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Waldfläche
Die Waldfläche in Deutschland betrug nach Zählung der 2. Bundeswaldinventur[6] in den Jahren 2001 und 2002 11,1 Millionen Hektar, entsprechend 31 % der Staatsfläche. (2004: 106.488 km²[7]) Seit der letzten Zählung im Jahr 1987 ist die Fläche um 3500 Hektar pro Jahr gewachsen. Die waldreichsten Bundesländer bezogen auf die Landesfläche waren: Rheinland-Pfalz mit 42,1 %, Hessen mit 41,7 % , das Saarland mit 38,3 %, es folgen Baden-Württemberg mit 38,1 %, Bayern mit 36,3 %, Brandenburg mit Berlin mit 35,3 % und Thüringen mit 32 %. Die Länder mit unterdurchschnittlichen Waldanteil werden angeführt von Sachsen mit 27,8 % Das waldärmste Land ist Schleswig-Holstein mit 10,3 %.
Die Baumarten verteilten sich dabei wie folgt auf die Waldfläche: 14,8 % Buchen, 9,6 % Eichen, 15,7 % anderer Laubbäume, 28,2 % Fichten, 23,3 % Kiefern und 6,1 % anderer Nadelbäume und 2,3 % sonstige Nutzung. Gegenüber der tatsächlichen Verteilung ist eine Verteilung natürlich, bei der 74 % der Landesfläche Rotbuchenwald wäre, 18 % Eichenwald und 3 % Nadelwald. Ein weiteres wichtiges Maß für die Naturnähe eines Waldes ist der Anteil von Totholz, der bei 11,5 m³/ha lag.
Der relative Anteil der Kiefer betrug in Brandenburg und Berlin 73 %, in Sachsen-Anhalt 46,6 %, Mecklenburg-Vorpommern 39,5 % und Niedersachsen mit Hamburg und Bremen 30,2 %. Der Fichtenanteil lag in Bayerns bei 44,6 %, in Thüringens bei 42,3 %, in Baden-Württemberg bei 37,7 % und in Sachsen bei 35,3 %. Der relative Anteil an Laubbäumen war im Saarland 71,5 %, in Schleswig-Holstein 60,9 %, in Rheinland-Pfalz 57,2 %, in Hessen 55,6 % und in Nordrhein-Westfalen 51,7 %.
Flüsse, Seen, Meeresküsten und Inseln [Bearbeiten]
Rotes Kliff am Strand von Kampen, Sylt
Die bedeutendsten Bundeswasserstraßen sind die Donau, der Rhein, die Elbe und die Oder.
Seen sind wichtige Trinkwasserspeicher, der größte natürliche See ist der Bodensee. Bedeutend ist die Mecklenburgische Seenplatte mit derMüritz und der Chiemsee als größter Voralpensee. Große unterirdische Grundwasserspeicher finden sich im Oberrheingraben, dem Alpenvorland und in den norddeutschen Urstromtälern. Der größte Stausee ist der Bleiloch-Stausee, der 215 Mio. m³ Wasser der Saale staut. Die Rurtalsperre Schwammenauel mit 205 Mio. m³ Wasser der Rur und der Edersee mit 202 Mio. m³ Wasser der Eder folgen.
In den deutschen Gewässern der Nordsee liegt beispielsweise das Wattenmeer und die bis zu etwa 50 m tiefe Deutsche Bucht, in der Ostseedie Flensburger Förde, die Kieler Bucht und die Mecklenburger Bucht. Große Inseln in der Ostsee sind Rügen, Usedom und Fehmarn. In derNordsee liegen die zu den Nordfriesischen Inseln gehörende Insel Sylt und die den Ostfriesischen Inseln zuzuordnende Insel Borkum. Die Nordsee-Insel Helgoland ist die einzige Hochseeinsel Deutschlands. Sie gehört nicht zum Zollgebiet der Gemeinschaft und nicht zum deutschen Steuergebiet.
Die Inseln in Nord- und Ostsee dienen als Küstenschutz für das Festland und deshalb werden Flächenverluste durch Sandvorspülung ersetzt. Da das Wattenmeer als einmaliger Lebensraum gilt und für Fische, Pflanzen und Tiere von großer Bedeutung ist, wurden Nationalparks eingerichtet. So gibt es beispielsweise in der Ostsee durch die Bodden artenreicheBrackwasser-Seegebiete und Windwatte, die durch den Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft unter Schutz stehen.
Im Binnenland sind Inseln im städtischen Umfeld häufig dicht bebaut, wie beispielsweise die Museumsinseln in Berlin und München. Touristische Höhepunkte sind ebenfalls Inseln wieLindau, Mainau und Reichenau im Bodensee und Herrenchiemsee und Frauenchiemsee im Chiemsee. Häufig wurden Inseln im Zuge der Flussbegradigung allerdings beseitigt (sieheListe der Elbinseln).
