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Лекція 4 Теорет курс.docx
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2. 1. Besonderheiten der Artikulation der deutschen Vokale.

  • Die Lautgestalt der deutschen Wörter wird durch die Kombination von etwa 40 Phonemen bestimmt, darunter von 15 Monophthongen und 3 Diphthongen.

  • Man unterscheidet im Deutschen lange und kurze Vokale (nach der Quantität). Die langen Vokale sind enge (geschlossene) Laute und kurze Vokale sind weite (offene) Laute (nach der Qualität).

Ausnahme: [α:], [ε:] sind lange offene Vokale.

  • Die Vokaldauer unterscheidet den Sinn der Wörter, z. B.

der Staat [ʃtα:t] - die Stadt [ʃtαt], fühlen [fy:lǝn] - füllen [fylǝn].

  • Die deutschen Vokale werden mit starker Spannung der Sprechorgane gesprochen.

  • Im Wort- und Silbenanlaut werden die deutschen Vokale mit dem neuen (festen) Einsatz (Knacklaut) gesprochen. Er verleiht der deutschen Sprache abgehackten Charakter, z. B. The`ater, Po`et usw.

  • Es herrscht stabile Vokalqualität in unbetonten Silben, d. h. im Gegensatz zum Ukrainischen behalten die deutschen Vokale in unbetonten Silben ihre Qualität, sie verlieren aber an ihrer Quantität (Länge). Lange deutsche Vokale werden in unbetonten Silben kurz ausgesprochen, z. B.: die Revolution [di revolu`tsịo:n], Phonetik [fo`ne:tik], telefonieren [telefo`ni:rǝn].

2. 2. Besonderheiten der Artikulation der deutschen Konsonanten.

  • Die Muskelspannung und der Atemdruck sind bei der Artikulation der deutschen Konsonanten stärker als im Ukrainischen.

  • Die deutschen stimmlosen Konsonanten werden mit stärkerer Muskelspannung gesprochen als die stimmhaften.

  • Die stimmlosen Konsonanten [p], [t], [k] werden oft behaucht gesprochen.

  • Es gibt keine Palatalisierung in der deutschen Sprache.

  • Es gibt bei der Aussprache keine Verdoppelung der Konsonanten.

  • Die sonoren Konsonanten (außer r) werden nach kurzen Vokalen sehr gespannt und lang ausgesprochen.

  • Die stimmhaften Geräuschlaute sind weniger stimmhaft als im Ukrainischen.

  • Im Deutschen gibt es Assimilation (progressive und regressive) nur nach der Stimmlosigkeit, z. B. sagt [zɑ:kt], das Bild [das *bɪlt].

  • Das Auslautgesetz gilt nicht nur für den Wortauslaut, sondern auch für den Silbenauslaut: Liebling [lɪ:plɪŋ].

  • Die Laute [ç], [х], [ŋ] stehen niemals im Wortanlaut. Ausnahme bilden die Lehnwörter wie China, Chemie, Charkiw.

  • Die deutschen Wurzelwörter sind meist ein- oder zweisilbig. Die dreisilbigen (z. B. Ameise) kommen sehr selten vor.

3. Grammatische Besonderheiten des deutschen Wortes.

In grammatischer Hinsicht kennzeichnen sich die Wörter der deutschen Sprache auch durch einige Merkmale, zu denen u. a. folgende gezählt werden können:

  • Manche Wortformen werden mit Hilfe des Umlauts,des Ablauts oder der Brechung gebildet, z. B.:

Klang – Klänge; ich gebe – ich gab; ich treffe – du triffstusw.

  • Viele verbale Formen bestehen als analytischeFormen, z. B. Futurum I und II, Perfekt, Plusquamperfekt, alle Formen des Passivs (ich habe gelesen, das Haus wird gebaut usw.).

  • Das deutsche Substantiv wird stets von dem Artikel als dem Geschlechtswort und der Kasusangabe begleitet und bildet mit ihm eigentlich eine analytischeForm (ein Buch, die Schule usw.).

  • Das Adjektiv und Adverb sind in ihren neutralen Formen undifferenzierbar (Das Lied ist schön; Sie singt schön).

Die innere Struktur des Wortes besteht aus bedeutungstragenden elementaren Einheiten, welche Morpheme (griech. morpho – „Gestalt“) heißen, z. B. Tisch-tuch; Student-in; ge-lieb-t.

Die Morpheme werden je nach ihrer Funktion in der Wortstruktur klassifiziert. Sie werden in drei Gruppen eingeteilt.

1. Morpheme, die einzelne Erscheinungen der Wirklichkeit – Lebewesen, Gegenstände, Vorgänge, Zustände, Eigenschaften – bezeichnen und meist allein gebraucht werden können, z. B., Kollektiv, Rat, Plan, neu,heißenBasis-,Grund- oder Stammmorpheme. Sie bilden den Kern der Wortformen und sind Träger der Wortbedeutung. Das Basismorphem kann ein selbständiges Wort oder Wortteil sein, z. B. Wort, antworten.

2. Morpheme, die zur Ableitung neuer Wörter von vorhandenen dienen und nur in Verbindung mit Basismorphemen vorkommen, heißen Wortbildungsmorpheme.Dazu gehören z. B. –bar, be-, -ent, -haft, miss-, -isch,

-ling u. a. m.Die Basis- und Wortbildungsmorpheme werden als lexikalische Morpheme betrachtet.

3. Zur dritten gruppe gehören Morpheme, die verschiedene Formen eines Wortes bilden,sie heißen Flexionsmorpheme, grammatische oder formbildendeMorpheme. Die Flexionsmorpheme der deutschen Sprache lauten, z. B:

-e, -(e)n, -er, -(e)s, -(e)st, -(e)t, -em, -ens, -nd, -st, -t, ge-, Umlaut, Ablaut.

Flexionsmorpheme haben grammatische Bedeutungen; diese zeichnen sich durch einen sehr hohen Verallgemeinerungsgrad aus.

4. Zum Basismorphem treten die Affixe (wort- und formbildende Morpheme). Diese werden in Präfixe (vor dem Basismorphem) und Suffixe (nach dem Basismorphem) gegliedert. Ein Wort kann aus nur einem Basismorphem (Haus, kahl), mehreren Basismorphemen (Haustür, Wohnhaus) oder aus Basis-, Wortbildungs- und Flexionsmorphemen bestehen (siehe das Schema):

formbilden-

des Präfix

wortbilden-

des Präfix

Basis-

morphem

wortbilden-

des Suffix

formbilden-

des Suffix

_____________________________________________________________________________

ge-

ver-

un-

-wund-

-lauf-

-kün-

-bar

-st-ler-isch-

-en

-e

Wortbildungs- und Flexionsmorpheme, auch formbildende sind unselbständige, immer an Wortstämme gebundene Morpheme. Zusammen mit dem Wortstamm sind Wortbildungsmorpheme Träger der lexikalischen Bedeutung des Wortes.

Mit Hilfe der Flexionsmorpheme, auch formbildende oder grammatische Morpheme oder Endungen genannt, passt sich das Wort an seine Umgebung im Satz an, nimmt es seine Aufgabe in der Rede wahr.