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Jochen Schmidt Schriftsteller, die ich gerne wäre Teil 1: Thomas Bernhard

Thomas Bernhard hatte keine ruhige Minute, weil ihn immer etwas wurmte. Er ging dann durch den Wald auf den Berg, von dort in die Schlucht und durch den Hohlweg zurück zum Haus, wo es ihn aber nicht lange hielt. Unterwegs dachte er über den Tod nach, der sich manchmal als Tierkadaver und manchmal als Sonnenuntergang verkleidete. Um ungestört zu sein, baute sich Thomas Bernhard eine Mauer um sein Haus und ärgerte sich über die vielen Blumensträuße, die von seinen Verehrerinnen drübergeworfen wurden. Er warf sie zurück, aber sie kamen immer wieder über die Mauer geflogen. Er kam deshalb zuletzt kaum noch zum Schreiben, weil er den ganzen Tag lang Blumensträuße über seine Mauer warf. Wenn er doch einmal Zeit hatte, kümmerte er sich um seine einhundert Paar Lederschuhe, die er alle selbst pflegte für den Fall, daß er einmal Lust bekommen sollte, in Lederschuhen spazierenzugehen.

Thomas Bernhard stand schon früh vor dem Dilemma, eigentlich Sänger werden zu wollen, aber an einer Art chronischer Lungenentzündung sterben zu müssen. Aus einer Laune heraus entschied er sich aber weiterzuleben und statt dessen Schriftsteller zu werden. Schriftstellern machen Lungenentzündungen nichts aus, sie können sich im Grunde auch alles andere entzünden und immer noch weiterschreiben, aber hustende Sänger werden nach wie vor diskriminiert, vor allem in Österreich, wo Sänger besonders kritisch beurteilt werden seit Mozart, der ja Österreicher war und sich mit Musik auskannte. Andererseits bekommt jeder, der längere Zeit in Österreich zubringt, eine chronische Lungenentzündung, weswegen es auch viel weniger Österreicher gibt als Deutsche, obwohl in Österreich eigentlich genug Platz für weitere Österreicher wäre. Österreich ist aber durchzogen von giftigen Nebeln, die seit Jahrtausenden in den Tälern wabern und nie hinausgespült werden. Der Schweiß und die Ausdünstungen von Generationen sammeln sich zu dichten Nebelschwaden, durch die sich nur hier und da ein Wanderer seinen Weg bahnt. Wer in Österreich etwas auf sich hält, bewegt sich deshalb auf Stelzen vorwärts. Thomas Bernhard hatte aber kein Geld für Stelzen. Von seiner Mutter hatte er nur eine rote Knollennase geerbt. Von seinem Vater überhaupt nichts, denn der war ein holländischer Alkoholiker gewesen und als solcher bald verschwunden. Und zu allem Unglück mußte Thomas Bernhard auch noch in Österreich aufwachsen, wo alle anderen auch Knollennasen hatten und sich tagelang über Mehlspeisen unterhielten. Ihm blieb nichts weiter übrig, als nach Wien zu gehen, wo man den Nebel durch spezielle Riesenräder in Bewegung hält und deshalb zu bestimmten Tageszeiten eine Illusion von frischer Luft erzeugt. In Wien saß er immer den halben Tag in dem einen Cafe und den anderen halben Tag in dem anderen Cafe, aber um nichts in der Welt hätte er den einen halben Tag in dem anderen und den anderen halben Tag in dem einen Cafe verbracht, es war ja schon schlimm genug, den einen halben Tag in dem einen und den anderen halben Tag in dem anderen Cafe zu verbringen, wenn man eigentlich beide Cafes unerträglich fand. In dieser Vormittags- und Nachmittagsumgebung las er die Vormittags- und die Nachmittagszeitung und begann sich zu ärgern. Ärger ist ja die eigentliche Quelle für Literatur. Aber nicht nur ein bißchen Ärger, bei dem es genügen würde, einmal kräftig auf den Tisch zu hauen, sondern ein Ärger, der zweihundert Seiten dauert, und das, obwohl man alles auch auf einer Seite sagen könnte, wenn es nicht so ärgerlich wäre. Ein Ärger, bei dem man drei Monate lang ununterbrochen mit der Faust auf den Tisch hauen und »Zum Kuckuck!« rufen müßte, um ihn loszuwerden; wer es schafft, sich einmal so zu ärgern, der hat auch das Zeug zum Schriftsteller.

