- •Grundlinien deutscher Geschichte bis 1945
- •18. Jahrhundert ein Rivale in Preuβen, das unter Friedrich dem Groβen (1740-1786)
- •Inzwischen hatte eine moderne wirtschaftliche Entwicklung eingesetzt, die diesen
- •Verwalteten. Bismarck betrieb jedoch von Anfang an die Annexion der beiden
- •I. Von PreuЯen zum Deutschen Kaiser ausgerufen.
- •Verhindern.
- •Verbrechen seinen Anfang nahm, brachte die Wende des Krieges; von nun an gab
- •Vernichten, die Deutschen für Völkermord und Kriegsverbrechen bestrafen und im
- •30000 Menschen die ddr verlassen.
- •VerheiЯungsvoller Auftakt. Im Westen intensivierte sich die Zusammenarbeit zur
- •Von Polen kamen Vorschläge für Abkommen über Gewaltverzicht in die
- •Völkerrechtlichen Anerkennung bereit,
- •Verleihung des Friedensnobelpreises an Willy Brandt (1971).
- •Vorausgegangen waren. Nach Willy l3randts Wiederwahl zum Bundeskanzler am 14.
- •Vorgabe von Entwicklungshilfemitteln.
- •Verbunden mit der Einrichtung neuer Arbeitsplätze. Mit einem neuen Arbeitszeitgesetz
Inzwischen hatte eine moderne wirtschaftliche Entwicklung eingesetzt, die diesen
reaktionären Tendenzen entgegenwirkte, 1834 wurde der Deutsche Zollverein
gegrugründet und damit ein einheitlicher Binnenmarkt geschaffen. 1 835 wurde die erste
deutsche Eisenbahnstrecke in Betrieb genommen. Die Industrialisierung nahm ihren
Anfang. Mit den Fabriken entstand die neue Klasse der Fabrikarbeiter. Sie fanden in
der Industrie zunächst bessere Verdienstmögiichkeiten, aber das rapide
Bevölkerungswachstum führte bald zu einem Überangebot an Arbeitskräften. Da
zudem jegliche Sozialgesetzgebung fehlte, lebte die Masse der Fabrikarbeiter in
groβem Elend. Spannungen entluden sich gewaltsam wie etwa 1844 beim Aufstand
der schlesischen Weber, der von preuβischem Militär niedergeschlagen wurde. Nur
zögernd konnten sich erste Ansätze einer Arbeiterbewegung formieren.
Die Revolution von 1848. Im Unterschied zur Revolution von 1789 fand die
französische Februar-Revolution von 1848 in Deutschland sofort ein Echo. Im März
kam es in allen Bundesländern zu Volkserhebungen, die den erschrockenen Fürsten
mancherlei Konzessionen abrangen. Im Mai trat in der Frankfurter Paulskirche die
Nationalversammlung zusammen. Sie wählte den österreichischen Erzherzog Johann
zum Reichsverweser und setzte ein Reichsministerium ein, das allerdings keine
Machtmittel besaβ und keine Autorität gewann. Bestimmend war in der
Nationalversammlung die liberale Mitte, die eine konstitutionelle Monarchie mit
beschränktem Wahlrecht anstrebte. Die Zersplitterung der Nationalversammlung von
den Konservativen bis zu den radikalen Demokraten, in der sich die spätere
Parteienlandschaft schon in Ansätzen abzeichnete, erschwerte eine
Verfassungsgebung. Aber auch die liberale Mitte konnte die quer durch alle Gruppierungen
gehenden Gegensätze zwischen den Anhängern einer «groβdeutschen»
und einer «kleindeutschen» Lösung, d. h. eines Deutschen Reiches mit oder oh/ne
Österreich, nicht überwinden. Nach zähem Ringen wurde eine demokratische
Verfassung fertiggestellt, die Altes mit Neuem zu verbinden suchte und eine dem
Parlament verantwortliche Regierung vorsah. Als dann jedoch Österreich darauf
bestand, sein gesamtes, mehr als ein Dutzend Völkerschaften umfassendes
Staatsgebiet in das künitige Reich einzubringen, siegte die kleindeutsche Auffassung,
und die Nationalversammlung bot dem preuЯischen König Frieddich Wilhelm IV. die
erbliche deutsche Kaiserkrone an. Der König lehnte ab; er wollte die Kaiserwürde
nicht einer Revolution verdanken. Im Mai 1849 scheiterten in Sachsen, der Pfalz und
Baden Volksaufstände, die die Durchsetzung der Verfassung «von unten» erzwingen
wollten.
Damit war die Niederlage der deutschen Revolution besiegelt. Die meisten
Errungenschaften wurden rückgängig gemacht, die Verfassungen der Einzelstaaten
im reaktionären Si< >»e revidiert. 1850 wurde der Deutsche Sund wiederhergestellt.
Der Aufstieg PreuЯens. Die fünfziger Jahre waren eine Zeit groЯen
wirtschaftlichen Aufschwungs. Deutschland wurde zum Industrieiand. Es war zwar
im Produktionsumfang noch weit hinter England zurück, ilberholte dieses aber im
Wachstumstempo. Schrittmacher waren die Schwerindustrie und der Maschinenbau.
PreuЯen wurde such wirtschaftlich zur Vormacht Deutschlands. Die ökonomische
KraЯ stäriite das politische SelbstbewuЯtsein des liberalen Bürgertums. Die 1861
entstandene Deutsche Fortschiittspartei wurde in PreuЯen die stärkste Pedal
Parlament und verweigerte der Regierung die Mittel, als diese die Heeresstruktur in
reaktionärem Sinne verändern wollte. Der neuernannte Ministerpräsident Otto von
Bismarck (1862) ging auf die Kraftprobe ein und regierte mehrere Jahre lang ohne
die nach der Verfassung erforderliche Genehmigung des Haushalts durch das
Parlament. Die Foäscrhüüspartei wagte keinen über parlamentansche ~pposition
hinausgehenden Widerstand.
Seine innenpolitisch prekäre Stellung konnte Bismarck durch auЯenpolitische
Erfolge festigen. Im Deutsch-Dänischen Krieg (1 864) zwangen PreuЯen und Österreich
die Dänen zur Abtretung Schleswig-Holsteins, das sie zunächst gemeinsam
