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Anhang I. Kurzbiographien der modernen Autoren (für die Seminare №№ 13-15).

Katharina Raabe

Katharina Raabe wurde 1957 in Hamburg geboren. Sie studierte Musik, Philosophie und Musikwissenschaft, war als Vio-linpädagogin tätig, seit 1984 auch als Redakteurin für Verlage. Von 1993 bis 2000 war sie Lektorin bei Rowohlt Berlin, seit 2000 im Suhrkamp Verlag. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt in der Entdeckung und Durchsetzung osteuropäischer Autoren und Themen im deutschsprachigen Raum. Sie betreut u.a. Juri Andruchowytsch, Andrej Bitow, Bora Cosic, Läszlö Darvasi, Dzevad Karahasan, Andrzej Stasiuk, Jächym Topol, aber auch jüngere Autoren wie Ljubko Deresch, György Dragomän, Wojciech Kuczok und Serhij Zhadan. Zuletzt erschienen: Last & Lost. Ein Atlas des verschwindenden Europas (hg. mit Monika Sznajderman), 2006. In Ketten tanzen. Übersetzen als interpretierende Kunst (hg. mit Gabriele Leupold), 2008.

Sibylle Lewitscharoff

Sibylle Lewitscharoff wurde 1954 in Stuttgart geboren. Sie studierte Religionswissenschaften in Berlin, wo sie heute lebt. Sie arbeitete in einer Werbeagentur und schrieb Features und Hörspiele für den Rundfunk. 1994 erschien ihr erstes Buch »36 Gerechte«. Entdeckt wurde Sibylle Lewitscharoff 1998, als sie das Buch »Pong« veröffentlichte - Geschichten eines Wahnsinnigen, von diesem selbst erzählt, ein verzerrter Blick auf unsere Welt, der das Gewöhnliche in etwas Bizarres und das Monströse in etwas Normales verwandelte. Ein Jahr später erschien »Der höfliche Harald«, ein Reigen von Anekdoten, dann 2003 ihr vielbeachteter Roman »Montgomery«, und schließlich »Consummatus« (2006), ebenfalls ein Roman. Der Protagonist sitzt in einem Cafe und erzählt aus seiner Vergangenheit. In seinen Monolog mischen sich die Lebenden und vor allem die Toten seines Lebens, die wiederum bringen Gott, Jesus, Bob Dylan und die ganze Schöpfung ins Spiel. Sie hat fünf Bücher geschrieben, die, so verschieden sie sind, ein eigenwilliges Gesamtwerk bilden. Die Kritik lobt sie als eine große Autorin - scharfsinnig, kunstvoll, gar berauschend. Selbst wenn sie über Literatur spreche, über die eigene wie über die fremde, schlage Sibylle Lewitscharoff das Publikum durch eine pointierte Liebe zum Detail und einen Hauch Anarchie in ihren Bann.

Martin Mosebach

Martin Mosebach wurde 1951 in Frankfurt am Main geboren, wo er heute auch lebt. Er studierte zunächst Jura, bevor er sich 1980 für die Existenz eines freien Schriftstellers entschied. Seitdem arbeitet er in nahezu jedem Genre. Neben seinen großen Romanen und Erzählungen umfasst sein Werk Essays, Filmdrehbücher, Theaterstücke, Hörspiele, Opernlibretti und Reportagen - kurzum er ist ein genialer Formenspieler auf allen Feldern der Literatur. Martin Mosebach gilt als brillanter Stilist, als humorvoller Menschendarsteller und als einer, der mit der Tradition sympathisiert, mit einer Vergangenheit, die im Zuge eines bedenkenlosen Fortschritts abgeschafft wurde. In seinen Büchern begegnen uns Charaktere, die nicht in diese stromlinienförmige Geschäftigkeit passen. Fast zwanzig Jahre hat Mosebach ohne die Unterstützung der Kritik, oft gegen ihr massives Unverständnis gearbeitet. Erst im Jahr 2000 ist ihm mit seinem Roman »Eine lange Nacht« der Durchbruch in der öffentlichen Wahrnehmung gelungen. Heute zählt er zu den größten deutschen Erzählern. Zu den jüngsten Veröffentlichungen (deutsch) zählen: Der Mond und das Mädchen, Roman, 2007; Schöne Literatur. Essays, 2006; Das Beben, Roman, 2005; Häresie der Formlosigkeit. Die römische Liturgie und ihr Feind, 2002; Der Nebelfürst, Roman, 2001.

Claudia Dathe

Claudia Dathe wurde 1971 geboren. Sie studierte Übersetzungswissenschaft (Russisch, Polnisch) in Leipzig, Pjatigorsk (Russland) und Krakau. Von 1997 bis 2004 arbeitete sie als Lektorin für den Deutschen Akademischen Austauschdienst in Kasachstan und der Ukraine. Neben Lehrveranstaltungen zum Übersetzen und Dolmetschen veranstaltete sie außeruniversitäre Weiterbildungen für Nachwuchsübersetzer. Während ihrer Tätigkeit in Kiew eignete sie sich Ukrainisch an und begann mit eigenen literarischen Übersetzungen. Seit ihrer Rückkehr arbeitet sie als freiberufliche Übersetzerin für Ukrainisch und Russisch und leitet Seminare für deutsche und ukrainische Nachwuchsübersetzer. Claudia Dathe hat u. a. die ukrainischen Autoren Serhij Zhadan, Olexandr Irwanez, Tanja Maljartschuk und Sofia Andruchowytsch ins Deutsche übersetzt. Sie lebt und arbeitet in Jena

Hanna Johansen

Hanna Johansen wurde 1939 in Bremen geboren. Heute lebt sie als freie Schriftstellerin in der Nähe von Zürich/Schweiz. Sie debütierte 1978 mit dem Roman »Die stehende Uhr«. Erzählt wird von Veränderungen, die in einem Menschen und mit ihm passieren können, auch wenn äußerlich, sozusagen an der Oberfläche, wenig Dramatisches sich ereignet. Solche Lebenserfahrung bleibt thematisch auch in ihren weiteren Büchern, die in stetiger Abfolge erschienen sind. Über ihre Literatur heißt es: »Der Satz >Der Normalfall ist das Unbegreifliche könnte als Motto über Hanna Johansens Schaffen stehen. In der Wahrnehmung ihrer Erzählerinnen bleibt die Zeit stehen, verwandeln sich Menschen in unbekannte Wesen, erwachen Räume zu neuem Leben, entwickeln Erinnerungen eine gefährliche Sogwirkung und öffnen sich Abgründe innerhalb von Beziehungen.« Hanna Johansen schreibt nicht nur für Erwachsene, sondern auch für Kinder, obwohl: Die herkömmlichen Grenzen zwischen Kinder- und Erwachsenenliteratur sind in ihrem Werk oft nicht auszumachen, denn sie berichtet mit starker Einfühlungskraft von Menschen (und Tieren), die das Staunen und Fragen nicht verlernt haben. Zu den jüngsten Veröffentlichungen (deutsch) zählen: Der schwarze Schirm, Roman, 2007; Ich bin hier bloß die Katze, 2007; Die Hühneroper, 2004; Omps! Ein Dinosaurier zuviel, 2003; Lena, Roman, 2002.

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