Wenn Thomas Bernhard einmal nichts einfiel, worüber er sich ärgern konnte, und ihm deshalb eine Schreibblockade drohte, nahm er bei seinem Verlag einen Kredit auf und gab das Geld sofort für ein kaputtes Haus aus, das er eigenhändig renovierte. Um den Kredit abzubezahlen, mußte er natürlich auch ein neues Buch schreiben, was er notgedrungen tat. Wenn er nicht an einer Lungenentzündung gestorben wäre, wäre inzwischen ganz Österreich renoviert und mit Büchern von Thomas Bernhard ausgestattet.

Von diesen muß man unbedingt eines empfehlen, das den ungewöhnlich optimistischen Titel »Ja« trägt. Es ist eines seiner kürzesten, in dem ein Kraftwerksbauer ein unverkäufliches, feuchtes Stück Wiese in einem Teil vom Tal erwirbt, in das nie ein Sonnenstrahl dringt, um hier für seine Frau ein fensterloses Haus aus Beton zu bauen, das er nach dem Vorbild eines Atombunkers entworfen hat. Sie vereinsamt dann ziemlich in diesem Haus und antwortet am Ende auf die Frage des Erzählers, ob sie sich eines Tages umbringen werde, mit »Ja«.

NORBERT NIEMANN „Wie man’s nimmt

"Хто як на це дивиться" - пeрший роман Норберта Німанна, що мав великий успіх 2006. "Автор володіє літературним даром, висікати словом іскру з уламків нашої дійсності", -писала газета "Зюддойче цайтунг" після його сенсаційного дебюту. Норберт Німанн опублікував велику кількість есе на політичні, журналістські й літературні теми, а також ряд прозових творів. За роман "Хто як на це дивиться" він отримав премію ім. Інгеборг Бахманн, що є найзначнішою відзнакою у новій німецькомовній літератури.

„Komm rein Karl ist nicht da aber da ist Post für dich liegt irgendwo zwischen den Zeitungen. Aufm Tisch. Wieder mal vergessen einzuwerfen laß bloß den Umschlag mit der Briefmarke da Kaffee?"

Dann Lisas Schritte in die Küche, ihr schlampiges Schlurfen, das Rauschen der Rohre in den Wänden, als sie den Hahn öffnet. Sie setzt Wasser auf. Schönlein hört, wie die Düsen zischen und wie mit diesen typischen winzigen Explosionen schlecht geputzter Gasherde der Flammenring mehrmals hintereinander ausgeht, bis er endlich brennen bleibt. Kaum steckst du deinen Kopf durch ihre quietschenden verschmierten Haustüren, duzen und behandeln sie dich wie ihresgleichen. In diesem Fall eine an sich wunderschöne bleiverglaste Jugendstil-Schwingtür aus Kirschholz, die das oberste Geschoß des Treppenhauses abtrennt. Sofort quillen Schönlein Kinderspielzeug, schmutzige Wäsche und zerfiedderte Titanic-Hefte entgegen, als er den ersten Fuß hineinsetzt. Staksend manövriert er sich da durch, geduckt unter der auf das Gerumpel und ihn heruntertriefenden nassen Wäsche, die an einer Wäscheleine im Gang aufgehängt ist. Schon der affektierte Klang ihrer Stimme stößt dich ab dieser sich laufend überschlagende Singsang, beim Versuch wer weiß welche verschiedenen Tonlagen wer weiß welcher unbewußter Klischees gleichzeitig hinzubekommen. Schon da gehst du davon aus, daß dir in wenigen Sekunden eine Art provinzielles Poplady-Potpourri gegenübertreten wird - ihr Hauch von Postpunk (schwarz das Leder wie die Kajal-Augen), diese Spur Madonna (aber in Haut und Knochen), Ex-Szene-Coolness mit Kaugummi - ein Mensch wie ein mieser Amateur-Video-Clip. Natürlich muß er jetzt auch noch auf ein Quietschtier treten. Da kann Schönlein schon nicht mehr anders, als sich ein bißchen gedemütigt fühlen. Nicht sehr, aber genug, um der Voreingenommenheit ge

