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УМК Понимащенко.doc
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Text 9. Anforderungen an Zuschlag

Je nach Verwendung muß der Zuschlag hinsichtlich Festigkeit, Widerstand gegen Frost, Kornform und Kornzusammensetzung besonderen Anforderungen genügen. Die Eigenfestigkeit kann durch Ritzen mit einem Messer oder durch leichten Hammerschlag geprüft werden. Weiche schiefrige und verwitterte Materialien sind ungeeignet.

Der Widerstand gegen Frost ist ungenügend, wenn ein auf das trockene Korn aufgesetzter Wassertropfen rasch aufgesaugt wird.

Verunreinigungen durch Salze dürfen nicht enthalten sein.

Die Kornform wird mit der Kornformschieblehre gemessen. Als ungünstig gilt Korn bei dem der größte Durchmesser mehr als drei mal so groß ist wie der kleinste.

Die Kornzusammensetzung wird durch Sieben bestimmt. Der Prüfsiebsatz für Betonzuschlag besteht aus Einzelsieben mit quadratischen Öffnungen und Maschenweiten von 0,25/0,5/1/2/4/8/16/31,5 und 63 mm. Die Korngrößen werden nach dem Sieb benannt, durch das sie zuletzt gefallen sind. Korngruppen werden nach den beiden Sieben bezeichnet, durch die alles bzw. kein Korn der Korngruppe durchfällt.

Die Kornzusammensetzung des Zuschlags wird durch Sieblinien dargestellt.

Da der Zuschlag das feste und dauerhafte Gerüst des Betons (Mörtels) bilden soll, muß er ausreichende Eigenfestigkeit aufweisen und durch das Bindemittel fest verkittet werden. Diese feste Verbindung ist nicht möglich, wenn die Einzelkörper mit Ton verschmutzt sind. Auch Tonknollen sind schädlich, da sie Wasser aufnehmen und quellen. Der Zuschlag muß also frei von tonigen Bestandteilen sein.

Der Gehalt an tonigen Bestandteilen wird durch den Absetzversuch bestimmt.

(Batran. Grundwissen Bau.)

Text 10. Bestandteile des Mörtels

Der Zuschlag bildet das feste Gerüst des Mörtels. In allen Mörteln, die Kalk und/oder Zement enthalten, dient der Sand auch als Magerungsmittel, da diese Bindemittel für sich allein stark schwinden. Wenn der Bindemittelleim die Zuschlagkörner nur mit einer dünnen Schicht umgibt, schwinden die Mörtel nicht mehr als zulässig. Soll der Mörtel bei Verarbeitung von besonders wärmedämmenden Steinen oder für Dämmputz wärmedämmend wirken, wird Leichtzuschlag wie z.B. Blähglimmer, Blähperlite oder Polystyrolschaumperlen verwendet. Festigkeit und Verarbeitbarkeit dieser Leichtmörtel sind weniger gut als bei Normalmörtel. Die schlechtere Verarbeitbarkeit darf keinesfalls durch Sandzugabe ausgeglichen werden, da dadurch die Dämmwirkung verschlechtert wird. Der Zuschlag soll so abgestuft sein, daß die kleineren Körner die Hohlräume zwischen den großen füllen; dadurch wird Bindemittel gespart. Bei Luftkalkmörteln gibt der Sand die Porosität, die den notwendigen Luftzutritt ermöglicht.

Das Bindemittel muß den Zuschlag fest und dauerhaft verbinden. Zuviel Bindemittel führt bei Kalk und Zement zur Schwindrißbildung, zuwenig Bindemittel führt zum Absanden. Mischungen mit viel Bindemittel werden auch als „fett“, solche mit wenig Bindemittel als „mager“ bezeichnet.

Das Anmachwasser macht den Mörtel plastisch und verarbeitbar. Das Wasser muß frei von Stoffen sein, die den Erhärtungsverlauf stören oder zu Ausblühungen führen. Bei zu geringem Wasserzusatz werden die Zu­schlagkörner nicht vollständig mit Bindemittelleim umhüllt, bei zuviel Wasser wird Bindemittel ausgeschwemmt. In beiden Fällen leiden Festigkeit und Frostbeständigkeit.

(Batran. Grundwissen Bau.)