstehen. Schnell wechselnde Technologien bestimmen immer mehr den Arbeitsalltag des Redakteurs. Schon lange sind große Teile der technischen Zeitungsproduktion in die Redaktion verlagert. Ganze Zeitungsseiten, inklusive Fotos und anderer grafischer Elemente, werden am Bildschirm gestaltet.
Täglich produziert die Nachrichtenredaktion bis zu fünf Seiten. Ihre Informationen bekommt sie von dem fast 30 Auslandsund den 40 Inlandskorrespondenten sowie mehreren hundert freien Mitarbeitern. Außerdem arbeitet die Redaktion zu-
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sammen mit den großen Nachrichtenagenturen. Hinzu kommen täglich Hunderte von Telefaxen von Organisationen und Privatpersonen.
Die aus 13 Redakteurinnen und Redakteuren bestehende Nachrichtenredaktion hat die Aufgabe, diesen nicht endenden Storm von Informationen und durchschnittlich 600 Fotos der Nachrichtenund Bildagenturen zu bearbeiten. Dies passiert täg- lich ( außer samstags) zwischen 9 und 23 Uhr und auch noch bis weit nach Mitternacht, wenn die Ereignisse (zB. Wahler) noch späte Aktualisierungen notwendig machen. Von 9 Uhr an überfliegen und ordnen der Ressortleiter und sein Stellvertreter das nachts eingegangene Material – geteilt in Inlandsund Auslandsnachrichten. Sie sprechen mit dem Korrespondenten über Themen und Artikel-Längen. Sobald gegen Mittag feststehet, wie viel Platz in der Zeitung für die Redaktion und wie viel für die Anzeigen zur Verfügung steht, werden die Nachrichten, zusammengefasst nach Themen oder Ländergruppen, zur weiteren Bearbeitung auf die einzelnen Redakteure verteilt.
Gestaltet und illustriert werden die Seiten am Bildschirm jeweils von einem verantwortlichen Redakteur und auf der Grundlage eines weitgehend gleich bleibenden Seitenlayouts. Wie bei einem aus vielen verschiedenen Einzelteilen zusammengesetzten Puzzle wird die Seite so in wenigen Stunden zu einem.
Was steht im Text? Markieren Sie die richtige Lösung: a,b order c.
Nachrichtenredakteure
a)können immer genau nach Plan arbeiten.
b)müssen sehr flexibel sein.
c)haben keine festen Arbeitszeiten.
1.Die Nachrichtenredaktion bekommt ihr Material
a)nur von den Korrespondenten im Inund Ausland.
b)ausschließlich über die großen Nachrichtenagenturen.
c)aus vielen verschiedenen Quellen.
2.Das Team der Nachrichtenredaktion besteht aus
a)mehreren hundert Mitarbeitern.
b)dem Ressortleiter und seinem Stellvertreter.
c)13 Redakteurinnen und Redakteure im Haus.
3.Die Nachrichtenredaktion bekommt ihr Material
a)ständig.
b)zwischen 9 und 23 Uhr.
c)bis 17 Uhr.
4.Über welche Ereignisse berichtet wird,
a)entscheiden die einzelnen Redakteure.
b)entscheidet das Redaktionsteam gemeinsam.
c)entscheiden der Ressortleiter und sein Stellvertreter.
5.Die Gestaltung und Illustration der Zeitungsseiten
a)übernimmt ein Grafiker.
b)übernimmt ein Redakteur.
c)übernehmen freie Mitarbeiter.
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6.Eine neue, wichtige Nachricht erreicht den Leser nur,
a)wenn auf den Seiten noch genug Platz ist.
b)wenn sie rechtzeitig vor Redaktionsschluss eintrifft.
c)wenn sie vom Chefredakteur kommt.
Fernsehsucht
Kann Fernsehen süchtig machen? Kann durch das Fernsehen sogar ein neuer Mensch entstehen?
Neuere Untersuchungen bejahen diese Fragen. Und dabei sind diese negativen Auswirkungen des Fernsehens vollig unabhängig vom Inhalt der Sendungen. Entscheidend ist nur, wieviele Stunden man taglich vor dem Bildschirm vorbringt. Nicht in der mangelhaften Qualität der Sendungen also liegt die groBte Gefahr, sondern in der Quantitat.