gen eine Frau wie Lisa den Filter seiner sonst so vorzüglichen Höflichkeit zu entziehen. Er weiß nicht warum, und es ist auch jetzt die Zeit nicht, darüber nachzudenken. Vielmehr darüber, was sie wohl gleich sagen wird, wenn sie den Kopf durch die Küchentür steckt, um ihn auszulachen: „Du, wegen deinen Schuhen tuts mir echt leid. Hier is so ein Siff, du liebe Zeit! Aber Putzen ist morgen. Ey. Sorry!" Und Schönlein könnte sich bei einem sehr lästigen visionären Vorstoß in die allernächste Zukunft brüllen hören: „Hör auf- ich bin keine verdammten Siebzehn mehr, und verscheißern kann ich mich selber, ja!" Wenn er sich nur etwas anstrengen, sich darauf einlassen würde, wenn er bloß ein bißchen mehr Zeit hätte.

Aber er hat keine Zeit - so wie er jetzt für längere Zeit zu nichts anderem mehr Zeit haben wird, als auf die Ereignisse zu reagieren, die da ins Rollen kommen. Es ist wie ein neuer Film, der sich plötzlich als Wirklichkeit herausstellt. Es ist wie in einem von diesen Träumen, die dich aus dem Schlaf auffahren lassen, weil du darin das Gefühl hattest: dieser Traum ist ja gar kein Traum! Denn da taucht aus dem lilalackierten Türrahmen heraus tatsächlich Lisa Arnolds Kopf auf und sagt:

„Heute Waschtag. Sorry."

Ohne jede Ironie. Eher mit diesem ein wenig unsicheren Lächeln. Dem freundlichen Ausdruck eines Menschen, der spürt, daß ihn von seinem Gegenüber Welten trennen. Trotzdem für Schönlein natürlich ein scheußliches Lächeln in einem scheußlich glatten Durchschnittsgesicht von weiblichem Gutaussehen. Der häßliche Kopf einer süßen Barbiepuppe, aus dem statt der zu erwartenden hohen Flötentöne heisere Alptraummelodien herauskommen. Alles an ihr stößt ihn vom ersten Augenblick an ab. Warum aber dreht er dann nicht um jetzt? Er hat doch kein Wort bis dahin gesagt! Sie hat natürlich eine Antwort nicht abgewartet, als wäre es absolut eine Selbstverständlichkeit, als müsse alle Welt jederzeit Zeit zum Kaffeetrinken haben. Dazu hätte Schönlein ja nun doch wirklich die Zeit heute - aber man nimmt sie sich doch nicht freiwillig zu Dingen, die einen anwidern! Also warum sagt er nicht: „Wären sie so freundlich und würden Karl ausrichten, er soll mich anrufen? Ich hätte Arbeit für ihn. Auf Wiedersehen." Und wie geplant runter zum Steinchenschmeißen an den Fluß?

Schönlein geht zum großen Tisch im „Wohnzimmer" und beginnt in dem wirren Haufen alter Zeitungen, Reklame und Post nach Karls Brief an ihn zu kramen. Tatsächlich findet er ihn sofort, wühlt aber blind weiter im Papier herum. Sich unauffällig in der Wohnung umsehen, in der er seit mindestens zehn Jahren nicht mehr gewesen ist, wie ihm plötzlich bewußt wird. Immer am Eingang alles erledigt, Karl, meistens verschlafen in Unterhose, hat die Schwingtür einen Spalt geöffnet, und wir haben immer alles zwischen Tür und Angel geregelt. Nichts! Da hat sich ja nichts verändert! - Schönlein hat tatsächlich den Eindruck, als wäre hier gar rein die Zeit stehengeblieben. Nicht einmal ein neues Plakat an der Wand, immer noch dieser eklige Dali-Christus, immer noch Lucky Luke-Comics auf dem abgewetzten Ledersofa, immer noch die kleine häßliche, mit rosa Pockenpünktchen verzierte Mozart-Büste auf dem bestimmt immer noch unbespielbaren Klavier. Nur noch kaputter das Ganze.

