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ПОСОБИЕ по лексикологии.doc
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4.1.3. Die so genannten Synonyme I (nach k. Adamzik, s.72-77):

Tabelle 4.1.3.

E ngbedeutungsverwandte Ausdrücke:

denotative Bedeutungsebene:

Referenzielle / denotative Bedeutungsebene:

Andere Bedeutungsebenen:

Mann – Frau – Junge - Mädchen

→ Große Menge der Lexeme, die man wahlweise einsetzen kann, um auf

→ Problem der Verwendung → Lexeme sind polysem; es gibt

ein u. dasselbe Wesen (bzw. die entsprechende Gruppe) zu referieren

verschiedene Varietäten einer Einzelsprache:

ein bestimmtes Wesen kann

quasi synonyme Ausdrücke:

entweder … oder

- (3) Junge, Knabe, Bub(e), Bengel, Kerlchen, Bursche

- G.T.

- Grüß Gott!

- Servus!

- (1) Kind, Kleinkind, Baby, Säugling, Gör(e), Balg, Kids, Teenie → ein

Feld: 1. abgegrenztes Stück Acker, Ackerland;

wählen kann man nur zwischen

eindeutiges Differenzierungsmerkmal – das Alter → begrifft bestimmte

2. <poet.> Gefilde, Landschaft;

einem dieser Ausdrücke und den

Eigenschaften der Referenten: Eigenschaften , die ihnen objektiv

3. Spiel ~

Oberbegriff „Mensch“ bzw.„Kind“

zukommen → dienen zur Unterscheidung v. Gegenstandsklassen in der

4. <fig.> Abteilung, Fach, Arbeitsgebiet;

Wirklichkeit → begrifft die refenzielle oder denotative

5. <Sport> geschlossene Gruppe;

Bedeutungsebene;

6. Front; Kriegsschauplatz;

Kinder: Kids, Junge: Knabe: Bube → haben nämlich jeweils dieselbe

7. „das ist ein weites Feld“ (Theodor Fontane) = ein großes

referenzielle Bedeutung, es lässt sich kein denotatives Merkmal finden,

Problem, über das sehr lange sprechen kann.

Das sie gegeneinander abgrenzen würde.

→ was unterscheidet ein Gör von einem Kind, ein Mädchen von einem

Mädel u. einem Girlie? → hier kommen andere Differenzierungskriterien

ins Spiel.

Die verschiedenen Ebenen des Konventionalisierten Lexemgebrauchs:

(1)

(2)

Baby

Säugling

Säugling, Kleinkind im

Kind, das noch an der Brust der

eine relative Motiviertheit → saugen → in der Mittelpunkt w. gerückt die Ernährungsweise v. Kleinkindern

ersten Lebensjahr (Duden)

Mutter oder mit der Flache genährt

benutzt.

w ird

beide → synonym → dennoch w. verschiedene Bedeutungserklärungen gegeben

als Differenz. – merkmal w. das Alter eingesetzt.

A ber: (1) und (2) → müssen in Windeln gewickelt werden → Neugeborenes, Wickelkind

die genannten Eigenschaften kommen den betreffenden alle gleichzeitig zu → die Ausdrücke sind referenziell identisch. → semantisch unterschiedlich.

sie fokussieren einen jeweils anderen Differenzierungsaspekt -

die Referenten werden unter verschiedenen Geschichtspunkten betrachtet.

Konnotative (lat. con – „mit“) Bedeutungsmerkmale:

d er zweite Planet unseres Sonnensystems:

d ieses Objekt gibt es nur einmal

Venus→wenn man

Morgenstern → wie es

Abendstern → wenn man dasselben für den

betracht das Gestirn im

am Morgen aussieht

Abendhimmel tut

Zusammenhang mit

Sonnensystem

Lexem

Semen

zum Lexikon gehört

es setzt sich aus Semen (Bedeutungsmerkmalen) aus

denotative

referenzielle

konnotative

P ejoration

es handelt sich um echte

Gör(e): <norddt., oft abwertend>:1. [schmutziges, unartiges] Kind; 2. [vorwitziges, freches kleines]

Synonymie

Mädchen;

B alg: (umg., meist abwertend): unartiges, schlecht erzogenes Kind

w. präsentiert eine Reiche v .differenzierenden Merkmalen

die Charakterisierung: <oft. meist abwertend> = Pejoration → ein Spezielfall der Konnotation:

<zu lat. peior, Komparativ v. malus = schlecht> → bringt ins Spiel eine emotionale Einstellung, eine

negative → die Kinder gehen einem auf die Nerven

<abwertend> das konnotative Merkmal.

das Zusammenspiel der d. und K. Ebene

Aufwertende Ausdrücke (<bedeutungsverbessernde>): die Melioration (<zu lat. melior, Komparativ v. „bonus“ = „gut“>)→ sind viel seltener als pejorative;

→ euphemistische Bezeichnungen für das Sterben:

Positive Konnot. Führt zur Polysemie: Baby

→ verscheiden → heimgehen

r eferiert sich auf

Kleinstkind

Frau (Kosewort)

der Tod als eine Station auf dem Weg, der noch nicht beendet ist u. sogar „heim“/ins Paradies führt;

Diminutiva = die Kombination mit Verkleinerungsformen

<zu lat. diminutum= verkleinert >

w . mit „niedlich“ assoziiert → z.B.: Kerlchen

e in negativ konnotiertes Wort für männl. Personen

neutralisiert oder sogar ins Gegenteil verkehrt

Die sogenannte Synonyme II: Gebrauchsbedingungen

1.

Markierungen im Wörterbuch:

Verantwortlich für die große Vielfalt bedeutungsverwandter Ausdrücke → Differenzierungsmerkmal

Balg - <ugs.>

referenziell → identisch

Gör - <norddt.>

Unterschiedlich → in bestimmten Regionen, v. bestimmten Gruppen, in bestimmten Situationen verwendet

2.

Regionalle Gebrauchsbedingungen

Maid, Bube <süddt.>;

D irn, Bengel, Bursche <norddt.>

→ zusätzlich konnotativ geprägt:

Bengel: 2 neutrale Lesarten: 1. [frecher] junger Bursche, Halbwüchsiger; 2. (fam.) niedlicher kleiner Junge;

Bursche: 1. junger Mann, Halbwüchsiger → neutral; 2. (abwertend) nämliche Person, der man Übles zutraut;

3.

Historische Dimensionen:

Knabe – veraltet;

Kids, Teenie, Girlie → relativ moderne Ausdrücke;

schon nicht mehr aktuell

4.

Soziale Dimension → (3) sind gleichzeitig sozial → kommen mit der Phase auf, in der jüngere Kinder ein spezifisches Konsum – und Freizeitverhalten entwickelt haben.

stilistische

bei „Knabe“ liegen die Verhältnisse komplizierter als eingangs gesagt:

situative

Der Duden → führt diverse Bestimmungen an: „gehoben“ / eine stilistische Markierung; → <veraltet.> - die historische Komponente, → <sonst Amts- und Geschäftssprache> → situative und soziale Charakterisierung; <umg., oft schmerzhaft> im Sinne von „Bursche, Kerl, Mann“ → das Merkmal „jung“ wird neutralisiert: z.B.: Hallo, alter Knabe (zu einem 50-jährigen).

→Die Selektionsbeschrängungen(SB) →

M enschen

T iere

essen trinken

fressen saufen

Aber!

D ieser Mann frisst und säuft den ganzen Tag.

serektions Bedingungen werden durchbrochen → das hat einen Einfluss auf die donatativen und / oder konnotativen Merkmale / Seme

e ine motivierte Einstellung

Musst du immer nur ans Fressen denken, ich hab mit dir zu reden!

→ Eine so deutliche Einschränkung der Verbindlichkeit von lexikalischen Elementen ist relativ selten. Wichtiger ist der Tatbestand, dass alle Lexeme üblicherweise in bestimmten Kombinationen auftreten, dass in der sprach. Umgebung andere erwartet sind, weil die Referenten sachlich oder assoziativ zusammengehören: Bett – schlafen; Auto – fahren; Nacht – dunkel.

→ zu den SB besteht dabei ein fließender Übergang: z.B.: in der Regel - nurPferde – weihern; Butter / Öl – ranzig (alt, nicht mehr frisch, schlecht)

Aber:

- stark → ist in relativ vielen Kombinationen möglich (~ Mann; stärkere Frau; → starker Raucher, starke Schneefälle, starkes Stück usw.)

Die Zitate zum Problem der Synonymie:

→ „Nicht Abwechslung, nur Wiederholung schafft Verständlichkeit“ / La Roche

→ „Das treffende Wort ist fast nie ein Synonym “/ W. Schneider