Wer zuviel fernsieht kann regelrecht süchtig werden. Fernsehen im UbermaB wirkt wie ein Betaubungsmittel: es lässt den Zuschauer in einen angenehmen Zustand versinken, in dem die reale Welt mit ihren Sorgen, Problemen und Zwangen keine Bedeutung mehr hat. Die Sehnsucht nach diesem Zustand wird zwanghaft. Anders Ziele und Wünsche werden zurückgedrängt. Zwar haben fernsehsüchtige oft das Gefühl, dass sie andere Dinge tun sollen, aber die Tatsache, dass sie nicht lesen oder spielen, dass sie keine Gespräche führen und keine Briefe schreiben, sondern stattdessen vor dem Fernsehen sitzen 13 diese Tatsache zeigt, dass ihnen andere Tatigkeiten eben nicht mehr so reizvollen erscheinen wie das Fernsehen. Dass auf diese Weise das Verhältnis das Fernsehsuchtigen zur realen Welt gestört wird, liegt auf der Hand. Zum einen bekommt er ein falsches Bild von der Realitat: Die Fernsehewelt nimmt den Platz der realen Welt ein. ein Beispiel dazu: Da im Fernsehen Sportreportagen und Kriminalfilme relativ häufig ausgestrahlt werden, neiden Dauerfernsehzuschauer dazu, sich die Welt voller Sport und Verbrechen vorzustellen. Infolgedessen halten sie den Anteil der Sportler an der Gesamtbevolkerung fur viel höher, als er tatsächlich ist, und der Verbrecher. Zum anderen führt die Gewohnheit des passiven Zusehen vor dem Bildschirm zum passiven Zusehen auch bei realen Ereignissen. So wurden z. B. in einer amerikanischen Stadt 37 Menschen Zeuge wie eine junge Frau ermordet wurde. Sie sahen tatenlos zu ohne ihr zu Hilfe zu kommen, als ob es sich um ein Fernsehspiel handelte.
die Auswirkung mangelhafte Qualität die Quantität. süchtig werden
im Übermaß
das Betaubungsmittel versinken
die Gewohnheit
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Bestätige Sie die folgenden Aussagen :
1.Fernsehen im Übermaß wirkt wie ein Betaubungsmittel.
2.Diese negativen Auswirkungen des Fernsehens sind vollig unabhängig vom Inhalt der Sendungen.
3. Die größte Gefahr des Fernsehens liegt in der Quantität.
4.Das Verhältnis der Fernsehsüchtigen zur realen Welt wird gestört .
5.Die Fernsehsüchtigen bekommen ein falsches Bild von der Realität.
6.Die Gewohnheit des passiven Zusehen vor dem Bildschirm führt zum passiven Zusehen auch bei realen Ereignissen
TV in Deutschland
AWer in Deutschland die Fernbedienung des Fernsehers in die Hand nimmt und unentschlossen durch die Angeboten der verschiedenen Sender zappt, hat die Wahl zwischen mehr als 30 Programmen ß wenn sein Haushalt verkabelt ist . Noch drößer ist die Auswahl für Besitzer einer privaten Satellitenschüssel: Allein über das Satellitensystem Astra können 60 Programme aus ganz Europa empfangen werden. Diese Vielzahl von Angeboten gibt es seit 1984 als zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland privatwirtschaftlich organisiertes Fernsehen zugelassen wurde.
BBis dahin waren Fernsehprogramme nur vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk angeboten worden. Durch eine politische Entscheidung konnte nun auch der privatkommerzielle Rundfunk „auf Sendung gehen“ und es entstand eine Rundfunkund Fernsehlandschaft, die mit dem freundlichen Begriff „duales System“ nicht sehr treffend charakterisiert ist. Der schnelle Tod des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, der von einigen vorausgesagt worden, ist ist zwar nicht einigetreten, aber zwischen den
„Partnern“ herrscht ein scharfer Wettbewerb, der das Rundfunksystem insgesamt bereits heute stark verändert hat und weiter verändern wird. Dabei folgen die Konkurrenten einer unterschiedlichen Logik!“: Öffentlich-rechtlicher Rundfunk braucht Geld, um Programm zu machen. Privatfernsehers braucht Programm, um Geld zu machen.
