- •Примерные билеты на зачете
- •Wo entstanden die ersten Werke der deutschen Literatur und warum gerade dort?
- •6. Was ist Biedermeier?
- •Sturm und Drang (1770-1789)
- •Die deutsche Klassik
- •Die Romantik
- •Biedermeier und Vormärz (1815-1848)
- •Die Literatur nach 1848
- •Die Richtungen in der Literatur am Ende des XIX. Zu Beginn des XX. Jahrhunderts
- •Die Ausgangspositionen für die deutsche Literatur nach 1945
6. Was ist Biedermeier?
7. Nennen Sie die wichtigsten Werke von Lessing.
8. Nennen Sie einige DDR-Schriftsteller (mindestens fünf).
9. Charakterisieren Sie den Expressionismus.
10. Was verstehen Sie unter „Volksbüchern“?
Sturm und Drang (1770-1789)
1770-1789 verläuft in der deutschen Literatur die Periode des Sturm und Drang. In den 70ger Jahren erlebte D-d eine Beschleunigung der ökönomischen Entwicklung. Sie wurde hervorgerufen durch die erhöhte Anwendung der kapitalistischen Produktionsweise und durch das Entstehen neuer kapitalistischer Produktionskräfte. Das Bürgertum wurde stärker und stärker und es stärkte sich auch sein Bewusstsein. Das führte zur Verstärkung des Konfliktes zwischen dem Bürgertum und dem Adel. Nicht nur das Bürgertum war Gegner der Feudalordnung. Es kam in vielen Orten zu Unruhen unter den Bauern und armen Stadtbewohnern. In der deutschen Literatur führte das zur Entstehung neuer Werke und neuer Ansichten. Engels nannte diese Periode eine literarische Revolution. Die fortschrittlichen Dichter dieser Zeit griffen in ihren werken den Feudalismus offen an und wandten sich bei ihrer Heldenwahl oft den einfachen Volksschichten zu. Ihr Ziel war soziale Reformen. Großen Einfluss auf die deutsche Intelligenz hatten die Ideen des französischen Philisophen Jean-Jacques Rousseau. Er wollte die Volksschichten Frankreichs erziehen und auf die bürgerliche Revolution vorbereiten. Er war für die Regierung, die vom Volk gewählt werden sollte und bei nicht Erfüllung der gestellten Aufgaben vom Volk wieder abgesetzt werden konnte.
Der führende Theoretiker dieser Periode war Johann Gottfried Herder. Er leitete die jungen Schriftsteller seiner Zeit an und erschloss ihnen die deutsche und ausländische Volkspoesie.
Im Sturm und Drang wurde die Forderung nach der allseitig entwickelten Persönlichkeit aufgegriffen und diese Persönlichkeit wurde „Genie“ genant. Genie bedeutete einen schöpferischen Menschen, der in sich Gefühl und Verstand vereinte. Das Genie sollte durch seine aktive Tätigkeit die gesellschaftliche Realität beeinflüssen. Die Vertreter des Sturm und Drang waren der Meinung, dass jeder Mensch ein Genie werden konnte, wenn er die entsprechenden Anforderungen erfüllen wird. Neben der Darstellung des bürgerlichen Genies forderte man von der Literatur Volkstümlichkeit und Naturverbundenheit.
Eine besonders scharfe politische Periode war die 2. Phase des Sturm und Drang (1781-1789). Sie begann mit dem Schaffen Schillers, nämlich mit den Dramen „die Räuber“ und „Kabale und Liebe“.
Ende der 80ger Jahre ging diese Bewegung zu Ende. Die Dichter sahen keine Möglichkeit, ihre Forderungen in der Realität des zersplitterten D-d zu verwirklichen.
Die grössten Vertreter des Sturm und Drang waren F.Schiller und J.W.Goethe. Es wirkten auch andere junge Dichter (F.M. Klinger, G.A. Bürger u.a.), die vor allem Dramen schufen. Die Helden dieser Dramen waren Menschen voll Energie und Kraft. In der Literaturgeschichte wurden diese Helden als Selbsthelfer und als „Kraftgenie“ bezeichnet. Sie wollten sich und anderen helfen und gegen Feudalordnung rebellieren.
Zu der Sturm- und Drang-Periode im Schaffen Goethes gehören viele Gedichte, in denen er begeistert die Natur („Wanderers Sturmlied“) und den großen Menschen, „Genie“(„Prometheus“), verherrlichte. In seinem ersten Drama „Götz von Berlichingen“ (1774) schildert Goethe einen mutigen Kämpfer für Freiheit und Recht. Durch dieses Schauspiel wurde Goethe plötzlich berühmt.
Neben „Götz von Berlichingen“ ist der Roman die “Leiden des jungen Werther“ das wichtigste Werk des Dichters aus seiner Sturm- und Drang-Periode.