Noch mehr Stockflecken, noch penetranter der Mief nach Fäulnis und dem kalten Zigarettenrauch des starken, schwarzen Tabaks, den Karl schon immer geraucht hat.

„Hi", Lisa kommt mit der Kaffeekanne und zwei von diesen dicken bunten Supermarkt-Tassen für 1 Mark 79 Pfennige.

„Hi", antwortet Schönlein und tut so, als hätte er gerade endlich den Brief im Stapel entdeckt. Etwas linkisch sein Theaterblick (Schönlein ist das Lügen nicht gewohnt), heuchelt er jetzt natürlich volle Konzentration auf den Zeitungshaufen, und das gehört auch zu den Befremdlichkeiten, daß ich mich ganz genau an den blödsinnigen Satz erinnern kann, den ich dort unwillkürlich in einem Werbeprospekt gelesen habe. „Das soll uns mal einer nachmachen!" Keine Ahnung, in welchem Zusammenhang. Absurd, vollkommen absurd!

Was reden jetzt? Peter Schönlein sieht Lisa Arnold ins stark geschminkte Gesicht hinein {Lippenstift, Wimperntusche, Puder. Aber die Haare unfrisiert, regelrecht verfilzt. Und dieser Schweißgeruch!), ringt sich einen freundlichen Ausdruck ab und weiß es nicht. Er schaut zur Kaf-feetase hinunter und entdeckt in ihr einen klebrigen Rand, wahrscheinlich vergorene alte Milch. Schönlein weiß, daß er Herpesblasen auf den Lippen bekommen wird, wenn er daraus trinkt. Er schaut in die Tasse und denkt, ich werde daraus trinken müssen, denkt, wenn ich nicht aufpasse, würgt es mich gleich. Da läßt Lisa auch schon einen dicken schwarzen Strahl viel zu starken Kaffees leicht überschwappend in sie runterklatschen. Schönlein sieht zum Fenster hinaus. Das heißt, durch die nahezu vollständig verglaste Nordseite des Zimmers, die schräg zum Giebel hin abschließt. Karl hat es schon zu Gymnasialzeiten eingebaut. Gemeinsam mit Freunden. Damals, als Karl allen Ernstes glaubte, er würde ein genialer Maler werden. Schönlein hatte mitgeholfen, obwohl er Karls Selbsteinschätzung weiß Gott nicht teilte.

„Wo ist dein Kind?"

„Kindergarten."

„Schon?"

„Felix ist fast vier."

(Andererseits beim Reden das bestimmte Gefühl, wir würden uns eine Ewigkeit kennen! Wie deine kleine Schwester, die dir beim Frühstück gegenübersitzt. Der Slang gefällt dir nicht, den sie seit neuestem spricht, ihre immergleichen Mädchenprobleme öden dich an. Ihr neuer Boyfriend trägt die falschen Klamotten. Aber in der Nacht legst du dich doch zum Plattenhören zu ihr ins Bett...)

Der große Ast der kolossalen Haselnuß hinter dem Haus ist wohl vom letzten Sturm halb heruntergerissen worden. In die klaffende Wunde scheint weiß und gold die Sonne. Blendend weißer Riß. Da hüpft plötzlich ein kleiner Buntspecht im Bild hin und her, wirklich, es ist ein Buntspecht, heller Bauch, schwarz und rot...

НОРБЕРТ НІМАНН Уривок з роману "Хто як на це дивиться" (Переклав з німецької Євген Попович)

Частина 1,

розділ З

"Заходь Карла немає вдома але для тебе є пошта десь лежить серед газет. На столі. Знов забули вкинути лиши порожнього конверта з маркою кави?"