CAber nicht nur das Fernsehen, auch die Fernsehzuschauer haben sich verän- dert. Vor allen Dingen sehen sie mehr fern. Von öffentlich-rechtlich bis Pay-TV: An einem normalen Wochentag sind in 88% aller deutschen Haushalte die Fernsehgeräte eingeschaltet. Und von Jahre zu Jahre wird länger zugeschaut. In den vergangenen zehn Jahren stieg die Zeit, die die Deutschen durchschnittlich vor dem Fernseher verbrachten, um fast eine Dreiviertelstunde. Schon die 3-bis 13-Jährigen sehen täg- lich 100 Minuten fern.
DDoch die Entwicklung der neuen Medien wird auch für das Fernsehen Folgen haben. Noch ist es am Abend die liebste Beschäftigung der Deutschen. Immer stärker in den Vordergrund rückt aber das Fernsehen „neben_bei!“ – beim Essen, bei der Hausarbeit, beim Surfen im Internet. Und bald wird abends vielleicht nicht mehr automatisch der Fernseher eingeschaltet werden, denn das Leitmedium der Zunkuft steht schon bereit: der Computer - wenn es ihm gelingt, alle bisher getrennten Medien zusammenwachsen zu lassen.
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E Der Fernmarkt der Zukunft zeigt deutliche Tendenzen: mehr spezialisierte Programme für mehr Geld, die sich an noch differenziertere Zielgruppen wenden. Information wird noch mehr als bisher hinter Unterhaltung zurücktreten. Einschaltquote und Marktanteil entscheiden über Wohl und Wehe der Sender. Es sei denn, der Zuschauer entdeckt, dass er mehr vom Fernsehen will als Marktstrategen ihm zutrauen. Die Diskussion um die Fernsehzukunft in Deutschland ist noch nicht beendet.
Lese Sie den Text und ordnen Sie Überschriften 1-5 den Abschnitten A- E zu.
1 Fernsehen – immer mehr gesehen
2 Mehr Unterhaltung, weniger Infomation
3 Die Qual der Wahl
4Fernsehen – bald nicht mehr so wichtig? 5 Zwei ungleiche Gegner
Lesen Sie die Erklärungen, suchen Sie die Wörter im Text und ergänzen Sie
1.A 1 ______________ = Institution, die Radiound Fernsehprogramme sendet
2.2 ______________= zwischen verschiedenen Programmen immer hin und
3.herschalten
4.3 _____________ = einen Kabelanschluss für viele verschiedene Programme
haben
5.4 _____________ = Antenne, mit der man Fernsehprogramme über Satellit empfangen kann
6.5 ______________ = erlauben
7.B 6 ______________ = am Gewinn orientiert
8.7 ______________ = beschreiben, bezeichnen
9.8 ______________ = Konkurrenz
10.9 ______________ = hier : Art des Denkens, Denkweise
11.C 10 _____________ = spezielle Privat-Sender, für die man extra bezahlen muss
12.D 11 _____________ = das wichtigste Medium
13.E 12 _____________ = Trend
14.13 _____________ = Anzahl der Zuschauer einer Sendung
15.14 _____________ = hier: Erfolg oder Misserfolg
Machen Sie eine Textzusammenfassung: Sortieren Sie die Sätze.
Insgesamt zeigen die aktuellen Trends, dass die meisten Fernsehzuschauer lieber unterhalten als informiert werden wollen.
Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist seitdem mit einer harten Konkurrenz konfrontiert.
Parallel zur Erweiterung des Programmangebots hat auch der Fernsehkonsum der Deutschen zugenommen.
Seit 1984 sind in der Bundesrepublik Deutschland private Fernsehsender er-
laut.
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Allerdings wird das Fernsehen heute von neuen Medium wie Computer und Internet immer mehr in den Hintergrund gedrängt.
