- •Wirtschaft im Mittelalter(1)
- •Absolutismus: Ludwig XIII / XIV (2), (9), (16)
- •Ideologie des Absolutismus:
- •Vernachlässigung der Landwirtschaft
- •3. Stand wird reich
- •Religion und Christentum im Mittelalter(4)
- •Das Christentum im Frühmittelalter
- •Unterschied zwischen Stadt und Land(6)
- •Das Christentum im Hochmittelalter
- •Das Christentum im Spätmittelalter
- •Das Weltbild im mittelalter(13)
Absolutismus: Ludwig XIII / XIV (2), (9), (16)
Ein Zeichen für Macht und Reichtum des Absolutismus war Versailles als Machtzentrum mit seinem prunkvollen Schloss und seinen Bällen. Es war außerdem die Zeit des Barock (Perücken).
Absolutismus bedeutete für den Herrscher absolute Macht, d.h. er konnte wie ein Diktator leben. Der Unterschied zwischen einem absolutistischen Herrscher (Ludwig XIII / XIV) und einem totalitären (Totalitarismus) Herrscher (Hitler, Stalin) bestand darin, dass der totalitäre Herrscher keinerlei Einschränkungen wie das Erbrecht hinnehmen musste (Erbrecht: Kinder der Nebenfrauen oder andere durften nicht herrschen).
Die Merkmale des Barock waren Vergoldungen, Säulen und Rundbögen. Alles war ziemlich prunkvoll, da die Herrscher und der Adel damit ihren Reichtum zeigen wollten.
Ideologie des Absolutismus:
es ist in U-Form gebaut und leicht erhöht
der Architekt von Karlsruhe war Weinbrenner
Rathaus, Kirche und andere Bauten sind im Stil des Barock
die Säulen der Macht des Fürsten waren:
eventuell die Kirche
als Militär ein stehendes Heer
die Justiz
die Verwaltung
die Wirtschaft
Aussage der Architektur: Der König bzw. Fürst hat nur Gott über sich ("von Gottes Gnaden"). Das einzige, was sich "über" dem Schloss befand, war der Schlossgarten (selbst die Natur und Gott lassen sich (teilweise) beeinflussen) und der Wald. Im Schlossgarten befindet sich außerdem eine Orangerie. Hier werden Pflanzen wie Palmen und Orangen gepflegt.
Der König hatte mehrere Frauen: Eine zur Rechten (die Hauptfrau; nur ihr Kind konnte Erben) und mehrere zur Linken (seine Nebenfrauen; ihre Kinder hießen "Kegel").
Staatstheoretiker des Absolutismus
Machiavelli (1469 bis 1527)
Jean Bodin (1530 bis 1596)
Thomas Hobbes (1588 bis 1679)
(Bossuet)
Die Staatstheoretiker waren zwar eine europäische Angelegenheit, aber dennoch gab es in dieser Zeit keine deutschen Theoretiker.
Machiavelli: Nachdem es kein Deutsches Reich mehr in Italien gab, bildeten sich dort viele Stadtstaaten. In Venedig gab es viele Kirchen im Baustil der Renaissance (Wiedergeburt der Antike): hell, vergoldet, aus Marmor und Glas. In dieser Zeit gab es viele Maler. Venedig wurde durch Handel mit Seide und Gewürzen aus dem Orient reich, mächtig und berühmt. Die Familie Medici in Florenz gab vor allem Kultur weiter. Weitere, reiche Stadtstaaten in Italien waren außerdem Mailand, Verona, Bolonnia und andere. In dieser Zeit herrschten die Pest und viele Kriege. Machiavelli schloss sich den Medici an und ging mit ihnen später unter.
In der Verbannung verfasste er einige Schriften:
Idealbild des Fürsten: Es gibt zweierlei Waffen: die des Rechts (Mensch) und die der Gewalt (Tier). Der Fürst muss beide Waffen anwenden und sich wie Mensch und Tier verhalten: Er muss sein Wort halten, soll es aber bei Bedarf brechen, denn der Mensch ist falsch und unehrlich. Die Tugenden sind nur zum schein zu halten, da sie notwendig sind, um die Herrschaft zu behaupten.
Staatsräson: Sie ist höher als das Schicksal des einzelnen, das Individuum muss sich dem Staat unterordnen; ein Staat lässt sich nicht erpressen (Beispiel: Israel brachte ihre Olympiamannschaft um).
Realpolitik: Es ist alles erlaubt, wenn sich Erfolg einstellt: Der Zweck heiligt die Mittel.
Jean Bodin: Er lebte zu der Zeit des Kriegs zwischen dem römisch-katholischem Glauben und dem kalvinistischem Glauben (in Südfrankreich die Hugenotten; auch in Mutschelbach und Palmbach). Calvin vertrat die Prädestinationslehre: Sparsames, ehrgeiziges (puritanisches) Leben sollte von Gott mit Reichtum belohnt werden; dieser Reichtum sollte angelegt werden.
Bodin erklärte den Begriff Souveränität: Der Souveränherrscher ist der höchste Herrscher außer Gott, kann frei über Gesetze bestimmen, hat die höchste Befehlsgewalt und ist absolut und völlig losgelöst von innen (von den Bürgern) und nach außen. (Souveränität bedeutet heute nur noch von anderen Staaten völlig unabhängig und losgelöst zu sein.)
Thomas Hobbes: Er lebte während den Rosenkriegen und musste ins französische Exil, wo er "Leviathan" schrieb:
Sein Grundgedanke war, dass der Mensch nicht gut ist, d.h. früher oder später wird es Krieg geben. Die Menschen werden also eine Staatsvertrag schließen: Sie geben die Freiheit (auf) und bekommen Ordnung und Frieden vom Herrscher, Parlament oder von der Versammlung. Keiner darf den Vertrag brechen, denn bricht der Staat den Vertrag, dann hat der Mensch das Recht zum Widerstand. Bricht ein Mensch den Vertrag, so hat der Staat das Recht ihn zu töten. Der Vertrag bedeutet auch Widerstandsrecht.
Kennzeichen des Absolutismus
nur in Europa
Herrscher hat nach außen wie nach innen die volle Lenkfähigkeit
Herrscher hat die Kirche in der Hand, aber Gott steht dennoch über ihn
Zentralismus (alles geht über Paris)
Mittel des Absolutismus
der Herrscher zeigt seine Macht durch Prunk (kostspielige Bauten, Schlösser werden nach Versailles gebaut, z. B. die Loire-Schlösser)
Herrscher als "Trendsetter" (Barock war die Zeit, in der das meiste Geld herausgeschmissen wurde, denn der Herrscher wollte den Adel einschüchtern)
Fürsten und Adel gaben ihr Geld für die neuste Mode und für die teuersten Bauten aus, sodass sie kaum Geld hatten um ihr Militär zu bezahlen und so eventuell gegen den König vorgehen könnten
der Zentralismus ermöglichte dem König alles von Paris aus zu steuern
als Minister setzte der Herrscher Bürgerliche (Beamte) ein, um den Adel "auszubooten"
weitere Mittel: stehendes Heer, Verwaltung, Kirche, Justiz, Wirtschaft
Wirtschaft des Absolutismus: Merkantilismus
Ziel:
Staatsverstärkung durch verkehrspolitische Maßnahmen und wirtschaftlich-politischer Interventionen
Kennzeichen:
Subventionen für Gewerbebetriebe
Förderung von Außenhandelsgesellschaften
Steigerung des Exports
Beschränkung des Imports
