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Die Richtungen in der Literatur am Ende des XIX. Zu Beginn des XX. Jahrhunderts
Zu den achtziger Jahren des XX. Jahrhunderts entsteht in Deutschland eine neue literarishe Richtung – Naturalismus. Der Naturalismus war in seiner Art ein Protest gegen kapitalistische Gesellschaftsordnung in Deutschland, gleichzeitig spiegelte er die wachsende Kraft der deutschen Arbeiterbewegung wider. Die besten Werke dieser Richtung bringen den Protest der Massen gegen kapitalistische Ausbeutung und gegen den präußishen Militarismus zum Ausdruck. Die Naturalisten waren mit ihrer Sympathie auf der Seite des Volkes. Die meisten von ihnen standen aber auf bürgerlichem Fundament. Die Zentren dieser Richtung im XIX. Jahrhundert waren Berlin und München, weil in diesen Städten der Kapitalismus am stärksten entwickelt war. In den neunziger Jahren spaltete sich der Naturalismus in drei Richtungen: Neuromantik, Impressionismus und Symbolismus. Das Verdienst des Naturalismus ist, dass er in die deutsche Literatur neue Stoffe und lebendige Gestalten hineingebracht hat. Auch das Drama erhielt einen neuen Aufschwung. Jetzt kommen solche Themen in die Literatur, wie das Leben in der Fabrik, in den Arbeitervierteln, das Elend der Arbeiter in der Großstadt. Die besten Werke des Naturalismus tendieren zum kritischen Realismus. Der Naturalismus gab der deutschen Literatur große Dramen, aber keine großen Romane. In der Lyrik hatte der Naturalismus auch Einfluß. Gerhart Hauptmann war der bedeutendste Vertreter dieser Richtung.
Die Dekadenz ist am Beginn des XX. Jahrhunderts entstanden. Das Wort kommt aus dem Französischen und bedeutet Verfall. In der letzten Phase des Kapitalismus wurde die Kunstfeindlichkeit der Gesellschaft immer deutlicher. Die Entfremdung des Menchen wurde immer stärker, weil absolut alle menschlichen Beziehungen den Charakter von Waren nahmen. Viele deutsche Schriftsteller waren nicht in der Lage, die Ansichten der bürgerlichen Ästhetik zu bewahren oder eine neue Ästhetik zu finden. Sie sahen im Entfremdungsprozess etwas Gegebenes, was man nicht ändern kann. Typisch für die Dekadenz war die Flucht aus der objektiven Realität in subjektive Traumwelten. Die erzieherische und bildende Rolle wurde der Literatur abgesprochen. Und soziale Aussagen wurden in dekadenten Werken nicht gemacht. Viele dekadente Dichter wenden sich zur „reinen“ Kunst, weil sie ihre Entfremdung vom Leben spüren, und sie sprechen das in ihren Werken offen aus. Trotzdem fehlt ihren Werken die progressive Orientierung und sie zeigen keinen Ausweg.
Zur Dekadenz gehörten Hugo von Hofmannsthal, Reiner Maria Rilke, Franz Kafka.
Um die Jahrhundertwende entwickelt sich auch der kritische Realismus. Wesentlich für den kritischen Realismus ist seine Sympathie für die Volksmassen und der Wunsch der Dichter in das Gesellschaftssystem einbezogen zu werden, nicht wie in der Dekadenz die Flucht in die innere Welt des Menschen. Sie kritisieren negative und ungerechte gesellschaftliche Erscheinungen und orientieren sich auf die werktätigen Massen, die als verändernde Kraft verstanden werden. Zu den kritischen Realisten gehörten Heinrich und Thomas Mann, Leonhard Frank, Arnold Zweig, Ricarda Huch, Bernhard Kellermann, Hans Fallada und andere.
Um das Jahr 1910 entsteht der Expressionismus. Der Expressionismus war die Reaktion der bürgerlichen Intelligenz auf die Krisenerscheinungen in der Zeit vor dem ersten Weltkrieg. Die gesellschaftliche Lage in Europa war äußerst gespannt. Als der Krieg ausbrach, machten sich unter der Intelligenz pazifistische Ideen bemerkbar. Die Expressionisten wollten ihre moderne Zeit verlassen. Man konzentrierte sich auf eine neue zu schaffende Welt, die außerhalb der realistischen Welt lag. Für viele Dichter wurde die Dichtung des 30jährigen Krieges zum Vorbild. In dieser Dichtung gab es das Motiv der Dunkelheit und die Angst vor dem Tode. Die Werke des frühen Expressionismus enthielten humanistische Ideen im Gegensatz zur Dekadenz. Auch in ihrer Sozialkritik unterschieden sie sich von dekadenden Werken. Die Vertreter des Expressionismus waren Johannes Robert Becher, Friedrich Wolf u. a.
In allen Literaturströmungen nahm die Lyrik einen bedeutenden Platz ein. Das Drama erreichte bei Gerhart Hauptmann seinen Höhepunkt. In der Prosa waren die großen Romane der kritischen Realisten von Bedeutung. Einen besonderen Platz in der Prosa nahm Hermann Hesse ein.
