- •Власова т.С., Скрипкина г.В.
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- •Первое передвижение согласных
- •Изменения в вокализме и консонантизме в средневерхненемецом и нововерхненемецком
Первое передвижение согласных
Indogermanisch |
b |
d |
g |
p |
t |
k |
Germanisch |
p |
t |
k |
f |
þ (wie engl. 'th') |
ch / h |
Beispiele: |
"Apfel" |
"zwei" |
"Knie" |
"viel" |
"drei" |
"Herz" |
ohne Laut-verschiebung |
keltisch: aball altslaw: abluko |
latein: duo polnisch: dwa |
hethitisch: genu latein: genu |
indogerm: *pelu griech: polý |
griech: treis latein: tres |
griech.: kardía latein.: cor |
mit Laut- verschiebung |
engl: apple niederl: appel altsдchs: æppel |
engl: two niederl: twee dänisch: to |
engl: knee gotisch: kniu schwed: knä |
altengl: feala althochd: filu altfriesisch: fëlo |
engl: three altsächs: thria gotisch: þreis |
engl: heart gotisch: hairto altnord: hjarta |
Таблица 2
Второе передвижение согласных
Germanisch |
v |
ð (wie engl. 'th') |
g (wie j /ch) |
p |
t |
k |
Althochdeutsch |
b / p |
d / t |
g / k |
pf / f |
tz / ss |
ch / h |
Beispiele: |
"Rabe" |
"Vater" |
"Gast" |
"Pfeife" |
"Straße" |
"Buch" |
ohne Laut- verschiebung |
engl: raven niederl: raaf dänisch: ravn |
engl: father altnord: faðir gotisch: faðar |
altfries: jest niederl: gast (gesprochen 'ch') |
engl: pipe niederl: pijp dänisch: pibe |
altengl: stræt niederl: straat dänisch: stræde |
engl: book niederl: boek altsächs: bôk |
mit Laut-verschiebung |
mittelhochdt: rab oder rapp |
althochdt: fater |
althochdt: gast |
mittelhochdt: pfiif(e) |
althochdt: strâzza |
mittelhochdt: buoch |
Таблица 3
Изменения в вокализме и консонантизме в средневерхненемецом и нововерхненемецком
Veränderung |
Vokal-Dehnung a > â (lang) e > ê (lang) o > ô (lang) |
Vokal-Kürzung â > a (kurz) ê > e (kurz) uo > u (kurz) |
Monophthongierung ie > î [ii] uo > û [uu] üe > ü |
Diphthongierung î [ii] > ei û [uu] > au iu [ü] > eu |
Konsonantismus sl > schl sm > schn sw > schr |
Wortbedeutung wîp / Weib frouwe / Frau maget / Magd |
Mittelhochdeutsch |
anen nemen hof (kurz) |
nâter hêre muoter |
liep bruoder grüene |
gelîch hûs diutsch |
slecht smeizen sweren |
"normale Frau" "adelige Dame" "junge Frau" |
Neuhochdeutsch |
ahnen nehmen Hof (lang) |
Natter Herr Mutter |
lieb Bruder grün |
gleich Haus deutsch |
schlecht schmeißen schwören |
"schlechte Frau" "normale Frau" "Dienerin" |
Таблица 4
Оценка некоторых параметров произношения в сравнительном плане
Схема Части речи и их признаки
(Überblicksgrafik: Wortarten und ihre Merkmale)
Текст Wir mögen's apfelig (Von Bastian Sick)
Immer wieder geraten Wörter in Umlauf, die es eigentlich nicht geben dürfte. Adjektive wie apfelig, möhrig oder rosinig. Die kennen Sie nicht? Dann brauchen Sie diese Kolumne nicht zu lesen. Hinterher kommen Sie noch auf gänsige Gedanken!
Zu
seinem zwölften Geburtstag schenke ich Felix, dem Sohn meiner
Freundin Alexandra, einen MP3-Player. "Wow, das ist einfach
granatig!", ruft er freudig. Seine Mutter wirft mir einen Blick
zu, der mich fragen soll: "Gibt es das Wort granatig?"
Ich lächle zurück: "Es steht vermutlich nicht im Wörterbuch,
aber ich lasse es durchgehen! Geburtstägige
Sondergenehmigung!"
Heute gibt's mal was schön Gemüsiges
Man kennt das Adjektiv "bombig", und weil Bomben und Granaten oft in einem Atemzug genannt werden, könnte es ebenso gut das Adjektiv "granatig" geben.
Theoretisch lässt sich zu jedem Hauptwort ein Eigenschaftswort bilden. Wenn es "riesig" gibt, muss es eigentlich auch "zwergig" geben. Und tatsächlich: "Zwergig" steht im Duden, zwischen Zwerghuhn und Zwergin. Ich habe es allerdings noch nie gebraucht. Da kann man mal sehen: Angesichts der Fülle an Möglichkeiten ist mein aktiver Wortschatz geradezu zwergig.
