- •1 Übersetzngsmethoden.
- •2 Übersetzung unter den Aspekten des Kultur- und des Sprachkontakts.
- •3 Verfahren des Übersetzens.
- •4 Typen der Transformationen.
- •Verhandlungsdolmetschen
- •7. Die Ethik des Dolmetschers
- •Die übersetzung von internationalismen
- •1. Transliteration oder Transkription
- •3 Übersetzen der Sprichwörter, Aphorismen, Redewendungen und Zungenbrecher
- •Übersetzungsmethoden
- •Die Wort-für-Wort-Übersetzung
- •Die 4 Schritte eine neue Sprache zu lernen Die Bedeutung der Worte verstehen
- •Die wörtliche Übersetzung
- •Die idiomatische Übersetzung
3 Verfahren des Übersetzens.
Es werden fünf Übersetzungsverfahren unterschieden:
1. Übernahme des AS-Ausdrucks in der ZS:
a. unverändert als Zitatwort (Fremdwort)
b. vollständige oder teilweise Anpassung an die phonetischen, graphemischen und morphologischen Normen der ZS (Lehnwort).
2. Lehnübersetzung: der AS-Ausdruck wird wörtlich in die ZS übersetzt.
3. Als Entsprechung zum AS-Ausdruck wird in der ZS ein bereits in ähnlicher Bedeutung verwendeter Ausdruck gebraucht (Wahl der am nächsten liegenden Entsprechung)
4. Der AS-Ausdruck wird in der ZS umschrieben, kommentiert oder definiert.
Das vierte Verfahren ist allerdings nur begrenzt anwendbar: Sobald ein bestimmter Sachverhalt öfter bezeichnet werden muss oder wenn die terminologische Erfassung nötig ist. Die Explikation, die auch in einer Fußnote oder Anmerkung stehen kann, ist aber in Kombination mit den Verfahren 1-3 nicht selten die einzige Lösung, einen neuen Ausdruck genau, verständlich und leserfreundlich im ZS-Text einzuführen. Es ist insbesondere in Kombination mit Verfahren 3 zu empfehlen, wie bei diesem die Gefahr besteht, dass der ZS-Ausdruck im Sinne der konventionellen und nicht im Sinne der AS-Verwendung verstanden wird.
In der konkreten Übersetzungssituation kann die Anwendung der Übersetzungsverfahren 1-4 selbstverständlich erst dann in Frage kommen, wenn sich der Übersetzer unter Heranziehung aller relevanten Hilfsmittel vergewissert hat, dass er tatsächlich sprachliches Neuland betreten muss. Bei den Verfahren 1 und 2 darf der Übersetzer nicht willkürlich vorgehen: Er hat sich an die Grundsätze der Terminologienormung zu halten.
Nur am Rande sei angemerkt, dass in Übersetzungen literarischer Texte das Verfahren 1 nicht selten aus Gründen des Lokalkolorits oder der Authentizität verwendet wird. Es handelt sich um bewusste Verfremdung.
5. Adaption: Unter diesem Verfahren versteht die Stylistique comparee die Ersetzung des mit einem AS-Ausdruck erfassten Sachverhalts durch einen Sachverhalt, der im kommunikativen Zusammenhang der ZS einen vergleichbaren Stellenwert hat.
Das Verfahren der Adaptation ist im Zusammenhang mit der adaptierenden Übersetzung zu sehen, d.h. der kulturellen Assimilierung des AS-Textes im kommunikativen Zusammenhang des ZS. Im Extremfall führt dieses Verfahren dazu – die Geschichte der literarischen Übersetzung zeigt, dass es in bestimmten Epochen ein weit verbreitetes Verfahren war, dass der AS-Text nur noch Ausgangspunkt für eine Originalproduktion in der ZS ist.
Punktuelle Adaptationen sind als bearbeitende, d.h. textproduzierende Elemente in der Übersetzung zu betrachten. Sie können durchaus angemessen sein, wenn die Übersetzung ihre Leser erreichen will, d.h. unter dem Aspekt pragmatischer Äquivalenz.
Das Übersetzungsverfahren, das darin besteht, uns geläufige Ausdrücke für zunächst fremde, bedeutungsmäßig abweichende Phänomene zu verwenden, kann allerdings zu Missverständnissen führen. Mit anderen Worten: statt ein deutsches Wort zu wählen, hätte man den betreffenden Ausdruck direkt aus der AS als sog. Zitat in die ZS übernehmen können.
