14.Vieldeutigkeit und Homonymie.
Unter der Polysemie verstehen wir die Fähigkeit des Wortes miteinander verbundene Bedeutungen zu besitzen u. verschiedene Gegenstände zu bezeichnen. Ein Lautkörper bezeichnet verschiedene Gegenstände. Aber die Bildung neuer Wörter mit der anderen Bedeutung ist langwieriger Vorgang. Die Bedeutungen können die Wörter auf verschiedene Weise bekommen. Die meisten erhalten sie durch die methaphorische Übertragung der Namensbezeichnung. Z.b. das Substantiv Starlach(skarlatum) bedeutete zunächst einen beliebigen Stoff, dann veränderte sich die B-ng des W-s u. bezeichnete den Stoff mit grell-roter Farbe. Auf Grund der methaphoriscer Übertragung der Namensbezeichnung, anhand der Farbe entstand die Krankheit Scharlach. Die Bezihungen zwischen diesen B-ngen sind miteinander verbunden. Z.b. Fuß (Fuß des Menschen, Fuß des Tisches, Fuß als Längemaß, Fuß als Metrik in der Literatur). Die Polysemie stört uns bei der Rede nicht, weil die B-ngtn der W-r im Kontext zu finden sind. Das ist qualitative Bereicherung des Wortschatzes. Homonyme sind die W-r u. Wortverb-ngen, die gleich klingen od. den gleichen Lautbestandteil haben, mit verschiedener B-ng. Mit dem Problem der Homonymie beschäftigten sich viele Linguisten: Öhmann, Richter, Achmanova, Abajev. Abajev u. seine Schule verstehen unter den Homonymen die W-r u. W-verbindungen, die nur etymologisch(in Folge der hist-n Entwicklung) übereinstimmen. In der d-en Sp. gibt es solche Wege der Entstehung der Homonyme:1. Phonetische Quelle – die homonyme entstehen in folge der Entwicklung der Formen von genetisch verschiedenen W-rn. Es existierte in der a.h.d. Sprache das Wort ´tou´. In folgender Deftonierung entstand Tau. Z.b. die Saite – die Seite, das Tor – der Tor. 2. Phonetisch-wortbildende Quelle – man bildet diese Homonyme infolge zweier Vorgänge, Ableitung u. Übergang des W-s aus euner gr-schen Kategorie in eine andere(Konventierung der W-r). Z.b. die Leiter u. der Leiter – es existierte in der a.h.d. Sprache das Wort ´liten´. Nach der Übergang i in ei entstand das Wort ´leiten´. In Folge der Hinzufügung des Sufixes er zum Verb leiten entstand das Wort Leiter. 3. Semantische Quelle – diese Homonyme entwicklten sich in Folge des Zerfalls der Polysemie. z.b. lesen(читати) u. lesen(збирати), der Lauf(біг, дуло), heiter(веселий, безхмарний). Man unterscheidet 3 arten der Homonyme: 1. Lexikalische Homonyme - Wörter mit verschiedener Semantik, die in allen Formen übereinstimmen. Man nennt diese Homonyme totale od. vollständige. Die meisten diesen Homonyme entstanden in Folge des Zerfalls der Polysemie. Z.b. der Preis(ціна, втнагорода), die Weide(плакуча верба, пасовище), lesen(читати, збирати). 2. Lexikalisch-grammatische Homonyme – sind totale(vollständige) u. partiele(unvollständige). Unter den lex.-gr.-en Homonymen verstehen wir die lautlich zusammenfallende Formen verschiedener W-r. Die totalen Homonyme unterscheiden sich sowohl lexikalisch als auch grammatisch nach irgendwelchem Merkmal. Z.b. der Alte u. der alte, statt(Präp.) u. statt(Konj.). Die unvollständige Homonyme unterscheidet man in allgemeinen Allerding durch die Gabelung der Pluralbildung der Substantive und der Bildung der 3 Formen des Verbes. Z.b. das Wort(die Wörter, die Worte); das Gesicht(die Gesichter-лице, die Gesichte-привид); schaffen-1.schuf,geschaffen;2.schaffte,geschafft. 3. Grammatische Homonyme – Wörter u. Wortfügungen eines u. desselben Wortes. Z.b. wir lesen u. sie lesen, ich führe u. er führe, er schreibt u. ihr schreibt. Aber die Sprachwissenschaftler meinen, dass die Homonyme die Sprache hinterlassen. Die Gefahr aber ist nicht so groß, weil wir in beliebigen Kontext die richtige B-ng des W-s erkennen können. Es lassen sich folgende Mittel der Differenzierung von Homonymen unterscheiden: 1. Ortografische Mittel. Sie bestehen in der verschiedener Schreibweise der Homonyme. Z.b. die Mine(der Schacht) u. die Miene(Gesichtsausdruck), das Mahl(das Essen) u. das Mal(Fläck), die Seite u. die Saite. 2. Morphologische Mittel. – zum Auseinanderhalten der Homonyme dient manchmal die gramm-en Formen der W-r. Z.b.das Tuch(die Tuche-сукно, die Tücher-рушник), der Schild-щит u. das Schild-вивіска. 3. Syntaktische Mittel – das ist das Hauptmittel der Differenzierung der Homonyme. Z.b. Er pfiff wie ein Star(шпак). Er arbeitete im Theater als Star(зірка). 4. Wortbildende Mittel. Sie bestehen darin, dass entsprechende W-r oder Affixe dem Wort hinzugefügt werden. Z.b. der Mund(рот) u. der Vormund(захист), das Gift(подарунок, отрута) u. das Mitgift(придане).