Потім Лізині кроки в кухні, її нехлюйне човгання, шум труб у стінах, коли вона відкручує кран. Вона ставить воду на вогонь. Шенляйн чує, як сичить пальник і як із характерними маленькими спалахами погано почищеної газової плити кілька разів поспіль гасне кільце пломінчиків, аж поки нарешті загоряється. Тільки-но просунеш голову в їхні рипучі замацані двері, як вони вже переходять із тобою на "ти " й починають трактувати тебе як рівню. В цьому випадку в чудові, засклені свинцевим склом двері з вишневого дерева в стилі модерн кінця минулого сторіччя, що відчиняються і назовні, і всередину й відокремлюють верхній поверх сходової клітки. Переступивши поріг, Шенляйн відразу опиняється серед куп дитячих іграшок, брудної білизни та пошарпаних чисел "Титаніка". Він іде, мов на хідлях, обминаючи ті купи і згинаючись, щоб не зачепити розвішаної на шнурку в коридорі мокрої білизни, з якої на нього й на мотлох на підлозі скапує вода. Уже саме це неприродне звучання її голосу відштовхує тебе - ця співуча манера з ненастанним перескакуванням через слова, з намаганням одночасно досягти різних хтозна-яких тональностей із хтозна-яких неусвідомлених кліше. Уже надворі ти був готовий до того, що за кілька секунд тебе зустріне така собі поп-дама, суміш сьогоднішнього з позаторішнім -відлуння запізнілого панка ( шкірянка чорна, як очі каяла), щось від Мадонни (але тільки в кольорі шкіри і в руках), екс-сцена незворушности з жувальною гумкою в роті, -людина, ніби з нікчемного аматорського відеокліпу. Звичайно, йому доводиться зайти в ще одні рипучі двері. Тепер уже Шенляйн не може не відчути себе трохи приниженим. Не дуже, але достатньо для того, щоб з упередження до такої жінки, як Ліза, скинути з себе пута ввічливости, що завжди була в нього бездоганною. Він не знає, чому, та тепер і не час сушити собі цим голову. Краще подумати про те, що вона зараз скаже, коли висуне голову з кухонних дверей, щоб посміятися з нього: "Слухай, мені шкода твоїх черевиків. Тут такий потоп, що страх глянути! Але прибирання завтра. Біда. Боггу!" І Шенляйнові вчувається, як він, не витримавши передбачуваного в найближчі хвилини дуже настирливого наступу, горлає: "Годі, мені вже не сімнадцять років, хай йому чорт, і обпаскудитись я можу сам, атож!" Аби тільки ледь напружитись, піти на таке, аби в нього було хоч трохи більше часу.

Але він не має часу - так, як надалі не матиме вже його ні на що, тільки матиме час реагувати на події, що накочуються, немов коліщата. Це як новий фільм, що раптом виявляється дійсністю. Це як в одному з тих снів, від яких прокидаєшся з ляку, бо тебе уві сні опановує почуття, що цей сон - зовсім не сон! Бо цієї миті з рами дверей, полакованих у фіялковий колір, справді виринає обличчя Лізи Ар-нольд, і вона каже:

"Сьогодні прання. 8оггу".

Без натяку на іронію. Швидше з трохи непевною усмішкою. З привітним виразом людини, яка відчуває, що її від того, хто стоїть навпроти неї, відділяють світи. А проте для Шенляйна, звичайно, огидна усмішка на огидно гладенькому буденному обличчі з приємними жіночими рисами. Бридка голова нудотної ляльки Барбі, з якої замість очікуваних величних мелодій флейти чути кошмарні хрипкі звуки. Усе в ній відштовхує його з першої ж миті. Але чому він тепер не обернеться й не піде геть? Він же не сказав досі жодного слова! Вона, певне ж, не чекає відповіді, наче це звичайнісінька річ, наче весь світ повинен мати час на каву. Ну, Шенляйн сьогодні справді мав час на це, - але ж людина не гає добровільно часу на те, що їй огидне! То чому ж він не скаже: "Чи не були б ви такі ласкаві сказати Карлові, щоб він зателефонував мені? У мене була б праця для нього. До побачення". І не піде на річку шпурляти камінці у воду, як він собі був запланував?