Familien: Massive Schwierigkeiten mit dem Fernsehen
Fernsehen wird für Kinder immer mehr zur “ Berieselungsmaschine”. Von allem wenn sie sich langweilen oder frustriert sind, schalten sie die “Glotze” ein. Die Eltern sind meist schlechte Vorbilder und haben keine Ahnung, wie sie die häusliche Fernseherziehung gestalten sollen. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage, die unter 200 Kölner Familien durchgeführt wurde. Abends nach der Arbeit sind die Eltern oft gestresst und setzen sich erst einmal vor den Fernseher um abzuschalten, egal was gerade läuft. Genau das sehen dann die Kinder. Und dieses Beispiel überzeugt sie na- türlich nicht davon, bewusst und überlegt mit dem Fernsehen umzugehen und nur ausgewählte Sendungen anzusehen. «Eine Menge Probleme sind in dieser Studie zum Vorschein gekommen», meint Bettina Hurrelmann, Professorin für Jugendliteratur und Medienforschung. Probleme, die allerdings eng mit den Familienverhältnissen verbunden sind: Besonders Familien mit nur einem Elternteil oder mit mehr als zwei Kindern berichteten über massive Schwierigkeiten beim Umgang mit dem Fernsehen. So findet man in diesen Familien häufiger “Vielseher”- Kinder mit exzessivem TVKonsum. “Dieser Fernsehkonsum ist oft völlig orientierungslos, bei Kinder wie bei Eltern”, erklärt Bettina Hurrelmann. “Es wird nicht ausgewählt oder überlegt, bevor auf den Einschaltnopf gedrückt wird. Und dann wird einfach unkonzentriert durch die Programme gezappt, ohne Verständnis von Inhalten.» Fernsehen wird so zum diffusen Zeitgeber und Alltagsfüllerim wahrsten Sinne des Wortes: 20 Prozent aller Kinder, die befragt wurden, sehen vor der Schule fern, 23 Prozent sofort nach dem Heimkommen. Die Studie zeigt, dass dieser Fernsehstil die Kinder stresst und negative Folgen hat. Viele der “Vielseher” berichteten über Ängste, Nervosität und Aggressivität nach dem TV-Konsum. Dies wird von den Eltern durchaus bemerkt, nur wissen sie nicht, wie sie sinnvoll gegensteuern sollen. In 91 % der befragten Familien werden Kindern manche Sendungen verboten. Es gibt jedoch kaum Familien, in denen den Kinderrn geeignete Sendungen empfohlen werden. 23% Prozent der Mütter geben zu, überhaupt keine Fernsehregeln zu haben. Der TV-Konsum kann nach Ansicht Bettina Hurrelmanns ein wichtiger Indikator für familiar Probleme sein. Die Professorin warnt aber ausdrücklich davor, blind zu sein für die positiven Möglichkeiten des Mediums: “ Eltern oder Pädagogen, die davon überzeugt sind, dass alles Böse aus dem Fernseher kommt, sind immer die schlechtesten Medienerzieher.”
Finden Sie das richtig oder falsch? Markieren Sie und diskutieren Sie zu zweit oder zu dritt.
richtig falsch
1.Fernsehen macht Kinder ängstlich, nervös und aggressiv.
2.Fernsehen föndert die sprachliche Entwicklung bei Kindern.
3.Kinder sollten erst fernsehen, wenn sie in die Schule gehen.
4.Fernsehen ist der beste Babysitter.
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5.Am Fernsehkonsum von Kindern kann man familiare Probleme erkennen.
6.Die meisten Eltern sind ein schlechtes Vorbild.
7.Kinder sollten höchstens eine Stunde pro Tag fernsehen.
8.Durch Fernsehen verlieren Kinder ihre Fantasie und Kreativität.
9.Für Kinder sind nur Kindersendungen geeignet.
10.Kinder mit mehreren Geschwistern sehen besonders viel fern.
Welche Erfahrungen haben Sie mit dem Fernsehverhalten von Kindern gemacht? Berichten Sie.
Die Rolle des Fernsehens im Leben von Kindern und Jugendlichen
Neben der Familie und der Schule übt das Fernsehen aufs Kind einen großen Einfluss, denn es bestimmt einen Verhaltensmuster, den die Kinder und Halbwüchsige nachzuahmen neigen. Deshalb ist das Fernsehen ein mächtiges Mittel, um dem Kind bestimmte Vorstellungen und Charakterzüge zu anerziehen.
