- •1 Übersetzngsmethoden.
- •2 Übersetzung unter den Aspekten des Kultur- und des Sprachkontakts.
- •3 Verfahren des Übersetzens.
- •4 Typen der Transformationen.
- •Verhandlungsdolmetschen
- •7. Die Ethik des Dolmetschers
- •Die übersetzung von internationalismen
- •1. Transliteration oder Transkription
- •3 Übersetzen der Sprichwörter, Aphorismen, Redewendungen und Zungenbrecher
- •Übersetzungsmethoden
- •Die Wort-für-Wort-Übersetzung
- •Die 4 Schritte eine neue Sprache zu lernen Die Bedeutung der Worte verstehen
- •Die wörtliche Übersetzung
- •Die idiomatische Übersetzung
1. Transliteration oder Transkription
Durch dieses Verfahren sind viele russische und sowjetische Realien in anderen Sprachen verankert worden: совет – der Sowjet, колхоз – der Kolchos, спутник – der Sputnik usw.
Man unterscheidet zwischen vollständiger und teilweiser Transliteration, z.B.: der Berufsverbot – беруфсфербот (vollständige Transliteration)
der Bundestag – бундестаг (vollständige Transliteration)
aber: der Bürgermeister бургомистр (teilweise Transliteration)
2. Die Wiedergabe von Realienbezeichnungen durch Schaffung neuer Wörter, Wortgruppen oder Zusammensetzungen in der Zielsprache:
Diese Methode bedeutet praktisch die Wiedergabe von Realien durch Umschreibungen:
Die Jugendweiche – обряд вступления молодежи во взрослую жизнь
Das „Molotow-Cocktail“ – бутылки с зажигательной смесью
3. Die Verwendung bei der Wiedergabe von Realienbezeichnungen von Wörtern oder Ausdrücken der Zielsprache, die zwar nicht ganz identische, aber ähnliche Begriffe ausdrücken.
Der Volkseigene Betrieb (VEB) – народное предприятие
Die landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft (LPG) – сельскохозяйственный производственный кооператив usw.
3. Die verallgemeinernd — annähernde Übersetzung, bei der Einzelbegriffe der Sprache des Originals durch Gattungsbegriffe der Zielsprache wiedergegeben werden:
„Изба“ als einfach „Haus“; das Schreberhäuschen – als „дача“ usw.
4. Die Wiedergabe der so genannten äquivalentlosen Lexik bei der Übersetzung
Als äquivalentlos werden in der Übersetzungstheorie solche Wörter bezeichnet, die keine Äquivalente außerhalb der Sprache, zu der sie gehören, haben. Zur äquivalentlosen Lexik zählt man vor allem Wörter, die Begriffe lokalen Charakters ausdrücken. Einigermaßen gehören dazu auch Realienbezeichnungen, die im Prinzip einmalig für ein bestimmtes Land sind. A.V.Fjodorow betrachtet als äquivalentlos auch einige wissenschaftliche Termini, die in der betreffenden Spracheabstrakte Begriffe zum Ausdruck bringen (z.B. ästhetische, philosophische, politische), bei deren Wiedergabe in einer anderen Sprache man auf wesentliche Schwierigkeiten stößt. So wird z.B. das russische Wort „идейность“ nur ungefähr ins Deutsche durch die Zusammensetzung „der Ideengehalt“ (buchstäblich – „идейное содержание“) übersetzt. Der Begriff „партийность“ wurde ursprünglich als „Parteigeist“ wiedergegeben, später fand man eine genauere Entsprechung – „Parteilichkeit“.
Wenn ein Wort keine usuelle (d.h. feste) Entsprechung in der Zielsprache hat, werden Analoga unter den bekannten Wörtern ausgesucht oder gar neue Wörter geschaffen, die später zu festen Entsprechungen werden können.
Anders ausgedrückt, bedeutet das Fehlen von festen lexikalischen Entsprechungen für bestimmte Wörter keinesfalls die Unmöglichkeit ihrer sinngemäß genauen Wiedergabe durch die Mittel der Zielsprache. Äußerst wichtig ist dabei die genaue Analyse des Kontextes, in dem das Wort vorkommt.