19. Die Bedeutung des Wortes. Die Bedeutung der Wörter stellen ein Bezieungsystem der Zeichen dar. Dieses System der Zeichen besteht aus 3 Funktionen: semantischen, syntaktischen und pragmatischen. Die semantische Funktion entspricht den Bezieungen der Zeichen zum Denotatum – der belibige Gegenstand, der auch nicht existiren kann. Es entsteht die Frage: wie dieses Denotatum zunächst genannt wird. Die Gegenstände werden nach semantisch motivierten Merkmalen benannt (2-3 Merkmale können sein). Am besten hat davon Feuerbach geschrieben, wie die Wörter der realen Welt genannt werden. „Der Verstand (розум) ist das höchste Wesen, der Regent der Welt. Nur den Namen nach nicht tatsächlich. Was ist ein Name? Das ist ein Unterscheidungszeichen, ein auffalendes Merkmal, welches ich zum Charakter, zum Representanten des Gegenstandes mache, um mir dadurch ihn in Totalität zu vergegenwertigen“. In manchen Sprachen fallen diese Merkmale zusammen: z.B. Sonnenblüme, aber in meisten nicht: z.B. Schneeglöckchen. Die semantische Funktion ist die wichtigste bei der bildung der Bedeutungen der neuen Wörter. Die syntaktische Funktion entspricht den Beziehungen der Zeichen zu einander: z.B. Flügel (крило, піаніно, кватирка, шеренга). Die pragmatische Funktion entspricht den Beziungen der Zeichen zu Situationen. Emotionelles verhalten spielt eine große Rolle. Pragmatik ist die Bezogenheit der Zeichen zu Rezepienten: z.B. Polente (Polizist), Quot (Quadratidiot), Lesbe, Homo. Difinition der Bdg des Wortes: Die mit einem Lautkomplex verbundene Wiederspiegelund des Gegenstandes oder der Erscheinungen der objektiven Welt im Bewustsein der Angehörigen der Sprachgemeinschaft heißt die Bdg des Wortes. Lexikalisch-semantische Variante der Bdg des Wortes setzen sich aus den Elementen zusammen. Im Kontext werden einige Elemente abgeschwächt oder verstärkt. In der Fachliteratur unterscheiden man in diesem Zusammenhang virtuelle und aktuelle Bdg-n. Die virtuellen bilden Bedeutungsgefüge, sie sind Potenz aller Bdg-n. Eine der virtuellen Bdg-n können nur in der Rede realisiert werden, d.h. das sind die paradigmatische und syntagmatische Bdg-n. Eine der virtuellen Bdg-n soll als Hauptbdg gelten. Die Hauptbdg soll gewöhnlich mit der Anfangsbdg übereinstimmen, aber es ist nicht immer der Fall, weil die Bdg-n der Wörter veralten und aus der Sprache verschwinden können. Manche Linguisten meinen, dass die Hauptbdg etwas verallgemeinen soll. Die Suche nach Verallgemeinerung ist richtig, aber erschöpfen die ganze Bdg. des Wortes nicht. Unserer Meinung nach, die Hauptbdg. der Wörter stellen in der modernen Sprache das wichtigste dar, deshalb sind sie frei vom Kontext, selbständig, um die sich die anderen Bdg-n der Wörter gruppieren. Außer der Hauptbdg gibt es auch die Nebenbdg-n: sekundäre, übertragene und nicht direkte. Man unterscheidet auch die fraseologisch gebundene Bdg-n (den Mund halten - мовчати). Das sind Idiomen. Schlusfolgerung: man muss die Bdg der Wörter ausgehend von Doppelaspekt der Sprache von der ebene der Sprache und von der ebene der Rede differenziert werden. Der Inhalt des Wortes als Bestandteil der Systems der Sprache ist die lexikalische Bdg, die im Kontext eindeutig bestimmte Bdg ist ihre lexikalisch-semantische Variante. Die Wortbdg auf der ebene der Spr. ist die Potenz aller Bdg-n, die zu einem gegebenen Zeitpunkt in der Rede realisiert werden können.