Ein Fernseher gibt es heute praktisch in jeder Familie. Aber die Ziele, die das heutige kommerzielle Fernsehen verfolgt, haben mit der Bildung und der Persönlichkeitsentwicklung kaum was zu tun. Das Hauptziel der Mehrheit von Filmen ist die Unterhaltung und die Verbreitung des Zuschauerraums mit der Absicht, einen mög- lichst größeren Gewinn zu ziehen.
Heutzutage beginnen viele Kinder fern zu sehen, wenn sie noch nicht einmal Dialoge verstehen, geschweige über den Hauptgedanken des Films. Und in vielen Familien wird es in keiner Form kontrolliert, was sich das Kind ansieht, ob der Film die Gewalt oder unanständige Szenen enthält. Und diese wirken negativ auf das Kind, denn es nimmt sich unabsichtlich ein Beispiel daran, wird unruhig und aggressiv.
Manche Eltern verbieten aber die Kinder fern zu sehen, aus Angst, dass es dort nur Brutalität und Hektik gibt und dass selbst die Kindersendungen nicht kindergerecht sind. Das schon, aber sie haben selbst keine Zeit für ihre Kinder, sind den ganzen Tag in der Arbeit. Und wenn sie abends zu Hause sind, dann sind sie müde und haben überhaupt keinen Wunsch, sich mit Kindern zu unterhalten und zu spielen. Und hoffen auf ihre lebhafte Phantasie.
Nicht alles ist doch so schlimm. Es sei betont, dass er in der letzten Zeit im Fernsehen Kinderprogramme erscheinen. Diese sind unmittelbar auf Kinder gerichtet, auf die Anerziehung moralischer Eigenschaften und Ansichten und natürlich sie erweitern sein Gesichtskreis und prägen den richtigen Verhaltensmuster.
Alles ist gut in Maßen. Natürlicherweise sind die Eltern nicht imstande, ihr Kind vor dem nicht immer positiven Einfluss des Fernsehens und anderer Massenmedien zu schützen, doch sie können ihr Kind im Voraus stimmen und hiermit die Auswirkung vermindern.
Вeantworten Sie die folgenden Fragen :
1. Welche Ziele verfolgt das heutige kommerzielle Fernsehen ?
2.Warum wirken manche Fernsehprogramme auf das Kind negativ aus ? 3.Sind die Eltern imstande das Fernsehen ihrer Kinder zu kontrollieren ?
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4.Welche Fernsehprogramme sind auf die Anerziehung moralischer Eigenschaften und Ansichten der Kinder gerichtet?
5.Wie ist die Rolle des Fernsehens im Leben von Kindern und Jugendlichen : positiv oder negativ , warum ?
Zu uns kommt ein Gast – ein Reporter aus der Jugendmagazin “Juma”und macht Interview. Er interessiert sich: Welche Massenmedien bevorzugen Sie?
Reporter: Ich bin Reporter aus der Jugendmagazin “Juma” Welches Massenmedium bevorzugen Sie? Warum? Lesen Sie gern ? Lesen Sie viel? Was lesen Sie gern?
Hören Sie gern Radio? Welche Sendungen? Oder Musik? Sehen Sie gern fern? Spielen Sie Computerspiele? Machen Sie auf Computer Hausaufgaben? Drücken, malen, zeichnen Sie? Kommen Sie ins Internet?
Arbeitsblatt 1
Füllt einen Fragebogen aus! Macht Resume: Wer sind Sie?
(участники заполняют анкету, чтобы выяснить, к какой категории они отно- сятся: любителям книг, теле- или компьютерным фанатам)
Arbeitsblatt 2
Wollen wir 3 Gruppen bilden: Bücherfreunde, Fernseherfans und Computerkids. Jede Gruppe füllt eine Tabelle “Pro und Contra” aus.
(по результатам тестирования студенты объединяются в группы по интере- сам и составляют таблицу на рабочем листе: за и против того СМИ, которое они предпочитают)
Arbeitsblatt 3
Wir haben viel Material zu unserem Miniprojekt gesammelt. Erfüllt bitte Reklame über eure Massenmedien und präsentiert! Klickt zuerst “Einsetzen”, dann “Zeichnung” und wählt Zeichnungen zum Projekt oder malt selbst.
( на основе наработанного материала студенты выполняют в группе мини- проект – рекламу СМИ, используя информационные технологии, и представ- ляют презентацию своего проекта)
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