Von einigen Hauptwörtern lassen sich sogar mehrere Eigenschaftswörter ableiten: aus "Kind" wird "kindlich" und "kindisch", aus "Holz" wird "holzig" und "hölzern". Von anderen wiederum lässt sich nicht mal ein einziges bilden. "Baum" zum Beispiel - im Wörterbuch findet man weder "baumig" noch "bäumisch" oder "baumen". R ÜB
Für manche Menschen aber sind "apfelig", "möhrig" und "rosinig" ganz selbstverständliche Wiewörter. Für meinen Freund Philipp zum Beispiel. Der sagt Sätze wie "Die Schokolade ist mir zu rosinig" oder "Die Creme schmeckt ganz schön apfelig." Man kann darüber kichern oder verwundert den Kopf schütteln oder es einfach originell finden. Das Wunderbare an unserer Sprache ist ja, dass sie so elastisch ist und viel mehr Möglichkeiten zulässt, als unser willkürliches und nicht immer besonders logisches Regelwerk erlauben will.
Philipp geht nicht gern in katholische Kirchen, weil die ihm "zu kerzig und madonnig" sind. Die Wortschöpfung "madonnig" gefiel mir besonders, da wurden bei mir sofort Erinnerungen an madonnige Disco-Zeiten der achtziger Jahre wach.
Seltsamerweise gibt es nur wenige Tiere, von denen Eigenschaftswörter abgeleitet werden - obwohl sich der Mensch doch ständig mit Tieren vergleicht. Es gibt "affig" und "bärig", aber "entig" oder "gänsig" sind mir bislang noch nicht untergekommen - auch "löwig" oder "pferdig" scheint es nicht zu geben. Dabei reden manche Menschen wirklich gänsig, und so mancher zeigt dabei noch ein pferdiges Grinsen.
Philipp ist bei weitem nicht der Einzige, der diese Art von kreativem Sprachgebrauch pflegt. Meine Innenarchitektin beherrscht die Kunst der Wiewortschöpfung mindestens genauso virtuos.
Zum Beispiel versprach sie mir, meine Küche so einzurichten, dass sie "nicht so küchig" wirke. Und als ich beim Blättern im Katalog für Büromöbel das eine oder andere Modell verwarf, weil es mir zu sachlich oder zu technisch erschien, sagte sie: "Verstehe, das ist Ihnen zu büroig!" Natürlich hätte sie sagen können: "Das sieht zu sehr nach Büro aus" oder "Das wirkt zu büromäßig", doch sie entschied sich für "büroig". Das ist erstens kürzer und zweitens emotionaler, und schon deshalb passt es zu meiner Innenarchitektin, denn die fühlt die Räume, bevor sie sie füllt.
Vermutlich hat sie sich ganz bewusst für "büroig" entschieden, weil es ihr gerade auf das Wiewortige in der Formulierung ankam; weil die Beschaffenheit des Raumes dadurch hörbarer wurde. Wie auch immer, meine Innenarchitektin hat mich überzeugt: Die Wohnküche gefällt mir in ihrem unküchigen Stil, und ebenso mein Arbeitszimmer, das alles andere als büroig wirkt. Im Bücherregal neben dem Duden steht ein Kästchen, in dem ich kuriose wiewortige Formulierungen sammle.
Erst vergangene Woche kam wieder eine hinzu. Da saß ich mit einer Kollegin im Café und sprach mit ihr über einen neuen Mitarbeiter, der auf mich sehr förmlich wirkt, weil er jeden Tag im Anzug erscheint. "Der sieht aber nicht immer so geschäftsleutig aus", verriet sie mir, "abends und am Wochenende läuft er ganz freizeitig rum."
Gestern kamen Philipp und seine Freundin Maren zu mir, um sich meine neue Wohnung anzusehen. "Überhaupt nicht büroig", bestätigte Philipp, als er das Arbeitszimmer sah. Da meine Küche zu unküchig geraten war, um als Küche zu dienen, lud ich die beiden zum Essen ins Restaurant ein. Dort zeigte sich, dass Maren sich von Philipps Wiewortbilderei längst hatte anstecken lassen. Denn auf die Frage, worauf sie Appetit habe, erwiderte sie: "Ich nehme irgendwas Gemüsiges - mit einem unsprudeligen Wasser dazu!"
http://www.spiegel.de/kultur/zwiebelfisch/0,1518,626025,00.html
Литература
Обязательная литература
Абрамов Б.А. Сравнительная типология немецкого и русского языков. М., 1999
Зеленецкий А.Л., Новожилова О.В. Теория немецкого языкознания, М., 2003
Зеленецкий А.Л., Монахов П.Ф. Сравнительная типология немецкого и русского языков. М., 1983
Дополнительная литература
Берков. Введение в германистику. М., 2006
Гак В.Г. Сравнительная типология французского и русского языков. Л., 1977
Зеленецкий А.Л. Сравнительная типология основных европейских языков. М., 2004
Калабина С.И. Практикум по курсу «Введение в языкознание». Учебное пособие для студентов институтов и факультетов иностранных языков. М., 1985
http://www.stefanjacob.de/Geschichte/Unterseiten/Idg.php?PHPSESSID=c76a7cf6abebfdecefc98e77ab7233b2
Власова Т.С.
Скрипкина Г.В.
Практикум по основам теории немецкого языка как второго иностранного
Учебное пособие по теории немецкого языка как второго иностранного
1 С. И. Калабина Практикум по курсу «Введение в языкознание»: Учеб. пособие для студ. ин-тов и фак-тов иностр. языков. М, 1985 – 112с.
2 Задание 9 , стр. 55 « Практикум по курсу «Введение в языкознание» С.И. Калабина.
3 См. текст Wir mögen's apfelig von Bastian Sick в Приложении
