
- •История основного иностранного (немецкого) языка, 3 курс, специалитет
- •Vorlesung 1.
- •Vorlesung 2 Periodisierung der deutschen Sprachgeschichte.
- •1. Die indogermanischen Sprachen
- •Vorlesung 3 Gemeingermanisch. Besonderheiten der Entwicklung.
- •2. Das Vernersche Gesetz.
- •Vorlesung 4
- •Zeitliche und räumliche Grenzen.
- •Hochdeutsche Territorialdialekte: Oberdeutsch
- •Mitteldeutsch
- •Niederdeutsche Territorialdialekte:
- •Vorlesung 5
- •Vokalismus des Althochdeutschen
- •Vorlesung 6 Konsonantismus.
- •Vorlesung 7 Die althochdeutschen Verben.
- •Indikativ Präsens:
- •Indikativ Präteritum
2. Das Vernersche Gesetz.
Die ide. stimmlosen Explosivlaute p, t, k wurden zu stimmlosen f, Þ, h, nur wenn der Wortakzent unmittelbar auf dem Vokal vor diesen Explosivlauten lag:
p, t, k > `___ f ___, `___ Þ ___ , `___ h ___
In allen anderen Fällen wurden sie stimmhaft:
p, t, k > ___ b `___ , ___ d `___ , __ g `___
p, t, k > `__ __ b __ , `__ __ d __ , `__ __ g __
Diese Gesetzmäßigkeit formulierte 1877 (1875) der dänische Gelehrte Karl Verner und sie wird das Vernersche Gesetz genannt.
So kam Karl Verner zu der Schlußfolgerung, dass während der I. Lautverschiebung der Wortakzent im Urgermanischen noch frei war.
3. Der grammatische Wechsel. Da der Akzent im Indoeuropäischen und im frühesten Urgermanisch frei, beweglich war, lag er (der Wortakzent) bald auf dem Wurzelmorphem, bald auf dem Flexionsmorphem bzw. auf dem affixalen Morphem. Dadurch entstand der sog. grammatische (Konsonanten) —Wechsel, d.h. der Wechsel stimmloser und stimmhafter Frikativlaute f, Þ, h, s / b, d, g, z.
p > d > d / d > t : |
schneiden - schnitt - geschnitten |
h / g > g : |
ziehen - zog - gezogen |
s / z > r :
|
war - gewesen; verlieren - der Verlust |
Vorlesung 4
Althochdeutsch. Die ahd. Territorialdialekte.
Zeitliche und räumliche Grenzen.
Die ahd Periode wird von dem Beginn der schriftlichen Überlieferungen begonnen. Sie dauert von 770 bis zur Mitte des 11. Jh.
Das Althochdeutsche war keine einheitliche Sprache, sondern die Bezeichnung für eine Gruppe westgermanischer Dialekte, die südlich von Düsseldorf gesprochen wurden. Diese Dialekte unterscheiden sich von den anderen westgermanischen Sprachen oder Dialekten durch die Durchführung der Zweiten (oder Hochdeutschen) Lautverschiebung.
Mit dem 6. Jh. beginnt die Frühgeschichte der deutschen Sprache. Vorausgegangen war im 3. und 4. Jh. die Integration der westgermanischen Einzelstämme zu großen Stammesverbänden.
Alemannisch. Das Herzogtum Schwaben im Südwesten des Reiches erstreckte sich über das Territorium des heutigen Baden-Württemberg, über den heutigen deutschsprachigen Teil der Schweiz und seit 925 über den Hauptteil des Elsaß.
Bairisch. Das Herzogtum Bayern im Südosten (östlich des Lechs (Nebenfluß der Donau) erstreckte sich über den größten Teil des heutigen Bayern und über das heutige Österreich. Sein Territorialdialekt heißt Bairisch. Bairisch und Alemannisch bilden den Grundstock der oberdeutschen Dialekte.
Fränkisch. Der fränkische Dialekt wurde in den Herzogtümern Franken und Lothringen gesprochen. Es erstreckte sich über die heutigen westdeutschen Länder Rheinland-Pfalz, Hessen, die Landschaft Franken im Nordwesten Bayerns und grenzte im Norden und Nordwesten an das Herzogtum Lothringen. Zum Oberdeutschen zählt man die fränkischen Mundarten, die an der fränkisch-schwäbischen und an der fränkisch-bayrischen Grenze liegen, und nämlich Südfränkisch und Ostfränkisch.
Zur mitteldeutschen Dialektgruppe gehören das Rheinfränkische in der Pfalz (Mainz, Frankfurt, Worms, Speier) und das Mittelfränkische (Koblenz, Trier, Luxemburg, Saargebiet, Köln, Aachen).
Zur niederdeutschen Dialektgruppe gehört das Niederfränkische im Raum von Kleve (heute an der deutsch-niederländischen Grenze im Land Nordrhein-Westfalen), im ganzen Nordosten des Herzogtums Lothringen (das heutige Nieder- und Mittelbelgien: Flandern und Brabant) und im östlichen Teil des Herzogtums (in den heutigen Niederlanden).
Sächsisch. Das Herzogtum Sachsen im Norden des Reiches erstreckte sich von der Elbe bis zur Ems über das Territorium des heutigen Schleswig-Holstein, Niedersachsen, über den westlichen Teil Sachsen-Anhalts, südwärts bis zum Harz.
Da Sachsen erst am Anfang des 9. Jh. nach den Sachsenkriegen Karls des Großen (772—804) dem Frankenreich angegliedert war, bewahrte das Altsächsische am Anfang der schriftlichen Überlieferung noch die Stellung einer selbständigen altgermanischen Sprache.
Die Annäherung des Altsächsischen an das Althochdeutsche begann bereits im 9. Jh. Sie vollzog sich unter dem Einfluss des fränkischen Dialekts. Infolge der Konsolidierung der deutschen Nationalität entwickelte sich das Altsächsische immer mehr zu einem Territorialdialekt der deutschen Sprache und bildete den Grundstock des Niederdeutschen.
Thüringisch. Im nordöstlichen Mittelraum zwischen den Herzogtümern Franken und Sachsen wurde der thüringische Dialekt gesprochen. Er gehörte zur mitteldeutschen Dialektgruppe.
Gliederung der deutschen Territorialdialekte (eine Übersicht):