Шенляйн підходить до великого столу у "вітальні" й починає шукати у безладно накиданих купах старих газет, реклам та пошти Карлового листа до нього. І справді зразу ж знаходить його, але й далі наосліп порпається в паперах, а сам непомітно озирається по квартирі, де, як він раптом усвідомив, не був уже принаймні десять років. Завше все залагоджували при вході, Карл, здебільшого заспаний, у підштанцях, трохи відхиляв двері, щоб між ними та завісами була щілина, і в ту щілину ми завше справляли свої потреби. Нічого! Нічогісінько тут не змінилося! - Шенляйнові справді здається, що тут

час просто зупинився. Навіть не повісили нового плаката на стіну, і досі той неприємний Христос пензля Іалі, і досі на витертій шкіряній канапі комікси з Лакі Люком, і досі на піаніно, на якому напевне і досі ніхто не грає, - маленький, бридкий бюст Моцарта, всіяний, наче віспою, рожевими цятками. Тільки все ще занедбаніше. Ще більше плям від вологи, ще в'їдливіший дух гнилизни та холодного диму від міцного чорного тютюну, який завжди палив Карл.

"Ось". Ліза входить із кавником та двома бокатими, строкато помальованими чашками з супермаркету по одній марці сімдесят дев'ять пфенігів за кожну.

"Ось", - відповідає чи енляйн і вдає, наче він аж тепер нарешті знайшов у стосі паперів листа. Вдає трохи театрально й незграбно (Шенляйн не звик брехати), прикидається, звичайно, що вся його увага зосереджена на купах газет, дивне ще й те, що я можу слово в слово пригадати безглузде речення, яке десь там мимохіть прочитав у рекламному проспекті. "Хай-но хто спробує зробити таке, як ми!" Не маю уявлення, в якому проспекті. А бсурд, цілковитий абсурд!

Що тепер говорити? Петер Шенляйн дивиться Лізі Арнольд у густо підмальоване обличчя (губна помада, туш на віях, пудра. Але волосся не підстрижене, просто-таки розкудлане. І цей дух поту!), силує себе набрати привітного виразу і не усвідомлює цього. Він переводить погляд на чашку й помічає в ній липке кільце, мабуть, несвіже, скисле молоко. Шенляйн знає, що в нього з'явиться на губах пухирцевий лишай, якщо він питиме з неї. Він дивиться в чашку й думає: Мені доведеться пити з неї, думає: якщо я не буду обережний, то зразу виблюю. Та Ліза вже націлює в чашку широкий чорний струмінь надто міцної кави, ледь розхлюпуючи її. Шенляйн дивиться крізь вікно. Тобто крізь майже цілком засклену північну стіну кімнати, що йде навскіс угору й кінчається фронтоном. Карл її вибудував іще в гімназійні часи. Разом із товаришами. Тоді, коли цілком поважно вірив у те, що стане геніальним художником. Шенляйн допомагав йому, хоч їй-богу не поділяв Карлової думки про його хист.

"А де твоя дитина?"

" У дитсадку".

"Уже?"

"Феліксові майже чотири".

(З іншого боку, говорячи, маєш тверде почуття, що знаєш її споконвіку. Наче свою меншу, сестру, що під час сніданку сидить навпроти тебе. Тобі не подобається жарґон, яким вона віднедавна розмовляє, тебе нудить від її вічно тих самих дівчачих проблем, її новий бойфренд носить навмисне подерті лахи. Але вночі ти все-таки лягаєш до неї в ліжко слухати платівки...)

Велика гілляка колосальної ліщини за будинком напіврозчахнулася, мабуть, від останньої бурі. Біла тріщина зяє, мов рана, заллята білим і золотавим сонячним світлом. Така біла, що аж сліпить очі. Раптом у тій картині з'являється невеликий дятел. Він снує по стовбурі, справді дятел, ясне черевце, чорний з червоним верх...

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